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Beschallung eines Festzeltes

  • richy83
  • 15. März 2003 um 19:43
  • richy83
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    7
    • 15. März 2003 um 19:43
    • #1

    Guten Tag,

    leider bin ich ziemlich neu auf dem Gebite der PA-Beschallung und habe auch einige - wohl normale - Startschwierigkeiten. Nun habe ich ein konkretes Problem und möchte einmal eure Meinungen dazu hören.
    Also: Es geht um die Beschallung eines Feszeltes (30 m x 60 m, 1800 Pers., inkl. Bühne ca. 5 m) für ein Blasmusikfest bei uns im schönen Wallis. Das Zelt ist mit Tischen und Bänken bestuhlt. Es wird eine reine Sprachbeschallung verlangt. Nun habe ich mir überlegt, in 5 Reihen (alle 10 m) je beidseits an der Zeltdecke Lautsprecher zu fliegen. Dabei handelt es sich um Peavey Hi-Sys II oder ähnliche Lautsprecher.
    Was haltet Ihr davon? Ist der Aufwand übertriben?

    Grüsse richy83

    Steffen Richard

  • ZuLautHolger
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    354
    • 15. März 2003 um 20:06
    • #2

    OK, ich hab jetzt sowas großes auch noch nicht so häufig gemacht, aber ich war letztes Jahr mit einem Kollegen mit, der das ganze in dem Bayernzelt auf dem Bremer Freimarkt gemacht hat.

    Wir haben da oben in der Zeltspitze das erste mal nach 20m von der Bühne weg, dann alle 15m zwei Nexo PS 15 reingehängt, die schräg nach unten links und rechts abgestrahlt haben. Beide jeweils auf einem Kanal.
    Und Delay ist ja wohl klar.

    Ach ja, vorne an der Bühne stand dann noch das Hauptholz.

    Wenn Du links und rechts was ins Zelt hängst hast Du ja jede Menge Kabelweg. Bei unserer Variante musste zwar oben ins Zelt reinklettern, aber mit 'ner langen Leiter geht das schon.

    http://www.zulaut.de/zulaut

  • Joachim Flottmeier
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    889
    • 15. März 2003 um 21:34
    • #3

    Die Idee mit den fliegen ist schon gut, aber ihr solltet nur Boxen nehmen die man auch fliegen darf und vorher mit dem Zeltmeister sprechen ob ihr das was reinhängen könnt. Ist nämlich eigentlich selten der Fall das das so legal ist.

    http://www.flottmeier-rehrmann.de

  • Kracky
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    • 15. März 2003 um 21:41
    • #4

    So wie er das vor hat mit links und rechts ist es eigentlich in kaum einem Zelt erlaubt, aber wie Holger das beschreibt könnte das schon funktionieren weil meist dort im Zeltspitz auch die Flugpunkte für Beleuchtungen usw. sind, es muß eigentlich nur raus bekommen werden wie schwer dieser belaßtet werden darf und wie. Und um in einem Zelt hier was gut hin zu bekommen sollten da dann doch recht gute Tops reingehängt werden.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • Elias
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    219
    • 16. März 2003 um 12:13
    • #5
    Zitat von "richy83"


    ...Lautsprecher zu fliegen. Dabei handelt es sich um Peavey Hi-Sys II oder ähnliche Lautsprecher.

    Gibt es zu den Peavey Hi-Sys überhaupt Flieggeschier?

    Gruss Elias

  • Benny
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    754
    • 16. März 2003 um 12:36
    • #6

    hi, der ansatz ist schonmal gut, aber:
    alle 10m wäre mir zu nahe, alle 15 wenn möglic sonst 20m reicht auch. peavey würde ich dir nicht raten, zum einen weil rechtlich nicht zum fliegen geeignet, zweitens haben die doch gar keine freq-weiche drin(piezo+pappe),0der?
    ps 15 ist wirklich amtlich, für sprache würde aber auch was kleineres im 10" oder 12" sektor passen, sollte dann wohl auch günstiger werden.
    zu den delays gibt es ein intressantes post von inselgert. einfach mal die suchfuktion anstrengen.
    bei uns liefe die geschichte so: 2x PS 15 und 4x HB 18 front, dann 2 mal 4er cluster VT 110 nach je 20m , im giebel geflogen delay via 01V
    gruß Benny

    "...Wer den Durchfall hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen...!"

  • ds-audio
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    • 16. März 2003 um 12:42
    • #7

    Wenn das Zelt nicht mega-riesig ist würde ich mir den Aufwand mit den Fliegen sparen, auch abgesehen von den rechtlichen Fragen(Gefahren).
    Nimm 4-6 Fullrange auf hohe Stative, Delay dazwischen und los gehts!

