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Beleuchtungsstärke für TV-Konzertaufnahme...

  • stefan_mir
  • 17. August 2006 um 10:12
  • stefan_mir
    Beiträge
    56
    • 17. August 2006 um 10:12
    • #1

    Hallo an die Gemeinde...

    Ich habe nun schon ne ganze Weile die Suche gequält und dennoch nichts passendes gefunden.
    Wir haben letzten Samstag nen Konzertmitschnitt gemacht. Das Problem im Nachhinein war, dass das Frontlicht teilweise zu dunkel war, obwohl der Lichttechniker Anweisung hatte, auf genügend Frontlicht zu achten.
    Ich will ihm hier jetzt keine Vorwürfe machen, habe mir aber vorgenommen, zum nächsten Konzert (es stehen noch 3 oder 4 weitere an) vorher einen Rider raus zu geben.

    Daher meine Frage:
    Wieviel Lumen brauche ich für eine gute Belichtung fürs "Fratzenlicht"?

    Wir drehen auf DV 16:9 - überwiegend Canon (z.B. XL-H1 mit gutem Objektiv).
    Die Bühne hat etwa 9 x 6 Meter (BxH) und genügend Stufen sind vorhanden.

    Bitte jetzt keine Disskussion über "...was man machen könnte..." oder so.
    Wir haben schon sehr genaue Vorstellungen und eine gute Konzeption. Die Frage ist wirklich nur, wieviel Lumen minimum kann man in einen Rider schreiben...?

    Danke und Gruß

    Stefan

  • Sven M
    Profi
    Beiträge
    2.530
    • 17. August 2006 um 11:30
    • #2

    Mal ganz am Rande, du scheinst nicht sehr vertraut mit der Materie, denn

    1. Sagt die Lumenzahl nicht viel aus. Zumindest nicht bei deiner Anwendung. Lumen gibt den Lichtstrom an. Für dich ist die Beleuchtunsstärke wichtig.

    2. Sollte ein Kameramann wissen wieviel Lux oder Blenden (so messen die TV Fuzzis) er braucht.

    Also, sprich mal mit jemandem der sich auskennt und versuch nicht schlauer zu sein als der Lichtler vor Ort.
    Mir gehen solche Leute auf die Nerven die meinen Ahnung zu haben und nen fetten Rider schicken, wo aber nur Quark drinsteht.

    Nimms nicht persönlich, aber das scheint Mode zu werden.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • Tobias Zw.
    Profi
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    27
    • 17. August 2006 um 11:45
    • #3

    Was ich gerne mache als groben Anfang:

    800 Lux Führung und Aufhellung,
    1000 Lux Spitze (bei Glatzköpfen weniger).

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • stefan_mir
    Beiträge
    56
    • 17. August 2006 um 13:03
    • #4

    @ Tobias:
    danke für die Infos

    @ Sven:
    keine Angst, ich nehme es nicht persönlich...
    Allerdings könntest Du Dich auch ein wenig zurückhalten.
    Ich bin der Cutter dieses Projektes und verstehe meinen Teil der Arbeit ganz gut. Das ich hier die Frage gestellt habe, bringt ja mit sich, dass ich in diesem Punkt nicht mit Wissen glänze. Es geht hier auch nicht um Rider-Wahn oder Änliches.
    Schlauer als der Lichtler bin ich dann doch - zumindest im Nachhinein, denn dieses Diskolicht incl. wabernder Frontbeleuchtung hätte ich mir so nicht erlaubt. Ich muss ja meine Sendebänder auch technisch abnehmen.

    Und es ist doch wohl legitim, dem Lichtler vorher schon eine Richtlinie zu geben, die dann vor Ort ausgemessen, besprochen und umgesetzt wird.
    Die Kameramänner kommen erst kurz vor dem Gig - die kosten gutes Geld - die belichten auch richtig, ich werde Sie aber nicht dafür bezahlen (und es ist auch nicht ihr Job), dass sie dem Lichtler erklären, was er für Licht zu setzen hat.

    Ich wurde eben gebeten, mögliche Verbesserungen anzusprechen und möchte vorher wissen, was ich da anspreche...

    Trotzdem Danke für den Hinweis. (Ernst gemeint)
    Wir werden keinem vor Ort einen Rider vorhalten und auf AGBs pochen. Es sollen ja alle Spaß an der Arbeit haben.

    Gruß

    Stefan

  • hell&dunkel
    Moderator
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    2
    • 17. August 2006 um 13:27
    • #5

    Ich bin nicht der Fernsehlichtonkel, aber:
    War da nicht was mit "Lichtsetzender Kameramann"?
    Einer der Kameramenschen kann doch beim Einleuchten mit dem Beleuchtungstärkemeßgerät erscheinen. Was spricht gegen eine Lichtprobe mit Kameraleuten? Eine versiebte Aufnahme kostet mehr.
    Es wird festgelegt "Hauptlicht min. XX%, xyz min xy%" und dann ist gut.
    Der Lichtmensch weiß nicht um die Lichtstärke der verwendeten Optiken.

    Der Lichtmann redet im Normalfall VOR dem Konzert auch mit der Band, damit er weiß was ihn erwartet und was die Band gerne hätte.
    Ohne Kommunikation geht nix.

    Oder war der Lichtmensch eine Discopartybub, der sonst nur Discolicht macht?

    Armin

    Hier befindet sich i.d.R. die Signatur

  • stefan_mir
    Beiträge
    56
    • 17. August 2006 um 14:00
    • #6

    Naja - es ist alles eine Kostenfrage - lichtsetzender Kameramann ist mir auch ein Begriff.
    Das Messgerät haben wir - die Frage sind die Richtwerte - nicht jeder hat leider Geld ohne Ende - das alte Lied.

