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Suche "Begleitung" bei meiner ersten Amp reparatur

  • revox
  • 13. April 2008 um 21:56
  • revox
    Beiträge
    47
    • 13. April 2008 um 21:56
    • #1

    Ich habe mich entschlossen die C 2000 zu reparieren.
    Ein Kanal geht recht schnell ins Clippen, der Andere ist ganz tot.
    Allerdings hoffe ich, dass der eine Kanal funktioniert allerdings aufgrund des zweiten Defekten die Boostrap (schreibt man das so?) -spannung zusammensinkt.

    Nun meine erste Frage (es folgen sicher noch weitere):
    Ich habe alle Endstufentransistoren ausgelötet, 3 hatten durchgang.
    Weitere zwei besitzen einen HFE wert von 40 bei eigentlich angegebenen 25. Die übrigen Transistoren besitzten HFE werte die wesentlich geringer von 25 abweichen.
    Sind die 40er unbrauchbar?

    Meine zweite Frage: Woher bekomme ich Motorolla MJ 21194 Transistoren? Reichelt und Conrad haben sie natürlich nicht, Segor scheint sie nur in einer "non" TO3 Version zu haben.

    Dritte Frage: Darf ich die Endstufe ohne Endstufentransistoren laufen lassen? Bzw die Endstufentransistoren durch Lastwiderstände ersetzten, sodass ich die Treiberstufe ausprobieren kann? (oder bekomme ich dann mit der Gegekopplung größte Probleme?)

    Der Link zum Schaltplan:
    http://www.crownaudio.com/pdf/legacy/137557-3_B_sch.pdf

  • Jürgen Klingel
    Reaktionen
    508
    Beiträge
    4.863
    • 14. April 2008 um 00:04
    • #2
    Zitat von "Revox"

    Ich habe mich entschlossen die C 2000 zu reparieren.
    Ein Kanal geht recht schnell ins Clippen, der Andere ist ganz tot.
    Allerdings hoffe ich, dass der eine Kanal funktioniert allerdings aufgrund des zweiten Defekten die Boostrap (schreibt man das so?) -spannung zusammensinkt.

    Du meinst die Railspannung +-85 Volt?

    Zitat von "Revox"

    Nun meine erste Frage (es folgen sicher noch weitere):
    Ich habe alle Endstufentransistoren ausgelötet, 3 hatten durchgang.
    Weitere zwei besitzen einen HFE wert von 40 bei eigentlich angegebenen 25. Die übrigen Transistoren besitzten HFE werte die wesentlich geringer von 25 abweichen.
    Sind die 40er unbrauchbar?

    Meine zweite Frage: Woher bekomme ich Motorolla MJ 21194 Transistoren? Reichelt und Conrad haben sie natürlich nicht, Segor scheint sie nur in einer "non" TO3 Version zu haben.

    Der HFE-Wert hat eine gewisse Exemplarstreuung, zu diesem Ausgleich sind die Emitterwiderstände vorhanden (funktioniert wie eine Stromgegenkopplung bei hohen Strömen) Gleiche Werte kriegst Du nur bei "gematchten", also selektierten Transistoren, wo sich jemand die Arbeit macht,, einen Haufen zu messen und welche mit annähernd gleichen Werten zusammenzuordnen...
    Wenn Du HFE mit 40 gemessen hast, dann funktionieren diese Transistoren jedenfalls.
    Nehme an, Du besitzt ein Multimeter mit Transistortest? Was ist sonst an Equipment vorhanden, wieviel "Ahnung" hast Du von Elektronik?

    Zu den genannten Transistoren gibts einen besser zu beschaffenden Vergleichstyp: den MJ15024
    Beide Sorten ist nicht empfehlenswert, alle Ersetzen eher.

    Zitat von "Revox"

    Dritte Frage: Darf ich die Endstufe ohne Endstufentransistoren laufen lassen? Bzw die Endstufentransistoren durch Lastwiderstände ersetzten, sodass ich die Treiberstufe ausprobieren kann? (oder bekomme ich dann mit der Gegekopplung größte Probleme?)

    Der Link zum Schaltplan:
    http://www.crownaudio.com/pdf/legacy/137557-3_B_sch.pdf[/quote]

    Zu Anfang: Obacht, nen elektrischen Schlag mit 170 Volt Railspannung/230 Volt Netzspannung vergisst Du Dein Leben lang nicht, also AUFPASSEN! Nach jedem Abschalten warten bis die Ladeelkos leer sind, Finger weg vom laufenden Verstärker, nur isoliertes Werkzeug benutzen, wenn Du nen Trenntrafo hast: Benutzen :!:

    Hm, mal sehen, also diese SMD-Emitterwiderstände würde ich rausschmeißen und durch was Bedrahtetes, Größeres ersetzen...okay, der Reihe nach:

