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Auslagern der Analog digital Diskussion aus dem FOH Lern Tre

  • tufkaklto
  • 11. Juli 2008 um 16:42
  • oton
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    • 13. Juli 2008 um 12:32
    • #41
    Zitat von "DirkB"

    Nur ich würde ehrlich gesagt lieber zu einem ausgesonderten, aber überholten Rundfunkpult greifen als zu irgendwas mit einem "amtlichen" britischen oder amerikanischen Namen drauf.
    Selbst wenn es etwas schwerer und unhandlicher sein sollte: was der Hersteller in den Daten angibt, stimmt auch.

    Lustig nur, das im Funk mit die ersten waren die massiv auf Digitalpulte gesetzt hat, im SWR gibt es bis auf ein paar uralte Übertragungswagen mit alten Studer 10-Kanal Mischern keine Analogtische mehr ...

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
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  • wora
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    • 13. Juli 2008 um 13:38
    • #42

    wow... hier geht´s ja richtig ab :D

    also ich bin im grunde meines herzens ja auch ein befürworter analoger technik, weil einfach jeder damit klarkommt und die technik aus klanglicher ebene schon lange ausgereift ist.

    aber eines habe ich mittlerweile akzeptiert: "sag niemals nie"

    digitale pulte haben, was die übersicht über viele auxe angeht, definitiv die besseren karten. die übersicht in der "sends on fader"-funktion ist bei analogen pulten wirklich nicht machbar. wenn man ganz ehrlich ist: wie oft hat man auf grossen analogtischen schon mal nen leicht aufgedrehten aux-regler übersehen?... na? ;)

    neulich hab ich wieder mal nen job auf ner ML4000 gemacht und überrascht festgestellt, das man da das Lo-band garnicht zwischen shelving und bell umschalten kann... wie schnell man sich doch an das digi-zeug gewöhnt hat.

    und klanglich bewegt man sich mit Soundcraft Vi6, Digidesign Venue und A&H iLIVE (auf DiGiCo hab ich noch nicht gearbeitet) auch ein grossen schritt nach vorne. mit diesen neuen pulten kommt man definitiv an die bewährte analoge technik der besseren sorte ran, ohne quatsch.
    aber es war vor jahren schon abzusehen, das die technik weiter aufholt. bei den grösseren jobs sehe ich so langsam die felle für die analogtechnik davonschwimmen, oder besser gesagt: sie sind bereits davongeschwommen.

    was die kleinen jobs angeht, so die günstige 24 kanalklasse, sehe ich weiterhin keine unschlagbaren vorteile des LS9.
    es ist, was es ist: eine sehr preisgünstige möglichkeit, an ein speicherbares pult heranzukommen. es ist und bleibt: kompakt, dadurch aber auch sehr kompliziert.
    natürlich kann man damit auch nen job mischen, aber ohne vorbereitung braucht man ewig für den soundcheck... das ist meine eigene, leidvolle erfahrung. 32kanäle liveband über das teil zu mischen wäre für mich übrigens eine eindeutige "no go" geschichte (es sei denn, ein grossteil davon sind stereokanäle).

    ich würde übrigens wirklich zu gerne mal den lange versprochenen pultvergleich haben, ganz ehrlich! aber da tut sich leider nix. vielleicht bekommen wir im herbst ja mal was hin?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tufkadib
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    • 13. Juli 2008 um 14:27
    • #43
    Zitat von "oTon"

    Lustig nur, das im Funk mit die ersten waren die massiv auf Digitalpulte gesetzt hat


    Das mag sein und wenn die Geräte die Hürde IRT-Pflichtenheft genommen haben, will ich auch gern glauben, daß es zuverlässig funktioniert. Nur liegen diese Hürden eben recht hoch...

    Zitat

    im SWR gibt es bis auf ein paar uralte Übertragungswagen mit alten Studer 10-Kanal Mischern keine Analogtische mehr ...


    Sowas ist aber auch nett. :D

    MfG

    DirkB

  • simonstpauli
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    • 13. Juli 2008 um 14:33
    • #44

    Wie schon mehrfach im Forum angeklungen gibt es einen Punkt, der für Digitalpulte immer wieder eingefordert wird:

    Bedienkonzept, Oberflächen.

    Im Moment sehe ich zaghafte Versuche, über die Imitation der Analogtechnik hinauszugehen (Sends on Faders war wohl der erste große Wurf in dieser Richtung).
    Ich möchte z.B. nicht immer nur Regler drehen, um einen EQ einzustellen, dafür kann ich mir mit einem (Multi)-Touchscreen komfortablere Bedienmöglichkeiten vorstellen (z.B. Anfassen und ziehen eines Punktes + Q-Faktor mit der anderen Hand.

    Was die USV-Thematik betrifft: m.E. ist das durchaus Sache der Pulthersteller, eine Lösung zu finden, damit die Pulte nicht bei kurzen Spitzen oder Brownouts gleich neu booten müssen. Was für ein Blödsinn (sorry) ist es denn, eine 230V AC-Quelle mit einer Batterie konstant halten zu wollen (mit Auswirkungen auf die Wellenform etc.), wenn hinter dem Netzteil im Pult sowieso DC anliegt, welche man viel einfacher puffern kann.

