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Was macht man in so einem Fall am besten...

  • dara8130
  • 22. Mai 2007 um 12:00
  • dara8130
    Verifiziert
    Beiträge
    19
    • 22. Mai 2007 um 12:00
    • #1

    Hallo,

    also ich habe am WE einen Mischer Job in einer ganz kleine Location gemacht. Nur Beton kein bisschen Molton. Beim Soundcheck der ersten Band wird mir klar das ich das falsche Equipment (2 Nexo PS 15 + Bass pro Seite) dabei habe (streuen halt zimlich viel...).

    Aber gut. Ich war sehr zuversichtlich, dass das bei vollem Raum besser würde. Nun ja der Raum wurde nicht voll. Der Sound also auch nicht wesentlich besser als bei Soundcheck. Aber es ging... Nur die Band war sehr undizipliniert, drehten Ihre Verstärke so laut auf das ich eigentlich keine PA nötig gehabt hätte. Dementsprechend schlecht war der Sound...
    Mehrmals habe ich einen Helfer zur Bühne geschickt, der die Musiker dann gebeten hat Ihr Equipment doch leiser zu fahren. Meistens erreichte er das Gegenteil. Natürlich bekamm ich als Mischer den ärger des Publikums ab. Heute war dann ein Artikel in der Lokalzeitung. Als überschrift "Schlechter Ton bei Coverabend...".

    Dazu muss ich sagen, dass der Auftritt der zweiten Band, die ich auch gemischt habe sehr gut war.

    Wie verhaltet Ihr Euch in solchen Situationen... Man kann ja nicht einfach gehen wenn die Band nicht auf den Mischer hört, oder?

  • dara8130
    Verifiziert
    Beiträge
    19
    • 22. Mai 2007 um 12:02
    • #2

    Danke für Euere Antworten.

    Gruß dara

  • rockland
    Beiträge
    222
    • 22. Mai 2007 um 12:11
    • #3

    Ähm... wenn die Band nicht auf den Tonmann hört, dann überzeugt der Tonmann nicht. Zumindest ist das meine Ansicht der Dinge.
    Sicherlich gibts da auch Ausnahmen. Aber im Allgemeinen ist es die Frage, wie sicher ich mir bei meiner Sache bin.
    Und wenn ich der Band garnicht die Möglichkeit lasse zu widersprechen und sie einfach durch Routine und Sicherheit "platt mache", dann kann das auch nicht passieren.
    Aber wie gesagt, es gibt dann immer noch Bands, die zu rebellisch für diese Welt sind. :D

    Tja,.... dann mache ich entweder das Beste draus, und wenn das nicht geht, dann hast du mir meine Antwort schon vorweg genommen.
    Dann kommen die Vocals auf die PA und das was nötig ist, danach setze ich mich an die Bar und hoffe das es schnell vorbei geht.
    Das ist zwar nicht die feine Englische, aber bevor sich das Publikum aller 2 Minuten zu mir umdreht und sich einredet, dass der Tonmann schlecht ist, stehe ich dort lieber garnicht und somit kann ich auch nicht damit in Verbindung gebracht werden.
    Aber genau deswegen nimmt man keine Punkrock-Tonjobs an !!!! :D:D

  • kiki
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    670
    • 22. Mai 2007 um 13:37
    • #4

    wobei ich die erfahrung gemacht hab, dass gerade punkrock - bands sehr dankbare kunden sein können( kein scherz). je nach promillegehalt der band einfach zwischen "mach mal bitte XY leiser", "The Exploited macht das genauso" und einfach selber leise drehen unterscheiden.

    wobei ich lieber mit einer vernünftigen Punkrock-kapelle diskutiere als mit dem +20db-Techno-DJ oder dem "ich-mach-das-seit-30-jahren-so-Alteisenmusiker".

  • gezz-abba
    Gast
    • 22. Mai 2007 um 13:43
    • #5
    Zitat

    Aber genau deswegen nimmt man keine Punkrock-Tonjobs an !!!!

    .. es sind zwar die am schlechtsten bezahlten, aber dafür dankbarsten geschichten mit grösstem spassfaktor....

    Wenn die band auf ansage vom tonmann nicht hört, dann stimmt an der gesamtkommunikation irgendwas nicht. Da wäre ich persönlich nach dem ersten song auf die bühne und hätte mal die master runtergedreht. So wichtig schien der act ja nicht gewesen zu sein..

    arnt

  • rockland
    Beiträge
    222
    • 22. Mai 2007 um 13:53
    • #6

    Ähm.... vermutlich hab ich einfach andere Erfahrungen gemacht :D
    Ich hab bei Punkrock nie Spaß gehabt und dankbar finde ich die Jobs auch nicht, wenn ich danach Stunden dastehe um Bier, Kotze und andere menschliche Hinterlassenschaften von den Kabeln abzupoppeln.
    Die Monitore ins Fenster stellen, damit die Flutung mit Bier, und anschließend Wasser zum reinigen, wieder trocknet.
    Nur nach Punkrock, stellt man fest, dass das Filz am Monitor anfängt zu schimmeln :D . Ich mag die Musik und die Leute nicht sonderlich !!!
    Jungs,.... ich besorg euch ein paar Punkrock-Jobs und dafür mache ich eure Tonjobs.
    Was haltet ihr davon ?? :D:D

  • gezz-abba
    Gast
    • 22. Mai 2007 um 14:27
    • #7

    das mit den siff stimmt auffallend.. Mittlerweilen ist das mat darauf eingerichtet und der filz verschwunden.. Sofern nicht grade die Kassierer reinkäckeln, ist das alles im grünen bereich. Ich bin schliesslich mit den nietenkaisern grossgeworden..

    rockland: wenn ich in leipzig wohnhaft wäre, könnte man da fast drüber reden . .. Donnerstag bin ich erstmal in chemnitz im subway. ..

    arnt

  • dara8130
    Verifiziert
    Beiträge
    19
    • 22. Mai 2007 um 14:55
    • #8

    Hallo,

    danke für die Feedbacks. Aber es war keine Punkband, sondern eine Police und Sting Coverband.

