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Stromproblem? - Totalschaden!

  • anderl
  • 6. März 2007 um 22:31
  • anderl
    Beiträge
    222
    • 6. März 2007 um 22:31
    • #1

    Hallo,

    letzte Woche ist uns auf einer Veranstaltung was passsiert:

    Bei einer Party wurde uns eine CEE 32 A Dose (abgesichert mit 20 A - völlig ausreichend, da nur kleinerer Aufbau) zum Anschluss unserer Technik zur Verfügung gestellt . Die Dose war fest montiert in einem Heizraum neben der Turnhalle, in dem die Veranstaltung stattfand. Von der Dose bis zur unserem Verteiler waren es ca. 15m (CEE 32 A Kabel 5x4 mm²).

    Das ganze lief ca. 1,5 h einwandfrei, dann begannen kurz (ca. 10 sec.) sämtliche Lampen zu Flackern (auch die Eingangskontrolleuchten am Stromverteiler), es folgte ein leichter Knall und der RCD Schutzschalter des Heizraumes löste aus.

    Nach dem wiedereinschalten des Stromes hat nur noch die Lichtsteuerung funktiniert.

    Es waren alle Leuchtmittel (in Pars, Lichteffekten,..) ohne Ausnamhe durchgebrannt, es waren alle Sicherungen an den Dimmern, Endstufen, DMX Splittern,... durchgebrannt.

    Nach dem tauschen einiger Sicherungen, hielten diese nicht mehr. Die Veranstaltung war gelaufen.

    Am nächsten Tag wollten wir den Schaden festtellen:
    - Platinen waren in den Eingangsteilen zusammengeschmort.
    - Aus den Raylights hat es Leuchtmittel von Ihrem Sockel abgesprengt.

    Einige andere Platinen in Dimmern, Splittern, Pulten,... hatten keine sichtbaren Schäden, aber die Steuersicherung hält nicht mehr (also auch defekt).

    Ich habe jetzt auch schon einige Fachgespräche mit dem Elektromeister meines Vertrauens und Kollegen hinter mir. Es zeichnen sich verschiedene, aber ähnliche Theorien ab, das möchte ich aber jetzt mal vorerst außen vor lassen.

    Was sagt Ihr dazu? Was kann da passiert sein? Wer hat die Kosten dieses Schadens zu tragen?

    MFG Anderl

    Irgendwann geht immer ein Licht auf!!

  • michael pillkahn
    Beiträge
    313
    • 6. März 2007 um 22:51
    • #2

    Ich vermute einen abgefaulten N. Ein Thema dazu befindet sich hier im Forum.
    Die Frage ist, wo ist er abgefault. In der Hausinstallation oder in euren Gerätschaften, also ab dem 32A Stecker von euch.
    Das entscheidet welche Versicherung dafür dann zuständig bzw. wer für den Schaden aufkommen muss.

    *** Michael Pillkahn ***

    Unglücklich über meine Beiträge? dann schreibe mir, ich freue mich dich kennen zulernen.

    Hinweis: Bei langen PN's bitte Zeilenumbrüche verwenden, ab 50 Wörten wird es sonst zu unübersichtlich.

  • Kracky
    Profi
    Reaktionen
    2
    Beiträge
    12.055
    • 6. März 2007 um 23:02
    • #3

    Da ich genau das so schon selbst erlebt habe tippe ich auch auf N Leiter Fehler und Sternpunktverschiebung. Kurzfristig bis zu 400V auf den Geräten bzw. Leuchtmitteln.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • anderl
    Beiträge
    222
    • 7. März 2007 um 08:43
    • #4

    Hallo, wir vermuten auch, dass der N abgefault war. Wenn auch nur für kurze Zeit. Denn nach dem Vorfall konnten wir bei einer Messung mit dem Duspol keine Abnormalitäten mehr feststellen.

    Jetzt stellt sich die Frage wo der N abgefault war? Wir haben unser Zuleitungskabel und unseren Stromverteiler überprüft, und konnten keine Besonderheiten feststellen. Am Tag danach, war der selbe Stromverteiler mit dem selben Kabel wieder im Einsatz, (und wurde sogar mit an die 32 A belastet). Es gab keine Probleme. Das spricht doch für uns.

