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PA mit Hallenanlage synchron betreiben

  • mr. x
  • 26. November 2008 um 12:55
  • mr. x
    Beiträge
    321
    • 26. November 2008 um 12:55
    • #1

    Hallo,

    ich habe folgende Aufgabe übertragen bekommen:

    In einer Sporthalle soll eine PA-Anlage gestellt werden, die synchron mit der in der Halle verbauten Anlage betrieben werden soll.

    Da ich soetwas noch nicht gemacht habe, meine Fragen an euch:

    Kann es irgendwelche Schwierigkeiten geben?
    Ist etwas spezielles zu beachten oder kann die zusätzliche Anlage einfach am Ausgang des vorhandenen Mischpultes angeschlossen werden?

    Unsicher bin ich geworden, da ich gehört habe, dass es bei so einem Vorhaben passieren kann, dass die beiden Anlagen nicht synchron laufen.

    Bin um jeden Tip dankbar :wink:

  • tufkamar
    Gast
    • 26. November 2008 um 12:59
    • #2

    was ist denn die Hallenanlage?

    Wie soll der Aufbau dann aussehen?

    Das größte Problem dürften vermutlich Laufzeit-/Delay-Effekte sein - neben evtl. Pegel- und Klang-Problemen...

    Weniger Ärger fängt man sich meist ein, wenn man komplett auf eigene Technik setzt.

    Warum soll / will man das denn machen?

  • kailer
    Gast
    • 26. November 2008 um 13:01
    • #3

    Also....

    kann in der Richtung aus ERfahrung sprechen, hab das vor zwei Wochen auch mal wieder beim Regionalliga-Handball gemacht. Normalerweise gehst du vom Ausgang deines Mixers auf einen freien Eingang der Hallenanlage. Ich für meine Teil bevorzuge da den Record-Out meines Mischpults, da die Hallenanlage meist ein eingebautes Mischpult hat. Je nachdem wie die Hallenanlage aufgebaut ist, musst du mit Delay-Problemen rechnen´und das entsprechend mit einem Controller ausgleichen.

    ABER: Erstmal ruhig bleiben und probehören, dann handeln. Nicht, dass du dir unnötig arbeit machst. Machst du so einen Job zum ersten mal?? Früh aufbauen und durchchecken heißt die Devise.

  • Reini
    Beiträge
    3.225
    • 26. November 2008 um 13:05
    • #4
    Zitat von "Mr. X"

    Hallo,

    ich habe folgende Aufgabe übertragen bekommen:

    In einer Sporthalle soll eine PA-Anlage gestellt werden, die synchron mit der in der Halle verbauten Anlage betrieben werden soll. 1

    Da ich soetwas noch nicht gemacht habe, meine Fragen an euch:

    Kann es irgendwelche Schwierigkeiten geben? 2
    Ist etwas spezielles zu beachten oder kann die zusätzliche Anlage einfach am Ausgang des vorhandenen Mischpultes angeschlossen werden? 3

    Unsicher bin ich geworden, da ich gehört habe, dass es bei so einem Vorhaben passieren kann, dass die beiden Anlagen nicht synchron laufen. 4

    Bin um jeden Tip dankbar :wink:

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    zu 1; sollte normalerweise ohne weiter Probleme gehen
    zu 2; Laufzeitunterschiede der Hallen-PA und deiner
    zu 3; evtl. ne DI-Box
    zu 4; siehe 2 und das kannst mit einem Gerät lösen welches eine Delay-Funktion hat

    Was Du leider nicht aufgeführt hast, ist, wie die PA in der Halle ausschaut? Wo ist diese Qulitativ anzusiedeln?
    Ist ein Multicoreanschluss/System vorhanden (sprich Bühne zu Hallen-PA)?