    Natürlich stimmte die Kommunikation von vornerein nicht, aber ich denke selbst wenn man sich nicht mag, sollte man den Job doch gut machen... Eben von beiden Seiten aus.

    Dara

  • rockland
    Beiträge
    222
    • 22. Mai 2007 um 15:11
    • #9

    Ja, das hat ja nix damit zu tun, ob man sich leiden kann oder nicht.
    Es gibt auch Musiker die mich nicht leiden kann und die ich auch nicht leiden kann. Trotzdem muß man manchmal miteinader auskommen.
    In jedem Fall bin ich Dienstleister und mache meinen Job bestmöglich und noch besser. Aber wenn´s zuviel ist, und sich das vielleicht auf mein Image auswirken würden (wobei: was heißt heute schon Image ....) dann gehe ich lieber das Risiko ein, von dem Veranstalter keinen Job mehr zu bekommen, als dass 500 Leute Publikum denken, ich hätte nen schlechten Job gemacht.
    Und es ist immer eine Frage der Erklärung gegenüber dem Veranstalter....
    In der Zeitung würde ich, wenn dir soviel dran liegt, eine Gegendarstellung setzen.
    Wobei: Wer sich nicht´s vorzuwerfen hat, muß sich auch nicht rechtfertigen...
    @gezz-abba:
    Erstmal wäre zu klären, was du sonst so für Jobs hast :D:D

  • montesuma
    Beiträge
    948
    • 22. Mai 2007 um 18:27
    • #10

    Solange der Sound bereits beim Soundcheck zu laut ist, kann man einfach dem denentsprechenden Musiker sagen, daß er mal leiser drehen soll, weil er "zu laut am Pult übersteuert" ankommt - das verstehen sie am leichtesten. Und dann dem nächsten und dem nächsten - immer einzeln, damit sich jeder direkt angesprochen fühlt, bis Du den Bühnensound leise genug hast, um damit zu arbeiten.

    Nur wenn das bei dem Soundcheck schon passierte, dann kannst Du davon ausgehen, daß die Musiker später wieder lauter spielen werden, also lass sie ein paar Stücke von der Playlist nach der Pause spielen (die Stimmungskracher, die immer laut sind). Sollte es dort wieder zu laut werden, muss eine Predikt gehalten werden z.B: Wenn Bühne zu laut, dann Klogeräusch auf allen Mikrofonen - Mischpult ist keine Kläranlage - Schei... rein -> Schei... raus! Die Gäste, der Veranstalter und die Redakteue werden es dementsprechend schreiben, wie es passiert ist. Und das wollen die Musiker ja nicht...

    Wenn der Veranstalter das mit gehört hat, dann bist Du schon aus dem Schneider, weil er dann weiss, daß die "Schei... schon rein" gegangen ist.

  • Haytech
    Beiträge
    632
    • 23. Mai 2007 um 08:22
    • #11

    Mach Dir nicht zu viel aus dem Bericht in der Zeitung...
    Wenn es zu dem Event nichts anderes zu berichten gab können die Bands auch nicht sondelich toll gewesen sein ...
    Immer daran denken das ein schlechter Ton auch von der Band "gespielt" werden kann oder vom Sänger gesungen...

    Lichttechniker sein ist immer auch Psychologe zu sein :mrgreen:
    Denn wenn es dem Tontechniker schlecht geht dann kann er sich gleich bei mir ausheulen

    MfG
    Sebastian

  • stagecrew sasse
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    476
    • 23. Mai 2007 um 09:51
    • #12

    Moin Moin,

    also die dieversen Storys in denen Monitore als Bierkisten dienen kann ich auch nur bestätigen. Irgendwann war es mir leid, den Praktikanten den ganzen Montag damit zu beschäftigen, die Monitore wieder in normal Zustand versetzen zu lassen.
    Also bei Ebay ein paar alte Käseecken ersteigert JBL MR irgendwas und die gehen laut und sind irgendwie Bier unempfänglich.
    Die Monitore gibts dann immer bei solchen Sachen.

    Aber das Problem welches der Treadstarter hatte, kenne ich auch. Wenn ich über das Talk Back mehr als 5x nicht gehört werde oder meine Meinung nicht akzepiert wird, gibts halt immer weniger Monitoring und immer weniger Front...bis sie halt den Müll ganz klar hören den sie austoßen.

    Aber vorher versuche ich meistens noch den Bandchef zu definieren, drücke ihm nen halben Liter Bier in die Hand und mach nochmal ne Ansage im Guten.....

    Zum Schluss sind wir vor Ego Bands nie sicher, ich hatte aber letztens ne AC/DC Coverband, die rechts und links vom Drumset, Marshallamps bis unter die Decke gestapelt, als sie die Haus Anlage gesehen hatten (pro Seite 1x Nexo alpha e Top+Bass), beschlossen sie jeden zweiten Amp gar nicht erst einzuschalten.....


    Mfg

    Sasse

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