Moin,
um dem zunehmenden Trend von Nebendiskussionen zu begegnen:
Bernd Haeusler verweist in folgender Diskussion
http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=66771&start=15
auf einen Artikel von Martin J. King, welcher hier zu finden ist:
http://www.quarter-wave.com/Horns/Front_Horn.pdf
Das liest sich alles recht interessant; noch viel interessanter ist allerdings King's Auffassung der Abstimmung von Schallfuehrung zu Treiber in geschlossener Rueckkammer. Ich darf zitieren:
"A consistent design mates a driver in a closed box with an exponential horn geometry where both have the same tuning frequencies."
Uebersetzt bedeutet dies, dass die untere Entwurfsfrequenz gleich der Einbauresonanzfrequenz des Treibers im rueckwaertigen, geschlossenen Gehaeuse definiert wird.
Schaut man dann zu Kollege W. Marshall Leach Jr., stellt sich betraechtliche Verwirrung ein. Hier wird die Abstimmfrequenz als geometrisches Mittel der oberen und unteren Entwurfsfrequenz definiert. D.B. Keele bekraeftigt diese Vorgehensweise, welche oft als:
"Die Einbauresonanzfrequenz des Treibers wird in der Mitte des Entwurfsfrequenzbereiches gewaehlt."
zum Besten gegeben wird. Einschraenkend gilt natuerlich, dass sowohl Leach als auch Keele sich auf den Tieftonbereich bezueglich der Gueltigkeit ihrer Betrachtungen beschraenken. Allerdings reicht King's beispielhafte untere Grenzfrequenz von 150Hz eindeutig in diesen Bereich.
Ohne den blassesten Schimmer zu haben, sehe ich diese beiden Ansaetze als recht widerspruechlich, wenn fuer ein vertretbares Rueckkammervolumen ein Tieftontreiber gewaehlt werden soll.
Ich bin gespannt.
Sven