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Sicherheit in Clubs

  • SimonFB
  • 26. September 2006 um 19:57
  • SimonFB
    Beiträge
    1.875
    • 26. September 2006 um 19:57
    • #1

    Hallo,
    mich würde mal Interessieren, wie es möglich ist, dass in manchen Clubs offenbar keinerlei Kenntniss der geltenden Sicherheitsvorschriften vorhanden ist, bzw diese konsequent nicht angewand werden.
    Gibt es von Behördenseite keine Kontrollen mehr? Kontrolliert niemand anders?
    Ein Beispiel: Die Deckenhöhe ist sehr niedrig, an der daran hängenden Truss kann man sich leicht Stromschläge holen. Boxen werden zwar mit ordentlichem Geschirr geflogen, der Adapter zum Deckenhaken (von Flugpunkt würde ich nicht sprechen wollen) ist dann aber ein ziemlich mickriger Karabiner. Scheinwerfer werden mit Kabelbinder befestigt (Par 36 mit einem, Par 56 mit zweien). Stromversorgung der Pars erfolgt via Multicore vom Dimmer, das Core wird dann in Aufputzdosen aufgesplittet die mit Kabelbindern an der Truss sind. Wie gesagt, das ganze im Stehen mit ausgestreckten Armen erreichbar.

    Wenn meinereiner sowas bauen würde... :shock:
    Achja, ich rede von keiner 50-Mann-Dorfdisco.

    Gruß, Simon

    Am Anfang war das Licht

  • korschi
    Beiträge
    229
    • 26. September 2006 um 21:13
    • #2

    Normal.

    Am Besten finde ich immer die Deko. Am meißten hat mich mal eine Weihnachts-Deko begeistert - Tannenzweige mit Watte-Schnee drauf.

    Hauptsache das Amt steht vor der Tür und misst zweifelhafte Werte mit zweifelhaften Messmethoden :D

    Erst wenn wieder mal was passiert kommen dann die, die geschlafen haben und fordern dies und das und überhaupt. Wenn der Presserummel vorbei ist kann dann wieder jeder machen was er will.

  • Hami
    Profi
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    2
    • 26. September 2006 um 22:25
    • #3

    Der TÜV/ die DEKRA bietet laut Aussage eines Kunden (der wenigbis keine Ahnung hat, seien Laden aber schon seit einigen jahren) zur Zeit für langjährige Clubbesitzer einen dreimonatigen Crashkurs zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik an. Vielleicht beantwortet das Deine Frage, was hier sonst noch so alles schief läuft...

    :roll:

    der Hami

  • Hitower
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    • 28. September 2006 um 20:08
    • #4

    Hi
    Da sehe ich schwarz...

    Kenne so kleine Dinger wo genau das praktiziert wird: Nach dem Motto: "Wieso?geht doch..."

    Und Fachkraft in 3 monaten?
    Wenn man dir Prüfung schafft...

    Gruß
    Daniel

    Fachkraft in Hamburg...

  • ADMIN
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    • 28. September 2006 um 21:21
    • #5
    Zitat von "SimonFB"

    Gibt es von Behördenseite keine Kontrollen mehr?

    Wir leben im Zeitalter der Deregulierung. Die Gesetze beinhalten immer weniger konkrete Vorschriften, es werden zunehmend nur noch Schutzziele formuliert und die Verantwortung zugewiesen.

    Welche konkreten Maßnahmen zu ergreifen sind, ergibt sich aus dem "Stand der Technik", und den kann schon ein erfahrener Meister für Veranstaltungstechnik in den seltensten Fällen zweifelsfrei bestimmen. Auf einer solchen Grundlage kann man kaum einen Bußgeldbescheid erlassen oder gar eine Veranstaltung canceln.

    Die Sache wird von der Executive zur Judicativen geschoben, statt vorsorgender Prüfungen stellt man lieber hinterher fest, wer Schuld war, und weist dem die straf- und zivilrechtliche Verantwortung zu.

    Und die Spielräume, die's trotz aller Deregulierung immer noch zu Genüge gibt, werden oft nicht genutzt, weil Beamte Geld kosten und Außeneinsätze lästig sind. Zudem ist die Zuständigkeit auf ein halbes Dutzend Behörden verteilt.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • ADMIN
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    • 28. September 2006 um 21:23
    • #6
    Zitat von "Hitower"

    Und Fachkraft in 3 monaten?
    Wenn man dir Prüfung schafft...

