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Hallenbeschallung Problem mit langem Signalweg!

  • Joe Ziesing
  • 4. November 2010 um 22:29
  • Joe Ziesing
    Beiträge
    73
    • 4. November 2010 um 22:29
    • #1

    Hallo,
    bald steht bei uns wieder das alljährige Hallenfußballturnier an.
    Dazu soll die Halle wie immer beschallt werden.
    Regie ist hinter dem Tor. Dort steuer ich mono eine Aktiv-Box an, die seitlich zum Spielfeld steht, von der aus gehts weiter zu einer passiven. So funktioniert das schon seit Jahren

    -------B----------B-----
    R. . . . . . . . ! ! F
    E . . . . . . . . . .! ! O !
    G Spielfeld . . . . . ! ! Y !
    I . . . . . . . . . ! ! E !
    E . . . . . . . . . . ! ! R !
    ---------------------------------------
    Zuschauer

    Nun soll das Foyer auch wieder beschallt werden. Das wurde vor einigen Jahren scheinbar schon mal getestet,
    in dem man vom Mixer nochmals mono rausgegangen ist, XLR-Kabel bis ins Foyer, die Strecke ist aber ewig, da das Foyer vom Spielfeld getrennt ist und nur eine Türe rüber führt. Damals kam also ein sehr brumlastiges Singal an, und man hat sich entschieden die Beschallung des Foyers extra zu machen.

    Welche Lösungsvorschläge hättet ihr?
    Nutzt es was vom Mixer mono raus in eine Endstufe die ca bei der Hälfte platziert ist und von dort zu einer passiven Box ins Foyer? Oder spielt das keine Rolle?
    Oder eben vom Mixer zu einer weiteren Aktiv Box und von der aus weiter. (Ist aber vom Prinzip s gleiche wie das mit der Endstufe); der Signalweg bleibt gleich, es wird bloß früher verstärkt.
    Oder ist es sogar möglich von der Aktiven Box in ne Endstufe zu fahren?

    Gruß und Danke.

    PS: Den Versuch ne kleine Skizze zu machen ist leider gescheitert, da es beim asenden die leerzeichen verschiebt, änder das morgen früh!

  • Andi Groß
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    2
    Beiträge
    539
    • 4. November 2010 um 22:55
    • #2

    Symmetrische Übertragung und alles sollte Sahnig laufen, auch wenn es 80m sind.

  • Jürgen Klingel
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    • 5. November 2010 um 00:31
    • #3

    Wichtig: Symmetrische Aus/Eingänge und Leitungen verwenden, ist das der Fall, bleibt fast nur noch ein Masseschleifenproblem übrig.

    Hier hilft evtl. ein nur einseitiges Auflegen der Masse am XLR-Verbinder.

    Gruß, Jürgen :wink:

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • Bernd Masu
    Beiträge
    1.022
    • 5. November 2010 um 03:29
    • #4
    Zitat von "Jürgen Klingel"

    Wichtig: Symmetrische Aus/Eingänge und Leitungen verwenden, ist das der Fall, bleibt fast nur noch ein Masseschleifenproblem übrig.Hier hilft evtl. ein nur einseitiges Auflegen der Masse am XLR-Verbinder.

    z.B. via Ground Lift Schalter, falls vorhanden.

    Könnte man für solche Probleme, sich ein (kleines) XLR-Kabel (Stecker/Kupplung) bauen, mit nur einseitig angelegter Abschirmung, zum schnell-mal-dazwischen-stecken ? :wink:

    "Lärm"-aber meinen Fans gefällts :grin:

  • rene classen
    Beiträge
    897
    • 5. November 2010 um 07:33
    • #5

    Ohne die genaue Lokalität zu kennen würde ich die Sache passiv lösen.
    Damit meine ich bei der Regie kommt eine Endstufe hin und dann langes Lautsprecherkabel.
    Die Verluste sollten bei der Sache hier relativ egal sein.

  • waldschrad99
    Verifiziert
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    2.401
    • 5. November 2010 um 09:51
    • #6

    Wenn mit 80 Meter langem Line-Signal / XLR-Kabel ne externe Beschallung versorgt wird, müsste dort auch der Strom auf der gleichen Phase sein wie am Pult, sonst brummts! Zusätzliche 80 Meter Schukokabel würden aber ganz andere Probleme schaffen, daher anderer Vorschlag:
    Hier hilft es, mit Chich/Klinke aus dem Pult raus in eine aktive DI-Box, und erst dann das Signal (potentialgetrennt) auf die externe/lange Stecke zu schicken.
    Die Länge spielt dann weniger ne Rolle, ich hab das (genau so wie beschrieben) auch schon mit gut 150--200 Meter gemacht.
    Hierfür tats es die DI-20 vom Alu-verarbeitenden Hersteller mit B
    (übrigens mein einzigstes "Gerät von o.g. Produzenten, und erfüllt seinen Zweck ganz gut.)
    Edit/Nachtrag:
    die DI-20 ist aktiv mit 9V Batterie/Accu, somit ist Signalpegelverlust nicht zu befürchten.
    Anhand der beschiebenen wenigen Geräte und gewiss nur Moderation + Hintergrundmusik gehe ich mal von einem Kleinst-Mischpult (meist ohne symmetrische Ausgänge) aus. Im Übrigen ist die Auswahl an DI-Boxen m.W. größer als von reinen symmetrischen Line-Trennern.
    Vor Monaten wurde mal im b2b ein BSS 4-Kanal XLR Line_Trenner verkauft, der wäre hier goldrichtig wenns doch solche Ausgänge gibt.
    sorry, ich hab nicht den tiefen fachgrundlagen-Hintergrund, aber ich machs trotzdem richtig :wink:

