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Mikrofone unter Spannung

  • Blacky
  • 2. Oktober 2007 um 11:50
  • tufkajck
    Profi
    Beiträge
    3.334
    • 9. Oktober 2007 um 07:56
    • #21
    Zitat von "Andreas Großmann"

    So, nun hab ich einfach mal die Frage: Warum ist das so?

    Am Wochenende habe ich es wieder selbst mal wieder erlebt - ein Topteil eines Gitarristen hatte intern den Schutzleiter nicht weitergeführt. Ich konnte eine pulsierende Spannung zwischen Topteil-Gehäuse, Gitarrensaiten, etc. und Gesangsmikrophon messen, die einen maximalen Ausschlag von ca. 14V hatte.

    Warum ist das so? Woher kommt die Spannungsdifferenz? Entsteht die durch Induktion (Der Stromfluss im Gehäuse induziert eine Spannung auf das Gehäuse?)? Innerhalb des Gehäuses wird ja wohl nichts Spannungführendes mit dem Gehäuse verbunden sein. Sobald der Schutzleiter wieder "dran" war, gabs keine Spannung mehr... Warum fliegt dann nicht der FI?


    Vielleicht kann ja mal jemand dieses Phänomen erklären...

    Gruß
    grobi

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    Warum liest du oben nicht??

  • andreas grossmann
    Beiträge
    286
    • 9. Oktober 2007 um 11:14
    • #22
    Zitat

    Warum liest du oben nicht??


    Ich habe den Thread mehrmals gelesen, aber den wirklichen Grund konnte ich nicht finden. Nur die Info, dass es halt so ist, wenn der Schutzleiter fehlt. Woher der Strom, bzw die Spannung dann kommt stand für mich im ausreichendem Maße nirgendwo.
    Eigentlich hab ich schon auf so eine Antwort gewartet. Ich lese Das PA-Forum seit mehreren Wochen mit uns muss leider immer wieder feststellen, dass die Hälfte aller Beiträge darauf abzielen jemanden unfreundlich zu verweisen, Gegenfragen zu stellen, oder auf ganz andere Themen umschwenken. Viellecht irre ich mich da auch als Neuling. Kommt mir halt nur so vor.

    Zitat

    Was war es denn für ein Verstärker?


    ja... Schutzklasse 1 - Gehäuse hätte verbunden sein müssen.

    Zitat

    Der FI/RCD löst nur aus, wenn hin- und rückführender Strom eine Differenz von 30 mA aufweist, unabhängig von der Spannung. Wenn der abfliessende Strom (über den Körper) kleiner ist, dann löst er nicht aus.


    Das Prinzip eines FI's hab ich schon verstanden. Mich wundert dann nur noch, dass diese Spannung auf dem Schutzleiter - die ja wohl einen geringen Strom verursachen wird - bei Schutzklasse I - Geräten "normal" ist. Dann müsste ja irgendwann der FI fliegen, wenn ich genügend SK-I Geräte an einen FI klemme...

  • timotimo
    Profi
    Beiträge
    2.252
    • 9. Oktober 2007 um 11:19
    • #23

    Genau so ist es.... Besitzer gewisser italienischer Wackellampen können ein Lied davon singen....
    Nach DIN VDE 0702 sind (Ersatz-)Ableitströme von 3,5 mA pro Gerät erlaubt, die man dann auch messen kann.

  • djobi
    Verifiziert
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    85
    Beiträge
    5.132
    Marktplatz Einträge
    1
    • 9. Oktober 2007 um 11:51
    • #24

    um Andreas gerecht zu werden können wir vll folgendes festhalten:

    Problem sind unterschiedliche Erdpotentiale

    verursacht durch u.U. komplett fehlende Erdung der Geräte (kaputte Kabel, defekte Verstärker, ...), Induktion, elektrostatische Aufladung, ...