    Ich wollte doch nur das Minimum der Beleuchtungsstärke wissen (Tobias hat mir ja schon Richtwerte genannt), um dem Verantwortlichen für Licht einen Richtwert zu geben, so dass er sich vorbereiten kann. Wir können ja nicht erwarten, dass 30 Min vorm Konzert noch ein Paar Stufen mehr an die Decke gehangen werden.

    Mit dem Messgerät stellen wir VOR dem Konzert sicher, dass der abzufilmende Bereich auch gleichmäßig ausgeleuchtet ist.

    Dann wird dem Lichtler gesagt: XY ist das Minimum - bitte abspeichern...

    Ich wollte doch nur das Minimum wissen - heul - aber trotzdem vielen Dank. (ernst gemeint)

    Gruß

    Stefan

  • Sven M
    Profi
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    2.530
    • 17. August 2006 um 14:36
    • #7

    Hmm. Ok, du bist der Cutter.
    Ich mache viele Sachen mit Kamera, auch mit Filnem dabei. Ich setze das Licht dabei meistens mit dem Regiesseur zusammen. Er ist auch ausgebildeter Kameramann und weiß was er will und ich weiß wie man es umsetzt.
    Normalerweise sollte einer aus dem Filmteam ein großes Mitspracherecht an der Lichtgestaltung haben, allerdings erwarte ich dann auch das der Kollege weiß wovon er redet.
    Wenn du schon über Disco redest denke ich nicht das jemand von der Firma weiß was 800lx sind, geschweige ein taugliches Beleuchtunsstärkemessgerät hat.
    Du solltest schon einen Rider haben in welchem drinsteht was du willst in sinnvollen Anweisungen. Und ihr solltet vielleicht einen Kameramann der sein Handwerk versteht ne Stunde vorher hinschicken der zusammen mit dem Lichti einleuchtet. Denn durch das Dimmen von alogenleuchtmitteln verschiebt sich wieder die Farbtemperatur, was auch NEgative Effekte haben kann.

    Ich denke ein gut und sinnvoll geschriebener Rider hebt die Stimmung auf der Baustelle eher als unzufriedene Gesichter auf beiden Seiten.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • stefan_mir
    Beiträge
    56
    • 17. August 2006 um 20:24
    • #8

    Die Farbtemperaturverschiebung beim Dimmen von Kunstlicht ist bekannt.
    Müssen wir aber so in Kauf nehmen, da nur einfache Stufen vorhanden sind.
    Ich denke, das wird aber nicht so schlimm sein.
    Im Optimalfall soll ja das Frontlicht auf einem Level gehalten werden. Den Rest macht dann der Weißabgleich vor Ort (schlimmstenfalls in der Postproduktion)

    Das mit dem "Diskolicht" darfst Du nicht falsch verstehen. Damit wollte ich nur verdeutlichen, dass das Ganze ein wenig TV-Untauglich war.
    Ich denke die Leute dort verstehen ihr Handwerk.
    Dem Lichtler wurde scheinbar nur zuviel Spielraum gegeben...

    Mal sehen - wir werden mal Rücksprache halten und schauen, ob es so klappt. Wenn mit unseren "Wünschen" jemand was nicht anfangen kann, hat er ja immer noch die Möglichkeit, anzurufen...

    Danke und Gruß

    Stefan

  • Finelight
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    • 18. August 2006 um 09:19
    • #9

    Ich kenne es von den von mir betreuten Veranstaltungen nur so, dass es jeweils eine technische Vorbesichtigung gibt, in welcher

    a) das Licht genauer definiert wird (was wird zusätzlich an Bühnenlicht gestellt, was kommt an zusätzlichem Effektlicht, was an Weißlicht).
    b) das Lichtkonzept besprochen wird.

    Hier kommt immer der lichtsetzende Kameramann mit dem Produktionsleiter zusammen in die Venue und setzt sich da mit den technischen Konterparts zusammen.

    Bei der Veranstaltung selber gibt es immer eine Lichtprobe, in welcher der lichtsetzende Kameramann durchaus auch die Bewegung des Lichts genau Vorgibt, dass gleiche gilt für Farben und Ausrichtung der einzelnen Scheinwerfer. Bei der Probe wird auch genau definiert: Limitiere bitte die 8-Lights auf 80% etc.

    Ansonsten hilft es mir als Lichttechniker auch wenn ich einen Monitor mit dem Signal bekomme (ich gehe davon aus, dass Ihr mit Ü-Wagen anrückt, Live schneidet und du die Postproduktion machst (z.B. zu langen Applaus kürzt etc.)). Denn nur dadurch sehe ich, was du im nachhinein siehst.

  • hasenfuß
    Beiträge
    1.142
    • 18. August 2006 um 11:17
    • #10
    Zitat von "Finelight"


    Ansonsten hilft es mir als Lichttechniker auch wenn ich einen Monitor mit dem Signal bekomme


    EXTREM WICHTIG !

    und eine kreuzschiene mit zugriff auf die kameras ist auch
    eine feine sache...

    ______________________________

    meister vt
    gMA operating
    photo
    dj

  • DSLmedia
    Profi
    Beiträge
    509
    • 18. August 2006 um 14:42
    • #11
    Zitat von "hasenfuß"

    EXTREM WICHTIG !

    und eine kreuzschiene mit zugriff auf die kameras ist auch
    eine feine sache...

    oh ja

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