    2 Mal editiert, zuletzt von Waldschrad99 (6. November 2010 um 03:31)

  • skyworker
    Profi
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    • 5. November 2010 um 11:43
    • #7
    Zitat

    Könnte man für solche Probleme, sich ein (kleines) XLR-Kabel (Stecker/Kupplung) bauen, mit nur einseitig angelegter Abschirmung, zum schnell-mal-dazwischen-stecken ?

    Das gehört - aus rotem oder pinken Kabelrest gefertigt - in jedes gute Adapterset.

    Die passive Lösung ist meiner Meinung nach auch nicht unbedingt schön, warum so viel Lautsprecherkabel verballern?

    Schon mal über Funk nachgedacht? So vorhanden kann man ja ein Beltpack schnell zur Funkstrecke umrüsten.

    Was der Waldschrad sagt, ist so dumm nicht, man könnte das auch sachlich richtiger mit zwei Splitboxen regeln, dann kann man (so vorhanden) gleich aus den soliden Ausgängen rausgehen. DI-Boxen wurden ja eigentlich für etwas ganz anderes gebaut, gell? ^^

    Alternativ auch mal über einen kleinen Aufholverstärker (den gäbe es ja in der aktiven DI-Box womöglich gratis dazu) nachdenken.

    Trotzdem sollten 80 Meter Signal eigentlich kein Problem darstellen - wenn man überlegt, dass ein Mikrofonsignal gerne mal 60 - 70 Meter Distanz vom Mikrofon über Kabel, Multicore, Patch und Auflösung zurücklegt. Und das ganz ohne Gebastel auf dem Weg.

    Best

    SKY

    Edit sagt, Rechtschreibung wäre sexy ^^

    Kein Applaus für Scheiße!

    Einmal editiert, zuletzt von skyworker (5. November 2010 um 15:25)

  • Elevat0r
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    • 5. November 2010 um 15:23
    • #8

    ...und da reden wir über ganz andere Spannungen als bei einem Line-Signal!

    Strecken bis gut 100m hab ich mit XLR zur Line-Übertragung schon oft gemacht, mit gescheitem symmetrischem XLR-Kabel überhaupt kein Ding!
    Wenn es brummt eben die von Waldschrad beschriebene Variante mit der DI-Box, dann steht die Laube. ;)

    -----------------------------------------------------------

    Um Fragen vorzubeugen: Nein, ich habe nichts mit dem DJ-Versandhandel zu tun! ;)

  • Joe Ziesing
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    • 5. November 2010 um 19:34
    • #9

    So vielen Dank für die zahlreichen Antworten.
    Werds einfach mal probieren, die knapp 120m XLR zu legen und ne Aktivbox verwenden und ne DI Box dazwischen.
    DI Box gleich am Anfang oder erst vor der Box? Machts n Unterschied?

    Die Möglichkeit mit Funk besteht nicht, da 2 sehr dicke Betonmauern dazwischen sind und die Mittel fehlen.

    Kabelmäßig besteht die Möglichkeit die Geschichte Aktiv oder Passiv zu lösen. Aktiv etwas geschickter.
    Wenn beide Möglichkeiten bestehen, welche würdet ihr dann empfehlen?

  • skyworker
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    • 5. November 2010 um 19:45
    • #10

    Aus dem Pult direkt und möglichst kurz in die DI-Box, von da symmetrisch weiter bis zur Aktivbox. Es geht darum, den unsymmetrischen Kabelweg möglichst kurz zu halten.

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • Joe Ziesing
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    73
    • 5. November 2010 um 20:06
    • #11

    Wieso ists vom Pult raus überhaupt unsymmetrisch?
    Dachte immer XLR Ausgänge wären symmetrisch?

  • skyworker
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    • 6. November 2010 um 00:52
    • #12

    Können - müssen nicht. Blick ins Manual hilft weiter

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • Jürgen Klingel
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    • 6. November 2010 um 02:21
    • #13
    Zitat von "skyworker"

    Können - müssen nicht. Blick ins Manual hilft weiter

    SKY

    Eben, was ist das für ein Mixer?

