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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

kalte Weichenentwicklung

  • Peerless
  • 4. Oktober 2006 um 07:50
  • rockline
    Profi
    Reaktionen
    198
    Beiträge
    4.440
    • 5. Oktober 2006 um 15:16
    • #21

    Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, in welcher Größenordnung sich das ganze abspielt?
    Jeder, der eine verstellbare Frequenzweiche zur Verfügung hat, möge mal die Trennfrequenzen (und was anderes ändert sich ja wohl kaum bei zunehmender Erwärmung der Spulen) etwas verstellen und HÖRE was passiert!

    Und??
    Nicht wirklich viel - wer dennoch meint was zu hören; viel Spaß bei der Konstruktion der warm/kalt Box. Vielleicht optional umschaltbar :wink:
    Stefan

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 5. Oktober 2006 um 15:32
    • #22
    Zitat von "rockline"

    Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, in welcher Größenordnung sich das ganze abspielt?


    ... bei vernünftig designten Systemen - im "grünen Bereich" betrieben - eher vernachlässigbar ...

    Zitat von "rockline"

    ... wer dennoch meint was zu hören; viel Spaß bei der Konstruktion der warm/kalt Box.


    ... bei Soffitten-"PA-Boxen" (d.h. die mit den "mach-mich-bütte-bütte-dieses-Wochenende-nicht-wieder-kaputt"-Sparquitschen" ...) und unter konsequenter/permanenter Ausnutzung aller verfügbaren Leistungsreserven (rotes Dauerlicht ...) mag sowas ggf. sogar sinnvoll sein ... aber dies liegt wohl nicht mehr im Boxen-Budget ... :wink:

  • wasserkocher
    Beiträge
    477
    • 5. Oktober 2006 um 18:10
    • #23

    Also ich kenne schon auch Installationen, die doch eher "gelb/rot" laufen.

    Habe darum also heute mal gebacken:
    15NDL76
    Erhöhung Schwingspulenwiderstand 1,1 Ohm
    Pegelabfall in den niederohmigen Bereichen bis zu 1,4 dB.

    Ob diese Temperaturen im Betrieb erreicht werden, wird die nächste Plastikmusik-Geschichte schon zeigen.

    Grüsse

    solange Fragen nix kostet, sind Antworten nix wert

  • MikeMcFluke
    Beiträge
    1.285
    • 5. Oktober 2006 um 18:18
    • #24

    Wie hast Du ihn gebacken?

    Laut statt hell...

  • wasserkocher
    Beiträge
    477
    • 5. Oktober 2006 um 18:42
    • #25

    Na im Backofen natürlich

    Grüsse

    solange Fragen nix kostet, sind Antworten nix wert

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 5. Oktober 2006 um 20:07
    • #26
    Zitat von "wasserkocher"

    Na im Backofen natürlich


    ... Umluft oder Unterhitze ? :D

  • Clyde
    Reaktionen
    5
    Beiträge
    2.962
    Marktplatz Einträge
    2
    • 5. Oktober 2006 um 21:01
    • #27
    Zitat von "Sound-Klinik"


    ... Umluft oder Unterhitze ? :D

    Heißluft! 8)

  • PeterG
    Verifiziert
    Beiträge
    698
    • 6. Oktober 2006 um 07:33
    • #28

    Hallo,

    http://www.boxsim.de/screenshots.html sollte doch für die Eingangsfrage das Richtige sein. Wie oben jemand zB Rdc mit +1,x Ohm gemessen hat, kann man ebenso doch die Veränderungen an den Weichenspulen + R's messen und in die Simu eingeben und beobachten, was sich ändert.
    Das diese Simuprogramm sehr gut mit der Realität übereinstimmt, haben etliche Bastler bei Visaton schon bewiesen.

    Ev. mal hier http://www.visaton.de/vb/forumdisplay.php?s=&forumid=51 ne entsprechende Frage stellen. ( aber nicht so wie tthorsten :oops: )

    MfG
    Peter

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 6. Oktober 2006 um 23:33
    • #29

    Moin,

    da macht sich Peeless Gedanken um den Großsignalbetrieb und Ihr witzelt über Infragrillbacköfen... Euch ist nichts peinlich, oder? Naja, ist ja nur das PA-Forum, dessen Niveau hier unter jedes BoomCar-Forum gleitet :D

    Ich habe die Kupferschwingspule eines Lautsprecherchassis mittels Signal erhitzt. Der Rdc 20° beträgt laut Herstellerangabe 5,7 Ohm, da es aber während der Sommerhitze war konnte ich bei 40° 5,9 Ohm messen. Ich habe berechnet welchen Widerstand die Schwingspule bei 200° haben müsste, und dann mit Signal (Sinus mit Ausschöpfung von x- max) geheizt. Um zeitnah messen zu können benutzte ich einen Umschalter zwischen Endstufenausgang und Ohmmeter. Bei 10 Ohm, die ich versehentlich erreichte, bin ich erschrocken. Das waren dann 220°...im Schnitt, denn die Schwingspule wird ja an den Enden heißer.

    Formel:
    Temperaturunterschied = ( Heißwiderstand / Kaltwiderstand - 1 ) / Materialkonstante
    Materialkonstante (Alpha) bei Kupfer ist 0,0039
    Spulentemperatur = Temperaturunterschied + Ausgangstemperatur

    Aus dem gestiegenen Rdc lässt sich dann der geänderte Qes errechnen:
    http://www.diyspeakers.net/Articles/Richard Pierce DAMPING FACTOR.pdf
    (die ganze Zeile in die Adresszeile kopieren (Re + Rs = Heißwiderstand))

    In meinem Fall erhöht sich Qes von 0,26 auf 0,46. Was in der Simu noch recht harmlos ausschaut hört man deutlich. Das Impulsverhalten ändert sich hörbar. Ganz schlimm verhalten sich BRs, in der Praxis gibts da sowieso keinerlei Zusammenhang zwischen Klein- und Großsignal.

