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Akustikfrage: Warum 90°x40° Hochtonhörner?

  • JF
  • 30. Januar 2003 um 11:27
  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 30. Januar 2003 um 20:28
    • #21

    -> JF

    Ich vermute mal, daß Du sowas wie den Energiefrequenzgang meinst (alles - egal in welche Richtung - wird aufsummiert ...).

    Wenn Du durch ein vertikal breiter abstrahlendes Horn den Diffusschallanteil erhöhst, um den "Energiefrequenzgang zu linearisieren" (ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob Du sowas meinst ... ?), dann wird der Klang jedenfalls nicht besser.

    Strategie muß immer sein, möglichst wenig Diffusschall zu erzeugen. Ich denke auch, daß eine Erhöhung des Schallpegels im Bereich unter - sagen wir mal - 1,5 kHz durch reflektierten Schall - in der Praxis eher wenig ein Problem darstellen wird (in sehr großer Entfernung mag das ja zutreffen)

    Ein direktabstrahlender 12" mit Mittelhochtonhorn ist ja eher ein kurzreichweitiges System. Bei Hörabständen bis etwa 15 m wird der Schallpegel einer Reflektion (außer vielleicht bei knallharten Decken mit Glas- oder Keramikkacheln ...) den Frequenzgang wohl nicht nennenswert verbiegen.
    Denn: selbst wenn der Pegel der Reflektion genauso hoch wie der Direktschall wäre (was durch den längeren Weg eher unwahrscheinlich ist ...), hätten wir im Bereich einer "breiten, diffusen" Abstrahlung max. 3 dB mehr (d.h. doppelte Schall-Leistung, was einem ca. 1,4-fachem Schalldruck entspricht).

    Viele Grüsse sendet

  • JF
    Verifiziert
    Beiträge
    2.934
    • 30. Januar 2003 um 20:36
    • #22

    Grüsze!

    Wenn Leute nahe des Speakers sitzen, dann muß (soll ...) der geneigt werden! Ist bei einem vertikal eng abstrahlendem Horn wahrscheinlich noch wichtiger.

    Hier mal der Text aus der H100 Beschreibung:
    "More precisely, the modification of directivity allows obtaining the same equalization at the medium-high frequencies (ab 5kHz) off the axis in the field nearby and on the axis in the far-off fields: in this way there is a more uniform distribution of the sound in space."

    Möglichst wenig Diffusschall:
    Dann müßte ja der "Tannenbaum" bei 3-Wege Speakern klangförndernd sein, da ja Teile des Schalls besser gebündelt werden! Das ist er aber nach einhelliger Meinung nicht. ? Der Frequenzgang im diffusen Schallfeld bzw. in kleinen Räumen (Wohnzimmer) verbiegt sich deutlich.

    Hm, muß mir das nochmal durch den Kopf gehen lassen....

    mfg
    JF

    Einmal editiert, zuletzt von JF (30. Januar 2003 um 20:48)

  • Sound-Klinik
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    • 30. Januar 2003 um 20:42
    • #23
    Zitat von "tthorsten"

    90x40 grad ist völliger hirn riss.

    die 40 grad vertikal sind doch viel zu schmal um mit dem Mitteltöner in irged einer form zu interaggieren.

    die 40 grad bewirken aller höchsten noch etwas wirkungs grad aus dem Hochtöner.

    da die 90grad ja sochn unheimlich viel wirkungs grad rauben.


    der beste kompromiss sind 60 grad konisch oder das H100 und der H860

    Hört auch die meisten Boxen mal an die mit 90x40 oder 60x40 gemacht sind .

    die tiefen höhen komme maximal bis zur mitte der Pappe .

    wenn das horn gekippt wird, dann kommt das langsam mal hin.

    die leute , die in der Reihe ovr der box sitzen wollen doch auch nicht nru tief mitten müll mit bekommen sondern etwas sprch verständlichkeit.

    Alles anzeigen

    Ich denke, daß achsensymmetrische Hörner in "normal aufgestellten" Boxen (und in "normalen Räumen, die i.d.R. breiter als hoch sind ...) nichts zu suchen haben, da man sich sehr schnell Decken- und Bodenreflektionen einfängt, ohne horizontal genug Leute zu erreichen.

