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"Strobounfall" - Konkreter Vorfall epileptischer Anfall

  • phil sauber
  • 13. März 2009 um 20:09
  • phil sauber
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    230
    • 13. März 2009 um 20:09
    • #1

    Guten Abend PA Gemeinde

    Leider musste wir nun auf 2 Veranstaltungen in Folge festellen, das durch die eingesetzen Strobo's epileptische Anfälle verursacht wurden.
    Konkreter:
    Im ersten Fall bei komplett herabgefahrener Hintergrundbeleuchtung und 4 eingesetzen Botex SP 1500 in ca. 3,5m Höhe
    (FULL ON, ca. 15sec,geschätzt max. Blitzfrequenz (15)). Das ganze dauerte 15sec nach einschalten, bis der RTW gerufen wurde, eine junge Dame bekam den im Thema betitelten Epi.

    Im zweiten Fall war eine doch im Vergleich helle Grundbeleuchtung der Festhalle gegeben durch PAR-Licht und wieder der gleiche Befund, jedoch diesmal mit nur 2 eingesetzten Strobos... Gleiche Höhe bei gleicher Intensität (ca. 90% Helligkeit 15sec, geschätzt max. Blitzfrequenz (15))

    Nun machen wir uns wirklich Gedanken, ggf. auf Strobos komplett zu verzichten. Jedoch werde bei Veranstaltungen dieser Art und Größe halt immer gewünscht, der Standard.

    Ich hatte ggf. schon einmal an fast dem Tod nahen Leuchmittel gedacht, aber darin ergibt sich kein wirklicher Sinn bzw. es lässt sich keine Ursache logisch begründen

    Dazu gab es ja vor kurzem auch noch einen netten Bericht bei Stern-Tv. Nun stellt sich die Frage, haben die Geschädigten Anspruch auf "Schadensersatz"? Gibt es in der großen Welt der VT-Verordnungen, die den Storboeinsatz eingrenzen oder überhaupt beschreiben?

    Desweiteren würde mich mal interessieren, ob es bei anderen von euch "belichteten" Veranstaltungen ebenfalls Vorfälle dieser Art gab und wie ihr damit umgeht? Welche Meinungen vertretet ihr?

    Vielleicht mal eine interessantes Thema, worüber man sich ggf. mal kurz Gedanken machen kann...


    Schönen Gruß Philipp

    Elektrofachkraft | Nebenberuflich: "VAler"/Tontechniker

  • Campfire
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    1.356
    • 13. März 2009 um 20:23
    • #2

    generell können bei entsprechenden Menschen Epileptische Anfälle durch Stroboskope hervorgerufen werden, hatte bei Bands auf Ridern auch schon entsprechende Warnungen (dass ein Bandmitglied Epileptiker ist und deshalb auf Stroboskopeinsatz absolut zu verzichten wäre....

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • phil sauber
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    230
    • 13. März 2009 um 20:28
    • #3

    Das dies passieren kann ist klar, wie ich nun selber mind. 2mal erlebt habe!
    Zwar beantworten sich die aufgekommenen Fragen nicht, aber scheinbar scheint es ja weitere dieser Vorfälle zu geben.

    Das komische ist nur, wir haben die beschrieben VA's bereits seit mehreren Jahren fest im Programm. All die Jahre davor ist nichts passiert, bei gleichen Strobos und Einsatz und nun seit Ende letzten Jahres (erster beinahme Unfall) kommt es zu diesen Vorfällen. Das macht mich etwas stutzig...

    Elektrofachkraft | Nebenberuflich: "VAler"/Tontechniker

  • tufkaklto
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    • 13. März 2009 um 22:22
    • #4

    Nun, ich hatte das auch schon definitiv erlebt.
    Einmal ist der Drummer der Vorband auf diese Weise ausgefallen.
    Da wußte man zwar, das der Bruder ein Epileptiker war, aber seit dem Moment wußte man es auch bei Ihm.

    Nun, war nicht schön, die leute verletzen sich da teilweise ziemlich dabei.
    und ohne Arzt kann man eigentlich nicht helfen.,

    Aber in den vielen jahren, die ich den job ,mache, haben sich die leute eher an Alkoholvergiftungen und Ähnlichem weggetan als an Unfällen mit Strobes.

