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Funkmikrofonprofis gefragt - Rauschen bei geringen Pegeln?

  • hermste
  • 31. März 2008 um 18:11
  • hermste
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    • 31. März 2008 um 18:11
    • #1

    Hallo!

    Ich erkundige mich hier zu einem Phänomen, das ist schon mit verschiedensten Anlagen vorgefunden habe und ich nicht mehr eindeutig einer Ursache zuweisen kann. Dieses Mal konnte ich es Mitschneiden...

    Bei Microport-Systemen erlebe ich es öfters, dass bei Sprachübertragung, sobald ein nennenswertes Schallereignis auf die Membran auftrifft zuerst ein kurzes, recht leises Rauschen/Rascheln zu hören ist. Das gleiche passiert wieder, wenn von dem Schallereignis der Zustand zu "Ruhe" kommt.

    Ich dachte bisher, es wäre wohl der Squelch zu hoch eingestellt oder der RF-Empfang zu gering (im Endeffekt ja das gleiche Nadelöhr).

    Dann erlebte ich einmal mit einem U4D System (also U1 Taschensender) mit einem (günstigen) WL93 Kugellavaliermikrofon, dass genau dieses Ansprechgeräusch bei einem einzelnen Mikrofon aufgetreten ist. Daher ging ich davon aus, dass die Spannung der dauerpolarisierten Elektretkapsel wahrscheinlich über die Jahre geringer wurde und daher vielleicht dieser Effekt auftritt.

    Vorgestern hatte ich eine Kirchensache mit einer Sennheiser 3000er Anlage in Betrieb (RF-Empfang war perfekt und Frequenz war frei (mit UHF-Scanner gemessen)) und da hatte ich das schon wieder...

    Ist es das Compander-System, das die Nebengeräusche erzeugt?

    Als Link ein Beispiel, damit ihr merkt, was ich mit Rascheln meine. Man hört es immer an den Wortansätzen des Pfarrers.
    Hier der Link zur Datei:
    http://www.file-upload.net/download-759548/rascheln.mp3.html

    Ich bin mir sicher, jemand außer mir hat das auch schonmal bei einem System bemerkt. Hat jemand eine Lösung?

    Grüße,
    Hermann

  • djvomght
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    • 31. März 2008 um 22:55
    • #2

    Hallo Hermann,

    leider läßt sich die Datei nicht abspielen :(
    Wie auch immer, leider erzeugen die Compandersysteme gelegentlich Nebengeräusche, richtig schlimm war Sennheisers "HiDyn" (SKM4031, SK2012), das durchaus gerade bei Sprache ziemliche Rauschfahnen erzeugte. Die 3000er Serie hat das verbesserte "HiDyn plus", das nach meiner Beobachtung ziemlich selten solche Unarten macht, die Shures kenne ich weniger.
    Ich würde die Compander dafür verantwortlich machen, den Mikrofonen traue ich das weniger zu. Eine nachlassende Polarisation würde zu schlechterer Empfindlichkeit führen, aber keine Nebengeräusche erzeugen.

    Gruß Jörg

  • oops
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    • 31. März 2008 um 23:41
    • #3

    ich kenne diese problematik eher von IEM systemen,- in diesem fall die 300er g2 serie... da gibts auch merkwürdiges rauschen im attack und release eines signals...

  • hermste
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    • 1. April 2008 um 09:11
    • #4

    Danke für die vorläufigen Hinweise,

    ich habe die Datei jetzt nochmal ins Internet gestellt
    http://www.file-upload.net/download-760765/rascheln.mp3.html

    und hoffe, dass sie dieses Mal funktioniert.

    Bitte hört Euch das nochmal an, ob ihr das auf den Compander zurückführen würdet.

    Ehrlich gesagt wäre ich wohl etwas erstaunt, wenn ein U1 Taschensender/U4 Empfängersystem solche Nebengeräusche erzeugen würde (in dem Hörbeispiel MKE2 auf SK 3063 Taschensender und EM 3032 Empfänger).
    Kann es sein, dass der Compander über die Zeit in Mitleidenschaft gezogen wird und nachjustiert werden muss oder "ist das eben so" und bei Programmmaterial mit vielen Ruhepausen (Sprache) deutlicher wahrnehmbar?

    Wegen der IEM: 300g2 wäre eigentlich ein recht aktuelles System... interessant.

    Danke für Eure Hilfe,
    Hermann

  • shure
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    • 1. April 2008 um 10:12
    • #5

    Halo Hermann,

    ich habe das file nun nur auf meinen Computer-Quäkern angehört ... aber ich erkenne da ein leichtes Aufrauschen, das wirklich von einem Companding System kommt/kommen kann.

