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Novarock 2007 Sound

  • stagepower
  • 18. Juni 2007 um 13:52
  • stagepower
    Beiträge
    332
    • 18. Juni 2007 um 13:52
    • #1

    hallo,

    komme gerade vom novarock nach hause.

    bin schwerstens enttäuscht vom sound dort...

    im detail:

    rote bühne:

    9* VDOSC + 3* dVDOSC als nearfill
    zusätzlich 2*dVDOSC als centerfill

    dazu eine ansammlung von SB219...

    da hing alleine an zwei lodestars sicherundsseile waren nirgents zu sehen... (vielleicht warens auch C1 züge ka...)

    bei wind (und den gibts in dieser gegend immer) schwenkte die ganze banane 30-40cm hin und her und drehte sich dabei auch noch.

    im vorderen bereich war der sound trotzdem ganz gut. grausam wurde es erst weiter hinten: wenn ab und zu mal ein sound "vorbeikam" klang es verwaschen und windverblasen. bass war ab 20m von der bühne entfernt keiner mehr zu spüren.

    warum setzt man in einem ohne hin schon windgefährdeten gebiet keine delay towers? bei dem ticketpreis??

    blue stage:

    hier wars dann fast nicht auszuhalten.

    pa:

    wenn ich mich nicht verzählt habe

    15* VDOSC + 1?! * dVOSC (pro seite)

    als nearfill wieder 2* dVDOSC

    auf 3 stacks waren noch ein paar wenige SB218 verteilt.

    im den delay towers je hingen 9* VDOSC darunter staden 4* SB218

    als side stage fill staden noch 3 elemente KUDO :evil: als groundstack

    meinung:

    1) delays waren scheinbar nicht temperaturkompensiert oder einfach falsch eingestellt denn am tag hörte man jeden ton doppelt auserdem hat es im nahebereich kammgefiltert das vom sond fast nichts mehr übrig war.

    2) die kudo auf den bühnenseiten klang sowieso GANZ anders als die restliche pa (wofür gibts EQs???????)

    3) im gesammten bereich war die anlage komplett basslos und schrill. hinter den delay towers war es ganz extrem.


    irgentwie fragt man sich da wofür man so viel geld für eine karte bezahlt wenn die lieblingsbands dann so furchtbar klingen.


    vielleich war noch jemand von euch dort und schreibt seine meinung. habe leider keine fotos gemacht ihr??

    lg

    michael

    Michael Jäger

    Stagepower Sound&Multimedia
    A-9020 Klagenfurt
    http://www.stagepower.at
    office@stagepower.at

  • tufkaklto
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    • 18. Juni 2007 um 15:59
    • #2

    Hallo

    Also ich kann Dir als Insider ein paar Infos geben
    ( Ich war Monitor auf der Red Stage )

    Was die Red Stage betrifft, gebe ich Dir großteils einfach Recht.

    Der Veranstalter hat am Vortag die Bühne ( ganze Position ) verlegt.
    Und der Technikfirma nix gesagt. Eh klar.
    Dann wurde noch PA gestrichen ( man will ja genug verdienen, was kümmern einen die Zuseher, war eh ausverkauft und wirds im nächsten Jahr ja wieder sein )


    Bässe warens ganz genau 22 stk.

    Delay Towers:
    Was glaubst Du, wenn schon die PA gekürzt wird, was dann noch ein Delay Tower interessiert.
    Ich hab, was das betrifft, auch schon ein Email an die verantwortlichen geschickt, da ich selbst nicht bereit bin, mich bei sowas hinzustellen.
    Wir hatten auf der Bühne deutlich höhere Pegel als im Zuseherbereich.

    Und es kam sehr viel auf die Techniker an.
    Bei einigen war es sehr wohl druckvoll, bei Anderen weniger.
    Das mit 20 Meter mit Bassdruck weg stimmt so auch nicht ganz, denn der FOH war 40M weg, und da wars schon noch.

    Die PA war nicht über Publikum geflogen, und da muß man 1. nicht sichern.
    2. war nach Absprache mit dem Statiker ( wurde vor Ort von einem Zivilgutachter so abgenommen ) das auch so gewünscht, das man die PA JEDERZEIT herunterfahren können muß.
    Wir hatten permanent Sturmwarnungen.
    Am Aufbautag mußten wir sogar die Bühne räumen.
    3. Jeder dieser Motoren konnte das Gewicht der PA alleine Tragen!!

    Bei Wind, wie wir ihn teilweise hatten, ist es einfach nicht möglich, eine Banane so zu hängen, das Sie sich nicht bewegt, alleine schon wegen der Windangriffsfläche.
    Hast Du Dir schon mal die Vidiwall angeschaut, wie die sich bewegt hat ??

