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Beschallung Theater

  • fromser
  • 2. Januar 2008 um 16:30
  • fromser
    Beiträge
    3
    • 2. Januar 2008 um 16:30
    • #1

    Hallo Freunde,

    Frage an die erfahrenen Techs unter Euch: wie mixt Ihr Mischszenen (mal Dialog, mal Gesang mit Band) - bei Dialog Mic's aus, bei Gesang an??? Ich misch demnächst 'ne Produktion, wo ich schon von vorn herein weiß, daß der Regisseur gern "natur" ohne Verstärkung mag. Die Rockband im Hintergrund ist aber eine richtige, und dementsprechend laut. Da kommt kein Natursänger gegen an, also muss verstärkt werden. Klingt der Unterschied Mic an/aus nicht doof, oder ist das übliche Praxis?

    VG, Fromser

  • treibsand
    Verifiziert
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    1.559
    Beiträge
    9.424
    Marktplatz Einträge
    1
    • 2. Januar 2008 um 16:50
    • #2

    Schweres Thema.
    Normalerweise vermeide ich solche Dynamikunterschiede.
    Für das Publikum ist es nicht besonders angenehm, erst lange in einem abgedunkelten Raum zu sitzen und der Vorführung zu lauschen, um dann etwas später von vorne "geföhnt" zu werden...Ich würde das nochmal mit dem Regisseur besprechen und ggf. testen - hängt von der Gesamtlautstärke der Band ab.

    Ansonsten ist der Wechsel zwischen frei sprechen ohne Mikro und Gesang mit Mikro für den Zuschauer leichter zu verdauen, wenn es sich um ein Handmikro handelt, welches der Akteur/Sänger einfach in den Momenten greift, wo es von reinem Schauspiel zu reinem Konzert wechselt.

    edit:
    im übrigen gab's hier gerade den Thread über Mikrofonhandhaltung -bewegung. Wenn das ein halbwegs ausgebildeter Sänger ist, der mit Entfernungen arbeitet, sieht das noch echter aus. Headsets sind für solche Geschichten eher nix...

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • dasich
    Profi
    Beiträge
    960
    • 2. Januar 2008 um 17:47
    • #3

    Man kann durchaus die Dialoge nur ganz leicht stützen und dann für die Songs aufziehen.
    Kommt halt ein wenig drauf an, ob es sich um Schauspieler, also mit einer ausgebildeten Sprechstimme handelt oder nicht.
    Was unwahrscheinlich hilft: Ein kleines Delay auf die PA, und schon kannst du auch das gesprochene Verstärken und alle sind glücklich.
    Der Regisseur, der behält dank Haas sein "Natur", der Zuschauer, der versteht alles und du auch, weil der unterschied zwischen Dialog und Gesang nicht durch plötzliches "in den Lautsprecher springen" vermurxt wird.

    Problem ist oft, die Darsteller denken jetzt haben sie ein Mikrofon und werden beim sprechen sehr privat auf der Bühne (ich meine das von der Stimme, nicht vom Inhalt 8) )

    Gutes Gelingen

    Es grüßt der Stephan

  • cheesy
    Beiträge
    579
    • 4. Januar 2008 um 13:01
    • #4

    Hi,

    Dialoge im Theater über die Anlage zu bringen ist immer ein schwieriger Akt... Gerade wenn die Regiseure einen Natursound (unverstärkten)haben wollen.

    Für solche Fälle hat mir immer geholfen :

    a.) Den Laufzeitunterschied von Sprecher zu Lautsprecherbox durch ein Delay auszugleichen (Boxen eher etwas später). Dadurch hast du den Haas-Effekt, wie "DasIch" schon erklärte.

    b.) Setze ich gerne für die Stimme/Sprache einen Center-Cluster ein. Dann kommt die Musik von rechts/links und die Sprach bleibt in der Mitte. Hierdurch hat man auch etwas besser die Ortung "von der Bühne"

    Mit den Lautstärkenverhältnissen musst du dann natürlich ein wenig experimentieren. Das kommt natürlich auf den Saal, die Größe und das Publikum an...

    Viel Erfolg,
    cheesy

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