    Also habe ich gleich am Montag in der Halle angerufen, und Sie darauf aufmerksam gemacht, dass da wohl ein Problem an Ihrer Steckdose vorliegen müsse. Ich habe Sie darauf hingewiesen, dass laut unserer AGB bei fehlerhaften Stromanschlüssen und Überspannungen der Veranstalter für den Schaden haftet.

    Jetzt ruft mich diesen Mittwoch der Hausmeister an und sagte zur mir, der Anschluss sei durch einen Elektromeister geprüft worden, und der habe diesen für einwandfrei funktionierend erklärt, somit würde Ihre Versicherung nicht für den entstandenen Schaden aufkommen, es sei denn ich könne beweisen, dass der Fehler nicht durch unsere Technik selbst ausgelöst worden ist.

    Ich habe daraufhin nochmals jedes Detail meines eingesetzten Equipments überprüft, und da ist definitiv nix faul!!

    Jetzt stellt sich mir zuerst die Frage, was hat der Elektromeister geprüft?
    Wie müsste denn eine Prüfung aussehen, um einen solchen Fehler auf die Spur zu kommen?

    Weil dann würde ich mit dem Elektromeister meines Vertrauens nochmal zur Halle fahren, um das abzuklären.
    Da der entstandene Schaden nicht unerheblich ist, würde ich ungern darauf sitzen bleiben, wenn da von denen ein defekter Anschluss Schuld an dem Dilemma ist.

    Irgendwann geht immer ein Licht auf!!

  • tufkaklto
    Profi
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    1
    Beiträge
    7.116
    • 7. März 2007 um 09:16
    • #5

    Wenn Du bei einem Abgefaulten N ohne Last mißt, kann durchaus ein normaler Wert rauskommen.

    Genau das hatte ich auch schon mal.

    Aber wenn zb der N nicht schön fest in den Aderendhülsen liegt und im Stecker gut verschraubt ist, dann kann das unter Last plötzlich ganz anders aussehen.

    Und wenn sogar in deinem Stromverteiler am Eingang die Lampen Flackern, dann liegt das Problem vermutlich irgendwo davor ( vor den Lampen ) oder auch im Anschluß Eures verteilers.

    Ihr hättet das sofort vor Zeugen prüfen müßen, mit dem Feststellen, das eben Euer Equipment in Ordnung war bzw das vom Haus ein Problem hatte.
    Mit viel Glück findet Ihr im Nachhinein das Problem beim Haus ( vor Zeugen ).
    Wenn nicht, habt ihr meiner Meinung nach keine Chance, zu Kohle zu kommen.
    ( Bei so einem Schaden kann man ja über Nacht schnell mal was reparieren und dann war nix :? )

    Mir ist das mal passiert, da habe ich sofort mit dem Veranstalter und Elektriker den Fehler gesucht, in einer 63er Zuleitung gefunden und vor Zeugen festgestellt. Da war klar, der Fehler kam vom Elektriker und dessen Versicherung zahlte.

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • Chriss
    Gast
    • 7. März 2007 um 13:13
    • #6

    Andererseits kann es bei einem Nulleiterabriss euch nicht alle Lampen Zerfetzen. Ein Leuchtmittel hat eine sehr hohe konstante Last. Beim N Abriss Herrscht auf der Phase die höchste Spannung auf der die geringste Last hängt. Meist ist davon die Tontechnik betroffen. Alles kann also nicht kaputtgegangen sein, Die Geräte an der Phase mit der größten Last müssten komplett unbeschadet die Sache überstanden haben.

  • anderl
    Beiträge
    222
    • 7. März 2007 um 13:51
    • #7

    Stimmt, zwei Leuchtmittel in Pars haben es überlebt, und eben unsere Lichtsteuerung. Ich hab auch nicht gesagt, dass es von allen Leuchtmitteln die Sockel weggesptrengt hat, das war nur bei einigen, andere sind einfach nur durchgebrannt. Und bei einigen Geräten war ja auch nur die Feinsicherung durch, diese waren dann wohl an der Phase mit der größten Last.

    Irgendwann geht immer ein Licht auf!!