    Solche System können sinnvoll sein, wenn das System geflogen wird und die Location genau ein solches Abstrahlverhalten erfordert.

    Beim Stacking sind achsensymmetrische Systeme wohl eher problematisch.

    Und (ähem ...): Was meinst zu eigentlich mit "Mitteltöner in irgendeiner Form interaggieren" und "die tiefen Höhen kommen maximal bis zur Mitte der Pappe" ?


    Viele Grüsse sendet

  • JF
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    Beiträge
    2.934
    • 30. Januar 2003 um 21:55
    • #24

    Grüsze!

    Meinst du mit "normal aufgestellte Boxen" vertikal gerade aufgestellte Boxen? (Also nicht nach unten gewinkelt)
    Das würde ich schon als Pflicht sehen, bei meiner nächsten AH Bestellung ist auch sicher ein K&M Speakerwinkel dabei 8)

    Unsymetrische Hörner sind ja schwer zu bekommen und irgendwie hab' ich kein Vertrauen in die Dinger, was ordentliches Abstrahlverhalten betrifft ....

    mfg
    JF

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    • 31. Januar 2003 um 09:16
    • #25
    Zitat von "JF"

    Grüsze!

    Wenn Leute nahe des Speakers sitzen, dann muß (soll ...) der geneigt werden! Ist bei einem vertikal eng abstrahlendem Horn wahrscheinlich noch wichtiger.

    Hier mal der Text aus der H100 Beschreibung:
    "More precisely, the modification of directivity allows obtaining the same equalization at the medium-high frequencies (ab 5kHz) off the axis in the field nearby and on the axis in the far-off fields: in this way there is a more uniform distribution of the sound in space."

    Möglichst wenig Diffusschall:
    Dann müßte ja der "Tannenbaum" bei 3-Wege Speakern klangförndernd sein, da ja Teile des Schalls besser gebündelt werden! Das ist er aber nach einhelliger Meinung nicht. ? Der Frequenzgang im diffusen Schallfeld bzw. in kleinen Räumen (Wohnzimmer) verbiegt sich deutlich.

    Hm, muß mir das nochmal durch den Kopf gehen lassen....

    mfg
    JF

    Alles anzeigen

    1. Naher Hörabstand:
    Dies sollte man in der Praxis - möglichst - vermeiden.
    Grund: Bei jeder Abstandsverdopplung sinkt der Schallpegel um 6 dB - d.h. Leuten, die nah an der Box sitzen fliegen die Ohren weg während Leute, die 15 Meter entfernt sind sagen "... lauter - ich kann nichts verstehen ...". Diese idiotische Situation trifft allerdings gelegentlich ein, wenn ein Wirt vor der Bühne die Tische mit den Gästen plaziert und die Tanzfläche dann dahinter ...


    2. Klangbestimmend ist immer der Direktschall - auch wenn ich mich wiederhole: eine Spitzenkonzertgitarre klingt im Wohnzimmer und auf dem Klo immer gut - eine billige Wanderklampfe wird dagegen in jedem Raum besch... klingen.

    Das Gehör kann ab ca. 20...30 ms Zeitunterschied den Direktschall gut vom Diffusschall isolieren.
    Klar: Wenn der Pegel vom Diffusschall zu groß wird, wird es brenzlig - aber: Mit Equalizing auf Diffussschall verbiegst Du den Direktschall und verschlechterst dadurch immer das gesamte Klangbild (Ausnahme: extrem ausgeprägte Raumresonanzen).

    Viele Grüsse sendet

  • Jens Droessler
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    • 2. Februar 2003 um 17:46
    • #26

    Ich finde zu viele Reflektionen gerade in dem Bereich ziemlich übel. Natürlich wärs schön, wenn man gar keine Reflektionen hätte.....

    Man könnte es ja mittels Hall-FX simulieren. Ich finde die Sprachverständlichkeit nimmt stark ab, wenn man bei FXen nicht einen Tiefpass mit reinnimmt. Mit "echten" Reflektionen in dem Bereich dürfte es genauso sein.

