Daß das Material aus dem Reich der Mitte ja nicht gerade vor enormer Qualität strotzt, weiß ja inzwischen schon jeder 16jährige Hobby-VT-ler, dennoch läßt man sich hin- und wieder von dem teilweise unglaublich niedrigen Preis für eine bestimmte Metall-Plastik-Kreation so weit überzeugen, daß man zur Überlegung kommen könnte, sich da trotz aller Unkenrufe das ein oder andere Geräte anzuschaffen. Da der Preis ja so billig ist und die Qualität so schlecht, kauft man deshalb gleich die doppelte Menge.
"Wenns kaputt ist, dann kaufen wir eben ein neues, ist immer noch billiger" - Diesen Spruch hat der ein oder andere in seinem Repertoire.
Also, wir haben mal diese Ex-und-Hop-Mentalität ausprobiert und uns für die Kleinen Privatparties für einen China-Nebler entschieden:
Eine 700W-Maschine genügt ja für solche Einsätze, ist kompakt und so preiswert, daß der Kaufpreis spätestens nach dem zweiten Mieteinsatz wieder herin ist. (darf man ja eigentlich gar nicht laut sagen...)
Da in dieser Kategorie die Nebelmaschinen erfahrungsgemäß kurz nach Garantieablauf kaputt gehen, haben wir gleich mal 8 Stück von Europalicht (oder so ähnlich) bestellt. Die Marke tut dabei gar nichts so zur Sache, die Qualität ist ja überall dieselbe.
Schon bei der Lieferung waren zwei dieser Wegwerfnebler defekt. Heizblock heiß, Pumpe pumpt nicht.
Fängt also schon gut an - die beiden Dinger also wieder zurück...
Nach einer Woche kommen zwei (!) Maschinen mit dem selben Defekt aus einem Job zurück. Grrr- geht also schon gut weiter - die nächsten beiden also wieder zurückgesendet.
Aber wir waren ja so schlau und haben vorgesorgt, und mehr Maschinen gekauft
Also für den kommenden Job ins Regal gegriffen, wo die anderen vier Maschinen stehen. Aber was müssen wir da sehen?
Größere Flecken von ausgelaufenen Nebelfluid sammelte sich im Regal.
Also alle raus, alle getestet: Fazit: eine Maschine undicht und eine zweite defekt. Die Dinger hatten noch gar keinen Einsatz!!!
So, nach ca. 3 Wochen haben wir noch 25% der Nebelmaschinen und wir wissen nicht, ob man diese überhaupt jemand mitgeben oder gleich bei Ebay als "demnächst defekt" versteigern lassen soll....
Nun - was bleibt für eine Erfahrung? Der Einkaufspreis spielt in der Rentabilitäts-Kalkulation keine Rolle, wenn man sich dauernd um diese Teile kümmern muss, die defekten einpacken und zurücksenden, Telefonate, E-Mails mit dem Lieferanten austauschen, nervige (aber gerechtfertigte) Kundenanmerkungen über sich ergehen lassen muss und von Kollegen dieselben Sprüche zu hören bekommt, die man selber solchen Leuten erzählt, die Chinaware kaufen...