    Und dann noch für Verleiher: pflegt eure Pulte! Ich hatte neulich ein M7CL mit 1.11-Software bekommen, das geht nicht in meinen Kopf, da wurden so einige Bugs behoben mit 1.12 und ff.

    1. möchte ich am Pult einen Service-Aufkleber, wer wann welche Firmware-Version aufgespielt hat.
    2. einen USB-Stick mit ebendieser Firmware für den Notfall
    (Daß ich selbst auch immer alle neusten FWs mit mir rumschleppe, nur für den Fall, ist eh klar.)
    3. optional bzw. richtig schön, ein Netzwerkkabel bzw. WLAN-Router.
    4. Natürlich kein Admin-Passwort, welches das Pult kastriert.

    Wenn das alles funktioniert: gerne digital

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • christopher hafer
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    • 13. Juli 2008 um 16:25
    • #45
    Zitat von "oTon"


    Lustig nur, das im Funk mit die ersten waren die massiv auf Digitalpulte gesetzt hat, im SWR gibt es bis auf ein paar uralte Übertragungswagen mit alten Studer 10-Kanal Mischern keine Analogtische mehr ...

    Das ist wohl weniger lustig als logisch. Beim Rundfunk sind sowohl die Mittel da als auch der Bedarf (...und das ist in "unserer" Branche mehr herbeigeredet als tatsächlich der Fall. Ich unterlasse es momentan aus Zeitgründen, dies detailliert zu erörtern).
    Und natürlich erfüllt eine Lawo-MC-Serie auch den IRT-Standard.
    Ich verstehe nur nicht so ganz was dies mit dem ursprünglichem Thema zu tun hat.
    Die Toningenieure die mit diesen Pulten arbeiten (bei denen das Bedienkonzept KOMPROMISSLOS ausgelegt ist...) haben wohl wenig zu tun mit Einsteigern, die sich dagegen mit 01v/LS9 anfreunden müssen, deren Oberfläche vergleichsweise mehr an einen Game-Boy erinnert...

    Übrigens lernen Toningenieure tendenziell ERST die musikalischen/technischen Grundlagen und dann den Umgang mit professionellem Handwerkszeug, nicht umgekehrt!

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • tufkaklto
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    • 13. Juli 2008 um 20:26
    • #46
    Zitat

    Übrigens lernen Toningenieure tendenziell ERST die musikalischen/technischen Grundlagen und dann den Umgang mit professionellem Handwerkszeug, nicht umgekehrt!
    _________________

    Was leider noch nicht unbedingt heist, das sie dann auch mischen können :D

    Zitat

    Ich verstehe nur nicht so ganz was dies mit dem ursprünglichem Thema zu tun hat.
    Die Toningenieure die mit diesen Pulten arbeiten (bei denen das Bedienkonzept KOMPROMISSLOS ausgelegt ist...) haben wohl wenig zu tun mit Einsteigern, die sich dagegen mit 01v/LS9 anfreunden müssen, deren Oberfläche vergleichsweise mehr an einen Game-Boy erinnert...

    Deswegen hab ich da einen neuen Tread eröffnet, weil mir das auch schwer am Keks geht, wenn eine Diskussion immer wieder in EINE Richtung abrutscht.

    Und hier ist bgenau das ja auschließlich erwünscht. :P:P:D

    Und es kommen ja schon Gute Ideen wie z B:

    Zitat

    1. möchte ich am Pult einen Service-Aufkleber, wer wann welche Firmware-Version aufgespielt hat.
    2. einen USB-Stick mit ebendieser Firmware für den Notfall
    (Daß ich selbst auch immer alle neusten FWs mit mir rumschleppe, nur für den Fall, ist eh klar.)
    3. optional bzw. richtig schön, ein Netzwerkkabel bzw. WLAN-Router.
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  • oton
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    • 13. Juli 2008 um 22:58
    • #47

    Chris hafer: zum Thema tolle Digitalpulte im Funk:

    Zitat

    Ich verstehe nur nicht so ganz was dies mit dem ursprünglichem Thema zu tun hat.
    Die Toningenieure die mit diesen Pulten arbeiten (bei denen das Bedienkonzept KOMPROMISSLOS ausgelegt ist...) haben wohl wenig zu tun mit Einsteigern, die sich dagegen mit 01v/LS9 anfreunden müssen, deren Oberfläche vergleichsweise mehr an einen Game-Boy erinnert...

    Ich muss dir ehrlich sagen das das nicht so ist, 01V Und LS9 sind, was die Bedienung angeht schon sehr viel weiterentwickelt als viele alte "grosse" und "kompromisslose"Pulte.

    Als Beispiel nur mal zwei, einmal ein SSL Axiom, ein Pult bei dem versucht wurde, einem Digitalpult komplett mit einer analogen Oberfläche zu versehen, groß, mächtig, teuer ... und alle die daran arbeiten mischen fast komplett in Pro Tools und verwenden das Pult eigentlich nur als Faderbank, die Bedienung ist einfach zu nervig und das Pult zu unübersichtlich.

