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bnc 50ohm / 75ohm

  • tonmischer
  • 5. Januar 2008 um 12:46
  • tonmischer
    Beiträge
    205
    • 5. Januar 2008 um 12:46
    • #1

    Hallo Leute,

    ich habe eine Frage: BNC 50ohm und BNC 75ohm sind ja untereinander steck bar. Was passiert nun, wenn ich 75ohm Kabel und 50ohm Antennenkabel untereinander stecke, bzw. was fuer eine Konsequenz hat das fuer ein Signal im UHF-Band. Wie sieht es mit VHF aus?

    lg andreas

  • wora
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    • 5. Januar 2008 um 14:08
    • #2

    die Ohm-angaben beziehen sich auf den wellenwiderstand der leitung.
    wenn man die falsche leitung anschliesst, gibt es stehwellen im kabel.
    wenn man 75 und 50Ohm-typen mischt, ebenso.
    dabei kann es passieren das man am kabelende ein pegel-minimum erwischt, also eine auslöschung.

    deshalb ist es besser, wenn man die passenden kabel verwendet.
    bei UHF und VHF wurden hier immer kabel mit 50Ohm wellenwiderstand benutzt:
    RG214
    RG8
    RG58 (nur kurze kabel!)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • bwaack
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    • 8. Januar 2008 um 13:41
    • #3

    Stehwellen entstehen erst bei absoluter Fehlanpassung, wie Kurzschluss oder offenem Ende.

    An den falsch angepassten Übergängen enstehen Reflektionen, die im beschrieben Fall in Höhe von 20% des Ursprungssignals im Kabel wieder der Quelle entgegenlaufen. Solche Reflektionen entstehen überall dort, wo Übergänge zu neuen Impedanzen vorliegen.

    Es hängt also auch davon ab, in welcher Reihenfolge und wie viele nicht zueinander passende Kabel verwendet werden. Weiterhin spielen auch die übrigen Kabeleigenschaften eine Rolle insbesondere auch die Länge im Verhältnis zur Trägerfrequenz. Dieses Verhältnis bestimmt, ob das zuerst eintreffende Signal um 20 % geschwächt oder um 20 % überhöht am Empfänger ankommt. Außerdem vagabundieren die Echos einer solchen Reflektion durch die Leitung. Ein solcher falsch angepasster Aufbau kann also ganz gut funktionierten.

    Wird beispielsweise nur ein einziges 50 Ohm Kabel zwischen zwei 75Ohm Geräten benutzt, funktioniert das oft besser, als wenn man eine passende Länge aus verschiedenen Kabeln zusammenstückelt. Positiv wirkt sich aus, wenn das Kabel sehr kurz (<10cm) oder sehr lang oder besonders billig ist, so dass die sich die Reflektionen schneller ind der Kabeldämpfung totlaufen können. Auch die Empfindlichkeit des treibenden Ausgangs für solche Störungen spielt eine Rolle.

    Grundsätzlich liegt an jeder Steckverbindung (auch bei Verwendung der korrekten Impedanzen!) eine mehr oder minder große Fehlanpassung vor, deswegen ist das Verlängern von HF-Leitungen immer schlecht.

    Zwischen UHF und VHF bestehen nur geringfügige Unterschiede. In Bezug auf Reflektionen kann VHF besser größere Kabellängen ab, da sie nur mit einem Viertel der Frequenz arbeiten.

    Da sich in der Praxis die Fehlerquellen aber nicht orten lassen, muss man Wora recht geben:

    Einfach das richtige Kabel verwenden!
    und: Antennenleitungen nicht verlängern!
    und: das kurze Antennenkabel ist das gute Antennenkabel.

    Grüße
    B.

  • oops
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    • 8. Januar 2008 um 14:09
    • #4

    und das kurze dicke aircell 7 ist noch schönerer...

  • tonmischer
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    205
    • 9. Januar 2008 um 15:05
    • #5

    danke fuer die antworten.
    eigentlich bin ich auf die frage gekommen, als ich bnc 50ohm einbaukupplungen gesucht habe.
    von Neutrik gibts das nicht. unterdessen bin ich aber bei Conrad fuendig geworden.

    lg andreas

  • wora
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    • 9. Januar 2008 um 15:35
    • #6

    zunächst mal danke für die ausführliche information!
    ich versuch bei solchen fragen meist, die antwort so einfach wie möglich zu halten.

    Zitat von &quot;bwaack&quot;

    ...
    Da sich in der Praxis die Fehlerquellen aber nicht orten lassen, muss man Wora recht geben:...


    ich hoffe, es hat nicht all zu große schmerzen bereitet :D

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Insomnia
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    • 11. Januar 2008 um 22:35
    • #7

    Hallo zusammen,

    was man noch beachten sollte, der Pin Durchmesser ist bei 50 Ohm und bei 75 Ohm nicht gleich.
    Ich glaube 50 Ohm ist dicker wie bei 75, kann aber auch gerade andersrum sein. Hab leider die Unterlagen nicht hier, findet ma aber bei z.B. Huber& Suhner.
    Wenn ich jetzt den Stecker mit dem dickeren Pin in die falsche Buchse stecke weitet das die Buchse aus. Macht zwar erstmal nicht viel, wenn ich aber anschlißend wieder mit dem Korrekten Stecker komme gibt das Wackler und Fehlanpassung. Viel Spaß bei der Fehlersuche, ich weiß wovon ich spreche, hab da schon leidvolle Erfahrung ...

    Gruß
    Insomnia

  • bwaack
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    • 11. Januar 2008 um 23:32
    • #8

    na, das war wohl eher der billige Chinesenhersteller. Die schaffen es ja sogar, 6,3 mm Klinken so zu bauen, dass sich Stecker und Buchse gegenseitig zerstören.

    Oft sind die Bemessungen auf der Kabelseite bereits auf RG58 oder 59 abgestimmt und daher verschieden. Die Stecker sollten allerdings immer untereinander passen, auch wenn die Ohmitäten verschiedene sind.

    Hier gibts sehr hübsche Datenblätter:

    http://www.damar-hagen.com/produkte.html?page=bnc.html
    google sei dank.

    Dort ist auch der Reflektionsfaktor angegeben. Er ist bei den richtigen Steckern schon halb so groß, wie bei der obig vorgeschlagenen Fehlanpassung.

    Grüße
    B.

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