Hallo,
für ein "nostalgisches" Projekt habe ich ein paar alte Fane HT150, Alter ca. 15 Jahre herausgekramt. Beim Test hörten sie sich aber anders an, als ich sie in Erinnerung hatte (Erinnerung-sehr fein zeichnend und brillant, Test- eher dumpf und muffig). Erster Verdacht: Die Ohren, konnte ich aber durch einen Besuch des Hörgeräteakustikers meines Vertrauens ausschließen
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Also Messtechnik aufgebaut und siehe da, Kurve geht bis 7 kHz etwa wie im Katalog, dann starker schmaler Einbruch, oberhalb 10 kHz steiler Abfall.
Treiber geöffnet, Membran optisch i.O., Magnetspalt sauber.
Ist es möglich, dass das Membran- oder Magnetmaterial sich dermaßen verändert, dass es deutlich hörbare Klangunterschiede gibt? Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Gibt es so etwas wie ein Verfallsdatum auch ohne elektrische Überlastung?
Gruß Micha
Lebensdauer Hochtöner
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Den Symptomen nach aben die Magnete nachgelassen. Das kann schonmal vorkommen, insbesondere wenn die Teile großen Temperaturschwankungen und insbesondere tiefen Temperaturen ausgesetzt waren.
Aufmagnetisieren hilft, in Deutschland kann man das bei Visaton machen lassen.
Gruß SRAM
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Zitat von "SRAM"
Den Symptomen nach haben die Magnete nachgelassen. Das kann schon mal vorkommen, insbesondere wenn die Teile großen Temperaturschwankungen und insbesondere tiefen Temperaturen ausgesetzt waren.
Gruß SRAM
:shock: Ehrlich? Frostfrei und trocken lagern? Ich bin perplex. Hast Du aazu weiterführende Informationen oder kannst Du sagen, ab wann kritische Temperaturen erreicht werden? bei -30°C oder reicht schon -5° C
Sind es tiefe Temperaturen in Verbindung mit Erschütterung oder reicht es, ein Chassis ins Tiefkühlfach zu legen, um zu entmagnetisieren?
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Ich habe noch einmal nachgedacht. Wenn es der Magnet wäre, müsste der Treiber doch insgesamt leiser werden und das nicht frequenzabhängig? Außerdem glaube ich nicht, dass die Treiber mal in einem thermisch gefährlichen Umfeld gelagert oder betrieben wurden. Nach unten kenne ich da keine Grenze und nach oben wird es AFAIK ab 150°C ernst (bei den Magnetmaterialien, die damals üblich waren). Ich vermute eher, dass sich irgendwelche Substanzen aus dem Membranmaterial verflüchtigt haben und deshalb die Wiedergabe etwas eingeschränkt ist. Deshalb habe ich gefragt, ob jemand hier ähnliche Erfahrungen hat.
Gruß Micha -
ZitatAlles anzeigen
Dagegen sind die magnetischen Kenngrößen
relativ stark von der Temperatur abhängig.
Allgemein gilt bei Hartferriten: Bei steigender
Temperatur fällt die Remanenz um 0,2 % pro
Kelvin und die Koerzitivfeldstärke nimmt um
0,3–0,4 % zu. Bei sinkender Temperatur steigt
die Remanenz und die Koerzitivfeldstärke fällt.Letzteres kann bei Temperaturabsenkung langfristig zum Problem werden, insbesondere wenn der magnetische Kreis ursprünglich auf maximale Sättigung und Magnetisierung ausgelegt war.
Zur Veränderung Klang: verminderte Anztriebskraft führt bei einem Treiber immer zuerst zu einer Absenkung des Schalldruckes imBereich der größten Massenhemmung, d.h. eben bei hohen Frequenzen. Das Gegenteil kennt doch jeder: die typische Mittenrakete mit 6 bis 10" Membran und sehr starkem Magneten. Das gleiche Chassis mit schwächerem Antrieb hat eine gleichgute oder sogar bessere Wiedergabe der tiefen Frequenzen und eine deutlich abgeschwächte Lautstärke bei höheren Frequenzen. Hochtöner verhalten sich da nicht anders.
Beispiele finden sich bei Selenium, Beyma und 18s.
Gruß SRAM
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danke für die info sram- man lernt nie aus...
gruss wolfgang
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Gesucht und gefunden: http://www-user.uni-bremen.de/~glab/pdf/permanent.pdf
Seite 16 (im Suchfeld 17) => Sch%@$ Deckblatt : Hartferrite
Zitat• einsatzbar bei Temperaturen von –20 bis – 40 °C
Anisotrope Ferrite werden im Magnetfeld gepresst, erhalten dadurch eine Vorzugsrichtung der Magnetisierung.. Die Magnetisierung ist nur axial möglich. Durch die Anisotropie wird eine erhebliche Verbesserung der Remanenz erreicht. Gegenüber isotropen Magneten ist die Energiedichte um ca. 300% höher. Die Koerzitivfeldstärke ist im Verhältnis zur Remanenz hoch. Das bedingt eine große Magnetpolfläche, d. h. runde Magnete müssen die Scheibenform, nicht die Stabform haben. Eine nachträgliche Bearbeitung ist nur durch Schleifen mit Diamantwerkzeugen möglich. Unter normalen Bedingungen sind sie unempfindlich gegen entmagnetisierende Einflüsse und behalten ihre Magnetkraft unbegrenzt. Sie kommen in der Haft-Systemen, Sensorik und in der Elektrotechnik zum Einsatz. Überall dort, wo man einen kostengünstigen Werkstoff einsetzen möchte, der entsprechenden Raum zur Verfügung steht sowie Temperaturen über 180°C nicht vorliegen, sind die Hartferriten die richtige Wahl.
Dann auf Seite 23 ( 24)ZitatAlles anzeigen2.4 Äußere Einflüsse und Handhabung von Permanentmagneten
Der Ferromagnetismus ist ein Ordnungsprozess, welcher auf der Wechselwirkung einiger Spins von Elektronen benachbarte Atome oder Ionen beruht. Als ein solcher Prozess ist er notwendigerweise von der Wärmeenergie abhängig. Außerdem können diese Ordnungen sowie die Gefüge der Magnetwerkstoffe von den äußeren magnetischen und/oder elektrischen Felder, Strahlungen und Kraftwirkungen beeinflusst werden, z.B. bei der Änderung der Einsatztemperaturen können verschiedene Entmagnetisierungskurven gemessen werden (siehe Temperaturkoeffizient von Br und HC etc.). Kurz gefasst haben folgende Faktoren eine bestimmte Beeinflussung für die magnetischen Kennwerte.1. Temperatur:
• Reversible Änderungen der Magnetisierung
• Irreversible Änderungen der Magnetisierung
• Gefügeumwandlungen
2. Fremdfelder
• Reversible Polarisationsänderungen
• Irreversible Polarisationsänderungen
3. Berühren mit Ferromagnetika.
4. Erschütterungen.
5. Teilchenstrahlen.
6. Natürliche Alterung.Ab Seite 25 Tabellen mit Werten für die Remanenz Br und dem Temperaturkoeffizenten der Remanenz Br. => Leider keine Angaben über die Reversibilität der Remanenz
ich hab eine Montage des PDF erstellt und 3 Hersteller gülb hinterlegt : (Hoffentlich Monitor gerechte Größe)
Danach ist es Sache des Lautsprecherherstellers, wenn er ungeeignetes Material gekauft hat.
Die diskutierte Problematik scheint sich auf solche Einzelfälle zu beschränken.
Seite 28 (Seite 27) Grafik: 30% der Permanentmagneten werden für akustische Wandler eingesetzt 