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Was machen gegen Clipping im Mixer vor dem Limiter?

  • dagobert
  • 3. März 2003 um 09:05
  • Didy
    Reaktionen
    4
    Beiträge
    586
    • 6. März 2003 um 17:56
    • #21
    Zitat von "Uwe 1"

    Mache das... und Du wirst sehen, dass clippende Signale nix mit Gleichspannung zu tun haben. Auf´m Ozzi sieht so aus, als wenn einem Sinus die Spitzen weggeschnitten werden
    (...)
    Suchmaschine und Clipping eingeben, da gibt es tolle Threads hier im Board :)

    Ich glaube da muß ich mich tatsächlich nochmal besser informieren.

    Ich dachte bisher immer, clipping sei einfach die Tatsache, daß die Spitzen abgeschnitten werden, dadurch, daß die OPs bzw. allgemein die Schaltungen an die Grenzen ihrer Betriebsspannung kommen...?
    Woher kommen dann die Nebeneffekte, von den Eigenschaften von OPs udn co?

    Gruß
    Didi

  • BigAndy
    Beiträge
    30
    • 7. März 2003 um 19:44
    • #22

    Hallo!
    Also ich komme nie in den Clipping Bereich. Arbeite mit einem Dynacord M2 Mischer und fange die tiefen Überdrüberpegel mit einem Programmlimiter und die schnellen Transienten mit einem Null Zero Attack Limiter ab. Allerdings arbeite ich wie's gehört. Wenn am Mixer ein Peak angezeigt wird, wird zurückgedreht. Ich Schalte ja auch einen Gang zurück, wenn die Drehzahl beim Bergauffahren mit dem Auto sinkt- oder (?). Meine Endstufen haben überhaupt noch nie eine Clip-LED gesehen. Die Bässe (JBL 2x1200W) passen aber trotzdem. Ohne Limiter hatte ich allerdings schon einmal einen Schaden (im Verleih) von 1000.- EUR. Der Techniker meinte, die Spulen der 600W Chassis wurden so dermaßen überfahren, daß sie nicht einmal Zeit zum abzubrennen hatten. Daher meine jetzige Übervorsichtigkeit. Außerdem weiß ich nicht genau wie weit ich den Programm Limiter aufdrehen kann. Soll die Endstufe nun an der Grenze zum Klippen betrieben werden (sanftes Aufflackern der LED) oder generell mit Reserven betrieben werden, wie ich es mache. Zumindest bewege ich mich auf der sicheren Seite.

    mfg

  • mEon
    Beiträge
    1.520
    • 15. Juni 2004 um 18:22
    • #23

    Zusammenfassend die Funktion des Gain Reglers:

    Der Pegel eines Eingangssignals lässt sich bei allen gängigen
    mixern für jeden Kanal einzeln anzeigen (Cue etc). Im normalfall setzt
    diese Anzeige nach den Mixer-EQs an. Der gain wird dazu verwendet,
    jeden Kanal im Grünen bereich, sowie alle kanäle auf in etwa gleichem
    niveau zu halten.

    Fader: Zur Abmischung des Lautstärkeverhältnisses der einzelnen Kanäle zueinander.
    Master: Das kann man sich jetzt denken :) (hoffentlich)

    Gruß!
    mEon

  • KlangTerrorist
    Beiträge
    5.988
    • 17. Juni 2004 um 21:57
    • #24

    Da man die Fader auf dem Kopfhörerausgang nicht hört muss man mit dem Gain angleichen. Ihr sagt immer das man das mit dem Kanalfader machen soll, aber das geht nicht.
    Die Kanalfader werden meistens eher zum Mixen oder den einen Track einzublenden und den anderen langsam rauszuziehen genommen.

  • Patric A.
    Beiträge
    562
    • 17. Juni 2004 um 22:35
    • #25

    Ich denke mal, dass das Problem, in so weit ich mcih in einen DJ hineinversetzen kann, darin besteht, dass, wie schon gesagt, die Lautstärke über den Gain angepasst wird (soweit hier erläutert weniger messtechnisch per LEDs, als per Kopfhörer) und dass man als DJ niemals LEISER werden möchte während eines Abends.

