Hallo,
ich kann mir schon vorstellen, dass es eine Frage, die nicht leicht zu beantworten ist... und dass es wohl von viellen Parameter abhaengt... und zum Schluss noch, dass die Versteller die Angaben nicht immer so angeben wie es in der Realitaet ist...
Es waerden immer 2 dB-zahlen angegeben - 1W/1m und SPL - welche ist wichtiger?
Meistens ist es so, dass wenn eine Box die erste Zahl groesser, als eine andere Box hat, da ist die zweite Zahl auch groesser... aber nicht immer..
zB. Dynacord CP15-3 102dB und 130dB SPL
Dynacord D15-3 100dB und 133dB SPL
Das ist nur als Beispiel - mir geht es aber allgemein um Boxen - wie waeren in der Theorie diese Daten zu interpretieren?/
Danke - mfg - Christoph ![]()
Welche dB sind wichtiger...
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krzysztof schwierz -
20. Dezember 2007 um 22:59
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Tacho!
ALSO.... das ganze verhält sich so:
die 1. Zahl mit der Einheit 1W/1m gibt die Empfindlichkeit (man könnte großzügigerweise auch von "Wirkungsgrad" reden) der Box an. Es wird bei 1W Eingangsleistung der Pegel der Box in 1m Entfernung auf Achse gemessen.
Je höher der Wert ist, desto besser kann die Box die reingesteckte Energie umsetzt. Das heißt, daß man mit der gleichen Endstufenleistung mehr akustische Energie abstrahlen (es ist lauter) kann bzw. man braucht um einen bestimmten Pegel zu erreichen weniger Endstufenleistung.die 2. Zahl gibt den (meist berrechneten) max. Schalldruckpegel an. Das ist sozusagen das max. dessen was die Box leisten kann. Dies ist abhängig von der Empfindlichkeit und der max. elektrischen Leistung, die die Box ab kann.
Eine Box mit gleicher Empfindlichkeit, aber höherer max. Belastung kann dementsprechend einen größeren max. Pegel liefern.Grüßle,
michael -
Zitat von "Krzysztof Schwierz"
... und zum Schluss noch, dass die Versteller die Angaben nicht immer so angeben wie es in der Realitaet ist...
... das nennt man dann wohl Freud'schen Versprecher!Zwischen der Empfindlichkeit (dB @ 1W/1m) und dem Maximalpegel (dB SPLmax) liegt genau, wie Michael bereits angedeutet hat, die Belastbarkeit der Box. Wenn man also einen der beiden Pegel und die Belastbarkeit weiß, kann man den anderen Pegel berechnen.
Bei einer Box, die beispielsweise eine Empfindlichkeit von 100 dB und eine Dauerbelastbarkeit von 400 W hat, beträgt der Maximalpegel 100 dB + 10*log400 = 126 dB.
Gerne wird hier nicht mit der Dauerbelastbarkeit (continuous) sondern mit der Spitzenbelastbarkeit (peak) gerechnet. Dann ist der Pegel in der Regel um 6 dB höher, da die Spitzenbelastbarkeit (meist) 4x so groß ist (also 6 dB mehr) wie die Dauerbelastbarkeit.
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Zitat von "Volker Holtmeyer"
Bei einer Box, die beispielsweise eine Empfindlichkeit von 100 dB und eine Dauerbelastbarkeit von 400 W hat, beträgt der Maximalpegel 100 dB + 10*log400 = 102,6 dB.Das war dann wohl ein Freud`scher Verrechner

Richtig sollte das Ergebnis natürlich lauten: 100dB + 10 x log (400) = 126 dB
Ergänzend zum Hinweis auf die bereits von Volker bemerkte "continuous power" - Problematik bei der Maximalpegelangabe noch eine Nebenbemerkung zur Begrifflichkeit "berechnet": bei längerer Belastung erwärmt sich die Schwingspule des Chassis, wodurch sich ein erhöhter ohmscher Widerstand ergibt. Dieser bewirkt bei gegebener Spannung einen geringeren Stromfluß, was wiederum eine geringere tatsächliche Leistungsaufnahme und damit akustische Leistungsabgabe bedingt. Ferner kann u.U. der Magnet seine Eigenschaften unter Temperatureinfluß verändern.
Ende vom Lied: wenn der Speaker erst mal ordentlich warm geworden ist, wird man mit vorgegebener elektrischer Ausgangsspannung der Endstufe (z.B. +28dB zum Eingangssignal) auf Dauer i.d.R. so größenordnungsmäßig 1-3dB weniger Output erzielen können, als im gerechneten Theoriefall (bzw. kurzzeitig mit kalten Chassis). Man spricht daher auch von "power compression".
Edit: selber freudsche Fehlleistung entfernt...
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Ooops! Danke! :lol: Hab das oben mal geändert.