Zitat von "Christopher Hafer"NEIN! Das ist überhaupt nicht unsinnig, das ist die einzige Option.
Und der Begriff "Kammfilter-EQen" ist völlig abwegig denn:
Die Kammfiltereffekte entstehen ja nicht durch den EQ, sie sind in jedem Fall da.
OK, da habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt. Ich meinte mit dem erdachten Kunstwort 'Kammfilter-EQen' natürlich nicht den EQ als Quelle für den Kammfilter sondern ich meinte damit den bekanntlich unsinnigen Versuch, bestehende 'Kammfilterprobleme' ~ Interferenzen mit dem EQ bearbeiten zu wollen.
Zitat von "Christopher Hafer"
AUCH ohne Multimikrophonie, bei Beschallung IMMER.
Logo. Es geht aber um mehr oder weniger schlimm.
Zitat von "Christopher Hafer"
Innerhalb der Mikrophonie eines Drumsets spielen Kammfilter ohnehin keine große Rolle. Diese Probleme entstehen hauptsächlich im Raum, durch die PA und Vermischung mit Bühnensound usw.
Da muß ich jetzt widersprechen. Mit einer AB oder XY Mikrofonie über einem Drumset und einer gleichzeitigen Einzelmikrofonie an den Trommels und der Hihat gibt es meist zwei herausstechende aber leicht durch eine Positionsänderung bekämpfbare Probleme ( ...und ich bin immer dafür, erst die Bühnensituation zu optimieren und danach erst am Pult zu arbeiten ) :
1. Sind die Becken auf einer sagen wir mal mittelgroßen Indoorbühe mit 1000 Leute-Auditorium vom o-ton her im Saal nicht mehr wirklich laut, dann bleiben sie, egal ob die Overheads relativ flat belassen werden oder der Hochpass des Kanal-EQs weit hochgeschraubt ist immer etwas verhangen, weil logischerweise der Rest ja mitverstärkt wird.
2. das am lautesten einsprechende Instrument ( SNARE ) verschmiert ebenfalls, weil vor allem der laufzeitsensible höherfrequente Anteil mit dem Anteil aus der Direktmikrofonie interferiert. Bleibt man mit dem Pegel der Overheads so weit unten, dass dieser Effekt nicht bedeutend ist, sind die Becken in manchen fällen einfach zu leise.
Ok, das muß nicht immer so sein, ist aber relevant. Ich kann auf diese Art von Raumanteil in der Beschallung gut verzichten. Ich sehe da keine Bereicherung. Deshalb mikrofoniere ich Becken in einer "Vielfachdrummikrofonie" gern deutlich näher, mit der jeweils dafür günstigsten Richtcharakteristik ( was unterschiedlich sein kann ) und so, das die Becken Ihre ( meist trotzdem nur zwei ) Mikros selbst etwas gegen die Snare abschatten.
Oder, wie ich bereits sagte, ich habe exzellente Ergebnisse mit AB + 1xBassdrum unter anderem, weil zumindest dieser Anteil der Gesammtinterferenzen auf der Bühne entfällt.
:wink: