Hallo,
beim Lesen des Threads über Digitalpulte, wo auch die Speicherbarkeit angesprochen wurde, kam mir ein Gedanke und mich würde interessieren, ob dies vielleicht ein sinnvoller Ansatz sein könnte:
Duo/ Band in der Besetzung Gesang/ Keyboard/ Gitarre/ Saxophon
Im Probenraum wird die PA als Sidefill aufgebaut, der Master EQ so eingestellt, dass CDs sehr gut klingen, dann der Master EQ nachkorrigiert, dass keine Rückkopplungen auftreten (Nebeneffekt, dass der Gesang sich besser von der Musik abhebt).
Die Gruppe arbeitet mit Digitalmixer, stellt bei der Probe die Lautstärken und den Klang ein, macht Probeaufnahmen auf DAT oder Audio CDRW und speichert alle Einstellungen im Digitalmixer.
Auftritt: Die Band hat nun die PA auf den Saal gerichtet, zum selber hören eine kleinere PA als Sidefill, beide so eingestellt, dass über diese CDs weitestgehend gleich klingen, dazu noch in beiden Master EQs kleinere Korrekturen, um Rückkopplungen zu vermeiden.
Sind jetzt die Abmischungen des Digitalmixers passend oder nicht? Ich selbst habe es noch nicht probiert und kann nicht beurteilen, wie relevant dabei der Fakt ist, dass bei CD Wiedergabe ja die Abmischung auch nicht nachträglich geändert werden kann, andererseits aber eine CD in einem Studio mit optimierter Akustik über Recording Monitore abgemischt wird.
Digitalpult vorprogrammieren?
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Zitat
Im Probenraum wird die PA als Sidefill aufgebaut, der Master EQ so eingestellt, dass CDs sehr gut klingen,
Prinzipiell der richtige Weg, nur lassen sich die Einstellergebnisse z. B. eines akustisch guten Proberaumes nicht so ohne Weiteres auf die Akustiken einer Halle, eines Saals mit Steinfliesenboden, einer Kneipe mit hohem Geräuschpegel ect.pp übertragen. Das muss von Ort zu Ort neu abgestimmt werden. Mit der Zeit werdet ihr aber gewisse Tendenzen ausmachen, welche Frequenzen Eure Anlage gut kann und welche nicht, und von dieser "Grundeinstellung" (die man gerne auch von außen unsichtbar in die Controller programmiert) ist dann das Feintuning auf die jeweilige Location zu erledigen.
Sonst wäre das P.A.-Leben ja auch wirklich zu einfach und einen Lake Contour hätte man nie erfunden
Zitatdann der Master EQ nachkorrigiert, dass keine Rückkopplungen auftreten (Nebeneffekt, dass der Gesang sich besser von der Musik abhebt).
Rückkopplungen sollte man immer möglichst nahe an der Quelle und nicht erst fast am Ende der Signalkette bekämpfen. Mit dem Master-EQ als Feedback-Töter filtert ihr ja alles, also auch die Instrumente, die gar nicht rückkoppeln können (Keyboard bzw. Sequenzer-Playback). Also erstmal Monitore und Gesangsmics korrekt aufbauen und sauber filtern, d.h. Mulm rausdrehen und nicht zuviel Hallsuppe zumischen
- das fördert die Gesangsverständlichkeit schon ungemein.Beim Digitalpult ist es üblicherweise dann kein Problem, je eins der parametrischen Kanalfilter als schmales Notch zu setzen, um schwingfreudige Frequenzen zu bedämpfen. Oder ihr schickt alle Gesangsmics über eine Subgruppe und notcht mit deren EQs. Am Master-EQ sollte wirklich nur im Notfall abgesenkt werden, wenn ihr z.B. inmitten eines Stückes lauter drehen müsst (soll ja gelegentlich mal vorkommen) und die Anlage plötzlich loshupt. Ein analoger, gut zugänglicher EQ ist in so einem Fall die stressfreieste Lösung, weil schnell zu bedienen.
ZitatDie Gruppe arbeitet mit Digitalmixer, stellt bei der Probe die Lautstärken und den Klang ein, macht Probeaufnahmen auf DAT oder Audio CDRW und speichert alle Einstellungen im Digitalmixer.
Auftritt: Die Band hat nun die PA auf den Saal gerichtet, zum selber hören eine kleinere PA als Sidefill, beide so eingestellt, dass über diese CDs weitestgehend gleich klingen, dazu noch in beiden Master EQs kleinere Korrekturen, um Rückkopplungen zu vermeiden.
Sind jetzt die Abmischungen des Digitalmixers passend oder nicht? Ich selbst habe es noch nicht probiert und kann nicht beurteilen, wie relevant dabei der Fakt ist, dass bei CD Wiedergabe ja die Abmischung auch nicht nachträglich geändert werden kann, andererseits aber eine CD in einem Studio mit optimierter Akustik über Recording Monitore abgemischt wird.Zu kompliziert, und ich glaube auch nicht, dass das zuverlässig funktioniert. So komplex ist die Besetzung bzw. die Anzahl der Instrumente nun auch nicht. Tipp: Digitalpult im Proberaum vorkonfigurieren und eine passende Mischung einstellen, abspeichern und mit diesem Preset vor Ort mit einem ausführlichen Soundcheck weiterarbeiten und. Mit zunehmender Erfahrung geht das im Laufe der Zeit dann immer schneller.
es grüßt
derautor
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Wenn das, so wie du willst immer funktionieren würde, wäre fast eine ganze Branche arbeitslos.
Diese art Voreinstellung hilft bestimmt den Soundcheck zu beschleunigen, oder man kann auch ganz ohne Soundcheck mal auf die Bühne, muss dann aber doch nachkurbeln. Die Gründe hat derautor ja schon beschrieben.Ein sehr bekannter Komiker und Musiker arbeitet so.
Er hat irgendwann mal sein (analog) Pult eingestellt, der "Techniker" darf keinen Knopf bewegen, mischt (bewacht das Pult) von hinter der Bühne und vorne hört man dann genau DAS Ergebniss.
Das schlimme dabei ist: Das sind spitzen Musiker am Werk, das mitgebrachte Material ist vom feinsten und leider, leider klingt es halt dann so, wie es grad ist. Der Raum und die "Launen" der Musiker werden im Mix total aussen vor gelassen. (mal von der "Ich stell die Boxen mal grad so auf, wie sie kommen" Fehlerquellen Häufung abgesehen...) -
Wir sparen uns so relativ viel Zeit mit dem Digitalpult.
Nutzung im Proberaum: 2 Monitore und 4 IEM Wege und live 1 konventioneller Monitorweg und 4 IEM Wege.Jeder Gig wird als Preset abgelegt und als Basis für ein Preset nehme ich einen vorherigen Gig und passe das Ganze dann an. In der Regel heisst das kleine Korrekturen beim Einpegeln und nach einem Song steht in der Regel für alle der Sound. Was nicht heisst, dass es Ausnahmen von der Regel gibt.
Am FoH siehts ähnlich aus. Mit vorgebauten Presets ist man teilweise relativ schnell fertig. Allerdings nur wenn sich die Räumlichkeiten ähnlich sind. Ansonsten wirds meist mehr Kurbelei, wobei es aufgrund der "Anhaltspunkte" doch schneller geht, als wenn man wieder ein analoges Pult am FoH steht.
Die "einmal-einstellen-und-alles-wird-gut" Nummer geht leider so gut wie nie.