    Interessant war die doch recht lange Abkühlzeit trotz nahezu kaltem Magneten, zur Aufzeichnung bin ich leider nicht gekommen.

    DAS ist die Temperaturänderung die mir praxisrelevant erscheint, die der Schwingspule. Wenn eine Kupferinduktivität der Weiche im Betrieb 50° durch Erwärmung der Gehäuseluft erreicht ist das wohl eher wurst. Außer...

    ...Interessant allerdings wirds dann, wenn sich die Induktivität durch (zu hohen) Gleichstromwiderstand elektrisch aufheizt. Das ist bei der Reihenspule im Tiefpass zu erwarten. So eine Spule hat ja doch eine lächerlich kleine Oberfläche, wenn die erstmal warm ist bleibt sie das über Stunden. Oder anders gesagt, sie kann nach einigen Stunden extrem heiß sein. Ich habe schon einige Reihenspulen mit geschmolzenen Plastikträgern gesehen. Da darf man schon relevante Widerstandsänderungen vermuten. Zusammen mit der heißen Schwingspule ergeben sich da erhebliche Abweichungen vom simulierten Verhalten und bei Kleinstsignal durchgeführten Messungen.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 7. Oktober 2006 um 10:30
    • #30
    Zitat von "Hörnli"

    Euch ist nichts peinlich, oder? Naja, ist ja nur das PA-Forum, dessen Niveau hier unter jedes BoomCar-Forum gleitet :D


    ... dann nenne mir mal ein Forum (... wohl doch nicht etwa 2Sound.de ? :D:D:D ), in denen ein weitaus höheres Niveau anzutreffen ist.
    Und daß ein Internet-Forum keine universitären Vorlesungen/Fachbeiträge und Fachbücher ersetzen kann, sollte Dir doch wohl klar sein ... :roll:

    Zitat von "Hörnli"

    Ganz schlimm verhalten sich BRs, in der Praxis gibts da sowieso keinerlei Zusammenhang zwischen Klein- und Großsignal.


    ... aber sicher ... aber sicher ... aber sicher ... aber sicher ... :roll: :wink:

    Zitat von "Hörnli"

    Interessant allerdings wirds dann, wenn sich die Induktivität durch (zu hohen) Gleichstromwiderstand elektrisch aufheizt. Das ist bei der Reihenspule im Tiefpass zu erwarten. So eine Spule hat ja doch eine lächerlich kleine Oberfläche, wenn die erstmal warm ist bleibt sie das über Stunden. Oder anders gesagt, sie kann nach einigen Stunden extrem heiß sein. Ich habe schon einige Reihenspulen mit geschmolzenen Plastikträgern gesehen.


    ... in solchen Fällen ist die Weiche aber - was die Dimensionierung der Bauteile angeht - nicht richtig dimensioniert. Unterdimensionierte Weichen finden sich dabei nicht nur in Selbstbauprojekten, sondern auch in einigen ("preiswerteren") Fertigsystemen.

    Vermeiden läßt sich sowas, indem man die Leistungsverteilung berechnet ... oder aber ein (Rausch-) Signal mit einer "mittleren" (musiktypischen) spektralen Verteilung auf ein LS-System gibt und die Spannungen an den LS-Systemen und den Bauteilen der Weiche mißt. Zu viele "Entwickler" machen sich über diese Dinge erschreckend wenig Gedanken ... dto. über elektrische Impedanzminima einer fertigen LS-Box.

    Speziell bei PA-Systemen sollten dann zusätzliche Sicherheitsreserven vorgesehen werden, weil man nicht immer vorhersehen kann, was die Anwender mit den LS-Systemen dann so anstellen ... :wink:

  • F.A.Bi.A.N.
    Verifiziert
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    130
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    5.286
    • 7. Oktober 2006 um 13:12
    • #31
    Zitat von "Sound-Klinik"

    Vermeiden läßt sich sowas, indem man die Leistungsverteilung berechnet ... oder aber ein (Rausch-) Signal mit einer "mittleren" (musiktypischen) spektralen Verteilung auf ein LS-System gibt und die Spannungen an den LS-Systemen und den Bauteilen der Weiche mißt.


    true-rms multimeter + pinkes noise ... ergibt brauchbare schätzwerte, bei mir zumindest. ist ja auch schnell gemacht, lässt sich in einigen simulationsprogrammen aber auch bequem errechnen.

    Zitat von "Sound-Klinik"

    Zu viele "Entwickler" machen sich über diese Dinge erschreckend wenig Gedanken ... dto. über elektrische Impedanzminima einer fertigen LS-Box.


    och, solange die amplitude glatt ist, nicht wahr.... :roll: :wink:

  • Sound-Klinik
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    7.900
    • 7. Oktober 2006 um 14:24
    • #32
    Zitat von "F.A.Bi.A.N."

    true-rms multimeter + pinkes noise ... ergibt brauchbare schätzwerte, bei mir zumindest. ist ja auch schnell gemacht, lässt sich in einigen simulationsprogrammen aber auch bequem errechnen.


    ... mit rosa Rauschen hat man tatsächlich schon recht brauchbare Werte, um die Leistungsverteilung abschätzen zu können.

    Zitat von "Sound-Klinik"

    och, solange die amplitude glatt ist, nicht wahr.... :roll: :wink:


    ... so "geradlinig" machen das einige wohl ... obwohl eine Impedanzmessung viel Ärger (unterbedämpfte Filter -> "leichtes" Resonieren -> hohe Ströme in der Spulen -> geschmolzener Spulenträger ...) ersparen könnte.

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