Hab die Werbeanzeige zum QuickDrop System im VPLT Magazin gelesen - weiß einer von euch schon ein bisschen mehr darüber?
Gruß
Mücke
Hab die Werbeanzeige zum QuickDrop System im VPLT Magazin gelesen - weiß einer von euch schon ein bisschen mehr darüber?
Gruß
Mücke
Ja- Ich...
hab’s erfunden...
Es ist eigentlich ganz simpel:
Die Seitenverkleidungen werden mit hakenlosen Gummischlaufen an der Dachtraverse "angehäkelt", und in gewissen Abständen wird die letzte Schlaufe einer "Gruppe" oder Naht durch einen pneumatisch bewegten Kolben gehalten, der als Baugruppe auf einem Querriegel sitzt
(siehe Bild aus der Werbung).
Bei erreichen des für die Bühne zulässigen Staudrucks braucht man nur Pressluft ( z.B. Baumarktgenerator) auf eine Druckluftleitung geben, die die Kolben antreibt, die Schlaufen werden frei gegeben, die Plane entschlingt sich innerhalb weniger Sekunden, und fällt herunter.
Das komplette System inkl. der von der ARGEBAU geforderten Darstellungen der "Betrieblichen Maßnahme" ist z.B. für eine 12m x 10m Bühne ab ca. 1.200,00€ zu haben.
Die Grundausstattung enthält dann: 3 Riegel, ca. 300 spezielle Gummistrabse, 25m Druckluftschlauch, Lizenz- und Prüfdokumente.
Mit dem System lässt sich jede Bühne ohne großen Aufwand nachrüsten.
Man muss nur die vorhandenen Verkleidungen auf 25cm Ösenabstand nachrüsten.
Der mehr- Montageaufwand liegt bei null - die Häkeltechnik ist sogar schneller, als wenn man jeden Haken einzeln einhängt.
Zudem bietet das System einen immens hohen Sicherheitsfaktor – was wahrscheinlich jeder Bühnenbetreiber nachvollziehen kann, der schon mal mit einer komplett aufgetakelten Bühne einer Sturmfront entgegengezittert hat (hab ich oft genug selber).
Wir- und mittlerweile zwei weitere große Bühnenbauer haben alle Ihre Bühnen damit ausgerüstet – nie wieder ohne!!
Gruß
Bernie
Zitat von "Bernhard Urbach"Bei erreichen des für die Bühne zulässigen Staudrucks braucht man nur Pressluft ( z.B. Baumarktgenerator) auf eine Druckluftleitung geben,
Wohler wäre mir dabei, wenn die nötige Druckluft gespeichert wäre.
Ich hab's schon mal erlebt, dass (in einem völlig anderen Zusammenhang) im entscheidenden Fall die Stromversorgung ausgestiegen ist.
für solche Notbetätigungen gibts auch Treibgasflaschen mit Auslöser. Werden zB auch für Rauchabzüge verwendet.
lG Manuela
Wir verwenden in der Regel kleine Pressluftflaschen mit 200bar-
die Reichen für gewöhnlich für 10-15 Jobs, und die Miete liegt bei 4€ im Monat- was die Füllung kostet weis ich gerade nicht- kann aber nicht teurer wie 15€ oder so sein. Dafür ist diese Luft gereinigt und getrocknet,
was sich auf die Lebensdauer der Kolben auswirken soll. Erfahrungen haben wir dazu noch keine, da wir erst selber seit einigen Monaten über das System verfügen.
Bei einem Baumarktgenerator gehe ich natürlich von einem Modell mit Kessel aus, den man natürlich auf Druck haben sollte. Um die Kolben zu schützen, sollte man ein professionelles Trocknungsmodul verwenden.
Gruß
Bernie
Zitat von "Bernhard Urbach"Dafür ist diese Luft gereinigt und getrocknet,
was sich auf die Lebensdauer der Kolben auswirken soll. Erfahrungen haben wir dazu noch keine, da wir erst selber seit einigen Monaten über das System verfügen.
