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Headset für Drummer

  • tufkawila
  • 13. Januar 2009 um 20:57
  • guma
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    • 16. Januar 2009 um 21:34
    • #21
    Zitat von "Christopher Hafer"

    NEIN! Das ist überhaupt nicht unsinnig, das ist die einzige Option.
    Und der Begriff "Kammfilter-EQen" ist völlig abwegig denn:
    Die Kammfiltereffekte entstehen ja nicht durch den EQ, sie sind in jedem Fall da.


    OK, da habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt. Ich meinte mit dem erdachten Kunstwort 'Kammfilter-EQen' natürlich nicht den EQ als Quelle für den Kammfilter sondern ich meinte damit den bekanntlich unsinnigen Versuch, bestehende 'Kammfilterprobleme' ~ Interferenzen mit dem EQ bearbeiten zu wollen.

    Zitat von "Christopher Hafer"


    AUCH ohne Multimikrophonie, bei Beschallung IMMER.


    Logo. Es geht aber um mehr oder weniger schlimm.

    Zitat von "Christopher Hafer"


    Innerhalb der Mikrophonie eines Drumsets spielen Kammfilter ohnehin keine große Rolle. Diese Probleme entstehen hauptsächlich im Raum, durch die PA und Vermischung mit Bühnensound usw.


    Da muß ich jetzt widersprechen. Mit einer AB oder XY Mikrofonie über einem Drumset und einer gleichzeitigen Einzelmikrofonie an den Trommels und der Hihat gibt es meist zwei herausstechende aber leicht durch eine Positionsänderung bekämpfbare Probleme ( ...und ich bin immer dafür, erst die Bühnensituation zu optimieren und danach erst am Pult zu arbeiten ) :

    1. Sind die Becken auf einer sagen wir mal mittelgroßen Indoorbühe mit 1000 Leute-Auditorium vom o-ton her im Saal nicht mehr wirklich laut, dann bleiben sie, egal ob die Overheads relativ flat belassen werden oder der Hochpass des Kanal-EQs weit hochgeschraubt ist immer etwas verhangen, weil logischerweise der Rest ja mitverstärkt wird.

    2. das am lautesten einsprechende Instrument ( SNARE ) verschmiert ebenfalls, weil vor allem der laufzeitsensible höherfrequente Anteil mit dem Anteil aus der Direktmikrofonie interferiert. Bleibt man mit dem Pegel der Overheads so weit unten, dass dieser Effekt nicht bedeutend ist, sind die Becken in manchen fällen einfach zu leise.

    Ok, das muß nicht immer so sein, ist aber relevant. Ich kann auf diese Art von Raumanteil in der Beschallung gut verzichten. Ich sehe da keine Bereicherung. Deshalb mikrofoniere ich Becken in einer "Vielfachdrummikrofonie" gern deutlich näher, mit der jeweils dafür günstigsten Richtcharakteristik ( was unterschiedlich sein kann ) und so, das die Becken Ihre ( meist trotzdem nur zwei ) Mikros selbst etwas gegen die Snare abschatten.

    Oder, wie ich bereits sagte, ich habe exzellente Ergebnisse mit AB + 1xBassdrum unter anderem, weil zumindest dieser Anteil der Gesammtinterferenzen auf der Bühne entfällt.
    :wink:

  • christopher hafer
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    • 16. Januar 2009 um 22:25
    • #22

    Ich sehe hier absolut kein Problem.
    Zieht man ein klassisches OH-Pärchen lauter bekommt man einen räumlichen, natürlichen Effekt. Die Snare verschmiert nicht, sie klingt mit OH einfach wesentlich besser. Warum? Weil das SN Mikro 1cm vom Fell entfernt einfach nicht gut klingen kann.

    Multimikrofonierung am Set hat im Grunde nur zwei Gründe:
    1. Betonung des Bassbereiches bei Kick und Toms durch close miking
    2. Kompensierung von schlechtem Schlagzeugspiels wg. mangelnder Dynamik des Spielers.
    Es ist leider so das die meisten Spieler und Techniker ein Drumset nicht als ganzes Instrument betrachten.

