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Frage zu BR-Port.

  • andreas van freeden
  • 28. September 2008 um 08:59
  • andreas van freeden
    Verifiziert
    Beiträge
    4
    • 28. September 2008 um 08:59
    • #1

    Hallo.
    Ich habe mal eine grundsätzliche Frage über Bassreflexports. Zwar habe ich schon nach entsprechenden Beiträgen in diesem Forum gesucht und auch etwas annäherndes gefunden, jedoch wurde meine Frage da nicht hinreichend beantwortet. Wohl auch, weil es da unterschiedliche Meinungen gibt.

    Muss ein BR-Port vollständig innerhalb eines Gehäuses eingebaut sein, also nach innen ragen, oder darf es auch teilweise bis ganz aus dem Gehäuse hinausragen?
    In meinem speziellen Fall ist der Port zu lang, um ohne Knicke innerhalb des Gehäuses Platz zu finden. Ich würde diesen Port (eigentlich sinds vier),wenn´s keine klanglichen Einbußen mit sich bringt, gerade ausführen wollen, weil weniger knifflig.
    Für Erfahrungenaustausch bzw. Tips wäre ich dankbar.

    Mit freundlichem Groove

  • Jonnytrance
    Gast
    • 28. September 2008 um 11:54
    • #2

    Die Phase hat mir immer Probleme bereitet.
    Wenn ich bei Kompaktlösungen die BR Ports nicht vorne und eben mit Chassi plazieren kann (Autosubs und manchlal für die Messen), dann mach ich es seitlich.

  • FF
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    105
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    1.868
    • 28. September 2008 um 12:49
    • #3
    Zitat von "Jonnytrance"

    Die Phase hat mir immer Probleme bereitet.


    :?: Die Phase ist doch von der Position des Ports unabhängig, oder meinst du etwas anderes, z.B. Vermeidung unerwünschter Mitteltonabstrahlung durch den BR-Port?

    Gruß FF

  • Jonnytrance
    Gast
    • 28. September 2008 um 16:12
    • #4

    Ich meine, dass wenn Port zu weit vorne ist, ändert sich mit Laufzeit die Phase und versucht entgegen zuwirken, natürlich minimal, aber immer noch vorhanden.

  • FF
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    1.868
    • 28. September 2008 um 17:21
    • #5

    Ok, aber bei den Wellenlängen im Wirkbereich des Ports machen ein paar cm ja nicht viel aus: bei (willkürlich gewählten) 60Hz beträgt der Phasenunterschied gerade einmal 0,63 Grad pro cm Versatz...

    Gruß FF

  • Jonnytrance
    Gast
    • 28. September 2008 um 17:59
    • #6

    Niemand tunnt bei Car&HiFi Subs so hoch.
    Was da passiert ist kann ich leider nicht theoretich erklären, aber nach dem "Gehäusetuning" und sonst nix, haben wir drittplazierung doch gewonnen im Vergleich zu Vorjahren.

  • andreas van freeden
    Verifiziert
    Beiträge
    4
    • 28. September 2008 um 20:45
    • #7

    Mmhhhh!
    Ich sehe schon. Eine einheitliche Erkenntnis oder ein aussagekräftiges "Forschungsergebnis" scheint es nicht zu geben. Oder vielleicht doch?
    Vielleicht nochmal etwas zum Verwendungszweck meines Sub. Ich habe einen 100 qm größen Raum, der ordentlich mit tiefem, trockenen Bass versorgt werden soll. Ich denke dabei an 4 Subs nach Art der Achenbach Sub 18. Da sich die Subs allerdings in der bestehenden Raumeinrichtung einfügen sollen, muss ich das Gehäuse flacher gestalten. Dafür werden sie breiter und hoher, so, dass das Volumen erhalten bleibt. Jetzt sind jedoch die Ports zu lang für die Gehäusetiefe. Ergo, sie müssten ein Stück (5 - 6 cm) vorne herausragen. Ich hab das auch schon mal bei Boxen von Bose gesehen. Es ist nicht unbedingt die eleganteste Lösung und ich will auch nicht unbedingt daran festhalten. Ich frage bloß, ob das so grundsätzlich möglich ist.