    Alles in allem denke ich, dass die Entwicklung aber wegen des höheren Pegels zu den derartigen Hörnern geführt hat. Ich glaube nicht, dass man sich darüber früher Gedanken gemacht hat, ob der Hochtonbereich nun anders reflektiert wird, als der Mitteltonbereich....

  • Volker Holtmeyer
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    • 3. Februar 2003 um 13:31
    • #27

    Ich werd noch bekloppt: REFLEXION!!!! MIT X!!!!!!! *durchdreh*

    (Wie gesagt, will nicht klugscheißen, aber es lässt Eure Postings kompetenter wirken. :roll: )

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • JF
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    • 3. Februar 2003 um 19:02
    • #28

    Grüsze!

    20-30ms sind aber ca. 7-10m!
    Das bedeutet das die erste Reflexion IMMER zum Direktklang dazugemischt wird, wenn die PA nicht gerade in einer 15m hohen Halle geflogen wird!

    Wenn ich ca. 3m von den Speakern entfernt stehe und diese so ca. 2-2,5m hoch stehen, dann ist der Reflexionsweg, je nach Decken-/Bodenhöhe und Körpergröße ;) 5-7m. Also bleiben ca. 2-4m, sprich 6-12ms bis zur ersten Reflexion. Und die sollte dann nach üblicher Akustikregel sehr wohl noch den Klang des Speakers beeinflussen? Eventuell sogar noch die 2. Reflexion (<-Haha, ich kanns! *g* but: reflection) bzw. sind Decken- und Bodenreflexionen recht verschieden (zeitlich und frequenzgangsmäßig).

    Naja, zumindest sind diese leiser als der Direktschall, sollte man vielleicht nicht überbewerten?

    Habe diesen Fall auch mit 2 unserer Akustiker besprochen. Einer (hat selber eine kleine Anlage) war für schmale Abstrahlung und einer (hat das Problem mal theoretisch betrachtet, so wie ich hier) für breite. :roll:

    Ich tendiere eigentlich immer noch zu breiter Abstrahlung (besonders für Musikbetrieb), weil ich mir ein besseres Difusfeld verspreche -> bessere Ausgeglichenheit des Frequenzgangs auf weitere Entfernung IM Raum und bei unidealen Hörpositionen -> Kompromiß!

    Zitat von &quot;Sound-Klinik&quot;


    Mit Equalizing auf Diffussschall verbiegst Du den Direktschall und verschlechterst dadurch immer das gesamte Klangbild (Ausnahme: extrem ausgeprägte Raumresonanzen).

    Klar.
    Bei unausgeglichenem Abstrahlverhalten verschlimmert sich diese Situation aber noch?! Denn dann muß man Raum und unausgeglichene Abstrahlung EQen?

    Muß mal überschlagen wie und ob sich der "Nahfeldbereich" einschränkt, wenn ab 2-3kHz weniger/leisere Deckenreflexionen kommen .....

    Will hier nicht rumnerven, aber DAS Pro-Argument für 40° Abstrahlung hab' ich noch nicht rausfiltern können. Ist wieder mal ein Abwägen zwischen 2 schlechten Situationen .....

    mfg
    JF

    p.s.: Habe heute meine H100 hier, werde im Laufe der Woche mal messen, wie stark sich dieses im Bereich 2-4kHz in der vertikalen Abstrahlung von einem 40° Horn unterscheidet. Vielleicht erübrigt sich dann ja diese Diskussion .... (40° Hörner arbeiten ja oft recht unregelmäßig über die Frequenz)
    Und werde mal nachmessen, ob ich nicht vielleicht einen "Adapter" bauen kann, damit ich beide Hörner in der fertigen Box mal hören kann.

  • Toff
    Profi
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    349
    • 3. Februar 2003 um 20:04
    • #29

    Oh ja, miss das mal - interessiert mich doch sehr.

    Und für Volker: Refleksionen sind böhse :)

    Gruß vom Toff

  • Sound-Klinik
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    • 4. Februar 2003 um 10:44
    • #30
    Zitat von &quot;JF&quot;

    Grüsze!