    Anderes Beispiel, Euphonix CS2000 in einem anderen Studio, das Pult klingt wunderbar, nur leider ist die Bedienung sagen wir mal "gewöhnungsbedürftig" ... d.H. du brauchst ein paar Monate, um auch nur annähernd damit klar zu kommen und schnell zu sein.

    Ach und alle Lawo Pulte vor MC2, das nackte Grauen ....


    Da sind die modernen Yamahas ein weiter Schritt nach vorne. Wo ich dir recht gebe ist das Yamaha beim LS9 einfach zu viele Bedienelemente abgespeckt hat, um die riesigen Möglichkeiten zu bedienen, es geht einfach alle langsamer als an z.B. einem M7CL. Hier ist es ganz klar Pflicht, sich besser vorzubereiten, da mal ja viele Bedienschritte per Computer schon im Vorfeld erledigen kann ... vielleicht ist hier auch ein wenig Umdenken/Lernen bei den Toningenieuren gefragt.
    Und ein Laptop als weiter Bedienhilfe Plicht.

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  • wora
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    • 14. Juli 2008 um 00:17
    • #48
    Zitat von "oTon"

    ...vielleicht ist hier auch ein wenig Umdenken/Lernen bei den Toningenieuren gefragt.

    natürlich müssen wir umdenken. die verleiher lassen uns leider keine andere chance, denn von ihnen werden heute fast nur noch digitale tische gekauft. ob sie die unbedingt brauchen oder nicht sei mal dahin gestellt, denn fakt ist: es ist so.

    trotzdem muss ich hier mein altes, schon hundertmal geschriebenes statement erneuern:

    wenn wir als techniker keine besseren pulte fordern, werden wir sie nie bekommen!

    aus diesem grunde halte ich es für fatal, alles einfach so zu akzeptieren wie es ist.
    ich möchte jedenfalls nicht bis zu meiner rente nur noch mit LS9 arbeiten, nur weil alle techniker sagen: "wieso, es genügt doch völlig"

    ich möchte in zukunft einfach bessere arbeitswerkzeuge haben. das diese werkzeuge mit höchster wahrscheinlichkeit digital sein werden, ist mir dabei aber völlig klar.

    und klar ist auch:
    es werden schon bessere pulte gebaut und es werden noch viel bessere kommen!! auch im günstigen segment.
    und zwar vor allem, weil es techniker gibt, die kritisch bleiben... nicht sinnlos kritisch, sondern konstruktiv kritisch.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • oton
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    • 14. Juli 2008 um 00:37
    • #49

    Wolfgang, ich gebe dir ja recht. Nur wird es , wie überall, Kompromisse geben, und das LS9 ist ein klassischer Kompromiss, bei seinen meisten Einsatzzwecken ist wahrscheinlich sehr schnelle & intuitive Bedienung nicht die oberste Priorität, sondern Kompaktheit & Features.

    Sind wir doch mal ehrlich, die Möglichkeiten sind für den Preis schon extrem ... dafür verzichte ich gerne auf ein wenig Bedienfreundlichkeit, wenn ich sonst voll in die Trickkiste greifen kann, was EQ, Kompressoren etc. greifen kann. Jedenfalls wenn es eine kleinere Baustelle ist.

    Ich arbeite im Augenblick meistens mit VI6, PM5D & Studer Vista 5 und weiss, das ich da eher auf der schönen Seite der Digitaltechnik gelandet bin .... und sehe so auch eher die problematischen Seiten an M7CL und LS9 & Konsorten .... aber sind wir doch mal ehrlich, gegen den kleinen abgerockten FOH Platz mit A&H/Soundkraft irgendetwas incl. ein paar halbgarer Kompressoren & EQ´s incl. madiger Verkabelung ist mir ein LS9 doch immer noch um Längen lieber !!!

    Trotzdem, da hast du Recht, sollte man sehen das die Entwicklung weitergeht, und vielleicht liest ja auch mal jemand von Yamaha/Roland/Soundcraft etc. hier mit.

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  • christopher hafer
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    • 14. Juli 2008 um 03:16
    • #50

    @ oTon

    Zitat

    .... aber sind wir doch mal ehrlich, gegen den kleinen abgerockten FOH Platz mit A&H/Soundkraft irgendetwas incl. ein paar halbgarer Kompressoren & EQ´s incl. madiger Verkabelung ist mir ein LS9 doch immer noch um Längen lieber !!!

    Dies ist aber kein schlüssiges Argument. Selbst für den Preis eines LS9-32 gibt es weitaus mehr als einen "madigen, abgerockten" Frontplatz.
    Ich werde dies solange Wiederholen wie diese ewige wie grundfalsche "Digital ist billiger" und "Analog ist abgerockt" Polemik nicht mal endlich aufhört...