    Mit freundlichem Groove

  • FF
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    1.868
    • 28. September 2008 um 21:13
    • #8
    Zitat von "Andreas van Freeden"

    Mmhhhh!
    Ich sehe schon. Eine einheitliche Erkenntnis oder ein aussagekräftiges "Forschungsergebnis" scheint es nicht zu geben. Oder vielleicht doch?


    Doch. Bei diesen Wellenlängen wären sogar BR-Ports auf der Rückseite eines normal großen Gehäuses kein Problem, die Phasenverschiebung durch die Weglängendifferenz ist noch akzeptabel (wenngleich Ports auf der Rückseite im PA-Betrieb dennoch keinen Sinn machen).

    Zitat von "Andreas van Freeden"

    Jetzt sind jedoch die Ports zu lang für die Gehäusetiefe. Ergo, sie müssten ein Stück (5 - 6 cm) vorne herausragen.


    Das kannst du machen, das ist überhaupt kein Problem und wird keinen (nennenswerten) Einfluss auf das Übertragungsverhalten haben. Es können auch 10cm sein, spielt keine Rolle - achte darauf, dass der Abstand vom Portinnenende zur Rückwand nicht zu klein wird, da kannst du dich ja am Original orientieren.

    Zitat von "Jonnytrance"

    Niemand tunnt bei Car&HiFi Subs so hoch.


    Ich hätte auch 40Hz oder 50Hz sagen können, es ging mir nicht um die Abstimmfequenz sondern allgemein um die Wellenlänge im Subbereich :wink: Vor allem geht es doch gar nicht um Car&Hifi!?

    Gruß FF

  • andreas van freeden
    Verifiziert
    Beiträge
    4
    • 28. September 2008 um 21:47
    • #9

    Danke FF, das ist mal eine Aussage :D

    Mit freundlichem Groove

  • Jonnytrance
    Gast
    • 29. September 2008 um 01:57
    • #10
    Zitat von "FF"


    Ich hätte auch 40Hz oder 50Hz sagen können, es ging mir nicht um die Abstimmfequenz sondern allgemein um die Wellenlänge im Subbereich :wink: Vor allem geht es doch gar nicht um Car&Hifi!?


    Schon klar das du die 60Hz als Beispiel genannt hast :wink:

    Im Grunde ist es egal ob Car&HiFI, Home&HiFi oder PA... wenn laut sein soll, dann kommt auch PA Chassie rein.

    andreas van freeden
    wenn du wirklich tiefen Bass barauchst, dann evtl. ein Achenbacher nicht die richtige Wahl ist, denn die Gehäuse auf 46Hz getunt ist. Klar könnte man es tiefer tunen, aber dann wird die Portlänge noch grösser.

    Ich schätze mal du wirst mit Thomas Sub und Oberton XB700 glücklicher (kompakter und tiefer getunt).

  • tufkasr
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    310
    • 29. September 2008 um 14:23
    • #11

    Hallo Andreas,

    ich kann den FF nur bekraeftigen - die Distanz zwischen Treiber und Port spielt in deinem Anwendungsfall keine drastische Rolle, wenn die die Strecke klein im Vergleich zur Wellenlaenge der Abstimmfrequenz ist. Du koenntest zudem ueberlegen, die kleineren Ports zu einem groesseren zusammenzufassen.

    Aber ganz so einfach ist es nicht - wenn der Port anstatt in einer endlichen Schallwand ploetzlich in den 2Pi-Raum strahlt, aendert sich dessen Abstimmfrequenz. Es empfiehlt sich also in jedem Fall, die Impedanz zu messen, und die Laenge des Ports entsprechend einzustellen.

  • andreas van freeden
    Verifiziert
    Beiträge
    4
    • 30. September 2008 um 00:22
    • #12

    @ Jonnytrance:
    Vielleicht hab ich mit dem Begriff "tief" zu "tiefe" Annahmen geschürt.
    Mit einer Frequenzuntergrenze von 40 Hz wäre ich soweit eigentlich schon zufrieden. Wichtiger wäre mir da schon Trockenheit und Definition. Und Schalldruck. Lieber klar und nicht ganz bis in den Keller, als absoluter Tiefbass mit viel Schwammig :)
    Den Achenbach Sub 18 nannte ich aufgrund seiner Bauweise. Das Konzept scheint mir sehr schlüssig und seine Werte sind für mich interessant. Zudem konnte ich hier im Forum schon das ein oder andere positive Urteil über diesen Sub lesen.