    Man fängt also an, hat den Master mehr oder minder voll oben und pegelt seine Eingänge jeweils korrekt ein.
    Da man aber subjektiv ist und nicht unbedingt auf leiser überblenden möchte, kommt man ganz langsam immer weiter in den gefährlichen bereich. Viele Lieder sind ja am Anfang auch etwas leiser, sodass sich der Vorgang beschleunigt.
    Nach kurzer Zeit befindet man sich im Clipping des Pultes, und kommt nicht mehr raus, weil man ja nicht leiser machen möchte.

    Ich persönlich sehe hier zwei Lösungsansätze.
    Einen beim Verleiher, einen beim DJ:
    Der DJ könnte, wenn er merkt, er kommt ins clipping einfach mal ein kleines bisschen leiser machen. Selbst, wenn das Publikum sich kurz mokiert, es wird nach kurzer zeit den besseren Sound zu schätzen wissen ;)

    Die andere Möglichkeit wäre eventuell, dem DJ die Arbeit des Pegelangleichens abzunehmen, indem man Pulte mit eingebautem Leveler bzw sehr, sehr langamen Compressor baut (Effekte durch leisere Passagen in liedern sollten durchaus nicht unterdrückt werden) deren Eingänge auf Hifi-Pegel getrimmt sind und die immer einen gleichen Pegel mit genügend Headroom liefern.
    Evt könnte man das angleichen auch DJ-seitig über einen Taster einleiten lassen, sodass während eines Liedes die Lautstärke nicht schwankt.

    Der DJ könnte sich dann auf seine Arbeit konzentrieren, seine Lautstärke mit dem MASTER-Regler (der am Anfang dementsprechend nicht ganz offen sein sollte) kontrollieren und je nach Stimmung ab- und zugeben.

    Natürlich ist sowas teuer und nciht in den günstigen Mischern zu implementieren, aber die teureren Geräte könnte man durchaus mit einer solchen Funktion ausstatten...
    Die Endstufe freuts, die Boxen freuts und die Ohren danken....

    Was meint ihr? (Verleiher und DJs gleichermaßen)

    MfG
    Patric Ackermann
    (ehemals AES-Light [Xenith])

    Auf der Suche nach dem guten Ton ;)

  • mEon
    Beiträge
    1.520
    • 18. Juni 2004 um 14:30
    • #26

    Hi!

    Ich gebe dir recht. Jedoch bin ich der Meinung, dass
    man nem DJ einmal beibringen sollte, wie man mit den GAIN
    Reglern umzugehen hat und dann gibts eben bei vergehen
    eibs auf die Finger.

    Um die PA zu schützen: Einfach so viel Mat stellen, dass
    1.) nichts schief gehen kann und 2.) eine Anlage mit Reserven,
    bei denen der DJ freiwillig nicht 100% gibt, stellen. Das ist
    dann auch klanglich von vorteil. Im Optimalfall der finanziell
    leider nicht mehr häufig vertretbar ist.

    Gruß!
    mEon

  • KlangTerrorist
    Beiträge
    5.988
    • 19. Juni 2004 um 20:21
    • #27

    Den meisten DJ´s ist es ziemlich egal ob du dennen 10KW für 500 Leute hinstellst oder 30KW. Die meisten DJ´s hauen einfach alles rein und fertig. Da lässt sich nur mit Hardcore Monitoring helfen. Und das auch nur bedingt. Glaube es war z.B. bei Adam Beyer, der innerhalb von 20min 2 Hts vom Monitoring geschrottet hat. Da hätte jeder normale Mensch leiser gemacht.

    Um die Hoch und Mitteltöner der Front zu schützen, kann man dem DJ z.B. 2-4 BMS 4590 hinhängen. Im Bass wird es da schwieriger.

  • mEon
    Beiträge
    1.520
    • 20. Juni 2004 um 02:21
    • #28

    Bei den schranzern ist eh alles anders :wink:

  • KlangTerrorist
    Beiträge
    5.988
    • 20. Juni 2004 um 07:53
    • #29

    Nicht anders sondern extremer. Kennen keine HipHop oder Rock DJ´s die so ein extremes Monitoring brauchen. Aber dafür Bands die sich sonstwas auf die Bühne stellen...

