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Bläser Mikrofon mit durchsichtigem runden etwas = ?

  • tohu
  • 18. Juli 2007 um 17:57
  • tohu
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    22
    • 18. Juli 2007 um 17:57
    • #1

    Hallo. Habe letzte Woche bei der Übertragung von den Kölner Lichtern (Feuerwerk auf dem Rhein) etwas an einem Mikrofonstativ gesehen was ich nicht kenne und dessen Funktion mir daher unklar ist. Das Mic war zur Bläserabnhame gedacht und stand auf einer mittleren Bühne. Musik war typisch BigBand, Pop und querbeet, keine Klassik.

    Jedenfalls sieht man auf dem Screenshot dieses durchsichtige Ding das am Stativ hinter dem Mic angebracht ist. Ich möchte von euch nun wissen wozu das Teil gut ist. Von der Arbeit im Orchestergraben kenne ich Schallabsorber aus Plexi, die zum Abschotten der restlichen Musiker vom Direktschall der lauten Drums aufgebaut werden. Hat dieses Teil den gleichen Zweck, also Abschottung der vor dem Bläser stehenden Musiker von den lauten Blasinstrument?
    Was mich daran verwundert ist, diese hinter dem Mikrofon angebrachte glatte Fläche müsste doch stark reflektierend und damit störend wirken.

    Also wozu ist das durchsichtige Ding auf dem Bild gut?

  • smitty
    Verifiziert
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    • 18. Juli 2007 um 18:13
    • #2

    das könnte evtl helfen:

    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=62436&highlight=bl%E4ser

    Simon@fye-service.de

    http://www.fye-service.de

  • Christian Engel
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    • 18. Juli 2007 um 18:14
    • #3

    Hi,

    das Ding heißt Akustikscheibe oder auch Akustik-Monitorscheibe.
    In der Tat hat diese Scheibe vor allem den Zweck, den vom Instrument kommenden Direktschall zu reflektieren und somit außerdem das Übersprechen auf andere Mikrofone in der Umgebung zu vermindern (oder auch die ersten Publikumsreihen vor zu lautem Getröte zu schützen :wink: ). Der Musiker hört sich selbst besser was oft eigentlich nur von Vorteil ist.
    Natürlich ändert sich bei einem Mikrofon mit Nierencharakteristik durch eine solche Scheibe der aufgenommene Sound, da eine Niere den rückwärtig einfallenen Schall ja nicht vollständig dämpft.
    Deshalb besteht eine solche Akustikscheibe aus zwei Hälften, die um einen gemeinsamen Mittelpunkt drehbar sind. Damit lässt sich die Reflektionsfläche in Größe und Form verändern. Man muss also einen geeigneten Kompromiss finden.

    Grüße, Chris

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • wora
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    • 19. Juli 2007 um 02:51
    • #4
    Zitat von "cen-music"

    ...
    Natürlich ändert sich bei einem Mikrofon mit Nierencharakteristik durch eine solche Scheibe der aufgenommene Sound, da eine Niere den rückwärtig einfallenen Schall ja nicht vollständig dämpft...

    hierzu muss man anmerken, das eine niere die beste rückwärtsdämpfung aller mikrofoncharakteristiken hat. die rückwärtsdämpfung liegt hier bei etwa 20 bis 30dB (je nach mikro)

    eine super- oder hyperniere wäre bei so einer anwendung mit reflektionsscheibe also theoretisch im nachteil.
    ich habe sowas aber schon vor über 10 jahren mit einem M88 (superniere) an einer trompete gemacht, ging völlig problemlos!

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • erik
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    • 19. Juli 2007 um 12:02
    • #5

    ich denke durch die reflektion trifft der schall auch etwas seitlich auf des Mikro auf (durch die gekrümmte Form). Daher haben auch Super- bzw. Hypernieren Vorteile. Wies dann in der Praxis aussieht weiß ich nicht.

  • tohu
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    • 19. Juli 2007 um 13:02
    • #6

    Hi. Vielen Dank, jetzt weiss ich schonmal wozu das Dingen gut is. Also fürs Monitoring, das mit dem Übersprechen auf andere Mikros könnte durch geschickte Platzierung des Musikers auch eleganter gelöst werden, denk ich mal.

    Dennoch frag ich mich ob es Klangbeeinträchtigung durch die Reflexionen gibt und wenn ja wie stark. Rein vom Verwendungszweck, also das die Scheibe den Musiker "beschallen" soll, ist ja klar das das Mikro definitiv Reflexionen einfängt. Je nach Ausrichtung der zwei Scheiben mehr oder weniger, aber im Idealfall recht viel weil sonst der Musiker nicht genug abbekommt.
    Deshalb die Frage, vielleicht direkt an wora, wie stark ist der Unterschied zwischen Abnahme ohne und mit Scheibe? Mal nen A/B Vergleich gemacht?

  • wora
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    • 20. Juli 2007 um 01:50
    • #7

    kleine erwähnung vorweg:
    die band spielte südamerikanische musik (salsa, samba, merengue, etc...) und bestand zum grossteil auch aus musikern von diesem kontinent.
    leise waren die nie, spielten aber meist nur in kleinen läden vor ca. 100-300 leuten...


    nein, einen direkten A/B vergleich habe ich nie gemacht.

    für mich war ausschlaggebend, das ich den trompeter nach der aktion mit der plexiglasscheibe endlich mal im mix über die anlage schicken konnte und nicht "gegen ihn" mischen musste.
    er war auch sehr glücklich darüber, sich selbst besser zu hören.

    klanglich gab es mit der scheibe keinerlei störende auffälligkeiten.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tohu
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    • 20. Juli 2007 um 13:28
    • #8

    Danke wora.

  • ProSound
    Profi
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    473
    • 25. Juli 2007 um 11:43
    • #9

    Ich kann zu den Plexiglasscheiben nur ein Zitat eines Musikers beitragen: "Mach mich mal auf dem Monitor leiser, das ist unglaublich laut hier" << Die Monitorendstufen waren noch aus!!!

    http://www.davidheuer.de

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