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • ljbigfish
    Beiträge
    1.080
    • 26. November 2008 um 16:58
    • #5

    Hänge doch die Hallenanlage zusätzlich mit an den Controller, wenn der ausreicht. Alternativ auf Submaster.
    Dann kannst du das so zurecht basteln, dass alles gut aufeinander abgestimmt ist und als eine Anlage fungiert. Also deine Anlage das Nearfill und die Bässe darstellt und eben die Hallenanlage dann für das weitere Feld zuständig ist, wo deine PA nicht mehr hinreicht. Wird bei (fast) jedem Line-Array in etwa so gemacht.
    Vorraussetzung: Das ist auch eine "Anlage" in der Halle und kein Spielzeug ;)

    Für solche Vorhaben braucht es aber schon ordentlich Erfahrungen!


    Kannst du zumindest so machen, wenn die Hallenanlage nicht von der Mitte aus beschallt. Sonst darfst du einen 360° Centercluster in der Mitte aufbauen :grin:


    Gruß Simon

  • mr. x
    Beiträge
    321
    • 27. November 2008 um 08:05
    • #6

    Morgen!
    Schon mal vielen Dank für eure Ratschläge!

    Dann will ich mal die angefallenen Fragen beantworten:

    Es wird sich um eine Sportveranstaltung handeln.
    In der Halle sind auf den Längsseiten Tribünen vorhanden. Diese werden durch die festinstallierte Hallenanlage beschallt.
    Zusätzlich werden 3 Seiten des Spielfeldes bestuhlt. Da der Sound der Hallenanlage auf den Tribünen akzeptabel ist aber unten schrecklich klingt, soll an die vierte Seite des Spielfeldes meine Anlage, welche dann eben synchron zur festinstallierten Anlage läuft.

    Zur PA in der Halle kann ich nicht viel sagen. Es ist mit Sicherheit keine High-End PA aber für die Halle (also für die Beschallung der Tribünen) ausreichend. Der Hersteller der Boxen ist mir zur Zeit noch unbekannt. Da sich das Mischpult im Regieraum befindet, weis ich aber, dass es sich um ein Behringer-Pult handelt...
    Multicore-System oder ähnliches ist nicht vorhanden. Sämtliche Zuspielgeräte werden immer direkt am Mischpult angeschlossen.

    Ich hoffe die Angaben helfen euch.

    Wenn mit Laufzeitunterschieden zu rechnen ist, kann man dann pauschal sagen, welche PA "langsamer" ist?

  • tufkamar
    Gast
    • 27. November 2008 um 08:31
    • #7
    Zitat von "Mr. X"

    Wenn mit Laufzeitunterschieden zu rechnen ist, kann man dann pauschal sagen, welche PA "langsamer" ist?


    die, die weiter vom Publikum entfernt ist.

    Versuche doch mal eine Skizze einzustellen, wie denn dann die Boxenverteilung aussehen soll - vor allem, wo und wie bei der Hallenanlange LS installiert sind sollte der Punkt sein, der am maßgeblichsten für Dich ist...

    "Hallenanlage" ist halt immer so eine Sache: Von 4 Stacks Access + 3xDelay über an der Decke verschraubte Holzkisten mit 25cm-Wackelpappe, 100V-Tröten, ein Rudel SX300 im 10m-Abstand an der Seitenwand, ... - kann da alles vorhanden sein...

  • mr. x
    Beiträge
    321
    • 28. November 2008 um 07:50
    • #8

    Morgen!

    Ich hab mich jetzt mal an einer kleinen Skizze versucht. Ich hoffe es ist zu erkennen, was gemeint ist:

    Die blauen Rechtecke sollen die vorhandene Anlage darstellen. Hierbei handelt es sich um geflogene Lautsprecher (vermutlich Fullrange) über den Tribünen.

    Die roten Flächen werden bestuhlt und teilweise mit "Behelfstribühnen" aus Bühnenteilen versehen.

    Hinter dem Spielfeld soll dann meine PA stehen, die für die Beschallung der roten Flächen vorgesehen ist, da die vorhandene Anlage (blau) für die Tribünen ausreichend ist.