    Zitat

    Eigentlich hab ich schon auf so eine Antwort gewartet. Ich lese Das PA-Forum seit mehreren Wochen mit uns muss leider immer wieder feststellen, dass die Hälfte aller Beiträge darauf abzielen jemanden unfreundlich zu verweisen, Gegenfragen zu stellen, oder auf ganz andere Themen umschwenken

    Kenn ich! Teilweise liegt das aber auch daran weil man seit Jahren dauernd das gleiche auf die gleichen Fragen antworten soll ...

    s.a. hier:
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=44182&highlight=r%F6hren%2A

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
    aktuelle Gebrauchtgeräte

  • tufkajck
    Profi
    Beiträge
    3.334
    • 9. Oktober 2007 um 23:53
    • #25
    Zitat von "Jack"

    Also wie passierts denn?
    Gitarrenamp ist geerdet, so auch CHassisground, über Klinkenstecker und Gitarrenkabel auch die Saiten der Gitarre und der Gitarrist selber.
    Das Mischpult ist geerdet (muss!!) über das XLR Kabel auch das Mikro.
    Der Musiker berührt beide Erden. Die haben nicht unbedingt das selbe Potential. Beide für sich sind sie null. die beiden Null weichen aber etwas voneinander ab. Berührt man beide, gibts nen Ausgleich, es fliesst ein geringer Strom, der an den nassen Lippen extrem gut zu spüren ist.
    Was ich tun würde: Trotzdem Gitarren(Bass)verstärker auf korrekte Erdung checken (lassen), denn fällt irgendwann mal im Innern des alten Fender Twin oder so der Draht der Phase ab und berührt das Chassis, und die Erdung ist nicht da um die Sicherung zu schmeissen, dann war das das letzte Lied ohne Zugaben. Stromgitarre.
    Auch den Mixer würdich anschauen lassen, ob er korrekt geerdet ist. Das ist die Lebensversicherung.

    Es fliesst ein Strom zwischen den Gehäusen und über den ders berührt über Erde ab.

  • andreas grossmann
    Beiträge
    286
    • 10. Oktober 2007 um 00:42
    • #26
    Zitat

    ...denn fällt irgendwann mal im Innern des alten Fender Twin oder so der Draht der Phase ab und berührt das Chassis...


    ...ist in keinem der oben genannten Fälle die Ursache gewesen, sonst wäre der Thread-Titel "Tod auf Bühne"... Also ist dies keine Erklärung!

    Zitat

    Die haben nicht unbedingt das selbe Potential. Beide für sich sind sie null. die beiden Null weichen aber etwas voneinander ab.


    ...nach meinem Verständnis kann dieses nur durch unzulässig hohe Wiederstände im Schutzleiter entstehen. In meinem Fall gab es keine Spannungsdifferenz zwischen:
    - Mikro und Schutzleiter der Steckdose des Amps
    - Mikro und Schutzleiter der Steckdose der Mischpultes
    Also müssen sie das selbe Potential gehabt haben! Gezuckt hats aus folgendem Grunde:

    Ich hab mich hier mal vor Ort durchgefragt:
    Die Spannung am Gehäuse ensteht durch Induktion. Diese entsteht u.a. immer wenn man ein Trafo in einem Metallgehäuse hat. Wenn der Schutzleiter korrekt verkabelt ist, fliesst ein Strom über diesen zur Erde ab - die Spannung sinkt dabei gegen Null.
    Der FI fliegt nicht, weil dieser nur die Summe der Ströme der einzenen Phasen und es Nullleiters betrachtet. Der Schutzleiter geht nicht durch den FI, eine Spannung auf dem Schutzleiter löst diesen nicht aus. Man kann das auch damit erklären, dass der Trafo ja die "Gehäusespannung" durch Induktion erzeugt - der Trafo muss halt ein wenig mehr für dieses Phänomen leisten (Einergiebilanz), aber der der Strom der Phase ist gleich dem Nullleiterstrom, denn es fliesst ja nirgendwo ein "unzulässiger" Strom ab.
    Wenn man den Schutzleiter vom Gehäuse entfernt, hat man die Spannung auf diesem, die dann mehr oder minder schmerzhaft über den menschlichen Körper zur Erde - oder in meinem Fall zum Mikro abfliesst.