    Auch wenn es in jedem Fall schlimm ist, aber da passiert viel öfter schlimmeres.

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

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  • phil sauber
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    230
    • 13. März 2009 um 22:48
    • #5

    [quote=
    Auch wenn es in jedem Fall schlimm ist, aber da passiert viel öfter schlimmeres.[/quote]

    Das stimmt definitiv, aber es gibt einem ja schon Fragen auf, wenn man es mit dem Auge des Verleihers sieht. Alkoholvergiftungen oder ähnliches kommen definitv vor, aber das ist denke ich wieder ein anderes paar Schuhe... Es geht ja primär um die Frage woran kann es liegen, technisches am Strobo? (da es ja nun 2 mal in Folge aufgetreten, bei absolut unterschiedlichen Umgebungsbeleuchtungen und in späterer Vergangenheit kam es einfach nicht vor...)

    Das ganze ist schon verdammt merkwürdig... Aber es kann ja kein Permantzustand sein, das uns reihenweise (bezogen auf die verschiedenen Veranstaltungen) die Leute umkippen. Die Frage auch hier nochmals, haben diese rechtliche Ansprüche und werden diesen vom Veranstalter auf den Verleiher umgelegt? Andererseits kann man natürlich auch nicht nur weil 20 von 1000 Besuchern ein Problem mit nem Strobo haben, die Geräte weglassen zumal sie vom Veranstalter gebucht werden...

    Elektrofachkraft | Nebenberuflich: "VAler"/Tontechniker

  • fabio hermann
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    • 14. März 2009 um 00:55
    • #6

    Andere Frage wäre es in wie weit es sinnvoll ist am Eingang eine Warnung aufzuhängen und in wie weit dass dann von einer eventuellen Haftung entbindet.

    http://www.sound-light-bonn.net/

  • tufkaklto
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    • 14. März 2009 um 09:25
    • #7

    Ich hab einen Epileptiker im Verwandtenkreis

    Die haben vor 30 Jahren schon mit Lichteffekten getestet, das ist bekannt.
    Ich hab auch schon Stroboanleitungen gelesen, wo draufsteht, nur kurz verwenden, genau aus den Gründen.

    Diese Anfälle können generell aus einem Wechsel von Licht heraus passieren, je nach Schwere des Krankheitsbilds.

    So kann zB auch ein Wechsel von Licht und Schatten beim Autofahren ( wenn dieser in schneller Reihenfolge wie beim vorbeifahren an einer baumreihe passieren kann ) das schon ausgelöst werden.
    mein verwandteer hat aus diesem Grund keinen Führerschein, weil zu gefährlich.

    Im Regelfall sollten Die Personen dies auch wissen ( außer sie hatten noch nie einen Anfall )

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  • Kracky
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    • 14. März 2009 um 12:37
    • #8

    Wenn du dich mal mit dem Thema Epilepsie befaßt wirst du sehen das du da nichts dafür kannst. Jeder der diese Krankheit hat weiß ganz genau das es eben diese Auslöser gibt und er meidet diese im Normalfall. Epilepsie ist eine krankhafte Veränderung im Hirn, Vorgänge die im Hirn nun eine besondere Stresssituation auslösen bergen daher für solche Personen immer auch die Gefahr der Überreaktion des Hirns, was ja nichts anderes ist wie ein epileptischer Anfall. Gerade hell - dunkel wechsel oder schnelle Farbwechsel rufen eben diese Stresssituation hervor, deswegen kann auch ein Movinghead oder ein Scanner, selbst spezielle Lichteffekte diese auslösen. Ich sehe euch also keineswegs in der Verantwortung ebensowenig wie eure Geräte etwas dafür können und das eine bestimmte Einstellung diese Stresssituationen vermehrt hervorrufen wäre denkbar aber wirkliche Nachweise dafür gibt es wohl nicht.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • janos buttgereit
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    412
    • 14. März 2009 um 14:28
    • #9

    Also wir Hängen generell beim einsatz von Strobos ein Warnschild an der Eingangstür auf. So wird jeder Epileptiker gewarnt und wer weis dass er Probleme damit hat sollte solche Veranstaltungen einfach meiden. Alles andere ist fahrlässig seitens des Epileptikers. Wenn man einen Herzfehler hat läuft man damit ja auch keinen Marathon.