So oft sollte das System dann doch nicht ausgelöst werden, als dass so den Unterschied macht...
Zitat von "ADMIN"So oft sollte das System dann doch nicht ausgelöst werden, als dass so den Unterschied macht...
Wenn man es zusätzlich als Abbauhilfe nimmt... ![]()
Zitat von "Bernhard Urbach"Wir verwenden in der Regel kleine Pressluftflaschen mit 200bar
Gruß
Bernie
Halte ich jetzt für sehr bedenklich! Da in diesem Fall die Pressluftflaschen, weil gewerblich genutzt, unter die Gefahrengutverordnung fallen!
GefahrenGutVerordnung Straße (GGVS)
(Auslegung der Vorschriften - Angaben ohne Gewähr)
ADR* und GGVS
Die “GefahrenGutVerordnung Straße” - kurz GGVS - beschäftigt sich mit dem Transport von gefährlichen Gütern im Straßenverkehr. Zu diesen “gefährlichen” Gütern zählen auch Druckgasbehälter. Eine Tauchflasche ist ein unter Druck stehender, gefüllter Druckgasbehälter und damit prinzipiell wie jeder andere Druckbehälter zu behandeln.
*Es existieren besondere Vorschriften hinsichtlich Verpackung, Ladungssicherung und Kennzeichnung. Diese sind für viele europäische Länder durch die Überein- kommen des "Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route" (ADR) für den Straßenverkehr festgelegt. Der Fahrer muß einen Gefahrgutschein besitzen, alle an Umschlag und Transport Beteiligten müs- sen Sachkenntnisse über die Gefahrgutvorschriften nachweisen
Beförderung von Ladung im Kfz
Generell gilt laut STVO §§ 22,23 “...die Verkehrssicherheit des KFZ darf durch die Ladung nicht beeinträchtigt werden...” Das heißt, unabhängig von anderen Verordnungen ist die Ladung (also auch die Tauchflaschen) so zu sichern, daß sie nicht verrutschen kann. Dies ist durch geeignete Mittel sicherzustellen. Für Tauchflaschen bedeutet das, daß sie mit Zurr- gurten, Klemmbalken, Kisten oder rutschhemmenden Unterlagen zu si- chern sind. Außerdem hat eine Sicherung durch Schutzkappe, Schutzkiste oder anderen Schutzvorrichtungen zu geschehen.
Transportvorschriften der GGVS
- Das KFZ muß belüftet sein.
- Es muß ein Feuerlöscher an Bord sein.
- Es sind Transportpapiere nötig.
- Die beförderten Gefahrgüter sind zu kennzeichnen.
- Die Ladung ist entsprechend zu sichern.
Ausnahmen für die Anwendung der GGVS
Wenn die Gesamtmasse der beförderten Gefahrgüter 1000 kg zu [b]nicht- gewerblichen Zwecken[/b] nicht überschreitet, gelten folgende Ausnahmen:
- Wenn nur Preßluft befördert wird, ist eine ständige Belüftung nicht
nötig.
- Es ist kein Feuerlöscher nötig.
- Innerhalb Deutschlands ist das Mitführen von Beförderungspapieren
nicht nötig.
Gefahrgutzettel
Unabhängig von allen Ausnahmen ist es ratsam, alle Flaschen entspre- chend den ab 2006 geltenden Vorschriften zu kennzeichnen. Für Preßluft gilt: 1002 Luft, verdichtet (Druckluft).
Außerdem muß ein Gefahrzettel auf der Flasche angebracht sein. Hierfür gibt es zwei Versionen:
- 10 x 10 cm grünes Quadrat auf der Spitze stehend mit entsprechender
Beschriftung
- 2 x 2 cm grünes Quadrat auf der Spitze stehend mit entsprechender
Beschriftung
Der Aufkleber bedeutet “Gasgemisch Gefahrenklasse 2 Ziffer 2”. Der Auf- kleber darf keine Prägung verdecken. Die Bestimmungen gelten auch für leere oder teilentleerte Flaschen.