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • Kracky
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    • 6. November 2010 um 09:33
    • #14

    Tip noch von mir, da ich ähnliches auch schon kenne, gerade in solchen Hallen ist es nicht unüblich das man nicht so genau schaut was Strom angeht, gerne hat man dort dann für Nebengebäude eine eigene Erdung und wenn du nun den Stromkreis der Halle mit dem des Foyer über eben deine symmetrische XLR Verkabelung verbindest läuft hier ein ganz schön widerlicher Ausgleichsstrom der eben dieses hässliche Brummen verursacht und leider hilft da meist nicht mal eine DI Box zum entkoppeln, deswegen nicht nur das Signal vom Pult aus zur Aktiv Box führen sondern auch den Strom. Probiers mal aus, vielleicht ist das dein Problem.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • rene classen
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    897
    • 6. November 2010 um 12:01
    • #15
    Zitat von "Kracky"

    Tip noch von mir, da ich ähnliches auch schon kenne, gerade in solchen Hallen ist es nicht unüblich das man nicht so genau schaut was Strom angeht, gerne hat man dort dann für Nebengebäude eine eigene Erdung und wenn du nun den Stromkreis der Halle mit dem des Foyer über eben deine symmetrische XLR Verkabelung verbindest läuft hier ein ganz schön widerlicher Ausgleichsstrom der eben dieses hässliche Brummen verursacht und leider hilft da meist nicht mal eine DI Box zum entkoppeln, deswegen nicht nur das Signal vom Pult aus zur Aktiv Box führen sondern auch den Strom. Probiers mal aus, vielleicht ist das dein Problem.

    Oder meine vorgeschlagene passive Variante.

  • Kracky
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    • 6. November 2010 um 12:44
    • #16
    Zitat von "Hoppeditz"

    Oder meine vorgeschlagene passive Variante.

    120m Passiv, da sollte dann aber ein vernünftiges Kabel (2x4mm²) liegen und das wird nicht billig. Ich weiß nicht ob es nicht doch günstiger ist den Strom und das symmetrische Signal auf diese Strecke zu legen.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

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    André Ruhnau
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    78598 Königsheim

  • Joe Ziesing
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    73
    • 6. November 2010 um 15:25
    • #17

    Mischpult des Sportvereins ist ein Behringer VMX 1000 mit symmetrischen Ausgängen.

    Die aktive Box die am "Spielfeldrand" steht, hat 2 Ausgänge. Klinke und Speakon.
    Wenn ich von dort aus gehe, spar ich mir schon mal die ersten 40Meter.
    Also könnte ich von dort dann entweder die passive Lösung wenn Kabel vorhanden sind anstreben oder die aktive mit DI Box.
    Kommt auch darauf ob die Lautsärke separat steuerbar ist bei der passiven Lösung.

    -> Wenn ich bei einem symmetrischen Signalweg die DI Box nur wegen der Ground-Lift Funtkion
    einsetz, ist es dann trotzdem am besten sie gleich am Anfang reinzuhängen?

    Gruß und Danke!

  • skyworker
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    • 6. November 2010 um 19:56
    • #18

    N´ Abend - ich würd dem Threadstarter als begleitende Maßnahme auch mal ein wenig Lektüre empfehlen. Es gibt (sicherlich hier über einen Link zu beziehen) reichlich Fachbücher, die helfen, etwas Verständnis für Grundlagen zu schaffen.

    SKY

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  • waldschrad99
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    • 6. November 2010 um 20:52
    • #19
    Zitat von "Kracky"

    Tip noch von mir, da ich ähnliches auch schon kenne, gerade in solchen Hallen ist es nicht unüblich das man nicht so genau schaut was Strom angeht, gerne hat man dort dann für Nebengebäude eine eigene Erdung und wenn du nun den Stromkreis der Halle mit dem des Foyer über eben deine symmetrische XLR Verkabelung verbindest läuft hier ein ganz schön widerlicher Ausgleichsstrom der eben dieses hässliche Brummen verursacht und leider hilft da meist nicht mal eine DI Box zum entkoppeln, deswegen nicht nur das Signal vom Pult aus zur Aktiv Box führen sondern auch den Strom. Probiers mal aus, vielleicht ist das dein Problem.


    @ Kracky oder Skyworker
    Würde es in dem Fall helfen (wenn das Ganze mal angenommen Open Air wäre) das Pultgeäuse einerseits und am anderen Leitungsende die Endstufen zu erden mittels eines in die Wiese geklopften Metall-Stab + irgendein nicht zu dünnes Kabel ??

    Kann es schaden/hilfreich/vorbeugend sein, bei Open Air u. langen Stecken, mittleren Konzert-Anlagen und mehreren Strom-Phasen für Ton einfach mal jede Station ("Amp-City", FOH-Platz, ...) dort überall ne zusätzliche Gehäuse-Erdung zu machen ??

    Bei Indoor-Konzerten isses dann wohl nicht ganz so einfach für solche zusätzlichen Maßnahmen. :|

  • skyworker
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    • 7. November 2010 um 17:22
    • #20
    Zitat

    Würde es in dem Fall helfen (wenn das Ganze mal angenommen Open Air wäre) das Pultgeäuse einerseits und am anderen Leitungsende die Endstufen zu erden mittels eines in die Wiese geklopften Metall-Stab + irgendein nicht zu dünnes Kabel ??

    Wie wäre es denn, wenn man erst mal sinnvolle Maßnahmen ergreift???

    SKY

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