    Ob das jetzt vom Gesetz auch so gesehen wird ist natürlich eine andere Frage.

    Grüße
    Janos

    Könnt ihr bitte leiser Spielen? Die Leute wollen sich doch während des Konzerts noch unterhalten können!
    (Zitat eines Musikschullehrers...)

  • Kracky
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    12.055
    • 14. März 2009 um 14:35
    • #10

    Glaub mir, wer diese Krankheit hat, der weis ganz genau welchen Gefahren er aus dem Weg gehen muß, da braucht Ihr kein Schild aufhängen. Wenn Ihr natürlich prinzipiel ein Schild am Eingang hab das auf erhöhte Lautstärken hinweist dann kann man dieses ja auch mit erwähnen, aber extra ein Schild für Epileptiker auf zu hängen hinterläßt ehr einen lächerlichen Eindruck.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

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  • Beffel
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    • 14. März 2009 um 17:29
    • #11

    Rechtlich lässt sich aus so einem Vorfall erstmal noch kein Anspruch ableiten.
    Ein Epileptiker reagiert auf wiederkehrende Reize mit einem "Übersprungsausfall" des Gehirns, was allerdings auch zu schweren Eigenverletzungen des betroffenen führen kann. Eine Person, die sich Ihrer Krankheit bewusst ist, wird solche Reize auf jeden Fall meiden. Das Problem liegt jedoch darin, dass es eine Dunkelziffer gibt, die sich dessen nicht bewusst ist und das bestimmte Einflüsse wie Alkohol, Rauchen oder andere Drogen, den ersten Anfall auslösen können, weil das Regelgleichgewicht im Gehirn dadurch bereits gestört ist.
    Viel schwerwiegender ist die Tatsache, dass es noch mehr Krankheiten gibt, bei denen ein äußerer optischer und oder akustischer Schlüsselreiz zu ähnlichen Anfällen führen kann!

    Beffl, so a Glaber! Dess glabst da jao salber nedd,
    obbar es bassd schoh!

  • phil sauber
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    • 14. März 2009 um 18:01
    • #12

    Vielen Dank für die wirklich inhaltlich fundierten Beiträge zum erwähnten Thema.

    Ich denke auch das ein Schild wo darauf hingewiesen wird, wenn es allein für sich steht einfach lächerlich wirkt. Nunja das habe ich auch direkt gedacht, wenn man doch weiß damit Probleme zu haben, dann sollte man es doch im Voraus sein lassen eine solche Örtlichkeit zu besuchen! Wenn dann noch Alkohol und andere Rauschmittel dazu kommen wird es natürlich erst recht kritisch, dem ist absolut nur zu zustimmen!

    Weitere Meinungen und Beiträge sind natürlich gewünscht ;) Ich denke wenn man wirklich dagegegen vor gehen möchte müsste man per Vorschrift allgemein Strobos verbieten, jeglicher Art... Nur ist dies ja absolut nicht umzusetzten, was denke ich jedem einleuchtet der sich damit öfters beschäftigt. Dazu kommt ja noch, dass die bei den VA's eingesetzten Strobos ja nicht wirklich "groß" sind, da gibt es ja noch deutlich stärkere Kameraden.

    Schönen Gruß Philipp

    Elektrofachkraft | Nebenberuflich: "VAler"/Tontechniker

  • mooni
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    88
    • 14. März 2009 um 19:39
    • #13
    Zitat von "phil sauber"

    Vielen Dank für die wirklich inhaltlich fundierten Beiträge zum erwähnten Thema.

    Ich denke auch das ein Schild wo darauf hingewiesen wird, wenn es allein für sich steht einfach lächerlich wirkt. Nunja das habe ich auch direkt gedacht, wenn man doch weiß damit Probleme zu haben, dann sollte man es doch im Voraus sein lassen eine solche Örtlichkeit zu besuchen! Wenn dann noch Alkohol und andere Rauschmittel dazu kommen wird es natürlich erst recht kritisch, dem ist absolut nur zu zustimmen!