    Firmen die ihre analogen Pultplätze nicht pflegen werden das mit den Digitalen ebenso wenig machen.
    Beispiele dafür kennen wir bereits nach recht kurzer Zeit: veraltete Firmwares/OS, Passwortschutz, in nächster Zeit werden Themen wie defekte Displays, teilweise Defekte I/O sowie andere Schweinereien, auch verursacht durch falsche Handhabung oder mechanische Überbeanspruchung immer mal wieder auftauchen...
    Alles andere wäre reine Illusion.


    Zitat

    Und ein Laptop als weiter Bedienhilfe Plicht.


    Sorry, und wenn ich der letzte Mensch bin der noch so denkt:
    Ein Laptop zur "Bedienhilfe" eines Digitalpultes ist nicht nur ein Eingeständnis an die technische Unausgereiftheit einer Bedienoberfläche, es ist einfach ein Unding.
    Grundsätzliche Dinge wie Ergonomie und Betriebssicherheit stehen einem solchen Konzept ELEMENTAR entgegen und hätte bei einem analogen Pult zu kompletter Ablehnung geführt (Beispiel? Eine H3000, deren Automation nur per PC ordentlich zu verwalten wäre hätte am Markt keine Chancen, ebensowenig wie ein Analogpult, dessen elementares Display bei direkter Sonneneinstrahlung nicht lesbar ist... klingelt es irgendwo?)

    In der Praxis heißt das außerdem, dass ich als Techniker gezwungen sein soll mein eigenes Gerät mitzuschleppen, samt Verschleiß und hohem Diebstahl/Transportrisiko - das mir NIEMAND zahlt, ebenso wenig wie die Anschaffungskosten und den Zeitaufwand für Einrichtung und Pflege - oder was verstehe ich hier falsch?
    Wer das OK findet und Chic, mit den restlichen Funktionen (die meistens auch NIEMAND braucht) aufzufahren kann das ja mitspielen, ich finde es NICHT OK - erst recht nicht Grundvoraussetzung oder "Pflicht".


    Zitat

    Ich muss dir ehrlich sagen das das nicht so ist, 01V Und LS9 sind, was die Bedienung angeht schon sehr viel weiterentwickelt als viele alte "grosse" und "kompromisslose"Pulte. ...

    Da kann ich Dir teilweise zustimmen, denn Deine Beispiele stammen ja weitestgehend aus der Pionierzeit der Studio-Digi-Pulte.
    Allerdings sollte man
    a) nicht verschweigen, dass alle Studio-Groß-Konsolen, egal ob digital oder analog, eine erhebliche Einarbeitungszeit erfordern, abhängig von ihrem riesigen Funktionsumfang und der kompletten Peripherie - also ohnehin überhaupt nicht vergleichbar mit "einfachen" kleinen Live-Tischchen.
    b) darüber nachdenken dass große Digitalkonsolen früherer Generationen immer noch erhebliche Vorteile gegenüber modernen "Taschenrechnern" haben - einer davon, noch einmal angeführt, ist Ergonomie.
    Durch solide Bedienelemente (z.B. Schalter/Taster mit präzisem Druckpunkt....), gutem Metering, kompromissloser Verarbeitung, kurz: Einem Design, bei dem anders als bei den Budget-Consolen LS9/M7 nicht an jeder Ecke der Rotstift zu fühlen ist (ja, auch beim M7 und zwar ganz massiv!).

    Klaus:

    Zitat

    Zitat:
    Übrigens lernen Toningenieure tendenziell ERST die musikalischen/technischen Grundlagen und dann den Umgang mit professionellem Handwerkszeug, nicht umgekehrt!
    _________________

    Was leider noch nicht unbedingt heist, das sie dann auch mischen können

    Nicht zwingend wenn es um "U-Musik" geht
    ... aber vor dem Wissen eines durchschnittlichen Toningenieurs sollten mind. 98% unserer Kollegen in Erfurcht erstarren... :P

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • ThomasL
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    • 14. Juli 2008 um 09:10
    • #51

    Ich denke die Digital-ist-günstiger-Diskussion ist keine Polemik, sondern Realität.
    Wenn ich den Preis vom großen T für ein GL2400 32, vier dbx 166 XL, zwei dbx 1074, ein M-One XL, ein D-Two, drei dbx 1231 (einen für Foh, zwei für Monitor) addiere, Cases und Verkabelung in ordentlich draufrechne...bin ich auf dem Preis eines bei ebenselbem Dealer angebotenen LS-9 Bundles mit Case. Dafür gibts bspw. nicht mal die Hälfte an Auxwegen oder Effekten. Wenn ich jetzt ein GL2800 hernehme, was glaub ich das vergleichbarere Pult ist, bin ich gleich 2000 Euro teurer.

    Ich verstehe ja Dein Misstrauen in der Hinsicht, aber viele, gerade kleine Vermieter rechnen genau so. Ausserdem vom Kollegen Rockline stammt ja der Ausspruch, dass selbst das LS9 noch zu teuer wäre und alle Jobs in der Liga auch von einem 01V96 mit Extensions hervorragend erledigt werden können (wo ich ihm zumindest teilweise zustimme) Dann haben wir einen Kostenvorteil von mehreren 1000 Euro auf Seiten des Digitalen.

