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Zusammenhang EIA RS-490 und RMS-Leistung

  • PeterPaetzold
  • 24. Januar 2010 um 11:53
  • PeterPaetzold
    Beiträge
    53
    • 24. Januar 2010 um 11:53
    • #1

    Hallo,

    vielleicht kann mir jemand von euch weiterhelfen. Ich bin gerade bei den Leistungsangaben von Endstufen auf folgende Angabe gestoßen:

    "Continius Burst Tone 20ms in Accordance with EIA RS-490"

    Kann ich die so Angegebene Leistung einfach mit der RMS-leistung anderer Hersteller vergleichen?

    Die Endstufen erscheinen mir angesichts des Preises und des Gewichts relativ Leistungsschwach.

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 24. Januar 2010 um 13:43
    • #2

    Hallo,

    Zitat von "PeterPaetzold"


    vielleicht kann mir jemand von euch weiterhelfen. Ich bin gerade bei den Leistungsangaben von Endstufen auf folgende Angabe gestoßen:

    "Continius Burst Tone 20ms in Accordance with EIA RS-490"

    Kann ich die so Angegebene Leistung einfach mit der RMS-leistung anderer Hersteller vergleichen?

    Die Endstufen erscheinen mir angesichts des Preises und des Gewichts relativ Leistungsschwach.


    ein Vergleich wird schwer. Zumindest wird hier ehrlich angegeben, daß diese Leistung für die Zeit einer vollen Netzschwingung erreicht wird. Wie andere Hersteller das handhaben, weiß ich nicht.
    Deswegen habe ich aber auch nur Verstärker, die ihre Sinusleistung über eine unbegrenzte Dauer abzugeben in der Lage sind. Erschien mir am solidesten.

    MfG
    DirkB

  • PeterPaetzold
    Beiträge
    53
    • 24. Januar 2010 um 16:39
    • #3

    Danke für deine Antwort.

    Im Datenblatt habe ich noch eine genauere Angabe gefunden. Dort steht:

    "Continius Burst Tone 20ms(0db)/480ms(-20db) in Accordance with EIA RS-490 and IEC 60268-3(IHF A-202)"

    Damit du weißt worum es geht, es handelt sich um Endstufen des Herstellers Master Audio. Speziell die DL serie meine ich. Kennt irgendjemand dieses Endstufen? Bin schon ab und zu mal darüber gestolpert, habe aber außer beim Hersteller noch nichts darüber gelesen....

  • Jürgen Klingel
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    • 24. Januar 2010 um 17:10
    • #4

    Hallo,
    Sinussignal mit 1 kHz und -20 dB für 480 ms und dann ein "Burst" mit gleicher Frequenz aber bei 0 dB für 20 ms - die Messmethode ist die Gleiche, wie sie auch z.B. bei der "tools4music" angewandt wird.
    Beim Forentreffen in Königsbach habe ich die Amps nach genau dieser Methode vermessen. Dadurch, dass das Netzteil eben eine volle Netzspannungsperiode durch Strom liefern muss, lässt sich schon erkennen, was da Sache ist...

    Das Studium der techn. Daten der angesprochenen Master-Audio DL-Serie weckt in mir den Verdacht, dass es sich um überteuerte Luftpumpen handelt, die beim Belasten beider Kanäle ein Bruchteil der Einzel-Kanal-Leistung zu liefern imstande sind :|

    Angeschaut hab ich jetzt nur die Serie "Two"...

    Gruß, Jürgen :wink:

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • PeterPaetzold
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    53
    • 24. Januar 2010 um 17:34
    • #5

    Ja um diese Serie geht es mir...

    habe die schon oft gebraucht gesehen. Die werden immer als absolute Oberklasse angepriesen. Sind dann Gebraucht aber gar nicht mal so teuer bzw gefragt.
    Hier im Forum oder habe ich noch nie etwas davon gelesen. Ein Bild vom Innenleben wäre natürlich Klasse. Müsste man sich vllt mal eine bestellen und gucken was dran ist.