    Weitere Meinungen und Beiträge sind natürlich gewünscht ;) Ich denke wenn man wirklich dagegegen vor gehen möchte müsste man per Vorschrift allgemein Strobos verbieten, jeglicher Art... Nur ist dies ja absolut nicht umzusetzten, was denke ich jedem einleuchtet der sich damit öfters beschäftigt. Dazu kommt ja noch, dass die bei den VA's eingesetzten Strobos ja nicht wirklich "groß" sind, da gibt es ja noch deutlich stärkere Kameraden.

    Schönen Gruß Philipp

    Woher soll die betroffende Person wissen das in der Location mit Blitzlicht gearbeitet wird ?? wenn du es lächerlich findest ein Schild anzuhängen wo man drauf hinweisst das es zum Einsatz von Blitzlicht kommt...
    Klingt erstmal doof,... aber des kann sehr Teuer werden für den Veranstalter. Eine gute Bekannte hat dies bezüglich ma ein Rechtsstreit geführt vor ca 1/2 Jahr und gewonnen da der Veranstalter kein Schild hängen hatte und sonst sehr sparsam mit Wahrnung war!

    Gruss Uwe

    Service4Solutions

  • phil sauber
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    230
    • 14. März 2009 um 20:23
    • #14

    Ich meine, wenn auf div. andere Dinge hingewiesen wird, kann dies ja dort ergänzt werden keine Frage! Aber rein ein Schild das Strobos zum Einsatz kommen???

    Nun aber bei uns und bei diesem Art von Veranstaltungen (Konserve) kommen nun mal immer Strobos zum Einsatz und bei der hier arbeitenden Konkurrenz ebenfalls..., nunja auf Grund dessen das der Veranstalter es halt wünscht. Ich glaube es wird sehr schwierig da eine eindeutige Lösung zu finden um das diskutierte Thema erfolgreich "abzuschließen" ;)

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  • tufkaklto
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    • 14. März 2009 um 20:58
    • #15
    Zitat von "mooni"

    Woher soll die betroffende Person wissen das in der Location mit Blitzlicht gearbeitet wird ?? wenn du es lächerlich findest ein Schild anzuhängen wo man drauf hinweisst das es zum Einsatz von Blitzlicht kommt...
    Klingt erstmal doof,... aber des kann sehr Teuer werden für den Veranstalter. Eine gute Bekannte hat dies bezüglich ma ein Rechtsstreit geführt vor ca 1/2 Jahr und gewonnen da der Veranstalter kein Schild hängen hatte und sonst sehr sparsam mit Wahrnung war!

    Gruss Uwe

    naja, es sind ja nicht nur die Strobos alleine, sondern eben auch ALLE Lichter, die Blinken könnten.

    Die Frage" woher soll eine Person wissen das da mit Lichtblitzen gearbeitet wird " wenn es um Diskos, Konzerte oder Ähnliches geht, finde ich wenig durchdacht.

    Genausogut könnte ich fragen: " woher soll ich wissen, das auf einer Autobahn auch Autos fahren " ?????

    Hätte den selben Wert :roll: :roll: :roll: :roll:

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  • simonstpauli
    Profi
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    • 14. März 2009 um 21:26
    • #16
    Zitat von "klauston"

    naja, es sind ja nicht nur die Strobos alleine, sondern eben auch ALLE Lichter, die Blinken könnten.

    Die Frage" woher soll eine Person wissen das da mit Lichtblitzen gearbeitet wird " wenn es um Diskos, Konzerte oder Ähnliches geht, finde ich wenig durchdacht.

    Genausogut könnte ich fragen: " woher soll ich wissen, das auf einer Autobahn auch Autos fahren " ?????

    Hätte den selben Wert :roll: :roll: :roll: :roll:


    In den USA dürfte man damit durchkommen... ;)

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • mooni
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    88
    • 14. März 2009 um 22:17
    • #17

    es gibt z.b. epilepsie freundliche disco´s... wo man versucht die reizung der rezeptoren auf ein minimum zu halten... und ich Persöhnlich finde es sehr sinnvol auf sowas wie Laser, Strob effekte etc. hinzuweisen... zudem is es ja nicht zwingend notwenig das es egal in welche ecke ma sich dreht es am blitzen is,.. vielleicht sowas wie eine " chill area" für die Augen ???

