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Gefaltetes Exponentialhorn zur Bassübertragung

  • bassschlampe
  • 9. Februar 2007 um 00:46
  • bassschlampe
    Beiträge
    12
    • 9. Februar 2007 um 00:46
    • #1

    Hallo liebe Gemeinde!

    Ein Kommilitone und ich schreiben gerade an einer Studienarbeit im Fach Medientechnik. Wir sollen einen vorhandenes gefaltetes Exponentialhorn zur Bassübertragung optimieren. Wir sind im Prinzip fertig haben aber eine Frage und wir würden euch gerne fragen ;)

    Also... in der Literatur findet man bei der Konzeption eines Exponentialhorns Formeln zur Berechnung des Trichterverlaufs. Dort taucht der Begriff "Hornverkürzung" auf. Vielleicht kann die Grafik das verdeutlichen:

    http://www.sin-n.de/robert_privat/hornverlauf.bmp

    Der Knick an dieser bestimmten Stelle des Horns wird "Hornverkürzung" genannt. Sooo jetzt möchten wir wissen...

    Kann man das wirklich wörtlich verstehen? Das Horn wird durch den Knick kürzer.. das ist klar, aber ist das alles? Hat das noch andere Auswirkungen auf den Lautsprecher? Gibt es da bei der Berechnung der Verkürzung Dinge auf die man achten sollte?

    Also wenn da jemand Erfahrungen hat möge er sich doch melden!

    Danke im Voraus!

    Robert Maaßen (Dipl.-Ing. cand.)
    --------------------------------------
    http://www.bluesun-media.de | http://www.sin-n.de

  • PeterG
    Verifiziert
    Beiträge
    698
    • 9. Februar 2007 um 08:15
    • #2

    Hi Robert,

    schwere Frage!

    1. betrachtest Du ein Horn als klassisches Horn?
    2. oder ist ein Horn für Dich auch ein gefalteter Resonator?

    zu 1. schau mal den Impedanzverlauf: http://freenet-homepage.de/Hornlautsprech…-03-04.jpg.jpeg

    Dies Horn ist nur einmal gefaltet: um 180°, mit nem mittleren Radius von 600mm.
    Imho hat der Begriff Hornverkürzung Bedeutung, wenn man dies in der Impedanzmessung sehen kann. => dh. die Schallwelle "sieht" diese Unstetigkeit im Verlauf auch. Euer Knick im Hornverlauf ist imho unbedeutend. Bei ner Faltung um 90° findet man den Begriff Hornverkürzung öfter. Nur frag jetzt nicht nach konkreter Literatur.
    Das zu ermitteln dürfte einige Bauten und Messungen erfordern.

    zu 1. es besteht unbestritten auch ein Zusammenhang zwischen Hornmund und Hornlänge. Sind ja beides Bestandteil der Wellengleichung im Kapitel Akustik in nem E-Techniknachschlagewerk. Wenn der Hornmung zu klein wird wirkt dies ebenfalls Hornverkürzend, dh. um die gewünschte untere GF zu erreichen muß das Horn länger gebaut werden.

    Ein gefühlsmäßiges Experiment dazu: nimm ne Gitarrenseite zwischen zwei Finger, rege sie an und dann bewg die Finger langsam auseinander und dann mal schnell => Abriß der Schwingung. So funzt ein Horn nach der klassischen Theorie.


    zu 2. hab ich sogut wie nichts zu sagen, da spielt es aber imho eine untergeordnete Rolle.

    MfG
    Peter

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 14. Februar 2007 um 05:39
    • #3

    Moin,

    der Begriff "Hornverkürzung" bezeichnet einen Kompromiss. Designt man ein Horn nach den Regeln wird es oft zu lang, und der Mund zu groß. Sägt man es einfach vorne ab wird der F- Gang sehr wellig. Indem man das letzte Stück schneller größer werden lässt werden die Welligkeiten flacher. Wobei Dein Beispiel eher nach falscher Hornkonstante ausschaut. Richtig im Sinne des Begriffs Hornverkürznug wäre bis etwa 3/4 der Länge das ideale Horn, und dann kurz und Steil öffnen.

    Sehr gutes kostenloses (nicht nur Horn) Simulationsprogramm:
    http://www.users.bigpond.com/dmcbean/
    Runterladen, und Eure Konstruktion eingeben.

    Gruß

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • hp
    Reaktionen
    131
    Beiträge
    743
    • 15. Februar 2007 um 18:11
    • #4

    In der Literatur tritt der Bergriff "Hornverkürzung" in verschiedenen Zusammenhängen auf .
    Zusätzlich zu den von Peter und Bernd genannten Möglichkeiten ,
    ist damit die Berücksichtigung der unterschiedliche Wege der Schallwellen am Rand
    und in der Mitte des Trichters gemeint .

    Gruß HP

    die Realität ist die Summe aller Fakten

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