    Es spricht überhaupt nichts dagegen, weiter entfernte Mikrofone in den Sound einzuflechten. Das ist gängige Praxis weil es diese Problematik einfach immer mehr oder minder gibt, nicht nur bei Studio- oder Klassikanwendungen.
    Entscheidend ist hier doch nur wie man es macht, in welchem Umfeld und mit welchen Soundpräferenzen (nein, der Gitarrensound wird nicht fetter durch Raummikros......:? )
    U.U. mache ich das schon mal genau wie Du. 8)

    Zitat

    Ich meinte mit dem erdachten Kunstwort 'Kammfilter-EQen' natürlich nicht den EQ als Quelle für den Kammfilter sondern ich meinte damit den bekanntlich unsinnigen Versuch, bestehende 'Kammfilterprobleme' ~ Interferenzen mit dem EQ bearbeiten zu wollen.

    So unsinnig ist das überhaupt nicht!

    Der Kammfiltereffekt den Du als Übeltäter ausmachst ist hier schlicht zunächst nicht das Problem auch wenn er wie in jeder Situation auftritt, wie ich bereits oben schilderte.
    Erst recht nicht (!) wenn entsprechend gefiltert wird, das verhindert zwar nicht die wenigen ms zwischen den Ereignissen, sehr wohl aber deren Artefakte = Nichtlinearitäten im Frequenzgang.
    Ein sehr gutes Beispiel übrigens gegen die blödsinnige "weniger EQ ist mehr" - Mentalität.

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • guma
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    • 17. Januar 2009 um 09:43
    • #23
    Zitat von "Christopher Hafer"

    Die Snare verschmiert nicht, sie klingt mit OH einfach wesentlich besser. Warum? Weil das SN Mikro 1cm vom Fell entfernt einfach nicht gut klingen kann.

    Gut, wenn Du daraus eine Ansichtsache machen willst:
    Ich schätze an dieser Stelle gehörst Du für die Bühne zu einer Minderheit.

    Zitat von "Christopher Hafer"

    Multimikrofonierung am Set hat im Grunde nur zwei Gründe:
    1. Betonung des Bassbereiches bei Kick und Toms durch close miking
    2. Kompensierung von schlechtem Schlagzeugspiels wg. mangelnder Dynamik des Spielers.
    Es ist leider so das die meisten Spieler und Techniker ein Drumset nicht als ganzes Instrument betrachten.


    Diese Argumente sind zwar für sich genommen richtig, erklären aber längst nicht ausreichend den Klang und die Möglichkeiten, die aus der Mehrfachnahmikrofonie entstehen.

    Zitat von "Christopher Hafer"

    So unsinnig ist das überhaupt nicht!

    Der Kammfiltereffekt den Du als Übeltäter ausmachst ist hier schlicht zunächst nicht das Problem auch wenn er wie in jeder Situation auftritt, wie ich bereits oben schilderte.

    Das sollte jetzt einfach jeder mal für sich ausprobieren, indem er die fader der hoch über dem Set thronenden AB Overheads, egal wie gefiltert, hochschiebt und dabei mal nur auf die Snare achtet. Dass die dabei gewinnt, ist eher sehr selten. Bestenfalls wird sie dabei nur gerinfügig schlechter, wenn die Overheads wie häufig in Clubsituationen wegen des hohen Direktanteils im Zuhörerraum sowieso nur so viel leiser dazu geschoben werden können, dass allein der große Pegelunterschied zusammen mit dem Abschneiden der Bässe und unteren Mitten die gewünschte Separation bringt. Dann kann aber von einem ergänzenden Effekt nicht mehr die Rede sein.

