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Grundlagen des Drehstromtrafos

  • manuela
  • 7. August 2006 um 19:35
  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 7. August 2006 um 19:35
    • #1

    ich hab folgende Frage (hab das nochnie gemacht, es geht ums Verständnis davon)

    Wenn ich einen Ringkerntrafo mit 3 Primärspulen bewickel dann hab ich diese mit den kalten Enden zu verbinden und den Sternpunkt nicht mit N zu verbinden sondern fliegend geklemmt, ist das richtig oder werden die im Dreieck verbunden hintereinander?

    Und wenn dieser nun eine mittengezapfte Sekundärwicklung bekommt hat diese eine Frequenz von 150Hz was eine deutlich kleinere Siebung erlauben würde als bei 50Hz

    Und er muß einen Schutzschalter besitzen der alle Phasen abschaltet wenn eine fehlt oder nicht ? (Es würde mit verminderter Leistung arbeiten, obs auch zulässig ist ist fraglich)

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 7. August 2006 um 20:44
    • #2

    Es gibt viele Arten, einen Drehstromtrafo zu verschalten.
    Siehe "Schaltgruppen"

    Ein Trafo oder Motor (ist prinzipiell gleich), der gleichmässig auf allen Spulen belastet wird, braucht keinen Sternnpunkt, da IN~0.

    Das mit den 150Hz ist so nicht richtig.

    Du kannst bei einer Drehstromgleichrichtung an der Siebung sparen, brauchst aber auch deutlich mehr Platz für den Trafo und zudem auch immer einen Drehstromanschluss.

    Einem grossen Trafo würde ich einen Motorschutzschalter vorschalten.

    Es müssen nicht zwangsweise alle Phasen abgeschaltet werden. Für die praktische Anwendung ist das aber häufig nötig.


    http://www.transformatorseite.de.vu/

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • audienceblinder
    Beiträge
    420
    • 7. August 2006 um 21:10
    • #3

    cyberlight
    was spricht bei dir gegen eine kleinere Dimensionierung von C,
    da höhere Frequenz, weniger Zeit für die Entladekurve bedeuten würde.

  • quasel
    Beiträge
    80
    • 8. August 2006 um 11:04
    • #4

    Dein Trafo gibt secundär genau 0V ab.
    Primär hat er einen kurzschluß.

    Denk mal an den FI (Summenstromwandler).

    Drehstromnetzteile sind deutlich besser als einphasige.

  • 18tbx46
    Beiträge
    97
    • 8. August 2006 um 12:00
    • #5

    Ein Drehstromtrafo braucht für jede Phase quasi einen
    "eigenen Kern", da ja der Strom und letztendlich auch der Fluss
    um 120° phasenverschoben sind.

    Die übliche Bauform mit 3 Schenkeln fasst diese 3 Kerne
    zusammen. Im gemeinsamen Joch der drei Schenkel
    addiert sich der Fluss auf das Wurzel3 fache. Deswegen hat
    der Kern dort auch mehr Querschnitt.

    Wenn die drei Wickungen auf einem gemeinsamen Kern
    aufgebracht werden, schließen sie sich gegenseitig kurz.

    Man bräuchte schon 3 einzelne Ringkerne.

    @ cyberlight:
    von Moeller gibt es eigene Trafoschutzschalter.
    im Prinzip dasselbe wie der normale pkzm motorschutzschalter
    nur steht ein t bei der Typenbezeichnung dahinter

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 8. August 2006 um 12:28
    • #6

    danke TBX :wink:
    Du ersparst mir ein Experiment.

    Demnach muß es auch stets drei Sekundärwicklungen geben die erst nach den Gleichrichtern parallelgeschaltet sein dürfen da sie sich sonst auch wieder stören würden, defakto entsteht besagtes 150Hz post Brückenparallelschaltung.

    Was mir noch durch den Kopf geht:
    Ein fliegender Sternpunkt (wenn man es so beschaltet) = der Trafo geht nur an wenn mindestens 2 Phasen an sind, liegt der Sternpunkt jedoch auf N dann läuft er auch mit einer Phase schon los. = Unterschied
    Er würde in den fehlenden Phasen eine Induktionsspannung erzeugen und das ist imho VERBOTEN. Letztendlich verursacht er eine Verbindung der drei Phasen untereinander hinter der sicherung jeder einzelnen (beim fliegenden Stern). Daraus ergibt sich Schutzschalterpflicht, eventuell auch die Pflicht den Sternpunkt mit N zu verbinden 8)

