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Mikrofone unter Spannung

  • Blacky
  • 2. Oktober 2007 um 11:50
  • Blacky
    Beiträge
    213
    • 2. Oktober 2007 um 11:50
    • #1

    Tach. Kann mir einer von Euch Elektrikern und Spannungsversierten erklären, wie folgendes zu stande kommen kann ?

    Kleine Veranstaltung in nem Pub, auf der Bühne eine Steckdose verfügbar, an der erstmal alles an Equipment hang, auch so ein komischer Powermixer...Marke keine Ahnung
    Mikros angeschlossen (keine Phantomspannung), Souncheck und beim Singen volle Kanone nen Schlag bekommen, als ich ganz dicht mit den Lippen am Micro-Korb war. Fehler im Powermixer nehme ich an ? Ich fand das ganz schön übel....

  • Online
    Christian Engel
    Moderator
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    4
    • 2. Oktober 2007 um 11:52
    • #2

    FI war vorhanden? FI funktionierte? Schutzleiter irgendwo abgeklebt?

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • Blacky
    Beiträge
    213
    • 2. Oktober 2007 um 11:57
    • #3

    Das sind Fragen, die ich nicht beantworten kann. Habe den Veranstalter das mitgeteilt...Axelzucken, toll wa ?! Ich habe das Singen sein lassen, nach 2 solchen "Dämpfern" hatte ich keine Lust zu. Komischerweise trat dieses Spannungsverhalten nur bei 2 von 3 Micros auf. Also eventuell Schutzleiter beim Powermixer nicht dran ?

  • steve-hs
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    71
    • 2. Oktober 2007 um 12:44
    • #4
    Zitat von "Blacky"

    Komischerweise trat dieses Spannungsverhalten nur bei 2 von 3 Micros auf.

    Kann es sein, dass dies beides Mikros von Gitarristen waren? Wir hatten das Problem auch schon mehrmals. Jedesmal lag es an den Verstärkern der Gitarristen, welche ne kaputte/abgeklebte Erdung hatten!

  • Blacky
    Beiträge
    213
    • 2. Oktober 2007 um 13:07
    • #5

    nee nee 1 micro vom gitarristen, eins vom bassist. wir hingen alle am selben netz, wie gesgat über eine steckdose. kaputte erdung unserer geräte schlisse ich aus, da wir immer diese amps benutzen und sonst nie probleme da waren.

  • steve-hs
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    71
    • 2. Oktober 2007 um 13:18
    • #6

    in diesem Fall würde ich Gitarrist mit Bassist gleichsetzten! ;) Vielleicht war ich auch die Dreifachsteckdose kaputt in der eure Verstärker gesteckt waren! Klingt für mich sehr nach Erdungsproblem!!

  • Blacky
    Beiträge
    213
    • 2. Oktober 2007 um 13:22
    • #7

    (in jedem fall kann man gitarrist mit bassist gleich setzen :wink: )
    okay technisch gesehen sieht das dann so aus (das was ich wissen wollte): fehlender schutzleiter an "einem" gerät. welche spannung lag dann an den micros an ? 240 V oder die hälfte ?

  • steve-hs
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    71
    • 2. Oktober 2007 um 14:39
    • #8

    Weder noch! Eher so um die 1000V. Es handelt sich dabei ja um ne statische Aufladung, wie z.B. wenn du beim berühren eines Autos eine "gewischt" bekommst!
    Da du keinen Massebezug mehr hast lädst du dich durch das herumgespringe auf der Bühne auf. Und sobald du das Mikro berühst entlädst du dich wieder über die Masse des Mischpultes.
    Ich hab auch schon gehört, dass es da Tote gegeben hat! Das kann ich aber nicht bestätigen! Wenn ich Mist rede, dann korrigiert mich bitte! :D

  • tufkaklto
    Profi
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    7.116
    • 2. Oktober 2007 um 17:16
    • #9
    Zitat von "Steve-HS"

    Kann es sein, dass dies beides Mikros von Gitarristen waren? Wir hatten das Problem auch schon mehrmals. Jedesmal lag es an den Verstärkern der Gitarristen, welche ne kaputte/abgeklebte Erdung hatten!

    Ich hätte die gleiche frage gestellt.

    Im Normalfall kann man immer als Erstes bei den git. Amps und deren Elektrischer wurzel zu suchen beginnen.