    Ich bleibe dabei: Für live Sound ist die größtmogliche "Separation" auf der Bühne die Grundvoraussetzung für den besten Mix und auf das Einfangen von "Bühnenakustik" werde ich für RnR gerne weiter verzichten. :wink:

  • christopher hafer
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    • 18. Januar 2009 um 01:46
    • #24
    Zitat

    Für live Sound ist die größtmogliche "Separation" auf der Bühne die Grundvoraussetzung für den besten Mix und auf das Einfangen von "Bühnenakustik" werde ich für RnR gerne weiter verzichten.

    Generell: Zustimmung. Es geht ja nach wie vor nicht darum, ob ich das will, sondern mehr darum, wie ich mit dem "Müll" der immer irgendwie übrig bleibt Verfahre.

    Zudem: Ich denke über die OH-Mikros - die ich meistens auch sehr tief/nahe platziere im Gegensatz zu einigen Kollegen - kommt grundsätzlich viel weniger Bühnensound als über einige offene Gesangskanäle.
    Becken sind nun mal laut und man schiebt sehr selten die OHs so laut wie andere Quellen in den Mix (je nach Raumgröße...).
    Da die üblicherweise verwendeten KM-Mikros bei seitlicher Einsprache wenig verfärben gibt es hier auch weniger störende Frequenzanteile als bei Voc-Mikros, zudem kann man sie getrost sehr hoch cutten, so das der gesamte Grundtonbereich fast keine Rolle mehr spielt.

    Einverstanden?

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  • guma
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    • 18. Januar 2009 um 09:48
    • #25

    Ja, perfekt.

  • stepu
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    • 22. Januar 2009 um 13:30
    • #26

    guma:

    Ich hab noch eine Frage zu deiner Unter-Becken-Mikrofonie:
    Beim Ride klappt das sicher gut, dort sind evtl. nur das Floortom in der Nähe. Mit nem HP auf dem OH-Mikro sicher weniger problematisch.
    Aber wie sieht es mit den Crash-Becken aus, wenn ich dort ein OH-Mikro von unten positioniere?
    Spiegelt das deiner Erfahrung nach auch viel Snare in mein OH-Mikro rein? Oft hängen die Crashbecken ja rechts,
    wo auch die Snare in der Nähe ist.
    Ist die Unterbeckenmikrofonierung dort effektiver als die oberhalb?


    mfg stefan

    Ey Digger, ich bin Plugger, nich Rigger!

  • christopher hafer
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    • 22. Januar 2009 um 15:17
    • #27

    Da ich bei einem bestimmten Act diese Technik auch Anwende hier mein Kommentar:

    Wenn das Mikro nach oben "schaut" ist doch von vorn herein mehr Snare-Signal ausgeblendet als anders herum.
    Unterm Strich ist der Unterschied jedoch nicht der Rede wert, weil die Snare einfach auf alle Mikrofone überspricht, nicht zuletzt Vocals oder Hihat.

    Es geht einfach nicht anders als diesen Sound in den Mix bewusst zu integrieren, dazu hilft erstaunlich gut die Erkenntnis, dass das Snare-Mikro nur eine Stütze darstellt die höchstens 50% des SN-Sounds trägt, in kleineren Venues sind ja z.T. schon 50% des Sounds nur von der Bühne im Raum...
    Im Ergebnis heißt das weiterhin auch: Das SN-Mikro muss entsprechend extrem bearbeitet werden (EQ, Kompressor, ggf. Gate) um dies zu kompensieren - abhängig eben von Raumgröße und Übersprechen.

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  • guma
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    • 22. Januar 2009 um 23:18
    • #28

    @ stepu

    Habe ich je gesagt, dass ich eine Unter-becken-mikrofonie verwende ???

    Ich sagte Nahmikrofonie, das gehr auch ohne "unter"

    Das das schon sehr off topic ist, neuer thread:

    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?p=610205#610205

  • stepu
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    • 23. Januar 2009 um 14:34
    • #29

    Das mit der Unterbeckenposition war falsch, du hast beim ersten Live-Sound-Seminar
    das Oveheadmikro Links ZWISCHEN Crash und Ride gucken lassen.
    Damit erklärt sich dann auch, warum das Mikro zumindest unter einem Becken war...


    stefan

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