    Gruss Uwe

    Service4Solutions

  • phil sauber
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    230
    • 14. März 2009 um 22:27
    • #18
    Zitat von "mooni"

    es gibt z.b. epilepsie freundliche disco´s... wo man versucht die reizung der rezeptoren auf ein minimum zu halten... und ich Persöhnlich finde es sehr sinnvol auf sowas wie Laser, Strob effekte etc. hinzuweisen... zudem is es ja nicht zwingend notwenig das es egal in welche ecke ma sich dreht es am blitzen is,.. vielleicht sowas wie eine " chill area" für die Augen ???

    Gruss Uwe

    Auch eine mögliche Idee, meist sind die Strobos ja sowieso auf den Bereich unter der Trusskonstruktion gerichtet, der als reine Dancearea gedacht ist (lange nicht so groß wie die komplette Fläche der Location), nur streut so ein Strobo halt recht stark...

    Elektrofachkraft | Nebenberuflich: "VAler"/Tontechniker

  • tufkaklto
    Profi
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    7.116
    • 15. März 2009 um 00:42
    • #19

    Ich wiederhol das noch mal:
    Strobo ist nur eines von vielen möglichen Auslösern.
    An alle kann man nicht denken.

    Zitat

    Diese Anfälle können generell aus einem Wechsel von Licht heraus passieren, je nach Schwere des Krankheitsbilds.

    So kann zB auch ein Wechsel von Licht und Schatten beim Autofahren ( wenn dieser in schneller Reihenfolge wie beim vorbeifahren an einer baumreihe passieren kann ) das schon ausgelöst werden.

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  • Beffel
    Profi
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    283
    • 15. März 2009 um 09:01
    • #20

    Vielleicht sollte doch noch einiges bzgl. Epilepsie klar gestellt werden:

    1. Epilepsie ist nicht gleich Epilepsie:
    Epilepsie beschreibt nur das auftreten eines krampfartigen Anfalls. Die eigentliche Ursache im Gehirn kann völlig unterschiedlich sein (Tumor, Narbe im Gehirn, Wechselstoffstörung z.B. durch Drogeneinfluss oder Wachstum oder Erkrankrung, genetische Veranlagung, Überlastung etc.)
    Die Schätzungen der Risikogefährdeten liegen bei 30% der Bevölkerung. Aber keine Angst, es müssen mindestens 2 Faktoren zusammen kommen, damit ein Krampf ausgelöst wird.

    2. Auf Grund der verschiedenen Grundursachen, sind auch die Auswirkungen völlig unterschiedlich. Es muss nicht ein klassischer Krampf sein. So gibt es Epileptiker, die meinen sie hätten einen empfindlichen Magen, weil Ihnen immer wieder übel ist. Es kommt auf die Stelle im Gehirn an, die betroffen ist und wie weit das Übersprungverhalten sich dort ausprägt. Für einen solchen Erkrankten wären Bässe ein echtes Problem. Hier ist der Auslöser nämlich Schall. Man nennt diese Ausprägung auch Primäre Leseepilepsie, weil bereits längeres lautes Vorlesen Anfälle auslösen kann.

    3. Epilepsi ist nicht nur angeboren, Sie kann sich auch erst im Laufe der Jahre entwickeln. Hier sind gerade entsprechend veranlagte Jugendliche im Verlauf der Pupertät stark gefährdet. Und das ist ja ein klassisches Partypublikum! Diese Form der Erkrankung kann auch wieder abklingen, sie kann aber auch unter Drogeneinfluss (ich meine auch Rauchen und Alkohol) manifest werden!

    4. Die am meisten bekannte und in diesem speziellen Fall wohl aufgetretene Form, dürfte die Reflexepilepsie sein. Sie wird durch äußere, hochfrequente Reize ausgelöst. Doch der Name beschreibt nur ein Symptom und kann viele tatsächliche Ursachen im Gehirn haben.

    5. Ich halte einen Hinweis vor Ort für einen wichtigen Schritt, den Menschen bewusst zu machen, dass es eine Gefährdung gibt, deren man sich nicht bewusst ist. Die Warnung vor Gefahren ist in meinen Augen niemals lächerlich. Im Gegenteil es ist ein Zeichen von Respekt gegenüber den Menschen mit denen wir zu tun haben.

    Wer mehr zu Epilespie wissen möchte:

    ILAE = http://www.ligaepilepsie.org/

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