    Bei der Sternbeschaltung legt man jawohl die kalten Enden der Wicklungen in den Sternpunkt. (kaltes Ende, ich meine die Wickelrichtung davon, kenn das so aus der HF und SNTs), hier würde der Strom jeweils durch 2 in Serie gesetze Wicklungen laufen die aber von der wickelrichtung her gegenpolig sind weil kalt an kalt, und heiß/heiß liegt jeweils zwischen 2 Phasen.
    Beim "Stern" wären aber alle drei hintereinander, jeweils kaltes Ende der vorderen am heißen Ende der folgenden, das käme eher zum sinn so oder? Vergleichbar mit Accus die in Serie sind, immer plus an minus.

    Was von beiden ist nun die übliche Beschaltung für einen Drehstromtrafo?

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • 18tbx46
    Beiträge
    97
    • 8. August 2006 um 18:49
    • #7

    Also:

    Die üblichere Schaltung in diesem Bereich (=Drehstrom auf
    B6 Gleichrichter) ist wahrscheinlich DY5;
    d.h. primärseitig
    Dreieckschaltung--> Vorteil braucht keinen Nullleiter

    Sekundärseitig: Sternschaltung, damit auf die B6
    Brücke; wenn Sternpunkt herausgeführt kannst damit
    +/- Rails machen; der sternpunkt ist dann Masse.

    Primärseitig muss der Trafo allpolig geschaltet werden;
    wenn nur ein Teil arbeitet stehen ja an den anderen Wicklungen trotzdem Spannungen an. Elektrisch würde er es aber wahrscheinlich aushalten,
    wenn nur ein Schenkel arbeitet; was sollte dagegen sprechen.

    Sekundärseitig steht nach der Brücke eine sehr viel weniger pulsierende
    Gleichspannung an. (Sehr viel weniger als bei Nicht Drehstrom)

    Der 5er bei DY5 gibt die Phasenverschiebung zwischen
    Primär und Sekundär an, in diesem Fall 5*30 = 150°
    Je nachdem wie man die "Referenz mit 0°" definiert
    kommt man auf unterschiedliche Werte von 150 = 180 - 150 = 30
    bzw bei DY11 = 360 -330 = 30 usw.
    Die 180° sind ja nur eine "Invertierung"
    Die 30° kommen immer zustande wenn man von D auf Y wechselt
    und umgekehrt.

    Hier noch ein paar Bilder: (DY Trafo, Übersetzung 6)

    [/img]

    [/img]

    [/img]

    Hoffe es kann wer was anfangen damit.
    Falls wo ein Fehler ist ; bitte sagen;

    Gruß, Manuel

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 8. August 2006 um 19:23
    • #8
    Zitat

    cyberlight
    was spricht bei dir gegen eine kleinere Dimensionierung von C

    Nix, ausser wenn man vorhat, den Trafo auch einphasig zu betreiben und/oder ungleichmässig zu belasten.
    Ob diese beiden Sachen wirtschaftlich und ökonomisch (Gewicht) sinnvoll sind, gilt es noch herauszufinden.
    Würde mich wundern, wenn das Standardnetzteil da schlechter abschneidet.

    "150Hz" gibt es hinter dem Trafo nicht, da es sich dann nicht mehr um ein wechselndes Feld, sondern um eine pulsierende Gleichspannung handelt.
    Dann sind es de facto 300Hz mit einem Gleichspannungsanteil.
    Bei 50Hz entsprechend 100Hz, kommt also auf´s Gleiche raus.

    Zitat

    von Moeller gibt es eigene Trafoschutzschalter.


    Schau an. Wenn nichts anderes im Lager ist, geht auch ein normaler PKZM :wink: (bis zu einer gewissen Trafogrösse natürlich)
    Ich nehme an, die T-Version ist bei den Einschaltströmen kurzzeitig etwas grosszügiger.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 8. August 2006 um 19:32
    • #9
    Zitat von "cyberlight"

    Ob diese beiden Sachen wirtschaftlich und ökonomisch (Gewicht) sinnvoll sind, gilt es noch herauszufinden.
    Würde mich wundern, wenn das Standardnetzteil da schlechter abschneidet.

    ...und genau das werd ich nun genau unter die Lupe nehmen. Meiner Ansicht nach ja, denn größer wird der benötigte Trafo ja auchnicht sein da sich die Last auf die Spulen verteilt sind diese entsprechend kleiner. Das Zielgebiet ist auch etwas oberhalb von 16A/1-phasig.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

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