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In welchen Fällen RCD (Fi)

  • erik
  • 30. April 2009 um 17:20
  • erik
    Beiträge
    1.408
    • 30. April 2009 um 17:20
    • #1

    Hallo,

    Wieder einmal Thema RCD:

    Wann genau ist dieser vorgeschrieben?
    1. Fall CEE Anschluss -> Verteiler -> Schuko: ja, ist klar
    2. Fall Schukoanschluss im Raum der VA -> Schuko Verbraucher: Bin ich verpflichtet zu prüfen ob ein rcd dort vorhanden ist, falls nein muss ich einen einbauen?
    3. Fall CEE Anschluss -> Verbraucher (Dimmer) -> Laka -> Scheinwerferbar: Ist hier auch ein RCD vorgeschrieben?

    Gruß, Erik

  • dennis vilcu
    Beiträge
    69
    • 30. April 2009 um 17:35
    • #2

    Hi

    Zitat

    1. Fall CEE Anschluss -> Verteiler -> Schuko

    Mir ist nicht ganz klar warum dir das klar ist ?

    Lg Dennis

  • david anhäuser
    Verifiziert
    Beiträge
    392
    • 30. April 2009 um 18:13
    • #3

    3. Fall Fals vom Haus aus kein RCD 0,03 vorhanden ist muss du einen einbauen zusätzlich must du vom stromabgriff nach dem RCD aus ein PE mit an die Truss legen oder du machst eine Gegenmessung :lol: wobei unter der berücksichtigung der last warscheinlich de PE im Laka ( 18 G 2,5qmm ) eh einen zu geringen Querschnitt hat also PE legen :wink:

  • madmax
    Reaktionen
    494
    Beiträge
    5.381
    • 30. April 2009 um 18:46
    • #4

    ...im zweifelsfall lieber ein FI zuviel. Und vorher testen, ob auch tatsächlich der Schutzleiter angeklemmt ist...
    Hatten letztens in nem alten Saal das schmerzhafte Erlebnis. Kollege konnte beim Abbau den C-Haken eines noch an ner Schukodose hängenden defekten Gerätes nicht mehr loslassen. Ergebnis: Notarzt > Krankenauto > 24h-EKG > Glück gehabt.
    Steckdose untersucht >>> Schutzleiter lose >>> FI Fehlanzeige.
    Das zeigt, wie schnell es gehn kann. Vor allem, wenns nicht bloß ne 'flüchtige Berührung' war. Was wohl die meisten hier schonmal erlebt (und auch weggesteckt) haben.
    Habe im Net jetzt praktische, kleine Zwischenkabel mit Stecker >> FI+PE-Check >> Kupplung gefunden. (ca. 150€) Gibts auch als Billiglösung im Baumarkt.
    In CEE - Verteiler für die Bühne gehört sowas ohnehin rein.
    Aus Schaden wird man klug...

    Never stop a running System

  • gylo
    Beiträge
    440
    • 30. April 2009 um 21:43
    • #5

    Nach VDE wird ein RCD für alle Stromanschlüsse <= 32A gefordert (genaue Stelle möge jemand nennen, der eine VDE-Ausfertigung sein eigen nennt), für unseren Bereich fordert die BGV C1 einen RCD für alle elektrischen Betriebsmittel (bzw. gibt einen Fehlerstromschutzschalter als DA zum §27).

    Praktisch handhaben wir das so, dass so gut wie alle Verteiler einen RCD haben, für den Fall dass sich in der Unterverteilung eines Veranstaltungsraumes mal keiner befindet.
    Ist einer da, testen wir, welcher zuerst rausspringt (mit dem Duspol L gegen PE mit Lastzuschaltung). Meisten sinds unsere, dann sind wir zufrieden. Wenn nicht, tauschen wir je nach dem was am Verteiler hängt gegen einen ohne RCD, in den meisten Fällen lassen wir das aber so. im Fehlerfall ists so oder so erstmal dunkel oder leise und der Fehler muss eh gesucht werden. Ob der RCD dann auf der Bühne oder in der Unterverteilung im Keller ist, ist dann auch egal.
    Truss erden machen wir so gut wie immer.

    Zu deiner Frage mit dem Dimmer (3.):
    Wenn kein RCD im Haus vorhanden ist, hängen wir zb einen 32er Dimmer über einen 63er-Verteiler mit RCD entweder an einen 63er Anschluss, oder wenn keiner da ist, mit Adapter auf einen 32er. Dann ist man auf der sicheren Seite.

    gruß
    gylo

    ... kann man da nich was löten ? ;)

  • elektrolüütze
    Beiträge
    67
    • 1. Mai 2009 um 13:09
    • #6

    Also die Aussage lieber einen RCD mehr als einen zu wenig möchte ich so auch nicht bestätigen.

    Schaltet ihr 2 RCDs hintereinander muß der 1. selektiv sein.
    Auf der RCD ist dann ein s wie selektiv und der Nennfehlerstrom ist min 3mal so hoch zu wählem.