    Dieter

    http://www.ds-audiomobil.de
    ___________________

  • Joachim Flottmeier
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    • 16. März 2003 um 12:46
    • #8

    Bei 1800 Leuten sollte das schon nicht gerade klein sein, oder?
    Die Sache was Inselgerd in einen anderen Thread geschrieben hat funktioniert eigentlich sehr gut.
    Aber fliegen im Zelt ist nun mal so eine rechtliche Geschichte.
    Da entscheidet auch ein "bischen" der gesunde Menschenverstand.

    http://www.flottmeier-rehrmann.de

  • MIKE
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    • 16. März 2003 um 12:59
    • #9

    Das thema hatten wir doch schon mal.

    Ich muiss sagen das man ein Zelt aufgrund der Merkwürdigen Akusttik entweder nur mit extrem Langen Hörnern hinbekommt oder halt mit tonnen von Delay!

    Ist zwar immer aufwandt nur andere Sachen gehen gar nicht. Besonders wenn man kein grosses Budget hat.

    Anfragen bitte an MIKERAUCHFLEISCH@gmx.de

  • ds-audio
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    • 16. März 2003 um 13:50
    • #10

    Also, das mit den 1800 Leuten hab ich überlesen... Wenn man's bezahlt
    bekommt und die Boxen flugtauglich sind ist Hängen natürlich immer gut.
    Man beachte aber den erheblichen Aufwand mit Boxen und Kabeln und abgebaut werden muß es auch noch wieder. Viele Leitern oder Genies...
    Ist aber wohl nur ne Sprachbeschallung-da würd ich nicht zu viel Zauber machen mit eng strahlenden Hörnern usw. gute !! Fullrange mit aus-
    reichender !! Verstärkerleistung + Delay sollten das allemal schaffen.

    Dieter

    http://www.ds-audiomobil.de
    ___________________

  • mischpultschorsch
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    • 16. März 2003 um 17:06
    • #11

    Festzeltbeschallung... hach ja.. mein Lieblingskind...

    In nem Zelt in der Grösse wäre bei uns das Standartsetup folgendes:

    Front: Pro Seite 2 Stacks F2/B1 auf Riser 1m Höhe. Infill 2x1502.
    Alternativ: 2x18" / 2X12" / 1X2" pro Seite horngeladen. (Das gute alte Stage-Accompany Holz)

    Delays: Nach 20m und 40m am Zeltgiebel geflogene (Hängepunkte --> Zeltbuch und Richtmeister konsultieren!!) 2er Cluster PairForce 112.
    Jeweils (wie Inselgert es auch schonmal hier beschrieben hat) Stereo angefahren und an jedem Cluster L/R im Wechsel vertauscht. Delay darf durchaus laut sein.

    Das Setup kann aber je nach Typ der VA variieren. Bei ner Beschallung für nen Zeltgottesdienst würde ich das Frontholz verkleinern. O.G. Setup ist für Blasmusik-Zeltfeste.

    Boxen auf Stativ kannst Du vergessen: Fluchtwege nach Zeltbestuhlungsplan müssen frei bleiben, und Du kommst mit den Stativen nicht hoch genug.

  • KREISS
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    • 16. März 2003 um 18:56
    • #12

    Wozu braucht Ihr bei Sprachbeschallungen Stereo? Kann ich grad nicht nachvollziehen...
    Würde dafür auch kein großes PA in die Front stellen, sondern auch dort je Seite zb. 2x PS15 o.ä. nehmen.
    Erstens sieht ein großes PA bei solchen VA`s immer scheiße aus und zweitens brauche ich für Sprache keine 4x 18" je Seite.
    Dann alle 15m ein Cluster 12" 2" mit je ca. 70° - 100° in den First gehängt.
    Damit sollte eine gute Übertragung gewährleistet sein mit der auch Hintergrundmusik oder Blasmusik gut funktioniert.

  • mischpultschorsch
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    • 16. März 2003 um 19:13
    • #13
    Zitat von "Kai"

    Wozu braucht Ihr bei Sprachbeschallungen Stereo? Kann ich grad nicht nachvollziehen...

    Ok...insofern gebe ich Dir recht. Bei ner reinen Sprachbeschallung kann man auf Stereo Delay´s verzichten. Und da würden es dann auch nur die 1502 in der Front tun.

    Zitat von "Kai"

    Damit sollte eine gute Übertragung gewährleistet sein mit der auch Hintergrundmusik oder Blasmusik gut funktioniert.

    In Sachen "Blasmusik" kann man sich allerdings auch täuschen. Wir machen in der Sommersaison sehr viele Blaskapellen-Bierzelt-Beschallungen. Ich kann Dir sagen: Die heutigen Blasmucker sind in der Regel immer mit E-Bass, Keyboards, komplett abgenommenem Drum und 1-2 E-Klampfen plus Gesang ausgestattet. Also eher ein R´n`R-Job mittlerweile. Da biste mit kleinem Frontholz angeschmiert, wenn dann mal ein 1500-Mann-Zelt auf den Bänken steht und abgeht....

    Dass ein großes PA in den Zelten oft scheisse aussieht oder auch aus Platzgründen schwierig zu stellen ist, stimmt allerdings..