    Zur vorhandenen Anlage kann ich - wie schon gesagt - zur Zeit noch nichts sagen. Ich bin aber am 07.12.08 wieder in der Halle und werde mir das mal genau ansehen (bis zur Veranstaltung ist es ja noch ein bisschen hin), aber vielleicht kommt ihr mit den Angaben und der Skizze schon ein wenig weiter...

  • tufkamar
    Gast
    • 28. November 2008 um 08:30
    • #9

    so ist die Aufstellung wohl die schlechteste Variante - da Du im großen roten Bereich unten sehr große Laufzeitunterschiede zwischen der HallenPA und Deiner bekommen wirst - und man wird auch dort die HallenPA hören - und gerade bei Sprache fällt das sehr stark auf.

    Ich würde eher versuchen, die PA relativ nahe zu den Leuten zu bekommen, evtl. in der Art:

    im unteren Bereich dann z.B. pro Seite 2x 12"1", eine zur Längsseite, eine zum "großen" Bereich, oben je eine 12"1" zur Längsseite.

    Wenn möglich möglichst hoch kommen, damit man auch Weite gewinnen kann ohne die erste Reihe zu frisieren...

    Noch idealer wäre natürlich ein zentral geflogenes 360°-Centercluster - vermutlich ist das aber Budget-, Know-How- und Materialtechnisch nicht drin? :)

    Was wird denn gespielt? Wie viele Reihen sind jeweils zu beschallen?

  • rene classen
    Beiträge
    897
    • 28. November 2008 um 11:14
    • #10

    Was ist eigentlich deine PA?
    Wenn du einge MuFu-Kisten hast würde ich diese wie Monitore vor die Leute plazieren. Brauchst dann min. 6 Stück davon

  • tufkamar
    Gast
    • 28. November 2008 um 11:16
    • #11

    das geht aber nur, wenn man max. 2-4 Reihen beschallen muss und man entsprechend eng legen kann - also ca. alle 2 Meter ein Monitor...

  • mr. x
    Beiträge
    321
    • 1. Dezember 2008 um 13:27
    • #12
    Zitat

    Was ist eigentlich deine PA?

    HK R-Serie, 2 Stacks.

    Die Anlage kann leider nur so, wie ich es eingezeichnet habe, gestellt werden, da sonst das Sichtfeld der Zuschauer beeinträchtigt wäre. Und da es sich bei den roten Flächen großteils um VIP-Plätze handelt, wäre das nicht so gut :wink:

  • tufkamar
    Gast
    • 1. Dezember 2008 um 13:33
    • #13

    ehrlich gesagt werden dir auch mit Deiner Lösung nicht glücklich.

    Die Hallenanlage hängt vermutlich komplett an einem einzigen Kanal - sprich keine Möglichkeit, einzeln zu delayen.

    Damit bekommst Du dann von oben nach unten (in der Zeichnung) immer mehr Versatz zwischen Hallenanlage und Deiner PA - und hören tut man sie ja da noch, wo Du beschallen sollst.

    Sprich: im großen roten Bereich unten hast Du den maximalen Versatz - Du kannst über ein Delay nur versuchen, ein das kleinstmögliche Übel zu erreichen.

    An dezentral geht bei der Anordnung nichts vorbei.

    2 Stacks R-Serie sind mMn. auch das so ziemlich ungeeignetste Besteck, um in dieser Situation (hauptsächlich?) Sprache zu übetragen...

    6x 10" / 12" (oder potente 8") entsprechend aufgestellt wären da um einiges besser - die sind auch optisch nicht im Weg.

  • skyworker
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    • 1. Dezember 2008 um 14:03
    • #14

    Tach! Dein eigentliches Problem ist in dieser Aussage zu finden:

    Zitat

    da sonst das Sichtfeld der Zuschauer beeinträchtigt wäre

    Also musst du - oder der Veranstalter - abwägen, ob Sehen oder Hören gefragt ist, denn beides zusammen geht scheinbar nicht.

    Gibts denn wenigstens mal ungefähre Größenangaben? Oder hab ich die übersehen?