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • benjamin bruns
    Beiträge
    139
    • 2. Oktober 2007 um 23:15
    • #10
    Zitat von "Steve-HS"

    Weder noch! Eher so um die 1000V. Es handelt sich dabei ja um ne statische Aufladung, wie z.B. wenn du beim berühren eines Autos eine "gewischt" bekommst!
    Da du keinen Massebezug mehr hast lädst du dich durch das herumgespringe auf der Bühne auf. Und sobald du das Mikro berühst entlädst du dich wieder über die Masse des Mischpultes.
    Ich hab auch schon gehört, dass es da Tote gegeben hat! Das kann ich aber nicht bestätigen! Wenn ich Mist rede, dann korrigiert mich bitte! :D

    Nur mal um das grad zu beseitigen:
    Ja, Du liegst falsch.
    Als erstes ist Deine Spannungsangabe falsch. 1000V erzeugt Deine Oberlippe beim schnarchen. Ne im ernst, statische Spannungen durch Bewegung sind sehr viel höher.
    Der Potentialbezug ist gegeben, da er das Mic in der Hand hat.
    Tote gibbet von sowas nicht. Nur tote Schafe.... ach ne, das is ja wenn man die Viecher erschreckt. Also, .... Tote gibbet von sowas nicht.
    LIes Dir mal was zu ESD Schutz durch. Entweder ne gute Dipl. Arbeit oder die Infobroschüren von Siemens, die sind in dem Bereich (auch in anderen) sehr gut gemacht. Ansonsten hilft die Googlekrake.

    Und zum Problem: Gitarristen sind immer schuld wenns in der Elektrik nicht passt. Und wenns der Gitarrist nicht bewusst war, dann war wenigstens seine 3er Dose defekt. Somit schließe ich mich meinen Vorredner an :)

    Ich wünsche euch einen beflaggten Tag der Deutschen Einheit :)
    Ben

    Benjamin Bruns
    32832 Augustdorf

  • tufkajck
    Profi
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    3.334
    • 3. Oktober 2007 um 07:55
    • #11

    Also wie passierts denn?
    Gitarrenamp ist geerdet, so auch CHassisground, über Klinkenstecker und Gitarrenkabel auch die Saiten der Gitarre und der Gitarrist selber.
    Das Mischpult ist geerdet (muss!!) über das XLR Kabel auch das Mikro.
    Der Musiker berührt beide Erden. Die haben nicht unbedingt das selbe Potential. Beide für sich sind sie null. die beiden Null weichen aber etwas voneinander ab. Berührt man beide, gibts nen Ausgleich, es fliesst ein geringer Strom, der an den nassen Lippen extrem gut zu spüren ist.
    Was ich tun würde: Trotzdem Gitarren(Bass)verstärker auf korrekte Erdung checken (lassen), denn fällt irgendwann mal im Innern des alten Fender Twin oder so der Draht der Phase ab und berührt das Chassis, und die Erdung ist nicht da um die Sicherung zu schmeissen, dann war das das letzte Lied ohne Zugaben. Stromgitarre.
    Auch den Mixer würdich anschauen lassen, ob er korrekt geerdet ist. Das ist die Lebensversicherung.

  • Campfire
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    3
    Beiträge
    1.356
    • 3. Oktober 2007 um 11:28
    • #12

    ums kurz zu sagen, so ein schlag kann durch 2 verschiedene Ursachen zustande kommen:
    1.: Statische Elektrizität.....
    durch laufen über einen Teppich oder so und isolierte Schuhe läd sich der Körper auf, berührt man einen leitenden Gegenstand (z.B. das Mikro) fließt Strom -> Stromschlag
    tritt nicht direkt mehrmals hintereinander auf (der körper muss sich erst durch bewegung auf dem Teppich oder so aufladen...) und betrifft auch leute ohne instrumente in der Hand.....
    ist vergleichsweise harmlos.

    2: Potentialausgleich über Instrument etc:
    Siehe Vorredner, betrifft nur Singende Instrumentalisten,
    Gefährlich, Schutzleiter überprüfen!

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • keenoncoolstuff
    Beiträge
    75
    • 3. Oktober 2007 um 12:08
    • #13
    Zitat von "Steve-HS"

    Klingt für mich sehr nach Erdungsproblem!!

    Schliess mich dem an: hatte vor 'nen Monat auch ne Band auf der Bühne. Gitarrist/Sänger kriegte auch immer einen gewischt beim singen.
    Ausrede: "Es muss an deiner Anlage liegen, bei uns im Proberaum haben wir dieses Problem nicht!!!"
    Nachdem ich alle Dreierdosen schon überprüft hatte, habe ich mal den Stecker vom selbstgebasteltem Kaltgerätekabel des Gitarrenverstärkers aufgeschraubt: Erde abgeklemmt.
    Neues Kabel dran: Problem weg.