    20-30ms sind aber ca. 7-10m!
    Das bedeutet das die erste Reflexion IMMER zum Direktklang dazugemischt wird, wenn die PA nicht gerade in einer 15m hohen Halle geflogen wird!

    Wenn ich ca. 3m von den Speakern entfernt stehe und diese so ca. 2-2,5m hoch stehen, dann ist der Reflexionsweg, je nach Decken-/Bodenhöhe und Körpergröße ;) 5-7m. Also bleiben ca. 2-4m, sprich 6-12ms bis zur ersten Reflexion. Und die sollte dann nach üblicher Akustikregel sehr wohl noch den Klang des Speakers beeinflussen? Eventuell sogar noch die 2. Reflexion (<-Haha, ich kanns! *g* but: reflection) bzw. sind Decken- und Bodenreflexionen recht verschieden (zeitlich und frequenzgangsmäßig).

    Naja, zumindest sind diese leiser als der Direktschall, sollte man vielleicht nicht überbewerten?

    Die Halle muß doch nicht 15 m hoch sein - oder richtest Du die Boxen auf die Decke ???

    Im Nahbereich (mehrere Meter) dominiert der Direktschall.
    Denn: Wenn Du nicht gerade eine Betondecke oder Kacheln an Wänden und Decken hast, dann werden die Höhen sowieso geschluckt - auch im Präsenzbereich erfolgt keine schallharte Reflektion - Fazit: es bleibt viel Schall bei der Reflektion auf der Strecke und überlagert den Direktschall dadurch erheblich weniger.

    Sofern man nicht ohne Publikum eine Veranstaltung macht, schlucken diese auch sehr viel Schall. Der Nachhall in einem Raum wird durch die Anwesenheit von Menschen erheblich gedämpft.

    "Probleme" gibt es im Bassbereich (aber: da das Gehör aber relativ unempfindlich auf Pegelschwankungen in diesem Bereich reagiert, ist es letztendlich kein großes Problem ...).

    Eine breite Abstrahlung verschlechtert die Sprachverständlichkeit. Um es mal durch ein Extrembeispiel zu verdeutlichen: Du kannst ja mal in eine Kirche ein breitabstrahlendes System einsetzen und sehen, was mit der Sprachverständlichkeit und Feedbackrisiko passiert.

    Viele Grüsse sendet

  • JF
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    • 4. Februar 2003 um 11:43
    • #31

    Grüsze!

    Ein 12" Direktstrahler ist prinzipiell ein breitstrahlendes System?

    Na egal, der Tip mit Test in einer Kirche ist nicht schlecht. Wo bekomm ich jetzt nur eine Kirche her? ;)
    Ich werd' mir mal einen "Hallraum" suchen, vielleicht kann ich wirklich ein paar Tests machen.....

    Tops bauen hat sich jetzt sowieso ein wenig verschoben -> etwas Zeit vorhanden.

    mfg
    JF

  • Sound-Klinik
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    7.900
    • 4. Februar 2003 um 13:57
    • #32
    Zitat von &quot;JF&quot;

    Grüsze!

    Ein 12" Direktstrahler ist prinzipiell ein breitstrahlendes System?

    Na egal, der Tip mit Test in einer Kirche ist nicht schlecht. Wo bekomm ich jetzt nur eine Kirche her? ;)
    Ich werd' mir mal einen "Hallraum" suchen, vielleicht kann ich wirklich ein paar Tests machen.....

    Tops bauen hat sich jetzt sowieso ein wenig verschoben -> etwas Zeit vorhanden.

    mfg
    JF

    Wie breit ein 12" abstrahlt, hängt von der Frequenz ab. Mit zunehmender Frequenz wird der Abstrahlwinkel enger - Du bekommst somit auch mit einem Konuslautsprecher eine gewisse Richtwirkung (natürlich nicht so kontrolliert wie mit einem Horn !). Im Präsenzbereich strahlt so ein Chassis schon enger ab.

    Noch mal zum Horn: auch ein 40°-Horn hat - wenn Du 20° aus der 0°-Achse rausgehst - nicht mehr den gleichen Schallpegel wie auf Achse (manche definieren den Winkel bei 3 dB Schallpegelabfall, manche auch bei 6 dB.) !
    Es gibt kein Horn, welches innerhalb von - sagen wir 40° - einen konstanten Pegel fährt - um dann urplötzlich in den Keller zu gehen. Es hat immer irgendwie eine Nierenform.