    Auch gebe ich hier mal zu bedenken, dass man über einen alstrom selektiven RCD nachdenken sollte!!
    Dieser ist bei Gleichfehlerströmen zu verwenden! Diese entstehen ja zB EVGs, Elektronischen Netzteilen, Dimmern....

    Ich denke da machen sich auch nicht so viele Leuten gedanken zu...

  • buzz
    Profi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.248
    • 3. Mai 2009 um 14:13
    • #7
    Zitat von &quot;elektrolüütze&quot;

    Schaltet ihr 2 RCDs hintereinander muß der 1. selektiv sein.

    Das ist mir neu! Hast Du dafür einen Normenbeleg..?

    Da es in diesem Fall ja eher darum geht, das gewünschte Schutzziel zu erreichen, habe ich nur wenige Bedenken, zwei (gleichartige) Fehlerstromschutzschalter in Reihe zu haben.
    Klar, bei zwei gleichartigen Fehelrstromschutzschaltern in Reihe weiss man nie, welcher der Beiden zuerst auslöst, oder ob gar Beide auslösen, aber das ist mir im Fehlerfall doch relativ egal...
    Der der Stromquelle näherliegende Fehlerstromschutzschalter darf ein selektives Modell sein, aber auch nur dann, wenn er ausschliesslich diesem Speisepunkt zugeordnet ist und keine weitere Stromkreise ohne verzögerten (aka selektiven) Fehlerstromschutzschalter schützt.

    Der Tipp mit den allstromsensitiven Fehlerstromschutzschaltern kann dagegen nicht oft genug gegeben werden. Insbesondere bei Verbrauchern wie Frequenzumrichtern (Motorsteuerungen) und elektronischen Vorschaltgeräten (MovingHeads etc.) sollte auch mit Gleichfehlerströmen gerechnet werden.
    Diese Gleichfehlerstöme sorgen teils dafür, dass der Typ-A-Fehlerstromschutzschalter (bzw. dessen Summenstromwandler) ist "Sättigung" geht und im Fehlerfall einfach nicht mehr auslöst.
    In Fällen, in denen mit Gleichfehlerströmen gerechnet werden kann, muss ein Typ-B-Fehlerstromschutzschalter eingesetzt werden.

    Gruß aus Nürnberg,

    buzz

    Hier geht's weiter...

  • elektrolüütze
    Beiträge
    67
    • 3. Mai 2009 um 15:34
    • #8

    Naja das mit dem Selektiven hast du dir doch selber erklärt oder nicht?
    Muß mal schauen ob ich finde wo es steht. Aber so hat man es damals in der Meisterschule gelernt...

    Wenn du schreibst der dem Fehler am nächsten liegende RCD soll abschalten, macht es keinen Sinn 2 gleiche hintereinander zu schalten. Im schlimmsten Falle legst du dann die ganze Halle in dunkelheit (was nach der TAB 2007 aber auch nicht mehr sein darf)

    Also RCD / RCDs je nach Verbraucher auslegen. Aber bedenkt auch bitte denn ihr den Alstromsensitiven nehmt bringt es nichts wenn ihr eure Verteilung an eine bestehende mit RCD baut der nur pulsirende Gleichströme abschaltet. Der könnte im schlimmsten fall nämlich dann hops gehen (also der Kern des Summenstromwandlers würde gesättigt).

  • david anhäuser
    Verifiziert
    Beiträge
    392
    • 3. Mai 2009 um 16:45
    • #9

    Der Kollege wollte doch nur wissen ob er einen RCD dazwischen setzten muss wie wär es wenn Ihr ihm die frage auch beantwortet bevor Ihr weiter diskutiert???
    Oder ist das nicht sinvoll?? :lol: :wink:

  • buzz
    Profi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.248
    • 3. Mai 2009 um 17:39
    • #10

    David:
    gylo hat die Frage doch schon beantwortet, daher masste ich mir an, auf einen kurzen Exkurs einzugehen :wink:

    elektrolüütze:
    dass es schöner ist, wenn nur ein Fehlerstromschutzschalter auslöst, ist mir wohl bewusst, aber nach Deiner Formulierung klang es für mich so, dass es eine normative Forderung gäbe, dass in einer Reihenschaltung von Fehlerstromschutzschaltern der quellnähere ein selektives Modell sein muss. Und dafür hätte ich eben gerne eine Normenfundstelle.

    BTW: die TAB2007 gilt (wie so viele andere Normen und normenähnliche Bestimmungen, z.B. die DIN 18015) logsicherweise für die Errichtung neuer Anlagen. In wieweit da der Anschluss eines steckervertigen Verteilers unter "Neuerrichtung" im (Sinne der TAB!) fällt, sei mal dahingestellt.

    Gruß aus Nürnberg,

    buzz

    Hier geht's weiter...

  • david anhäuser
    Verifiziert
    Beiträge
    392
    • 3. Mai 2009 um 17:50
    • #11

    Naja dann hab ich mich verlesen :wink:

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