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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Kombination: Geschlossen und Reflex

  • Henrik
  • 12. Februar 2003 um 12:52
  • Henrik
    Beiträge
    30
    • 12. Februar 2003 um 12:52
    • #1

    Jou!

    Wie könnte man die Vorteile von Reflex (tiefe Grenzfrequenz) und Geschlossen (hohe Impulstreue) kombinieren?

    Beispiel: MIttelwert von V.geschlossen und V. reflex, Kleinere Reflexrohre...

    oder ist das Schwachfug? Geht das sonst wie???

    Gruss Henrik

  • JF
    Verifiziert
    Beiträge
    2.934
    • 12. Februar 2003 um 15:23
    • #2

    Grüsze!

    Meines erachtens ja & recht einfach.
    Sehr tiefe Abstimmung!

    Viele aktuelle Speaker sind ja des max Outputs Willen recht hoch abgestimmt und haben den Resonator in einem bereich, wo eigentlich nichts resonieren sollte. Wenn man ihn aber nach unten verbannt sollte es hinhauen.

    Testaufbau: (eher mit HiFi-Treiber, so 17er Reflüxmitteltieftöner)
    Eine auf 35Hz abgestimmte Reflüxkiste und eine im geschlossenen Gehäuse per 150Hz Hochpaß trennen und dann vergleichhören.

    Aber das gilt natürlich nur, wenn der Speaker noch ein wenig Luftspalt und damit Antrieb über hat! Sprich wenn der Speaker übersteuert wird, dann wird er weder in Reflüx noch geschlossen gut klingen ....

    mfg
    JF

  • Uwe 1
    Beiträge
    1.692
    • 12. Februar 2003 um 16:03
    • #3

    Hi JF,

    isses nicht aber so, dass man bei Abstimmung unterhalb der Reso erhebliche Xmax Probleme bekommen wird???

    Uwe

    Party-DJ im Ruhestand

  • JF
    Verifiziert
    Beiträge
    2.934
    • 12. Februar 2003 um 16:46
    • #4

    Grüsze!

    Natürlich braucht man dann einen Tieftöner, der es packt bei 30-40Hz abgestimmt zu sein. Aber so was gibts ja.

    Den Treiber jetzt nicht brutal fehlabstimmen! :)
    Damit bekommt man zwar wirklich fast die Response einer geschlossenen Kiste ;-), aber man verschenkt auch einiges an Pegel.

    Man kann auch sagen (spekulieren), das die Abstimmung eben ein Kompromiß zwischen lauter Wiedergabe (Reflüx) und sauberer Wiedergabe, aber leiser (geschlossen) bildet.

    Und da wir PA-Fritzen alles Pegelfanatiker sind gibts eben keine geschlossenen Gehäuse :D

    mfg
    JF

    p.s.: UNTER der Abstimmfrequenz natürlich einen LowCut setzen!

  • text&ton
    Profi
    Beiträge
    590
    • 12. Februar 2003 um 17:52
    • #5

    JF

    Möglicherweise ein Grund, warum WF den Basssound der EAW 750/850 wenigstens annehmbar findet:

    Die tiefe Abstimmung (die 750er glaub um 28Hz).

    Du verschenkst allerdings Pegel, das zeigt die Messung der 750er im PP sehr deutlich:
    Damit die 2x18"er gegenüber anderen Konstrukten beim flüchtigen überlesen des Artikels nicht soo stark abfallen, wurden für die Maximalpegelmessung kurzerhand zwei Stück genommen, getrieben von zwei gebrückten 8001. Es steht so im Messschrieb, kann aber geflissentlich überlesen werden. Ob's Absicht ist?

    Jedenfalls bin ich daran, die BR-Rohre meiner Subs zu kürzen. Hatte bisher auch eher trockenen Bass (L18P300), bräuchte aber eine Spur mehr Pegel für die Live-Kick.

    Grüsse aus der Schweiz

  • martin
    Beiträge
    3.234
    • 12. Februar 2003 um 17:58
    • #6

    Der Unterschied im pegel faellt halt leider noch viel staerker auf, als der klangliche. Da fehlen schnell mal 4-5db! Eine ganze Menge im Bereich PA. Beispiele gibts ja auch hier genug. moser7 hatte eine angenehm abgestimmte Box, aber der "Thump" einer JBL Doppel 18 fehlte ihm halt doch. Ich habe einen fuer BR Verhaeltnisse recht breitbandigen ESX Verschnitt. Aber leise ist er. Auf der anderen Seite hoer ich dann einen heftigst peakenden 6th Oder BP ala B2 oder Zeus Infra. und die schiebt um Laengen besser. Sie klingt schlechter. Aber sie klingt nicht soo viel schlechter, dass es einen Pegelverlust in der genannten Groessenordnung rechtfertigen wuerde. Was also tun? Ich hab bereits Holz im Auto fuer ne BR Box die eben eine Tuningfrequenz von ca 45 hz haben wird. Dafuer ist sie 4db lauter als die 35Hz Alternative. Der eine oder andere Acid oder Alternative Techno Freak geht dann kotzen, aber Pegel kostet halt richtig geld und Platz wenn man ihn mit PA-Hifi Boxen erreichen will :)

    CU
    martin

  • text&ton
    Profi
    Beiträge
    590
    • 12. Februar 2003 um 18:26
    • #7

    Z.B. der original-ESX ist eigentlich für das Volumen, welches jedem 18"er zur Verfügung steht, zu hoch abgestimmt (42Hz).

    Dies ergibt einen tollen Peak, und in der Maximalpegelmessung oberhalb der Resonanzfrequenz weinger Probleme mit Xmax.

    Schön wird's beim ESX allerdings, wenn so 8 Stück koppeln: Durch die riesige Fläche beginnen die "Hörner" deutlich zu wirken. In der Simulation zeigt sich deutlich, wie die Reso nach unten sinkt und die Wiedergabekurve immer "schöner" wird.
    Durch das Plus an Membran- und Mundfläche glaube ich auch nicht, dass dann noch jemand den Peak vermissen wird.

    Von daher eine gute Lösung:
    Schiebt auch alleine genug, im Stack wird's immer besser (ja, ja TBF: es hat sicher Grenzen mit dem Stacking).

  • tufkajck
    Profi
    Beiträge
    3.334
    • 12. Februar 2003 um 19:42
    • #8

    Schön, dass mal wieder ein Paar Praktiker versammelt sind.
    4 dB = ein halber Lastwagen

  • JF
    Verifiziert
    Beiträge
    2.934
    • 13. Februar 2003 um 09:14
    • #9

    Wobei ich mir bei vielen Festen/Konzerten nicht 4, sondern 10dB weniger Lautstärke wünsche .....

    mfg
    JF

  • martin
    Beiträge
    3.234
    • 13. Februar 2003 um 09:29
    • #10

    -10db aber eher im Mittel und Hochtonbereich. Im Bass wollen alle ihre Darmperistaltik ausser Kraft setzen. Flex zum beispiel :)

    CU
    Martin

  • Uwe 1
    Beiträge
    1.692
    • 13. Februar 2003 um 10:10
    • #11
    Zitat von "martin"

    Im Bass wollen alle ihre Darmperistaltik ausser Kraft setzen. Flex zum beispiel :)
    CU
    Martin

    Wollt Ihr das nicht der kassenärztlichen Vereinigung als Therapie im klinisch/ambulanten Bereich vorschlagen. Dann gibts Mucke auf Rezept und Holz als Heilmittel auf Schein :D:D:D

    Uwe

    Party-DJ im Ruhestand

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