  • Thomas Koch
    Gast
    • 7. März 2007 um 15:41
    • #8

    Es könnte auch eine Überspannung gewesen sein. Entweder durch Probleme im nächsten Umspannwerk oder durch einen Blitzschlag. Kommt halt darauf an, ob was in der Umgebung passiert ist.

    Hier bei mir ist sowas passiert, dass die Stadtwerke murks gebaut haben und dabei eine Überspannung im Netz war. Da ging ordentlich was kaputt.

    Aber für geplatzte (abgesprengte Sockel) Leuchtmittel tippe ich ganz böse auf Blitzschlag, aber mich wundert, dass nur die Feinsicherungen einen Abgang gemacht haben in manchen Geräten.

  • lichtfürlau
    Beiträge
    1.151
    • 7. März 2007 um 16:04
    • #9
    Zitat

    ( Bei so einem Schaden kann man ja über Nacht schnell mal was reparieren und dann war nix )


    Sorry, ich will ja Niemandem Etwas unterstellen aber den von Dir ehrlich gemeinten Anruf beim Hausmeister hätte ich nicht gemacht. Aus Erfahrung kann ich sagen, daß eigentlich Niemand scharf darauf ist als Schadenverursacher festgestellt zu werden, ob Verkehrsunfall oder bei ner VA. Leider...
    Das Du am Abend des Supergaus wahrscheinlich geschockt vom Ausmass des Schadens und dem daraus resultierendem Ende der VA keinen klaren Kopf mehr haben konntest, ist verständlich.... dennoch ist das Kind in den Brunnen gefallen.
    Das Beste ist Du ziehst einen unabhängigen Gutachter hinzu. Evtl. kann Dir Dein VS-Berater helfen. Du solltest schnellstmöglich (wenn es nicht sowieso zu spät ist) den Anschluss der Turnhalle offiziell checken lassen...nicht via Telefon, sondern vor Ort...mit Last...mit Zeugen und wenn möglich mit Gutachter.

    Viel Glück, denn das wirst Du in diesm Fall gebrauchen können oder hast Du ne Versicherung gegen Blitzschlag etc. :?:

    ina

    ============================================

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    Einmal editiert, zuletzt von lichtfürlau (7. März 2007 um 17:26)

  • anderl
    Beiträge
    222
    • 7. März 2007 um 17:27
    • #10

    Hallo,

    einen Blitzschlag oder eine Überspannung kann ich ausschliessen, denn der DJ hatte an einer normalen Schuko Steckdose seinen PC angeschlossen, und dieser kam unbeschädigt davon.

    Anderl

    Irgendwann geht immer ein Licht auf!!

  • sydon
    Beiträge
    309
    • 7. März 2007 um 18:09
    • #11

    Hi,

    ich denke auch das es leider zuspät für dich ist !

    Hättest am gleichen Abend die Leitung des Haus kontrollieren lassen müssen !

    Nun war vlt. ein Elektriker da, der die Halle verdrahtet hat, ihm viel auf das die Schraube nicht fest war. Logische Folgerung:
    Er zog sie fest und behauptet es sei nichts gewesen da er ja vlt dafür aufkommen müsste.

    Gutachter würde ich seien lassen: Macht deinen Schaden nur unnötig teurer !

  • lichtfürlau
    Beiträge
    1.151
    • 7. März 2007 um 19:08
    • #12

    Wie hoch ist voraussichtl. Dein Schaden ?

    Gibt es einen Vertrag zwischen Veranstalter und Dir ?

    Wenn ja, wie hast Du einen derartigen Vorfall vertraglich geregelt ?

    ina

    ============================================

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  • mringhoff
    Profi
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    Beiträge
    5.262
    • 9. März 2007 um 14:27
    • #13

    Eine Chance bleibt Euch noch (falls niemand hinter Eurem Rücken wirklich etwas ausgebessert hat):
    Geht nochmal dorthin, simuliert die damalige Partysituation und messt den Anschluss erneut:
    Häng an diesem Anschluss ordentlich Last dran (mind. soviel, wie Ihr auf Eurer Party hattet), kann ja auch ein Heizstrahler sein, am besten nichts teures :) und mit einer Gerätesicherung...
    Dann alle drei Phasen laufend messen und protokollieren (unter Zeugen) und diese Versuchsreihe ebenfalls die 1,5h oder länger durchziehen, wie es auf Eurer Veranstaltung war...