    Mit freundlichem Groove

  • Jonnytrance
    Gast
    • 30. September 2008 um 00:40
    • #13

    Achenbach ist schön und gut (mag diesen sehr), aber Thomas Sub ist es auch. Der ist kompakter als Achenbach, tiefer getunnt und hat ehnliche Bauweise wie Achenbacher.
    Soll es kompakt sein, dann Thomas Sub (Baupläne gibts hier im Forum). Wenn nicht auf kompaktheit angeht, dann Achenbacher.

  • Jens Droessler
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    9.074
    • 1. Oktober 2008 um 22:05
    • #14

    Wenn der Port vorne herausragt, muss er auch ein Stückchen länger werden als ursprünglich, vielleicht noch 1cm mehr.

  • markus olk
    Beiträge
    210
    • 5. Oktober 2008 um 16:37
    • #15
    Zitat von "Jens Droessler"

    Wenn der Port vorne herausragt, muss er auch ein Stückchen länger werden als ursprünglich, vielleicht noch 1cm mehr.

    Warum? Die Tuningfrequenz wird doch nicht geändert und der Resonator sollte seine Frequenz unabhängig von der Einbautiefe behalten, oder?


    Da ich gerade EM 152 Sub´s in Erwägung ziehe, stelle ich die Frage auch mal für diesen. Wenn ich den Port dort etwas nach aussen legen würde, könnte ich damit gleichzeitig das Frontgitter enorm verstärken bzw. entlasten.
    Würde sich das beim EM 152 Sub auswirken, weil sich die Front damit ändert oder macht es hier auch keinen Unterschied?

    Gruß Markus

    Nachts ist es kälter als draussen, und 22,6274157 hoch zwei ist auch fast 512.

  • Jens Droessler
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    2
    Beiträge
    9.074
    • 5. Oktober 2008 um 20:22
    • #16

    Doch, die Tuningfrequenz änder sich ein wenig, da sich durch die nicht direkt anliegenden Wände die Ladung des Ports ändert. Deswegen legt man bei der Simualtion auch Korrekturfaktoren an, um die Ladungsbedingungen einzubeziehen.

  • Jonnytrance
    Gast
    • 5. Oktober 2008 um 20:30
    • #17
    Zitat von "Jens Droessler"

    Doch, die Tuningfrequenz änder sich ein wenig, da sich durch die nicht direkt anliegenden Wände die Ladung des Ports ändert. Deswegen legt man bei der Simualtion auch Korrekturfaktoren an, um die Ladungsbedingungen einzubeziehen.


    Es könnte sein, dass damals auch mein Problem war...

  • tufkasr
    Beiträge
    310
    • 5. Oktober 2008 um 21:31
    • #18

    Die Korrekturfaktoren sind aber selbst nur krud vereinfachte Kennzahlen, die fuer einen theoretischen Einbauzustand gelten, z.B. Tunnelmund buendig mit unendlicher Schallwand. Die wesentlich gebraeuchlicheren Einbaulagen, z.b. Tunnelmund buendig mit endlicher Schallwand kleiner Abmessungen, Mund 10cm entfernt von geringabsorbierender Grenzflaeche, Hals buendig mit 3 Grenzflaechen, mittlere Entfernung des Hals von weiteren reflektierenden Flaechen, usw.-, lassen sich so nicht erfassen.

    Die Anwendung eines Korrekturfaktors ist sehr praktisch, um die ungefaehre Laenge eines Tunnels waehrend des Entwurfs abzuschaetzen. Die Abstimmfrequenz muss aber, wie in jedem Handwerksfach, per Messung ermittelt werden. Mit einer einzelnen Iteration laesst sich dann die real erforderliche Tunnellaenge ermitteln. Details finden sich in D'Appolito, Lautsprechermessungen.

  • Jonnytrance
    Gast
    • 5. Oktober 2008 um 21:45
    • #19

    Was ist der aussagekräftigste Facktor... Impendanceminima, oder Auslenkungsminima???

  • Jens Droessler
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    • 5. Oktober 2008 um 22:38
    • #20

    @ svenr: Dass Messungen nötig sind, um die reellen Zustände zu erfassen sollte eigentlich klar sein. Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass durch soetwas reale Veränderungen verursacht werden.

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