    Über nacht hat es uns ein mal die Bühne halb zerlegt, Die Planen waren irgendwo, hinten hats einiges rausgerissen.
    Wir hatten , was das betrifft, 4 Tage wirklich Spaß :evil:

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  • stagepower
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    332
    • 18. Juni 2007 um 20:37
    • #3

    hallo,

    danke für die infos!!!

    das mit dem bühne verlegen ist ne riesen sauerei...

    als pa firma müsste man eigentlich an einem gewissen punkt mal stop und nicht weiter sagen, denn bei so großen veranstaltungen steht auch der eigene ruf auf dem spiel.

    das mischer/systemtechniker problem kenn wir eh schon.

    doch womit lassen sich die probleme auf der blue erklären?

    das jeder motor die pa alleine halten kann ist mir eh klar, doch teilweise stangen auch die musiker unter der wackelbanane, ich hätte aus verantwortlicher ein sehr sehr ungutes gefühl dabei...

    lg

    michael

    Michael Jäger

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    A-9020 Klagenfurt
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  • tufkaklto
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    • 18. Juni 2007 um 21:56
    • #4

    Das als PA Firma zu sagen, ist halt auch so eine Gratwanderung.
    Um ehrlich zu sein, ich bin froh, diese Entscheidungen nicht treffen zu müßen und nur Techniker zu sein.

    Wegen den Sicherungen.
    Die Gesetzeslage sagt bei uns ganz klar, das zwischen Publikum zugänglichen Bereich und vom Künstler zugänglichen Bereich Unterschiede sind.

    Als Künstler/Techniker usw muß man sich immer eines Restrisikos bewußt sein. Als Publikum muß man als Unbedarfter besonders geschützt
    werden.

    Und wenn man abwägt, was ein größeres Risiko birgt, mehrere Rigger bei Sturm schnell mal auf die Bühne klettern zu lassen, um auszusichern, bzw die Möglichkeit zu haben, im Zweifelsfall schnell mit der PA runter zu fahren, ich würde immer für das Runterfahren entscheiden.
    Speziell wenn man mit Sturm rechnet.

    Die Festivals sind für alle nicht einfach da.
    Da lernt jeder immer nur aus den Fehlern des Vorjahres fürs nächste Jahr.
    Klingt hart aber ist so.
    man kann es nie allen Recht machen.
    Aber den richtigen Kompromiß zu finden ist schwer.
    Ich mach das schon länger und muß echt sagen, ich steh auch immer wieder mal überrascht vor neuen Situationen.

    Und soundmäßig ists auch so, das sehr viel von den jeweiligen Bands ( Input ) abhängt. ( da werden manche mehr gehypt als ihnen zustehen würde ) und dann natürlich von den Technikern.
    Und was da teilweise rumrennt :?
    Die guten sind dafür ein Traum zum Arbeiten.
    Und ein Beweiß, das es doch geht :P

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

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  • kramusha
    Beiträge
    125
    • 19. Juni 2007 um 22:29
    • #5

    Ich war auch dort, mir hat der Sound bis auf Billy Talent auf der Roten sehr gut gefallen. War allerdings meistens in den ersten drei Reihen unterwegs (natürlich mit Ohrstöpsel, obwohl mir mehrmals Sachen wie "Idiot, tu die Stöpsel raus du hörst so doch nichts." usw. entgegenflogen... :evil: )

    Bei Billy Talent kam es mir so vor, als hätte jemand einen Filter auf die Boxen gelegt, der die Höhen dämpft. Dann gab es laut leise Probleme, und je nach dem wie man stand (im Meter Bereich) wurde es besser und schlechter.

    Bilder findet ihr auf http://www.dobernigamps.kilu3.de/bilder/nova/

    Lg Stefan :)

  • stagepower
    Beiträge
    332
    • 19. Juni 2007 um 23:30
    • #6

    fand gerade beim billy die höhen eher überzogen...

    jedoch verschwand die scheinbar recht dünne stimme in einem gitarren, schlagzeugbrei...

    ganz vorne war der sound ja ganz passabel nur weiter hinten wars halt arg..

    lg

    michi

    Michael Jäger

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  • tufkaklto
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    Beiträge
    7.116
    • 20. Juni 2007 um 09:30
    • #7

    Da sieht man wieder, wie subjektiv das ist. :D

    Aber es war eindeutig zu wenig PA.
    Hauptfocus war bis zum FOH und ab dann abfallend.

    Der Wind hat halt auch noch seinen Strich durch die Rechnung gemacht.
    Da ist es auch unmöglich, das nicht verblasen zu lassen.
    Und mit der Bewegung der Banane hast Du auch Phasing.

    Ich würd mal nicht behaupten, das die Stimme so dünn war, aber da war auf der Bühne schon ein Pegel, das Dir nix mehr einfällt.
    Pegel war lauter als PA.
    Und wenn Du vorne warst, wirst Du trotz Infill noch richtig die das Monitoring mitgehört haben

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