    Aktuelle Gebrauchtgeräte: hier klicken

  • sydon
    Beiträge
    309
    • 9. März 2007 um 16:52
    • #14

    @ mringhoff

    was erhoffst du dir dadurch ???

    wenn du wirklich glück haben solltest und es macht nach 1.5h stunden wirklich nochmal "batsch" dann weisste immer noch nicht sicher wo es herkommt.

  • mringhoff
    Profi
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    6
    Beiträge
    5.262
    • 9. März 2007 um 18:00
    • #15
    Zitat von "sydon"


    wenn du wirklich glück haben solltest und es macht nach 1.5h stunden wirklich nochmal "batsch" dann weisste immer noch nicht sicher wo es herkommt.

    Na, woher das dann kommt, sollte ja dann auch nicht mehr das Problem sein, da soll sich der Hallenbetreiber selber drum kümmern.
    Aus der haftungsrechtlichen Seite habe ich ihm dann nachgewiesen, daß an seiner Stromversorgung ganz offensichlich und reproduzierbar ein Defekt vorliegt und er die Verantwortung für den entstandenen Schaden zu übernehmen hat.

    Wie gesagt, daß ist halt noch so die letzte Möglichkeit die ich sehe, die Haftungfrage zu beweisen. Wenns nicht "batsch" macht, dann bleibt die Frage nach der Haftung weiterhin wie sie jetzt ist...

    Aktuelle Gebrauchtgeräte: hier klicken

  • timotimo
    Profi
    Beiträge
    2.252
    • 11. März 2007 um 19:40
    • #16

    Zum einen müsstest Du ja dann auch nachweisen, daß der Defekt im Hallenanschluss besteht, und nicht in der Anlage, zum anderen wäre beim "Batsch" der Schadne doppelt so groß wie bisher (das mit dem Heizüfter: ? weiss nicht. müssten ja mehrere sein, auch wechselnde Belastung wie bei einer Lightshow und Musik)

  • dani cee
    Beiträge
    87
    • 11. März 2007 um 20:18
    • #17

    Ich gehe davon aus das es sich um eine Öfentliche Halle handelt somit müss die Stadt/Gemeinde die von der GUV geforderten wiederholungsprüfungen durchführen und Dokomentieren ist die nicht der Fall hat man ein Druckmittel


    Also die Dokomentation der Letzten Prüfung anfordern

    über eine VDE 0100 Teil 610 Prüfung kann man mit mir nicht streiten

  • lichtfürlau
    Beiträge
    1.151
    • 11. März 2007 um 23:20
    • #18
    Zitat von "Dani CEE"

    Ich gehe davon aus das es sich um eine Öfentliche Halle handelt somit müss die Stadt/Gemeinde die von der GUV geforderten wiederholungsprüfungen durchführen und Dokomentieren ist die nicht der Fall hat man ein Druckmittel

    Also die Dokomentation der Letzten Prüfung anfordern


    coole Idee. :idea:

    ina

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  • sydon
    Beiträge
    309
    • 13. März 2007 um 09:33
    • #19

    aber bitte bedenkt auch, das sie den nachweise und die unterlagen deiner Geräte einsehen wollen !

    Wie es in den wald schalt so schalt es wieder raus.

    Wenn dies regelmäßig gemacht ist und du nichts zu verbergen hast dann vergesst diesen post !

  • Peerless
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    4.334
    • 4. April 2007 um 14:16
    • #20

    es lief ja 1,5 stunden, somit kann das problem ja nur durch erwärmung hervorgerufen vorden sein, oder durch mechanische beeinflussung...

    1. man steht in einem fall dumm da, wenn die eigenen gerätschaften/kabel keine bgva3 prüfplaketten haben

    2. sollte man sich für die teuren geräte (endstufen, mischpult etc. ) einen überspannungsschutz zulegen und davor schalten (ich nutze dafür einen sf-protector von dehn in den racks oder am foh einen furmann)

    sehr schön in diesem fall sind auch stromverteiler mit digitalanzeigen :) ich glaube da muss ich mal zeitig nachinvestieren

    http://www.ae-rental.de

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