    Ich arbeite sehr gern analog und ich arbeite gut und schnell digital. Rein wirtschaftlich würde ich mir aber wahrscheinlich nie wieder ein analoges Pult auf den Hof holen, es sei denn, Kunden verlangen explizit danach. Und das tun sie schon seit längerem wesentlich weniger oft.

    Viele Grüße,

    Thomas

    http://www.lange-ohlemeyer.de

  • Sound-Klinik
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    • 14. Juli 2008 um 09:52
    • #52

    Es ist doch ganz einfach: Bei analogen Mischpulten gibt es quasi einen Standard in der Bedienbarkeit ... bei digitalen bisher (herstellerübergreifend !) nicht.

    Solange jemand mit einem bestimmten (digitalen) System täglich bzw. regelmässig arbeitet, wird er es bedienen können und die vielen netten Features nach Studium des Manuals nutzen können.
    Bei analogen Pulten klappt es dagegen (aufgrund des sich in vielen Jahren entwickelten Bedienstandards) auch ohne Einarbeitungszeit mit dem Pult eines anderen Herstellers (sofern es kein Exot ist) verhältnissmässig schnell.

    Ein Profi, der mit digitalen Yamahas (bzw. einem bestimmten, ihm vertrautem Pult) allwöchendlich unterwegs ist oder damit arbeiten muß, wird nicht verstehen (wollen), wieso nicht alle auch so arbeiten.
    Nur: Für die meisten Veranstaltungen (abgesehen von Musical- und Theaterproduktionen) benötigt man keine 20 AUX-Wege.

    Die Qualität einer Veranstaltung steigt nicht mit der (ob benötigten oder - wohl häufiger - nicht benötigten) Anzahl von integrierten FX-Inserts, EQs und Bussen - obwohl: Das Einsparen eines vollgemüllten Sideracks klingt verlockend.

    Und wer mit einer einzigen "all-inclusive"-Kiste aus dem Vollen schöpfen will (sei es wegen des tatsächlich vorhandenem Bedarfs an Gadgets ... oder aus Prestigegründen), soll sich doch einfach das aktuelleste Gerät seiner Begierde kaufen, was der Markt derzeit (!!!) hergibt ...
    ... und immer dran denken: die Technik wird auch an diesem Punkt nicht lange nicht stehenbleiben ... :wink:

  • Dark
    Beiträge
    240
    • 14. Juli 2008 um 10:23
    • #53
    Zitat von "Sound-Klinik"

    Es ist doch ganz einfach: Bei analogen Mischpulten gibt es quasi einen Standard in der Bedienbarkeit ... bei digitalen bisher (herstellerübergreifend !) nicht.

    Solange jemand mit einem bestimmten (digitalen) System täglich bzw. regelmässig arbeitet, wird er es bedienen können und die vielen netten Features nach Studium des Manuals nutzen können.
    Bei analogen Pulten klappt es dagegen (aufgrund des sich in vielen Jahren entwickelten Bedienstandards) auch ohne Einarbeitungszeit mit dem Pult eines anderen Herstellers (sofern es kein Exot ist) verhältnissmässig schnell.

    Hallo,

    Ich würde gerne einige Dinge zu dieser Diskussion beitragen die ich mit Interesse verfolge.Ich bin eigentlich Lichtmann....

    Warum wehren sich so viele Tonleute gegen unterschiedliche Prinzipien?Im Lichtbereich ist es seit Jahren so das es 3-4 "Standards" gibt die völlig unterschiedlichen Bedienprinzipien folgen.Und ich habe das als Chance gesehen sein persönliches Lieblingsprinzip herauszusuchen.Also warum ist es so schlimm das sich A&H und Yamaha unterscheiden?In jeder Klasse setzen sich 2-3 Pulte durch und die sollte man können oder sind Tonis unflexibler und lernresistenter als Lichtleute? ;)
    Warum freut man sich nicht einfach ein zusätzlich sehr flexibel gehaltenes Arbeitsinstrument für seine Aufgaben zu bekommen?Gab es denn damals die selbe Diskussion als digitale Effektgeräte eingeführt worden?
    Natürlich geht alles mit analog aber jetzt hat man eben eine gute Option für anspruchsvolle Aufgaben - man muss sich halt jetzt Gedanken zur Arbeitsweise und Vorbereitung machen.Die "Ich komme dahin und irgendwie wirds gehen" Einstellung wird jetzt schwierig ;)


    Ich mag die Jungs die heute mit Digitalpulten umgehen können sehr. Ich habe den Eindruck seit der Einführung dieser Systeme lockert sich das Verhältnis zum Computer bei vielen...Gedanken zu Wlan Netzwerk usw werden jetzt viel besser ausgetauscht und manch Tonler macht sich viel mehr Gedanken um Arbeitsprozesse als das vorher der Fall war weil es eben jetzt strukturiert sein muss und nicht " das war schon immer so nur nix verändern".Dies bemerke ich - mag ein subjektiver Eindruck sein ...