    Zunächst solltest Du mal die Treibertransistoren noch messen, wo Du schon die Möglichkeit dazu hast. Die Dioden auch, das müsste alles mit zwei Strippen funktionieren, nicht auslöten. Zwischen Basis und Emitter bzw. Basis und Kollektor müssen beim "Diodentest" zwischen 0,5 und 0,7 Volt abfallen, bei den Dioden ebenso. (Bei den Diacs, also D110 und D108 natürlich nicht :grin: )
    Dann gehts so weiter:
    Wenn Du alle End-Transen bis auf einen im positiven und einen im negativen Rail weglässt und nur dieses Päärchen bestückst, sollte bei intakter Vor/Treiberstufe der Verstärker mit verminderter Leistung spielen. Bitte DIE Endtransen bestücken, die mit den Treibern in räumlicher Nähe auf dem Kühlkörper sitzen, wegen der thermischen Kopplung!
    Wichtig: Zu diesem Test in die +-85 Volt-Zuleitungen zur Treiber/Endstufe einen Leistungswiderstand reinschalten ca. 50 - 100 Ohm!

    Dann einschalten und gucken ob er hochläuft, Railspannungen vor und nach den Leistungswiderständen messen, notieren, sonstige Netzteilspannungen nachmessen, notieren. Ausserdem mal die Spannung am Kondensator C148 messen, müssten um die 32 Volt sein...
    Wenn bis jetzt noch nix qualmt, Spannung über dem Emitterwiderstand der bestückten Endtransen messen, mittels I=U/R den Ruhestrom ausrechnen. Wenn der kleiner als sagen wir mal 200 mA ist, raucht zumindest nix ab, auch wenns unwirtschaftlich ist, der Amp müsste zumindest verzerrungsfrei spielen. Ist der Ruhestrom viel zu hoch...ABSCHALTEN!

    Dann suchst Du das Potentiometer R134, das sollte den Ruhestrom einstellen. Nicht dranfingern, erst die aktuellen Widerstandswerte messen, notieren.

    Prinzipiell sollte sich beim nächsten Einschalten der Ruhestrom durch die minimal bestückte Endstufe an diesem Poti verstellen lassen, probiere mal auf ungefähre 30 mA einzustellen, damit sollte es gehen.

    Lässt sich der Ruhestrom nicht verändern ----> Abschalten.


    So weit, so gut, kannst Deine Ergebnisse ja mal posten...viel Erfolg!

    Gut N8,
    Jürgen :)

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • revox
    Beiträge
    47
    • 14. April 2008 um 00:57
    • #3

    Schon mal danke für deinen Posting, der Tipp mit den 50-100Ohm ist schon mal eine große hilfe (man hat zwar selbst auch solche Ideen, weiß aber nie ob das vielleicht noch zusätzliche Fehler mit hineinbringt).
    Mein Wissen zu beschreiben ist schwer, ich habe viel gelesen, schau mir gerne Schaltpläne an und schrecke vor fast keinem Gerät zurück (momentan steht hier ein Röhrenbeamer der bietet noch etwas mehr als 85V).
    Oskar steht mir auch zur Seite.
    Wie auch ein 1kw Trenntrafo.

    Die Hauptspannungen sind stabiel, vielleicht hab ich mich mit Boostrap auch etwas vergriffen, irgendwo gibt es jedenfalls eine Spannung die höher sein müsste als (+-) 85V damit der Verstärker in der Positiven (oder doch negativen?) halbwelle voll ausgesteuert werden kann.
    EDIT: Ja meinst du ja bereits, C 148 ;) was dann auch heißt es ist die positive.


    Das werde ich morgen mal messen (Uni fängt wieder an ;( )

    Die Treibertransistoren habe ich ausgelötet, sie Funktionieren ebenfalls (das ist in HIFI Kreisen schon ne Endstufe.)

    Ich werde Dann morgen mal mit den Vorwiderständen mal Messungen vornehmen.

    Das Ruhestrompoti habe ich "dummerweise" verdreht mit folgendem hintergrund:
    funktionierenden Kanal eingestellt ging -> Nicht funktionierenden Kanal durchgemessen, gedacht es wären 90mV anstatt der angezeigten 90V da wars aber schon zu spät und das Poti war verdreht.

    Das ist zwar auch in dem Anderen Beitrag gepostet, aber der Titel ist einfach mittlerweile zu nichtssagend.

    Da kann man angedeutet sehen, dass es auch R 133 erwischt hat (ist im Temperaturkompensation drinn) ich werde ihn mal mit dem dafür zuständigem Transistor tauschen.

    Wenn ich MJ15024 mit einem HFE von 25 bekomme (könnte ja bei segor mal nett fragen) wäre ein mischen (symmetrisch) dann immernoch nicht erlaubt (unterschiedliche Temperaturkennlinie?).

    P.S.: Segor ist nur ein Katzensprung von der TU an der ich ab morgen Studiere entfernt ;)

  • Jürgen Klingel
    Reaktionen
    508
    Beiträge
    4.863
    • 22. April 2008 um 20:24
    • #4

    Na, ist die Endstufe mittlerweile in die ewigen Jagdgründe gegangen, oder gibts Positives zu melden :?:

    Greetz, Jürgen :D

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

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