    Gruß
    grobi

  • Michael D
    Beiträge
    721
    • 10. Oktober 2007 um 01:52
    • #27

    Und wo genau endet jetzt die Einstein-Rosen-Brücke zum Paralleluniversum aus dem die Elektronen für den Gehäusestrom kommen? Im Trafo oder im Gehäuse... ;)

    http://www.digital-enlightenment.de/
    USB DMX Interface, Mediensteuerung, Demultiplexer, Multiplexer, Dimmer, Relaisboard, Art-Net

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 10. Oktober 2007 um 07:59
    • #28
    Zitat von "Andreas Großmann"

    So, nun hab ich einfach mal die Frage: Warum ist das so?

    ...

    Warum ist das so? Woher kommt die Spannungsdifferenz? Entsteht die durch Induktion (Der Stromfluss im Gehäuse induziert eine Spannung auf das Gehäuse?)? Innerhalb des Gehäuses wird ja wohl nichts Spannungführendes mit dem Gehäuse verbunden sein. Sobald der Schutzleiter wieder "dran" war, gabs keine Spannung mehr... Warum fliegt dann nicht der FI?

    Vielleicht kann ja mal jemand dieses Phänomen erklären...

    Da passiert nichts Induktives.
    Das sind kapazitive Einkopplungen zwischen Primär- und Sekundärwicklungen bzw. Kern, es können auch Kriechströme infolge fehlerhafter Isolation im Netztrafo sein (dran denken, Amigerümpel hat für hiesige Verhältnisse zu kleine Netztrafos, die größere Hitze setzt auch sämtlichen Isolationen mehr zu).

    Eine weitere Möglichkeit ist, daß zur Unterdrückung von Störungen von L und/oder N Kondensatoren auf das Blechchassis geschaltet sind, die dann für diese unliebsame Erscheinung sorgen.

    Der FI fliegt nicht, weil der Auslösestrom nicht erreicht wird.

    MfG

    DirkB

  • andreas grossmann
    Beiträge
    286
    • 12. Oktober 2007 um 01:20
    • #29
    Zitat

    Das sind kapazitive Einkopplungen zwischen Primär- und Sekundärwicklungen...

    Kannste den mal für einen Maschinenbauer? Ich hatte nur 1 Sem. Etechnik...

    Danke!

  • tufkajck
    Profi
    Beiträge
    3.334
    • 12. Oktober 2007 um 07:09
    • #30
    Zitat von "Andreas Großmann"

    Ja. zwischen den Schutzleitern der Steckdosen. Und im Gerät selbst?

  • Wulfson
    Verifiziert
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    3.009
    Marktplatz Einträge
    1
    • 12. Oktober 2007 um 08:43
    • #31

    interessant sind in dem fall auch die bands aus übersee mit ihren lustigen trafos...da gibts die übelsten konstrukte :shock: ...und dann wird gemault, wenn das mic unter "strom" steht... :roll:

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 12. Oktober 2007 um 09:02
    • #32
    Zitat von "Andreas Großmann"

    Kannste den mal für einen Maschinenbauer? Ich hatte nur 1 Sem. Etechnik...

    Nun, die Wicklungen bilden zueinander und auch zum Kern einen Kondensator (der ja für Wechselstrom durchlässig ist). Im Normalfall ist der recht klein und man bekommt an den Metallteilen des Gerätes auch ohne angeschlossenen PE nur die Glimmlampe eines Spannungsprüfers zum Leuchten.

    Im speziellen Fall und weil ich auch weiß, wie der Krempel von Zupfgeigenspielern so beschaffen ist und "gewartet" wird (5er Schraube statt Sicherung), würde ich allerdings auf schlechte Isolation tippen.

    Sowas hatte ich auch mal, an einem kleinen Röhrenverstärker. Wenn der eine Weile in Betrieb war, bekam man daran furchtbar eine geschmiert. Trafo ausgebaut, gemessen -alles i.O. :?
    Trafo auf den Herd gestellt, ordentlich angewärmt, gemessen, siehe da, Isolationsfehler.

    MfG

    DirkB

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