Hallo,
Hat schon mal jemand mit Weichfaserplatten, also so etwas:
http://infonet.sto.de/prinsassets/as…e_M__042_NF.pdf
als Fliesswiderstand experimentiert? Und welche Kennzahl wäre für den Fliesswiderstand ausschlaggebend?
Die Frage kommt von daher:
Es gibt spezielle Breitbandlautsprecher mit sehr geringer Bautiefe, sagen wir mal, weniger als 20mm. Diese weisen relativ hohes VAS plus hohe Güten auf, es resultiert ein VB geschlossen von 2-4 Litern (pro Chassis), je nach Version.
Nun habe ich den Gedanken, diese Chassis in einer Schallzeile zu verbauen, die aber statt einem gewöhnlichen Gehäuse nur aus der eigentlichen Schallwand besteht plus einer entsprechenden Lage Weichfaserplatte "hintendran". Eine Membran würde also auf das sehr geringe Volumen (Durchmesser Schallwandausschnitt x Schallwandstärke -/- volume occupied by driver) arbeiten und zusätzlich würde Schall durch die Weichfaserplatte diffundieren. Somit würden einerseits der akustische Kurzschluss und Dipoleffekt vermieden und durch den Fliesswiderstand der Weichfaserplatte das rückwärtige Volumen virtuell vergrössert.
Der rückwärtige Schall würde auf die "komprimierte" Oberfläche der Weichfaserplatte treffen und durch das Innere der Platte (welches etwas durchlässiger ist als die Oberflächen) an den seitlichen Schnittflächen der Platte entweichen. Comprendo?
So, und diese virtuelle Vergrösserung des rückwärtigen Volumens würde ich gerne "berechnen" anstelle von langwierigen empirischen Versuchen.
Ich vermute mal, es käme auf die Dicke der Platte an, auf die Wegstrecke des Schalls bis zum Austreten an den seitlichen Schnittflächen und vermutlich den Wert des Fliesswiderstandes.
Kann da jemand was Schlaues dazu sagen?
Grüsse, CHANGER