Quelle: “Handbuch des Tauchsports”, Delius Klasing Verlag.
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200 Bar reichen im übrigen locker um eine 30cm dicke Stahlbetonwand durchzuschlagen, so fern das Ventil abgeschert werden sollte...
So viel zum Thema Pressluftflasche!
Dann doch besser den Generator...
Frage:
würde man eine manuell betriebene Luftpumpe dafür einsetzen, klappts schnell genug oder nicht ? Wenn da nur ein Festo-Zylinderchen dranhängt ist das kein Thema, das tut. Sogar ohne Strom ![]()
Vieleicht noch ein paar Verbesserungsvorschläge:
Das System so umbau, dass zum "halten" Druck benötigt wird, sobalt die Luft ausfällt löst das System aus!
Bringt gleich mehrere vorteile:
- sollte ein Schlauch aus irgendwelchen Gründen abreisen, löst das System aus.
- keine Energie zum auslösen nötig
Desweitern könnte man für den Preis, auch einen 100€ Kompressor gleich mit liefern, diese haben in der Regel einen 10l Tank bei 8Bar Druck, sollte also locker zum Auslösen reichen!
ZitatDas System so umbau, dass zum "halten" Druck benötigt wird, sobalt die Luft ausfällt löst das System aus!
Genau und wenn dann mal aus irgend nem Grund die Verteilung fliegt schaut der Act und die Zuschauer nicht schlecht weil gleich die halbe Bühne auseinanderbröselt .... ehm ?! :lol:
Zitat von "mikee mike"Genau und wenn dann mal aus irgend nem Grund die Verteilung fliegt schaut der Act und die Zuschauer nicht schlecht weil gleich die halbe Bühne auseinanderbröselt .... ehm ?! :lol:
Besser wie wenn die Bühne "wegfliegt" weil das System nicht auslöst...
Ich denke dass mit der obigen Lösung eines Kompressors per Tank oder einer einfachen Flasche Pressluft besser gedient ist als nach jedem Stromausfall wieder klettern zu dürfen um die Seitenwände wieder einzuhängen ...
Außerdem passiert im optimalen Fall weder Stromausfall noch Sturm des öfteren ...
Wo du recht hast ist, dass es ne gute Lösung wäre um bei Schlauchriss sofort Aufmerksam zu werden ... allerdings überwiegen meiner Meinung nach die Nachteile bei der Lösung auf Druckabfall = Auslösung.
Wie wärs als Zubehör zu den Quick Drop Systemen mit ner Lösung ähnlich wie hier :
http://www.linde-gase.de/produkte/down/ECOCYL_de.pdf
Gibt es lieferfertig mit "Synthetische Luft KW-frei"
Lässt sich auch mit weit weniger als dem maximalen Fülldruck von 150 bar betreiben denke ich ...
Hallo Uncelsam,
eine Version die auf Druckabfall reagiert würde ich prinzipiell ausschließen.
Eine Manuelle Pumpe zu versuchen hatten wir schon mal dran gedacht,
- sind aber noch nicht dazu gekommen es mal zu probieren - bei großen
Bühnen kommen Leitungslängen von bis zu 50m zusammen, die bis zu 12
Zylinder versorgen - da könnte es etwas knapp werden.
Die kleinste zu versorgende Einheit bei einer z.B. 10x8 Bühne
sind 3 Zylinder mit 20m Leitung.
Die Sicherheitsflasche ist eine gute Idee.
Um die Leitungen zu testen, bieten wir eine andere Armaturenvariante:
zwischen Zylinder und T-Stück befindet sich ein kleiner Hahn, mit dem sich der Zylinder be- und entlüften lässt-.. Luft auf die Leitung- und alle Zylinder öffnen sich. Wenn ich mit der Schlaufe an dem Zylinder ankomme,
dreh ich den Hahn zu, und der Zylinder schließt sich. wenn alle Zylinder geschlossen sind, mache ich die Leitung druck frei, und drehe alle Hähne wider auf.
Gruß
Bernie