    Und nicht zuletzt habe ich das schwere Midas auf die Cases heben immer gehasst ;) beim M7CL packe ich gern mal mit an :)

  • tufkaklto
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    • 14. Juli 2008 um 11:07
    • #54
    Zitat

    Zitat:
    Und ein Laptop als weiter Bedienhilfe Plicht.

    Sorry, und wenn ich der letzte Mensch bin der noch so denkt:
    Ein Laptop zur "Bedienhilfe" eines Digitalpultes ist nicht nur ein Eingeständnis an die technische Unausgereiftheit einer Bedienoberfläche, es ist einfach ein Unding.
    Grundsätzliche Dinge wie Ergonomie und Betriebssicherheit stehen einem solchen Konzept ELEMENTAR entgegen und hätte bei einem analogen Pult zu kompletter Ablehnung geführt (Beispiel? Eine H3000, deren Automation nur per PC ordentlich zu verwalten wäre hätte am Markt keine Chancen, ebensowenig wie ein Analogpult, dessen elementares Display bei direkter Sonneneinstrahlung nicht lesbar ist... klingelt es irgendwo?)

    In der Praxis heißt das außerdem, dass ich als Techniker gezwungen sein soll mein eigenes Gerät mitzuschleppen, samt Verschleiß und hohem Diebstahl/Transportrisiko - das mir NIEMAND zahlt, ebenso wenig wie die Anschaffungskosten und den Zeitaufwand für Einrichtung und Pflege - oder was verstehe ich hier falsch?
    Wer das OK findet und Chic, mit den restlichen Funktionen (die meistens auch NIEMAND braucht) aufzufahren kann das ja mitspielen, ich finde es NICHT OK - erst recht nicht Grundvoraussetzung oder "Pflicht".

    Mann kann einfach das Pult besser nutzen, ZB im Festivalbetrieb schon Patches usw für den Nächsten Ändern, während die Eine Band noch spielt.
    Quasi das Setup direkt vor Ort vorbereiten.

    Warum soll ich es nicht tun, wenn mir das das leben erleichtert.
    Spart mir persönlich sehr viel Zeit am Job gegenüber einem Analogtisch.
    Zeit, die ich während eines Umbaues deutlich besser nutzen kann.

    Und Ja, ich habe einen laptop vor Ort immer mit.

    Denn ich brauch den sowieso, da sind meine Messsoftwares drauf, diverse Controllersoftware usw.

    Wenn man nur als Koffertechniker mal Vor Ort wo hinkommt, mag man sowas ja nicht brauchen heutzutage, aber als Systech von einer Firma gehts de Facto nicht mehr Ohne.

    UND JA:
    Man wird von Firmen in der egel gut gebucht und bezahlt, weil man sein Arbeitswerkzeug hat.
    Wer keines hat, wird auch selten gebucht.
    Aber dies nur nebenbei.


    Zitat

    b) darüber nachdenken dass große Digitalkonsolen früherer Generationen immer noch erhebliche Vorteile gegenüber modernen "Taschenrechnern" haben - einer davon, noch einmal angeführt, ist Ergonomie.
    Durch solide Bedienelemente (z.B. Schalter/Taster mit präzisem Druckpunkt....), gutem Metering, kompromissloser Verarbeitung, kurz: Einem Design, bei dem anders als bei den Budget-Consolen LS9/M7 nicht an jeder Ecke der Rotstift zu fühlen ist (ja, auch beim M7 und zwar ganz massiv!).

    Natürlich.

    Aber um den Preis würden die dann auch immer noch beim Händler stehen und jeder würde " AHH" und " OHH " sagen aber nicht kaufen.

    Zitat

    Klaus:

    Zitat:
    Zitat:
    Übrigens lernen Toningenieure tendenziell ERST die musikalischen/technischen Grundlagen und dann den Umgang mit professionellem Handwerkszeug, nicht umgekehrt!
    _________________

    Was leider noch nicht unbedingt heist, das sie dann auch mischen können


    Nicht zwingend wenn es um "U-Musik" geht
    ... aber vor dem Wissen eines durchschnittlichen Toningenieurs sollten mind. 98% unserer Kollegen in Erfurcht erstarren...

    Stimmt, hatte ich gerade wieder.

    Der hochbezahlte Kollege hat sich wirklich super ausgekannt.

    DAS VON IHM BESTELLTE PULT konnte er aber nicht bedienen.
    Und dann kam die Ansage:
    Kannst Du mir bitte EQen, das klingt nicht gut. :shock:

    Jaja, und warum sollte ich das machen, wenn er dafür hochbezahlt wird ???
    Hab es dann trotzdem getan

    Sound Klinik hat geschrieben:

    Zitat

    Ein Profi, der mit digitalen Yamahas (bzw. einem bestimmten, ihm vertrautem Pult) allwöchendlich unterwegs ist oder damit arbeiten muß, wird nicht verstehen (wollen), wieso nicht alle auch so arbeiten.
    Nur: Für die meisten Veranstaltungen (abgesehen von Musical- und Theaterproduktionen) benötigt man keine 20 AUX-Wege.