    Sicherheit lernt man nicht nur dadurch, dass man Prüfungsaufgaben büffelt, das hat auch sehr viel mit Erfahrung zu tun.

    Wobei ich nicht in Abrede stellen möchte, dass es nur wenig besser aussieht, wenn jemand 3 Jahre lang als billige Arbeitskraft Cases rein- und raus rollt.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • rbp-duo
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    247
    • 28. September 2006 um 22:35
    • #7

    Was ist denn das nächste? Dass man vielleicht ohne Führerschein Auto fahren darf?
    Wenn einem Gast ein Lautsprecher auf den Kopf knallen könnte, ist das nicht so schlimm, ist ja nur ein Menschenleben.
    Schlimmer ist ja, wenn der DJ kopierte CDs spielt oder gar zur Erstellung der Kopie einen Kopierschutz umgangen hat oder wenn irgendjemand in der Nachbarschaft sich durch die Lautstärke gestört fühlt.
    Merke, die Bedürfnisse von Musikmuffeln oder Musikvermarktern sind wichtiger, als das Bedürfnis auf körperliche Unversehrtheit.

  • johannes brüls
    Profi
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    34
    • 8. Oktober 2006 um 02:22
    • #8

    Naja, es gibt halt keine Behörde, die für alle solche Fragen gleichzeitig zuständig ist. Löblich finde ich da, dass die Stadt Köln Veranstaltungstechnikmeister eingestellt hat (so habe ich es jetzt mehrfach gehört). Hat auch den Vorteil, dass eben auch die Verantwortlichen f. VT kontrolliert werden... ob sie zb. da sind. :)
    Aber mal im Ernst, wie soll ein Bauamtsmensch zu normaler Dienstzeit wirklich alles kontrollieren? Problematisch ist ja auch, dass man die gesamte Technik für eine Disko im Baumarkt und in den drei großen Musik-Aldis kaufen kann. Da steht aber dann nie dabei, was man alles beachten muss, bzw. es liest niemand.

    Eine Molltonleiter kann man sich nicht nach BGV-C1 zertifizieren lassen.

    http://www.latteyer.com

  • Kracky
    Profi
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    12.055
    • 8. Oktober 2006 um 17:57
    • #9

    Habe dieses Wochenende eben so einen Fall erlebt. Neueröffung einer Discotheke, da ich Zeit hatte und gerne informiert bin, habe ich mir das angeschaut. Die neue Garderobe die einen Teil des Hauptein- und ausgangs darstellt wurde mal schnell aus Brettern aus dem Baummarkt zusammengenagelt, das ganze ist weder behandelt noch sonst irgendwie Brandschutztechnisch geschützt. Nungut, ist ja auch nicht so der Punkt. Die Deko in den Räumen dann schon ehr. Und als ich dann diese Thomannboxen an der Decke des Mainfloor gesehen habe mußte ich echt den Kopf schütteln. Baumarkthacken in die Holzdekodecke, ein dünnes Stahlseilchen das mit Seilklemmen geschlauft worden ist, in der Länge die man so braucht. Das eine Seil geht an den M6 Flugpunkt der Thomannbox und wird dort mit M6 Schraube und Unterlegscheibe einfach nur angeschraubt, das andere geht um den Griff. Die Lautsprecher werden weitergeschleift und weil wohl Spekonstecker teuer sind, hat man das Kabel offen hinterm Lautsprecher gesplittet. Habe mich sehr geärgert das nichtmal bei der Erstabnahme einer neu zu eröffneden Disco auf sowas ein Augenmerk gelegt wird. Das ist weder mit Arbeit verbunden noch viel Aufwand, man läuft ja eh durch die Räume. Und dabei wäre es kein Problem gewesen, in die Betondecke über der Holzdeko einen Schwerlastanker einzubringen, dort eine Ringmutter aufzuschrauben, die Seile mit Schäckeln ein zu hängen und auch am Lautsprecher eine M6 Ringschraube ein zu schrauben und mit Schäckeln zu verbinden. Weder Finanziell noch arbeitstechnisch ein viel größerer Aufwand, dafür aber 100%ig. Ich jedenfalls habe mich mal bei offizieller Stelle ohne Namensnennung der Localität beschwert, mal schauen was man mir so antwortet.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
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    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

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