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Abstrahlverhalten bei Einpunkt-Beschallung

  • Throsten
  • 28. März 2003 um 15:54
  • Throsten
    Beiträge
    832
    • 28. März 2003 um 15:54
    • #1

    Mir schwirrt schon länger eine Frage im Kopf herum, die ich jetzt einfach mal zur Diskussion freigeben wollte:

    Wenn ich (z. B. auf einem LKW) ein System so aufbaue, dass es von einem Punkt in 2 genau gegensätzliche Richtungen spielt, wass muss ich da alles beachten?

    Gehen wir mal per Definition weiterhin von dem Beispiel LKW bei einem Umzug aus. Dieser hat nach hinten raus eine Ladebordwand ist also geschlossen. Der Generator wird angehängt. Material soll sein 4 Tops, 2 15" Bässe und 2 Doppel18er. 2 weitere Tops stehen als Delay auf dem Generator. Für das Hauptsystem stehen 5 Enstufenkanäle (ein Kanal ist Delay) mit ausreichender Leistung zur Verfügung. Weiche ist digital (D2040).

    Ich würde nun die Bässe je zur Hälfte nach links und nach rechts raus (alle Speaker auf gleicher Höhe) festzurren, mit je zwei Tops drauf. Alles am vorderen Ende der Ladefläche (vom Veranstalter so gewünscht).

    Nun der eigentliche Frageteil. In wie weit habe ich nun mit akkustischen Problemen zu rechen? Kann es passieren, dass sich durch die entgegengesetzte Abstrahlrichtung der PA sich das Signal auslöscht? Topteile haben ein (einigermaßen) gerichtetes Abstrahlverhalten, somit nehme ich an, da wird sich nicht so viel tun. Anders ist es bei den Bässen, die ja eine viel größere Wellenlänge haben und eher Kugelförmig abstrahlen.

    Anderer Versuch:
    Wenn ich 2 Bässe nebeneinander (liegend) habe. Einen richtig und einen verpolt anschließe, dann löscht sich der Bass mit hoher wahrscheinlichkeit selber aus. Wenn ich beide richtig gepolt anschließe und eine Box um 180° drehe, dann sollte das doch unterm Strich das selbe Ergebnis liefern, oder?

    Bei meiner LKW Theorie liegen aber noch mal 3-4m zwischen den Bässen. Wie wirken sich die nun aus? Kann mir da jemand eine (physikalische) Antwort zu geben?

    (Konkret komme ich darauf, da ich das Gefühl hab, dass mir bei besagtem Aufbau auf einem LKW die PA nicht das an Bass liefert, was sie normalerweise könnte. Es ist zwar Bass da, aber irgendwie zu wenig. Hilft es da, wenn ich eine Seite in der Phase drehe? Oder eine Seite delaye? Oder eine ganz andere Anordnung? z. B. die 18"er (Trennung < 100Hz) beide mittig und in Fahrtrichtung nach hinten spielend vorne auf die Ladefläche legen und dann beide Seiten entsprechend delayen? Tiefe Frequenzen kann man ja nicht richtig orten. Dann bräuchte ich allerdings noch eine 4te Endstufe wegen des Delay. Daher sollte die Möglichkeit dann schon funzen. Leider war beim Aufbau bisher nie genug Zeit das alles mal zu testen. Deshalb nun erstmal in der Theorie.)

    Danke für eure Antworten.

  • test
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    4
    • 28. März 2003 um 17:23
    • #2

    das mit dem bass ist kein problem. du hast aber ein sehr interessantes phänomen:
    zwischen den bassboxen hälst du es nicht aus :wink:
    die boxen bilden ja vom prinzip her eine halbkugelige abstrahlung. in sofern macht das nicht so viel aus.
    das wichtigste ist aber in der regel das was nach hinten raus geht. an den seiten brauchst du selten mehr als 10m wurfweite (12''/2'' direkt)
    nach hinten muß alles was geht, weil die leute vielleicht in vier reihen tiefe stehen, aber sie möchten vielleicht hinter her laufen :D
    deshalb den 'lärm' immer nach hinten raus. klapp die ladebordwand runter und zurre sie fest. geht mit einem spanngurt 5t ganz gut

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
    Trussing, Line Arrays

  • Throsten
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    • 28. März 2003 um 19:18
    • #3

    Der LKW fährt nicht, wenn die Bordwand unten ist. Das ist das Problem.

  • e-on
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    • 29. März 2003 um 00:37
    • #4

    Internetseite des Ladeboardherstellers raussuchen.

    Schaltplan runterladen.

    Vom Fachmann die Sperre überbrücken lassen oder man ist selbst einer.

    Bei Sörensen geht das.

    :?:

  • Throsten
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    • 29. März 2003 um 10:16
    • #5

    Bei Europcar nicht. Das ist aber nicht Thema dieses Threads.

  • Throsten
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    832
    • 29. März 2003 um 10:29
    • #6

    Aber wenn wir schon dabei sind, das ganze auf die Auteilung nach hinten festzunageln. Wie würdet ihr denn die Bässe und Tops anordnen? Der LKW hat nun mal ne Ladebordwand (und auch noch einen Anhänger dran). Und bei geliehenen Fahrzeugen pfusche ich auch nicht in der Elektrik rum. Sollte auch jeder vertehen.

    Habs bisher so gelöst ein Top leicht geneigt nach unten und senkrecht zur Fahrtrichtung anzuordnen und das andere schräg nach hinten spielend. Auf dem Generatoranhänger wirft dann das Delay weiter nach hinten raus. Von den Tops her ist das wenn man an dem Gespann vorbeigeht schon ganz annehmlich.

    Anders sieht es im Bassbereich aus. Die 2 Doppel18" am bessten hinten raus, aber da ist halt ne Wand. Also auch Seite und dann habe ich obiges Problem. Sie einfach auf die Ladefläche in Fahrtrichtung nach hinten strahlend zu legen, kann ja auch nicht so das wahre sein, oder? Nach dem Motto, der Schall wird sich schon ausbreiten...

    Hoffe hauptsächlich erstmal mein Thema-Problem zu ergründen.

  • Volker Holtmeyer
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    13
    • 31. März 2003 um 23:05
    • #7
    Zitat


    Bei meiner LKW Theorie liegen aber noch mal 3-4m zwischen den Bässen. Wie wirken sich die nun aus? Kann mir da jemand eine (physikalische) Antwort zu geben?

    Bei einem Abstand von 3 m gibt es die erste Auslöschung bei etwa 57 Hz. Eine Auslöschung entsteht nämlich da, wo der Weglängenunterschied der beiden Quellen zum Empfängerpunkt der halben Wellenlänge (bzw. ungeradzahligen Vielfachen davon) entspricht.

    f = c/(2l) (mit c = 340 m/s und dem Abstand l)

    Wenn die Subs aber links und rechts an der Bordwand stehen, wird der Abstand der akustischen Zentren aber vermutlich so bei etwa 2 m liegen. Das bedeutet die erste Auslöschung (Seitlich zum LKW - vor bzw. hinterm LKW addieren sich die Schalldrücke! Hier ist der Weglängenunterschied ja 0!) ist bei etwa 85 Hz, also genau da, wo's eigentlich "drücken" sollte!

    http://www.volkerholtmeyer.de/

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