    Die Qualität einer Veranstaltung steigt nicht mit der (ob benötigten oder - wohl häufiger - nicht benötigten) Anzahl von integrierten FX-Inserts, EQs und Bussen - obwohl: Das Einsparen

    Vorsicht.

    hatte gerade dieses Wochenende wieder eine Geschichte, da waren 16 Auxe am Start, und es war nicht so das Megaevent.

    Nur ein paar Jazzer.

    Und wenn es dann noch mit In Ears usw angeht, hab ich oft ein 24 Aux wege Pult voll.
    Und das wirklich nicht selten.

    Und auch: ich finde schon, das die Qualität mit der Menge an integrierten FX, Gates , Compr. deutlich steigen kann, wenn man in der Lage ist, diese vernünftig zu nutzen.

    Und ein Hoch und einen Glückwunsch an jeden Bandtechniker, der es geschafft hat, das Ihm die Pulte gestellt werden, die er fordert.
    Heißt, das die Band gut im Geschäft ist und dem Veranstalter alles recht, um die Band glücklich zu machen.

    Es ist aber auch die Frage, wieviel Bandtechniker auch mit Ihrer Band dann in Pension gehen können.
    ICH habe mich für den Weg entschieden, für Verleiher als Systemer und Pultmann in verschiedenen Bereichen zu Arbeiten.

    Da ist meine Chance deutlich höher, mal in späteren Jahren nicht mehr schwer arbeiten zu müßen und genau dort ist das Arbeiten mit >>Digitalkonsolen auch deutlich gefragter.

    Und wer viel mit Verleihern arbeitet und die Kundenanforderungen sieht, der Weiß auch, das dieser Trend nicht aufzuhalten ist.

    Und genau genommen geht die Diskussion in der Zwischenzeit nicht mehr um ein Analog / digital was ist besser usw., sondern um ein : Wer kann damit arbeiten??

    Ich kann heute schon erkennen, nach welchen Kriterien Techniker gebucht werden.


    Und auch immer noch:
    Wer nicht digital arbeiten will, muß auch nicht.
    Aber dann sollte man es auch nicht dauernd schlechtreden.

    Und Ja, Pulte wie ein 01V96 oder ein LS9 sind natürlich ein Kompromiss.
    Man muß halt nur immer zusehen, wo die Pulte Sinn machen.
    Mir ist es trotzdem noch lieber als ein Analogplatzt in der selben Größenordnung.

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  • tufkadib
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    • 14. Juli 2008 um 11:31
    • #55
    Zitat von "simonstpauli"


    Was die USV-Thematik betrifft: m.E. ist das durchaus Sache der Pulthersteller, eine Lösung zu finden, damit die Pulte nicht bei kurzen Spitzen oder Brownouts gleich neu booten müssen. Was für ein Blödsinn (sorry) ist es denn, eine 230V AC-Quelle mit einer Batterie konstant halten zu wollen (mit Auswirkungen auf die Wellenform etc.), wenn hinter dem Netzteil im Pult sowieso DC anliegt, welche man viel einfacher puffern kann.

    Nun, dieses Problem wurde selbst bei durchschnittlichen analogen (Rundfunk-)Pulten über eine Batteriestromversorgung gelöst (Batterie wird vom Netzteil mit geladen und beim Unterschreiten einer gewissen Spannung zugeschaltet).


    Weshalb das in Digitalpulten nicht passiert (ein Deckelchen und zwei vliesgebundene Akkus sollten den Preis nicht merklich anheben):
    weil wie heute üblich ein Weg nur zu 60% gegangen wird statt bis zum Schluß, bekannt auch als "good enough"-Strategie (Mit einem solchen Pult wäre man zu Erichs Zeiten, hätte es bei einer Rede gezickt, einfach in den Knast gewandert).

    Außerdem, weshalb sollte man bei einem Digitalpult, was nicht abschmiert und dessen Software ordentlich ausentwickelt ist (und vielleicht auch redundant läuft), den Nachfolger kaufen?
    Ist genauso ein kurzes Denken wie bei PCs (man könnte auch Boards mit Steckplätzen für 5 CPUs gestalten statt im Jahrestakt neue Prozessoren zu erfinden).

    Wie schon gesagt, ich habe lieber ein altes Rundfunkpult samt Zeichnungssatz als eine Kirmesbude mit nicht nachvollziehbarem Innenleben.
    Aber das ist vermutlich auch eine Frage der beruflichen Herkunft. Ich habe es nicht gern, wenn meine Kenntnisse über ein Gerät an der Frontplatte aufhören. Nur Nutzer- das reicht mir nicht.

    MfG

    DirkB

  • Sound-Klinik
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    • 14. Juli 2008 um 11:52
    • #56
    Zitat von "DirkB"

    Ich habe es nicht gern, wenn meine Kenntnisse über ein Gerät an der Frontplatte aufhören. Nur Nutzer- das reicht mir nicht.