    Was mir noch aufgefallen ist, nirgendwo findet man Angaben dazu ob es Class H Endstufen sind oder Schaltnetzteil haben oder komplett Digital :grin:

  • fever fever
    Beiträge
    929
    • 24. Januar 2010 um 18:59
    • #6

    naja obs ne schaltnetzteil hat lässt sich ja leicht erkenne oder :wink:

  • PeterPaetzold
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    53
    • 24. Januar 2010 um 19:23
    • #7

    Ja eigentlich schon. Dann muss es wohl so sein, dass die kleineren AMPs konventionelle sind und die Großen Schaltnetzteile haben. Ist ja bei anderen Fabrikaten auch so gelöst, wenn ich mich richtig erinnere...

  • Jürgen Klingel
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    • 24. Januar 2010 um 19:29
    • #8
    Zitat von "PeterPaetzold"

    Ja eigentlich schon. Dann muss es wohl so sein, dass die kleineren AMPs konventionelle sind und die Großen Schaltnetzteile haben. Ist ja bei anderen Fabrikaten auch so gelöst, wenn ich mich richtig erinnere...


    Das lässt sich so pauschal nicht sagen. Es gibt Eisenschweine mit knapp 40 Kilo, da wird auf den Schaltnetzer gesch... und mit fettem, konventionellen Netzteil die derbe Basskeule geschwungen :grin: Das lässt sich verhältnismäßig preiswert bewerkstelligen.
    Soll eine leichte Endstufe gleichen Anforderungen standhalten, muss erheblich mehr Aufwand in Entwicklung und Konstruktion gesteckt werden, was sich prompt im Anschaffungspreis niederschlägt.

    Gruß, Jürgen :wink:

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • PeterPaetzold
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    53
    • 24. Januar 2010 um 20:07
    • #9

    Das stimmt Jürgen, Bespiele gibt es ja genug. Das können ja selbst die Chienesen ganz gut ;)

    Meine Aussage bezog sich jetzt speziell auf diese Master Audio Endstufen. Da gibt es aus gleicher Serie Verstärker mit 2x 300 Watt an 8 Ohm die wiegen 12 kg. Das lässt sich ja konventionell noch bewerkstelligen. Die größere Variante dieser Endstufe hat dagegen 950 Watt an 8 Ohm bei nur 20kg. Das dürfte ohne Schaltnetzteil schwer zu erreichen sein... Und die Datenblätter liefern keinen Hinweis. Bleibt wohl nur Deckel runter und nachgucken :D

  • Jürgen Klingel
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    • 24. Januar 2010 um 20:18
    • #10

    950 W an 8 Ohm, wo hast denn das gesehen :shock: ?
    Damit wir mal über das Gleiche Datenblatt diskutieren: http://www.master-audio.com/upfiles/produc…txers/A7117.pdf

    Was irgendwelche Online-Shops an techn. Daten propagieren hat mich noch nie gejuckt :grin:

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • binson
    Verifiziert
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    • 24. Januar 2010 um 20:47
    • #11

    Wieso soll es bei Endstufen auch anders sein als bei Boxen, wo man ebenfalls nicht weiß wie der Frequenzgang genau gemessen wurde - geschweige denn der Schalldruckpegel. :twisted:

    Eine klar definierte Verordnung für Bananen und Gurken haben bzw. hatten wir:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bananenverordnung
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gurkenverordnung

    Aber wie die technischen Daten von Endstufen, Boxen oder anderen Geräten anzugeben sind, das ist scheinbar egal. Ich sag nur PMPO:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Musikleistung

    :cry:

    --- I've been mad for fucking years, absolutely years, been over the edge for yonks, been working me buns off for bands. ---
    (Chris Adamson)

    Blog: Optinal Mittelgrund

  • PeterPaetzold
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    • 24. Januar 2010 um 20:48
    • #12

    Das war jetzt bei der DP Serie, hätte ich dazu schreiben sollen. Sorry. :oops:

    Aber die DL Serie ist wohl konventionell oder was meinst du?

    Tja früher kaufte man nach gewicht und achtete auf das "Made in..." aber heute?

  • Jürgen Klingel
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    • 24. Januar 2010 um 20:56
    • #13
    Zitat von "PeterPaetzold"

    Aber die DL Serie ist wohl konventionell oder was meinst du?