    Diese ganze Rechnerei mit Reflektion an der Decke und mit einem Geodreieck klingt zwar recht theoretisch, berücksichtigt aber einmal nicht die Absorptionseigenschaften der Wand-/Deckenmaterialien und zum anderen nicht die Pegelabnahme eines Lautsprechers außerhalb der Hauptabstrahlachse.

    Ich hatte vor einigen Jahren mal mehrere 10", 12" und 15"-Systeme (bei 0°, 10°, 20° usw.) gemessen. Man konnte klar erkennen, daß mit zunehmenden Durchmesser das Beamen immer früher eintritt. Auch fällt der Schallpegel außerhalb der 0°-Achse nicht immer gleichmässig ab - die Membranen verhalten sich da durchaus unterschiedlich.

    Für ein konkretes LS-System sollte man schon nicht nur auf Achse messen. Das Verhalten eines Konus-LS fließt irgendwie schon in die Auswahl eines dazu passenden Horns ein (bzw. auch umgekehrt).

    Viele Grüsse sendet

  • JF
    Verifiziert
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    2.934
    • 6. Februar 2003 um 00:58
    • #33

    Grüsze!

    Soda, habe heute gemessen und bin zu interessanten Ergebnissen gekommen.
    Erstens: Glaub keiner Herstellerwinkelangabe bei Hornabstrahlung :)
    Zweitens: Messen erleichtert eine Entscheidung oft ungemein .....
    und Drittens: Theorie schön und gut, aber die Praxis schaut dann wieder mal ganz anders aus .....

    The Winner im "welches Horn bündelt zwischen 1,5kHz und 4kHz am meisten" Contest ist:
    H100!
    dicht gefolgt von BMS 90°x40° Horn
    und etwas abgeschlagen das kleine Adam Hall 90°x40° Horn.
    Das große hab' ich nicht gemessen, schätze aber das es besser sein wird als das kleine, da einiges tiefer.

    Und meine These, das viele Hörner in der vertikalen recht unregelmäßig abstrahlen ist leider bestätigt.
    Wobei das BMS eigentlich recht gut abschneidet, gerade vertikal. Aber horizontal eine kleine "Unschönheit" zwischen 2-4kHz, da bündelt es einfach weniger (ca. 3dB). Also beim Frequenzweichendesign dort eine kleine Senke einbauen (oder EQen) und es sollte gut sein.
    Das Adam Hall macht vertikal Mist, ist wohl zu kurz und klein um bei tieferen Frequenzen noch was zu bewirken -> ausgeschieden.

    Es wird das H100, das witzigerweise gerade bei tiefen Frequenzen (ab 1,5kHz ist es "voll da") recht gut bündelt. Und dieses auch recht konstant über die Frequenz hält.
    Andere Hörner schnüren da stärker ein und für die Winkelangabe wird wohl ein Durchschnitt hingeschätzt.

    Weiters hab' ich meinen Meßaufbau überprüft und bin froh, das ich sehr gut reproduzierbare Ergebnisse erzeuge. Sprich gleicher Treiber, gleiches Horn einen Monat später gleich gemessen -> gleiches Ergebnis.
    Hört sich einfacher an als es ist ..... :D

    Messungen im Detail stell ich im Laufe der nächsten Tage ins Selbstbauforum.

    mfg
    JF

    p.s.: Bei 1,5kHz passen H100 und ein 12"er recht gut zusammen. Bei höheren Trennfrequenzen bündelt der 12"er recht schnell immer stärker, über 2kHz ist also nicht unbedingt zu empfehlen (wenn mans SEHR genau nimmt ;) Hängt mit Sicherheit auch von der Membrangeometrie der 12"ers ab .....

  • Sound-Klinik
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    7.900
    • 6. Februar 2003 um 10:50
    • #34

    Siehste (ich meine das mit den 12"ern ...) !