  • moqui
    Beiträge
    21
    • 22. Juni 2004 um 22:06
    • #30

    also ich hab zwar echt nich viel ahnung vom DJn aber ich schnapp mirn lautes lied, hau im mixer alle eqs und fader hoch und stell den gain dann so, dass des mixer unterm clipping is. damit stell ich doch sicher, dass mein mixer schonmal nich clippt...
    also und so arbeite ich dann meistens mit den fadern am anschlag.

    ich find die methode eigentlich garnet so schlecht...

    tata
    moqui ;)

  • Micromann
    Beiträge
    1.622
    • 3. September 2004 um 14:11
    • #31

    tja also wie wärs mit ner after fader funktion wie bei den großen live pulten die müssten das haben weiß aber sicher das dei Allen & heath gl2200 das hat und ich finds einfach genial weil man kann hören was raus kommt nagut lässt sich auch mit nem 2. pult und der vorhör funktion machen

    mfg FRithjof


    Man kann nicht nicht kommunizieren :D

  • Dr_Goldzahn
    Beiträge
    350
    • 3. September 2004 um 15:04
    • #32

    Ich würde am ehesten auf Erziehung der DJs und der Veranstalter und gegebenenfalls Monitoring setzen.

    Ein guter DJ sollte ab und zu mal auf die Tanzfläche gehen, um selbst zu hören, wie der Sound ist, und ob die Lautstärke so ok ist. Spätestens, wenn sich jemand auf der Tanzfläche die Ohren zuhält oder Klopapier in die Ohren stopft, ist dieser Gang fällig. Wenn die Tanzfläche zu weit weg ist, hilft nur gutes Monitoring, so dass sich der DJ ein Bild von der Lautstärke auf der Tanzfläche machen kann.

    Der Gain-Regler am DJ-Pult wird so bedient: Nach dem CUEen mit runtergezogenem Kanalfader zur lautesten Stelle im Stück spulen und dann den Gain so einstellen, dass nichts rot leuchtet. Dann zurück auf den CUEpoint, denn dafür ist er ja da, und dann wird das Stück erst gestartet. Oder, wenn es ein Stück ist, bei dem die Lautstärkeunterschiede zu groß sind (z.B. Whole Lotta Love) wird der Gain eben bei Bedarf nachgeregelt. Dafür muss man das Stück gut kennen aber sonst wäre man ja nicht DJ, oder?

    Ein guter Veranstalter sorgt für gutes Equipment und engagiert keinen DJ, der damit nicht umgehen kann oder bildet ihn eben aus und erklärt die Zusammenhänge. Wenn eine Disco allerdings einen Behringer DX 1000 hinstellt, ist das für mich ein mehr als deutliches Zeichen, dass die Musik keine große Rolle spielt. Warum sollte man da freiwillig arbeiten?

  • Mnyut
    Beiträge
    2.329
    • 3. September 2004 um 17:17
    • #33
    Zitat von "Dr_Goldzahn"

    ...und engagiert keinen DJ, der damit nicht umgehen kann


    Oooohh, damit wird die Auswahl aber verdammt eingeschränkt :shock:

  • Dr_Goldzahn
    Beiträge
    350
    • 3. September 2004 um 22:36
    • #34
    Zitat von "Dr_Goldzahn"

    ... oder bildet ihn eben aus und erklärt die Zusammenhänge.

    Aber wer einen DJ zum zweiten Mal engagiert, der sich a) nicht auskennt und b) auch noch unbelehrbar ist, hat es vielleicht auch nicht besser verdient, als dass sein Material geschrottet wird.

    Allerdings: Ein richtig cooler DJ 8) kennt sich natürlich mit ALLEM aus (seufz), deshalb würde es vielleicht Sinn machen, gar nicht erst lange zu fragen, sondern gleich von vornherein alles für Anfänger zu erklären ...

    Oder, wenn dem DJ regelmäßige Aufträge winken (Disco), den Lohn nach und nach steigern, wenn man feststellt, dass die Anlage fachgerecht bedient wird und senken bzw. feuern, wenn nicht. Also so eine Art leistungsabhängige Entlohnung. Wenn das vorher abgesprochen wird, ist der DJ sicherlich motivierter, alles im grünen Bereich zu lassen.

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