    Ja, konventionell für das hohe Gewicht zu mickrig dimensioniert :oops:
    Es gibt Amps, die bringen mehr Watt mit weniger Kilo, weniger Budget, können 2 Ohm wirklich ab und sind trotzdem gescheit verarbeitet und betriebssicher...

    Gruß, Jürgen :wink:

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • mike j.
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    • 24. Januar 2010 um 22:04
    • #14

    Bei Endstufen mit Schaltnetzteil (Sperrwandler) gilt die
    EIA RS-490 IEC 60268-3 nicht sondern nur IEC, und da die 60279-1 ;-). Die Angabe der EIA RS-490 bezieht sich auf Endstufen in Class H 2 Stufig mit konv. Netzteil Symmetrisch. Jungs, da sind Unterschiede!

    IEC 60268-3 oder Chinesisch IHF A-202 bedeutet nichts anderes wie dass es sich um eine Audioendstufe mit symmetrischen Eingang handelt.

  • PeterPaetzold
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    • 24. Januar 2010 um 22:15
    • #15

    Endlich klärt uns jemand auf. Vielen Dank dafür.

  • jogi
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    • 24. Januar 2010 um 23:00
    • #16
    Zitat von "Mike J."

    Die Angabe der EIA RS-490 bezieht sich auf Endstufen in Class H 2 Stufig mit konv. Netzteil Symmetrisch. Jungs, da sind Unterschiede!


    Das stimmt so nicht. In der EIA RS-490 steht eine Messvorschrift für das Messen der Ausgangsleistung von Verstärkern. Dabei ist es völlig egal, ob es Class-A, AB, H oder D ist. Auch die Art des Netzteils interessiert nicht im geringsten.

    Lautsprecher, Hörner und Treiber zu verkaufen

  • tufkadib
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    • 25. Januar 2010 um 13:52
    • #17

    Hallo,

    Zitat von "Mike J."

    Bei Endstufen mit Schaltnetzteil (Sperrwandler) gilt die
    EIA RS-490 IEC 60268-3 nicht sondern nur IEC, und da die 60279-1 ;-). Die Angabe der EIA RS-490 bezieht sich auf Endstufen in Class H 2 Stufig mit konv. Netzteil Symmetrisch. Jungs, da sind Unterschiede!

    IEC 60268-3 oder Chinesisch IHF A-202 bedeutet nichts anderes wie dass es sich um eine Audioendstufe mit symmetrischen Eingang handelt.


    die Unterschiede hätte ich gern mal erläutert. Eigentlich gilt überall P = U * I oder P = U² / R. Daran ändern verschiedene Endstufenbetriebsarten auch nichts.

    MfG
    DirkB

  • binson
    Verifiziert
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    • 25. Januar 2010 um 18:19
    • #18

    Der Unterschied ist der, dass Endstufen mit grenzwertig dimensioniertem Netzteil bei einer Messung mit einem Burstsignal gut und gern mal 25% mehr Leistung machen als mit einem Dauersinus. Bei einem ordentlichen Eisenschwein ist der Unterschied marginalst oder begründet sich allein auf Messfehler.

    Mir ist aber aufgefallen, dass man gerade PWM-Endstufe oft gar nicht anders messen kann, als mit Burst, weil die bei Sinus gerne ziemlich schnell abriegeln.

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    (Chris Adamson)

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  • Jürgen Klingel
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    • 25. Januar 2010 um 23:20
    • #19

    Hm,
    Dauersinus gefällt nicht, Rauschen gefällt nicht, Burstmessung gefällt nicht...

    Wie hätten wir´s denn gerne? Soll jetzt jede Endstufen-Machart ihre eigene Messmethode kriegen - BULLSHIT!
    Gleiches Recht für alle, bringt doch nix, mit mehrerlei Maß zu messen, wenn man Werte vergleichen will. :roll:

    Gruß, Jürgen

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • mike j.
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    • 25. Januar 2010 um 23:22
    • #20

    Im Grunde alles Bullshit, die Chinesen bauen günstig nach, die Endstufe hat die versprochene Performance nicht und "gemessen" wird nach IE... . Irgendwie verstehe ich den ganzen Thread hier nicht, ist doch egal ob das Teil 200W oder 300W Sinus hat - amtliche 200 sind wir lieber als chinesische 400 ;-).

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