    Schönen Tag noch!
    Rob.

    *All of life’s problems can be solved with two things: duct tape and WD40.
    If it moves and it shouldn’t, you need duct tape. If it doesn’t move and it should, you need WD40.*

    *Wissen is macht. Weisst nix? Macht nix!*

  • mo
    Beiträge
    16
    • 4. Oktober 2007 um 23:29
    • #14

    hey!

    ein änlichen problem hatte ich auchmal.

    ein kleiner club mit bühnenkonstruktion aus metall.
    den schlag bekamen bass und gitarist und alle die
    mikro/mischpult und bühne berührt haben.

    die lösung war eine eigene unterverteilung vom 32Acee
    im nebenraum. damit gabs auch gleich einen PA für die
    bühne.
    war wohl auch ein erdungsprobelm (60V~)
    (ist ja auchnoch eine zulässige berührrungsspannung ist ?!)

    mit f G ...

  • binson
    Verifiziert
    Beiträge
    2.665
    • 4. Oktober 2007 um 23:34
    • #15
    Zitat von "mo"


    war wohl auch ein erdungsprobelm (60V~)
    (ist ja auchnoch eine zulässige berührrungsspannung ist ?!)


    http://de.wikipedia.org/wiki/Ber%C3%BChrungsspannung

    Zitat

    Bei gesunden erwachsenen Menschen geht man ab einer Berührungsspannung von 50 V Wechselspannung oder 120 V Gleichspannung von einer lebensbedrohlichen Situation aus.

    Bei Kindern und Nutztieren halbiert sich das (-> vier Beine).

    --- I've been mad for fucking years, absolutely years, been over the edge for yonks, been working me buns off for bands. ---
    (Chris Adamson)

    Blog: Optinal Mittelgrund

  • rockland
    Beiträge
    222
    • 5. Oktober 2007 um 02:40
    • #16

    Seit wann haben Kinder 4 Beine ??
    Nur mal nebenbei gefragt... :D

  • binson
    Verifiziert
    Beiträge
    2.665
    • 5. Oktober 2007 um 13:21
    • #17

    Krabbeln? :D

    --- I've been mad for fucking years, absolutely years, been over the edge for yonks, been working me buns off for bands. ---
    (Chris Adamson)

    Blog: Optinal Mittelgrund

  • Mechwerkandi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.712
    • 5. Oktober 2007 um 14:13
    • #18

    Was hat sechs Beine und zwei Arme?

    Ein Pit-Bull aufm Kinderspielplatz...

  • andreas grossmann
    Beiträge
    286
    • 9. Oktober 2007 um 00:07
    • #19

    So, nun hab ich einfach mal die Frage: Warum ist das so?

    Am Wochenende habe ich es wieder selbst mal wieder erlebt - ein Topteil eines Gitarristen hatte intern den Schutzleiter nicht weitergeführt. Ich konnte eine pulsierende Spannung zwischen Topteil-Gehäuse, Gitarrensaiten, etc. und Gesangsmikrophon messen, die einen maximalen Ausschlag von ca. 14V hatte.

    Warum ist das so? Woher kommt die Spannungsdifferenz? Entsteht die durch Induktion (Der Stromfluss im Gehäuse induziert eine Spannung auf das Gehäuse?)? Innerhalb des Gehäuses wird ja wohl nichts Spannungführendes mit dem Gehäuse verbunden sein. Sobald der Schutzleiter wieder "dran" war, gabs keine Spannung mehr... Warum fliegt dann nicht der FI?

    Vielleicht kann ja mal jemand dieses Phänomen erklären...

    Gruß
    grobi

  • timotimo
    Profi
    Beiträge
    2.252
    • 9. Oktober 2007 um 06:20
    • #20

    Was war es denn für ein Verstärker? Wenn Du zwischen Gehäuse und Mikrofon eine Spannung messen kannst, und vom Schutzleiter redest, muss es ja Schutzklasse 1 sein. Die Spannung können Ableitströme, Induktionen (Elektromagnetische Einstreuungen), oder elektrostatische Aufladungen sein.
    In jedem Fall muss das Gehäuse bei Schuztklasse1-Geräten auf dem Gehäuse liegen.
    Der FI/RCD löst nur aus, wenn hin- und rückführender Strom eine Differenz von 30 mA aufweist, unabhängig von der Spannung. Wenn der abfliessende Strom (über den Körper) kleiner ist, dann löst er nicht aus.
    (Oder der FI ist defekt, muss arbeitstäglich auf mechanische, monatliche auf elektrische Funktion überprüft werden)

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