    Mein Weg wäre dieser (da ich es toll finde, wenn Sehen und Hören möglich ist): R-Serie zuhause lassen und mit kleinen, sauber ausgerichteten und zeitlich angepassten Systemen arbeiten. Es kommt dabei drauf an, ob und in wie weit du an die Hausanlage rankommst, in der Regel sehen es Haustechniker nicht so gerne, wenn da dran geschraubt wird, meist sind da irgendwelche Einstellungen hinterlegt und eingestellt, die als sakrosankt gelten.

    Nachdem ich nirgendwo Größenangaben finde, wirst du eine Anzahl X für die langen Tribünenseiten brauchen, eine Anzahl Y für die VIP-Tribüne, wenns nicht so groß ist genügen da eventuell schon zwei Systeme rechts und links sowie ein oder zwei "Frontfills" von vorne. Geschickt ausgerichtet können diese Beiden auf dem Boden bleiben, die anderen Beiden kommen nach oben (Stativ, besser fliegen). Für die langen Tribünen bieten sich je nach Abmessung und Möglichkeit sowas wie Monitore oder vergleichbare Kleinsysteme an, besser ist auch hier zu fliegen. Wichtig: Ran an die Zuschauer, Direktschall nutzen, nur so kannst du Phasenschweinereine und Gangunterschiede minimieren - weg wirst du sie niemals bekommen. Aber man kann das Übel kleinstmöglich halten.

    Grundsätzlich klären: wo ist der akustische Nullpunkt? Ab da Delayzeiten berechnen.

    Ich stochere mal im Trüben: sieht nach einer Tanzveranstaltung aus. Glückwunsch, dann hast du direkt noch 1.000 weitere Probleme, denn auf der Fläche muss es perfekt sein, sonst verlieren selbst die Damen und Herren mit dem Backsteingrinsen ihre Contenance... Mit Sound aus 25 Quellen nicht ganz einfach... Wenn es eine Jury gibt, dann braucht die exakt den gleichen Sound wie die Akteure - auf keinen Fall Delay - da sonst nicht ordentlich bewertet werden kann.

    Noch grundsätzlicher: Fliegen ist immer gut! Wenn man es kann und die Möglichkeiten vorhanden sind! Nur dann!

    Please: Don´t try at home!!!

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • mr. x
    Beiträge
    321
    • 24. Dezember 2008 um 15:41
    • #15

    So, Veranstaltung vorbei.
    Möchte nur kurz ein Feedback geben und mich auf diesem Wege nochmal für eure Tips bedanken!

    Die Veranstaltung war ein Basketball-Spiel. Demnach war sehen wichtiger als hören.
    Wir mussten also die Sache mit der R-Serie machen und diese auch so aufstellen, wie auf meiner Skizze beschrieben.
    Der Sound war im größten Teil der Halle spitze und wir mussten nicht einmal ein Delay einstellen.
    Wenn Ihr euch meine Skizze anschaut, hat man in der ruhigen Halle eine Verzögerung erst ungefähr zwischen den letzten 2 blauen Vierecken (bei der bestuhlten Fläche) hören können.
    Der Veranstalter war sowohl mit unserer Arbeit, dem Spiel (84:52 Sieg) und den Besuchern (ausverkauftes Haus mit knapp 3000 Fans) zufrieden und auch von den Besuchern des Spiels haben wir die ein oder andere positive Rückmeldung bekommen ("endlich ein satter Sound, nicht wie sonst bei Heimspielen" :wink: )

    Wie sich kurz vor der Veranstaltung beim Gespräch mit dem Hallenwart herausgestellt hat, wäre dieser nicht erfreut gewesen, wenn wir an der Hausanlage etwas geschraubt hätten :wink:
    Des weiteren wäre ein genaues Delay nicht möglich gewesen, da die Lautsprecher der Halle nur Seitenweise angesteuert werden können.

    So, und jetzt wünsche ich noch frohe Weihnachten!

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