    Da kann man mal sehen, was früher für schwachsinnige Boxen (auch als Floormonis) gebaut wurden mit einem 12" (oder gar 15") - und einem kleinen Quitschehorn, welches ab 5 kHz (oder noch höher) anfängt.

    Eigentlich sollte man sich nicht wundern, wenn die Sängerin bei solchen Konstruktionen dann immer meckert "... ich kann mich nicht hören - mach mich lauter !". Die arme Sau am Mischpult hatte immer die bewußte A...-Karte gezogen.

    Wie ich schon sagt, sieht die Sache bei diesen 15"-3er-Boxen (mit Konusmitteltöner - urghh ...) noch extremer aus. Trotzdem arbeiten immer noch viele mit diesem Zeug.

    Viel Grüsse sendet

  • JF
    Verifiziert
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    2.934
    • 6. Februar 2003 um 11:24
    • #35
    Zitat von &quot;Sound-Klinik&quot;

    Siehste (ich meine das mit den 12"ern ...) !

    Da kann man mal sehen, was früher für schwachsinnige Boxen (auch als Floormonis) gebaut wurden mit einem 12" (oder gar 15") - und einem kleinen Quitschehorn, welches ab 5 kHz (oder noch höher) anfängt.

    Wie ich schon sagt, sieht die Sache bei diesen 15"-3er-Boxen (mit Konusmitteltöner - urghh ...) noch extremer aus.

    Das mit dem 12"er war mir schon klar, keine Angst :lol:
    Aber trotzdem ist das Abstrahlverhalten alles andere als gleichmäßig und leider auch nicht der Theorie (die die Membranform nicht berücksichtigt) entsprechend. Wobei der 12PL32 eigentlich recht brav ist.

    Gerade für Monitore oder Sprachboxen wäre das BMS Horn interessant, da es außerhalb der Achse einen sehr glatten 3dB Anstieg zwischen 2-4kHz hat. Sprich die Sprachverständlichkeit sollte gut sein und kein Pfeifen bei sorgfältig ausgerichtetem Mikro.

    15/3er.
    Plane einen 12"/6"/Hochtonhorn Speaker für den Mini-Partyverleih, mal sehen was da rauskommt 8)
    Wenn man den 12"er bis 3-400Hz laufen läßt, den 6"er bis 2,5khz und dann einen ordentlichen 1"er sollte das schon funktionieren.
    Das wird aber nicht für Beschallung genutzt, das wird ein Party- und Hifispeaker :wink:

    Was ist gegen einen Konusmitteltöner zu sagen? Mir ist ein 6"er bei 2,5khz lieber als ein 12"er bei 2kHz .....

    mfg
    JF

  • tthorsten
    Beiträge
    17.024
    • 6. Februar 2003 um 19:52
    • #36

    JF

    na siehste H100 ist begeisternd und einfach gut.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • JF
    Verifiziert
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    2.934
    • 7. Februar 2003 um 10:45
    • #37

    Hab' ich nie daran gezweifelt, nur fehlte bis jetzt immer die Möglichkeit das zu prüfen.

    Mal sehen, 2-3 Hörnchen werd' ich in den nächsten Wochen wahrscheinlich noch in die Finger bekommen .....

    mfg
    JF

  • tthorsten
    Beiträge
    17.024
    • 7. Februar 2003 um 10:55
    • #38

    welcerh 1" macht denn am tiefsten


    der oberton 2544 oder der B&C DE 25.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • JF
    Verifiziert
    Beiträge
    2.934
    • 7. Februar 2003 um 11:02
    • #39

    DE500!
    Hoffe ich kann mir welche zum Testen organisieren.
    DE25 hab' ich nicht, den schätze ich ähnlich dem Oberton ein?

    mfg
    JF

    p.s.: Am tiefsten machen immer noch die BMS ....
    Messungen kommen bald!

  • Jens Droessler
    Reaktionen
    2
    Beiträge
    9.074
    • 7. Februar 2003 um 12:43
    • #40

    Wie tief ist denn am tiefsten? Wie schonmal gesagt, ich hab hier eine Kiste stehen, wo ein 1"er am Riesnhornhängt und schon ab 500Hz aufwärts läuft.... :)

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