  • richy83
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    • 18. März 2003 um 08:11
    • #14

    Vielen Dank für eure Antworten, werde mir das mal überlegen.
    Rein rechtlich ist das fliegen auf den Seiten auch erlaubt (habe mich informiert), aber der Aufwand ist natürlich grösser, das sehe ich auch...

    Also, vielen Dank nochmal.
    Grüsse richy

    Steffen Richard

  • Elias
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    219
    • 18. März 2003 um 09:04
    • #15

    Von der Zeltkonstruktion ist es vielleicht schon erlaubt. Nur gibt es zu den Peavey Hi-Sys Kisten kein Flieggeschirr und darum darf man die an keiner Stelle fliegen.

    Ich hätte noch 4 Peavey Hi-Sys 2 occ. günstig zum Verkaufen.

    Grüsse aus der Schweiz
    Elias

  • Jens Hauptmanns
    Verifiziert
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    294
    • 18. März 2003 um 10:28
    • #16

    tach auch!

    also zeltbeschallungen sind ja immer wieder ne feine sache...

    bei einer REINEN sprachbeschallung macht es keinen sinn riesiges frontholz mit doppel-18ern und solchen scherzen aufzubauen. in den giebel hängen ist auch nicht sinnig weils einfach zu hoch ist. seitlich abhängen (bei 30m breite wird das zelt wohl vier längssparren haben) an der zweiten oder dritten sparre von der aussenkante aus macht da mehr sinn. ärgerlich ist die kabelage, aber es soll ja auch halbwegs ordentlich werden. zeltverleiher werden nichts gegen das fliegen von systemen haben die nicht mehr als 30kg auf die waage bringen und die an beiden seiten an den querbinder befestigt werden. somit werden die binder nicht einseitig belastet und die last verteilt sich zu nahezu gleichen teilen auf die befestigungspunkte der längssparren. beide seiten sichern und gut ists. start wäre die bühnenkante und dann alle 15 - max. 20 meter. was immer funktioniert sind z. b. die koax-systeme von kme, crest lp12 oder andere zwei-weg-geschichten. wichtig ist auf jeden fall: flugmaterial verwenden welches zugelassen ist und keinen unfug mit blumendraht und solchen scherzen treiben (alles schon erlebt)...

    sollte allen ernstes doch noch die kapelle mit auf die anlage kommst du um frontholz wohl nicht herum...

    beste grüsse und viel erfolg

    jens

    Strom ist ne spannende Sache...

  • mischpultschorsch
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    3.503
    • 18. März 2003 um 17:24
    • #17
    Zitat von "Hörnchen"

    in den giebel hängen ist auch nicht sinnig weils einfach zu hoch ist. seitlich abhängen (bei 30m breite wird das zelt wohl vier längssparren haben) an der zweiten oder dritten sparre von der aussenkante aus macht da mehr sinn. zeltverleiher werden nichts gegen das fliegen von systemen haben die nicht mehr als 30kg auf die waage bringen und die an beiden seiten an den querbinder befestigt werden. somit werden die binder nicht einseitig belastet und die last verteilt sich zu nahezu gleichen teilen auf die befestigungspunkte der längssparren.

    Aua..gefährliche Sache:

    Es ist vielleicht richtig, dass es aus akustischen Gesichtspunkten mehr Sinn macht, die Boxen an den Längsprofilen zu hängen. Zugelassen ist es aber dort nicht. Lasten bitte nur an den im Zeltbuch geanu definierten und dokumentierten Hängepunkten fliegen. Man kanns echt nicht oft genug sagen! Und der Zeltverleiher hat möglicherweise ja nix dagegen, dass man an besagten Profilen was reinhängt - würde er Dir das aber auch schriftlich geben, damit Du rechtlich abgesichert bist??

  • Jens Hauptmanns
    Verifiziert
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    294
    • 18. März 2003 um 17:28
    • #18

    Haben schon so einige gemacht.. und erstaunlich: Die Zelte wurden sogar mit eingebauten Anlagen abgenommen...

    Also: nix mit AUA..

    Strom ist ne spannende Sache...

  • Joachim Flottmeier
    Profi
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    889
    • 18. März 2003 um 23:07
    • #19

    @Hörnchen,
    das ist schon richtig aber in den Gemeinden oder wo auch immer haben die meisten Bau/Ordnungsämter keine Peilung und freuen sich des Lebens das es gut klingt.
    Oder gehst du bei Rot über die Ampel????

    http://www.flottmeier-rehrmann.de

  • Jens Hauptmanns
    Verifiziert
    Beiträge
    294
    • 18. März 2003 um 23:13
    • #20

    Dann wirds Zeit Klartext zu reden:

    Wo steht was erlaubt ist in Zelten? Wenn es schon einige wissen dann mal raus mit den Texten...

    Ich gehe bestimmt nicht bei Rot über ne Ampel, aber ich bin nicht so bekloppt und setze meine Existenz wegen ein bisschen Sound mehr oder weniger aufs Spiel.


    Friedlichen Abend noch

    Jens

    Strom ist ne spannende Sache...

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