    Besitzt du einen Computer ? :wink:

  • thieloliver
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    • 14. Juli 2008 um 12:01
    • #57

    Ich muss immer wieder von dem angeblichen Bedienstandard analoger Konsolen lesen - gibts den wirklich?

    Ich nenne jetzt mal ein paar Beispiele:
    - Routing,VCA, Mutegruppen an einer Heritage bzw. XL4. Wer kam beim ersten mal ans Pult und wusste sofort wies geht?

    - in klein: Wie lange habt Ihr am (gecasten) Venice nach dem Phantomspeisungsschalter gesucht?

    - Panorama bei Yamaha PM 4000??

    - Hochpass beim Crest V12 (über dem Gain- blöd wenn man in nem Song mal kurz ne Telefonstimme braucht und der Monitor vom FOH kommt...) :evil:

    - schonmal ne Mutegruppe an nem fremden Pult programmieren müssen?

    - Auxwege anschalten beim H3000 vergessen?

    - Man kommt vom Mackie zum Soundcraft und dann zum AH. Wo ist die Frequenz in der EQ Section? Wo der Gain? Wer hat schonmal falsch gedreht?

    - schonmal am XL3 ne Subgruppe gebraucht? oder am M2000/3000?

    - wer hat sich nicht schonmal den halben Abend über das vereinzelt auftretende, tieffrequente Feedback gewundert und war sich ABSOLUT sicher, dass das Gate in der Kick richtig eingestellt ist, hat dann aber irgendwann,leicht errötend, den winzigen Insert on/off Schalter mitten in der EQ Section gefunden?

    - Schonmal ne Tanzgruppe in der Bandpause gehabt, bei der es sooo schön gewesen wäre, wenn die Fadeouts auch auf dem Monitopr zu hören gewesen wären? Schon schade, wenn man die Auxe nur global pre/post schalten kann. :(

    - Crest X8 im 10min Changeover beim 2.Gig an dem Tag. Motorradtreffen, die Stripshow is rum, die Backliner schrauben noch am Drum...: "Mist ich krieg den Gesang nicht auf die Front :shock:, aber aus dem Delay Speaker hinter mir kommt er raus... Hmmm der liegt aufm Center out... Die Keys kommen aber nur aus der Front... Da hat wohl irgend ein Idiot bei ALLEN Kanälen den LCR Schalter gedrückt. Danke Mr. Babysitter!"

    Das waren jetzt alles nur Pulte! Und dabei noch nicht mal Exoten.

    Wenn man jetzt noch anfängt über Effekte,in/out bzw Sidechain Schalter an Dynamics oder die Thresholdanzeigen von BSS Gates und Comps zu philosophieren, dann ist das mit dem " EINHEITLICHEN BEDIENKONZEPT " ja echt nur noch als Witz zu betrachten.

  • Sound-Klinik
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    • 14. Juli 2008 um 12:20
    • #58
    Zitat von "thieloliver"

    Ich muss immer wieder von dem angeblichen Bedienstandard analoger Konsolen lesen - gibts den wirklich?


    Gibt es denn bei analogen Pulten verschiedener Hersteller nicht weitaus mehr Gemeinsamkeiten als bei den heute (!) verfügbaren digitalen ?

    Und würde deine Liste mit den aufgezählten Ausnahmen bzw. Unterschieden in der Bedienung bei digitalen Pulten (trotz der geringeren Vielfalt) nicht vergleichsweise weitaus länger ausfallen ?

    Ich zweifel nicht daran, daß sich digitale Pulte durchsetzen werden ... aber sie werden in der Bedienbarkeit anders sein als die heute verfügbare Konsolen (vermute ich mal ... :wink: ).

  • ThomasL
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    • 14. Juli 2008 um 12:29
    • #59

    M2000 Subgruppe -> Gruppenschalter am Fader...wie bei allen anderen auch. Das M2000 ist technisch näher am PM1800 als an der M3000 GA-Diversity-Schalte...ich denk' Du meinst das M2500 :)

    Viele Grüße,

    Thomas

    http://www.lange-ohlemeyer.de

  • thieloliver
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    • 14. Juli 2008 um 12:43
    • #60

    Da man, im Direktvergleich zu einer Digitalkonsole, beim Analogplatz, das Pult inkl. der GESAMTEN Peripherie sehen muss, muss man - schon rein rechnerisch - sagen, dass die Gemeinsamkeiten bei den paar digitalen Pulten am Markt wohl tatsächlich überwiegen.
    Wer ein Yamaha kann, kann (bis auf zusätzliche Features) alle.
    Bei den Soundcrafts, Digicos und i Lives wirds ähnlich aussehn...
    Ich hab irgendwie immer noch nicht das Problem begriffen!
    Die Pulte sind da. Ich muss sie bedienen können, wenn ich in meinem Job Geld verdienen will - und fertig.
    Wer sich hinsetzen und auf DIE OFFENBARUNG warten will, wird zusehen müssen, wie andere die Jobs machen, bei denen die Kisten halt nun mal rumstehn...

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