    Die Aufnahme - so wie ich das nun verstanden habe - ist mit dem Sennheiser 3000 System entstanden?

    Generell hat auch die U-Serie ein leichtes Aufraaschen. In den meisten Fällen wird das allerdings nicht störend empfunden.

    In der aktuellen Generation (UHF-R) würde ich so weit gehen,. dass überhaupt keine Compading gehört wird. Wir arbeiten in nun mehr allen aktuellen Systemen mit dem "Audio Reference Companding" - das speziell bei leisen Signalen überhaupt nicht komprimiert - und damit auch keine Kompressions-Effekte hörbar sind.

    Normalerweise wird das Compading über die Dauer der zeit nicht schlechter. Wenn Du aber das Gefühl hast, dass Deine U-geräte "schlechter" werden, dann kannst Du sie gerne zur Überprüfung mal einschicken.

    Besten Gruß

    Jürgen Schwörer
    Senior Applications Engineer
    Shure Distribution GmbH
    Jakob-Dieffenbacher-Str. 12
    75031 Eppingen
    Telefon: 07262 - 9249151

    *** bitte keine PN sondern direkt an: schwoerer_juergen@shure.com

  • djvomght
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    • 1. April 2008 um 13:03
    • #6

    Hallo Hermann,

    jetzt gehts :)
    Ich würde sagen, das ist der Compander (Abhöre ist eine Control 1).
    Sollte der Effekt sehr störend sein, steuere die Funkstrecke etwas höher aus, soviel Dynamik dürfte ein Pfarrer nicht haben, daß es mit dem Headroom eng werden könnte :-), diese Aufrauscher fallen nur bei sehr geringen Frequenzhüben auf.

    Gruß Jörg

  • hermste
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    • 1. April 2008 um 20:54
    • #7

    Hallo nochmal und herzlichen Dank für Eure Antworten.

    Es ist gut zu wissen, dass dieses Aufrauschen wirklich auf den Compander zurückzuführen ist und ich mir deshalb in Zukunft diesbezüglich nicht mehr so sehr den Kopf zerbrechen muss, weil ich die Ursache kenne und - wenn möglich, den Hub etwas erhöhen kann (den versuche ich ohnehin im Nominalbereich zu halten).

    Das Aufrauschen beim U1/WL93 konnte ich bei dem U4D-System übrigens beim Handsender (U2/B87) nicht so sehr wahrnehmen - obwohl es auch dort um sehr dynamische Pegel ging...
    Das Phänomen bei diesem einen U1 war auch nicht immer gleich stark vorhanden, daher ist die Ursachenforschung diesbezüglich noch nicht für mich abgeschlossen. Ich war davon überzeugt, dass durch einen Tausch der WL93 (weniger wichtige Rolle gegen wichtigen Sprecher) das Aufrauschen massiv geringer wurde (leider benötige ich auf diesem Kanal sehr viel Dynamik, sonst würde ich gerne mehr AF-Gain geben).
    Man musste schon genau hinhören, um es zu hören. Nunja, jedenfalls weiß ich nun, dass dies meistens ein Artefakt des Companders ist.

    Ein U4D Empfänger wird ohnehin von Michael Wolf betreut werden, weil er einen "Error 1" hat (spielt trotzdem und er hat schon ein knappes Jahrzehnt am Buckel) - jedoch über den österr. Vertrieb bearbeitet (vom Kurt beim Kain). Hoffentlich hat er schon die neuen EPROMs, die noch verfügbar sind. Ich habe mich mit Michael Wolf auf der Musikmesse dieses Jahr etwas länger unterhalten und bedanke mich auch sehr herzlich auf diesem Wege für einige Einblicke in die Funktechnik aus "erster Hand" (wer kennt gängige Probleme und deren Lösungen besser als ein Servicetechniker?) und bedanke mich für das nette Gespräch.

    Selber hatte ich die UHF-R Serie noch nicht im Einsatz. Ich freue mich jedoch schon darauf, weil ich mit der U4-Serie fast immer ein problemloses und sicheres Arbeiten möglich war und ist.

    Trotzdem bevorzuge ich immer noch kabelgebundene Mikrofone, wenn möglich ;-).

    Ein abschließendes Heureka! und Danke an alle beteiligten,
    Hermann

  • guma 13. Februar 2021 um 12:18

    Hat das Thema aus dem Forum FOH nach Signalquellen verschoben.
pro-silentium.de

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