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Hilfe bei Hornresp.

  • Andi Groß
  • 21. Juni 2010 um 21:28
  • Andi Groß
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    539
    • 21. Juni 2010 um 21:28
    • #1

    Ich Versuche mich gerade in Anlehnung an meinen WSX-Thread an Hornresp, scheitere aber leicht an der Bedienung.
    Ich will ein California-Horn mit B&C 15 PL 40 Simulieren und habe den Hornverlauf als 3 Exponentielle Hornstücke interpretiert. (Hier bitte auch mal drüber schauen ob das so passt, war mir nicht ganz sicher wie ich das an den Faltungen machen soll)
    Leider bin ich noch nicht so ganz sicher inwiefern das Passt, den es kommt absoluter Quark raus. Vorallem bei den unteren 6 Eingabefeldern bin ich mir überhaupt nicht sicher was ich da machen soll:

    Könnte mir da mal wer zur Hand gehen?

  • Stefan Rechenbauer
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    • 22. Juni 2010 um 13:19
    • #2

    Hi Andi,

    die Umwandlung reale <-> theoretische Hornkontur ist immer ein Problem. Am einfachsten ist ein exponentielles Horn mit fc = 40Hz und 200cm Laenge (St = 325cm2). Basis fuer diese Kontur ist die Zeichnung auf der Beck'schen Homepage. Das Rueckkammervolumen betraegt brutto 74 Liter abzueglich des Treiber. Frontkammervolumen ist null, keine Bedaempfung in der Rueckkammer, Abstrahlung in 2Pi. Schau dir die Hilfe von Hornresp genau an, wie und welche Parameter du im unteren Teil eingeben musst.

    Einzeln macht so ein Horn noch keine gute Figur, aber schon im 2er Stack ist alles klar. 45Hz / -6dB und ein sehr ausgedehnter Frequenzbereich.

    Gruss: Stefan

  • Andi Groß
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    • 22. Juni 2010 um 14:42
    • #3

    Danke ;)
    Das hat ordentlich geholfen, nun kommen da auch ordentliche Werte raus. Als Rückkamervolumen habe ich allerdings die 60L von EGbeck genommen
    Uff, wenn ich mir nach dem Modell die Auslenkung ansehe, verliere ich doch langsam die Lust am California. im 4rer Stack am Boden wollte ich die 42Hz eigentlich noch mit weniger als -3-5db mitnehmen ohne das es mir die Pappen zerreißt.

    Oder zeigt Hornresp die Auslenkung doch Peak-Peak an? In der Anleitung heißt es One-Way Displacement in Millimeters.
    Hier nochmal zum nachprüfen wie ich simuliert habe:
    Einstellungen:

    Spl-Response 4rer Stack

    Auslenkung 4rer Stack

    Und Max-SPL im 4rer Stack

  • Andi Groß
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    Beiträge
    539
    • 22. Juni 2010 um 14:49
    • #4

    Sehe grad das es selbst im 8er Stack mir bei 40Hz und 100w pro Chassi schon die Pappen zerreißt... ;(

  • Stefan Rechenbauer
    Beiträge
    179
    • 23. Juni 2010 um 11:13
    • #5

    Ich hab das BEC1 Horn maszstabsgerecht gezeichnet; die Rueckkammer ist laut Zeichnung 74 l brutto gross. Mit nur 60 l unterschaetzt du die Auslenkung (Hornresp gibt die Scheitelauslenkung an). Wie hast du das 4er Stack berechnet? Die Option 'Multiple Speakers' gilt nur fuer den Leistungsfrequenzgang; ein Stack muss durch Vervielfachung der Flaechen, Volumen und Treiber mittels 'Multiple Drivers' erfolgen. Als Vergleich ein paar Werte die ich errechnet habe (Hornresp v16.40, Eg = 2.83V):
    100 Hz, SPL 113.6dB, nu = 35.6%, xp = 0.14mm
    40 Hz, SPL 107.5dB, nu = 63.5%, xp = 0.69mm

    Du brauchst bei jedem Horn einen Hochpass, um die Auslenkung sinnvoll zu begrenzen. Schade das Hornresp das nicht beruecksichtigt. Da a = d2x/dt2, F = m*a, F = Bl*I und R=U/I, ist die Scheitelauslenkung linear proportional zur Eingangsspannung. Du kannst dir z.B. den Amplitudengang eines LR Hochpass 2. Ordnung in Excel in Prozent ausrechnen und dann die berechnete Auslenkung entsprechend reduzieren. Ein Hochpass bei z.B. 30Hz sollte ausreichen, um die Frequenz der maximalen Auslenkung ans untere Ende des Uebertragungsbereiches zu verschieben.

    Immer bedenken: wenn du die maximal erzielbare Schalleistung abschaetzen willst, musst du die Erwaermung der Schwingspule beruecksichtigen! Mit ein paar Zeilen in Excel ist das schnell ausgerechnet. Wenn du Hilfe dabei brauchst, kann ich die Formeln schnell aufschreiben. Man sollte dann auch untersuchen, ob der Einsatz von 'langhubigeren' Chassis elektrisch sinnvoll ist.

    Untere Grenzfrequenz - in welchen Raeumen (Abmessungen schaetzen) willst du die Hoerner betreiben? Mit Hochpass und ein wenig EQ um die 50Hz laesst sich das BEC1 bei 45Hz / -6dB betreiben. In normalen Raeumen bis 300Pax ist die Modaldichte in diesem Bereich ohnehin so gering, dass es auf die untere Grenzfrequenz gar nicht mehr so genau ankommt (unter freiem Himmel sieht das natuerlich anders aus).

    Die 40Hz Grenzfrequenz des Californias (unter der kann keine Leistung abgegeben werden, auch nicht im 24er Stack) ist Vor- und Nachteil. Nachteil eben die scheinbar 'zu hohe Grenzfrequenz' - diesen Nachteil existiert nicht in Raeumen bis 300Pax. Vorteile: bereits im 2er Stack sehr hoher Wirkungsgrad, kaum Resonanzen, sehr breitbandig.

    Gruss: Stefan

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