Wenn ich eine Box auf einer Bühnenseite hab, die 100 db macht und 14m daneben, andere Bühnenseite, die gleiche steht, mit ebenfalls 100 db, um wieviel db erhöht sich der Pegel bei einem Monosignal ? Meines Wissens nach sind es 6 db, stimmt das ?
Also die 2. Box macht +3 und die 2. Verstärkerleistung macht auch nochmal +3.
Addition von Pegeln
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kommt auf den Standort an
- es kann auch eine Auslöschung geben.Ansonsten würde ich von 3db ausgehen - 2x LS heißt ja nicht, daß Du damit auch die Leistung des Amps erhöst, Du hast also nur den Zugewinn durch den zusätzlichen Lautsprecher.
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Bei einer optimalen Hörposition (d.h. nicht überall !!!) addiert sich der Schallpegel um 6 dB ... die Schall-Leistung nimmt nicht um 6 dB sondern "im Mittel" um 3 dB zu.
Je nach Frequenz und Abhörposition (und Raumgeometrie ...) wird "hier und da" kräftig interferiert.

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Prinzipiell ergibt die Addition zweier Schalldruckpegel 6 dB mehr - vorausgesetzt die Signale sind in Phase und haben die gleiche Amplitude.
Beides variiert aber erheblich in deinem Beispiel, wenn die Abstände zu den Lautsprechern unterschiedlich sind. Und zu dem ist das Ganze dann auch noch frequenzabhängig. Je nach Position und betrachteter Frequenz schwankt der Pegel zwischen 0 dB SPL und +6 dB. Im Mitttel (über alle Positionen und über alle Frequenzen) ergibt sich etwa ein Pegelgewinn von 3 dB.
Bei einem Musiksignal wird man im Bereich zwischen den Lautsprechen etwa diese +3 dB messen. Direkt vor einem der beiden Lautsprecher wird man keine nennenswerte Pegeländerung feststellen, da der Pegel des anderen Lautsprechers hier verhältnismäßig gering ist (größerer Abstand).
Das Thema haben wir hier aber auch schon ausführlichst durchgekaut. Musst du mal ein bisschen suchen.
Und wenn du's ganz genau wissen willst, darf ich diese Lektüre empfehlen.
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Ich meinte natürlich kohärentes Signal, genau mittig gemessen und frei Feld.
Grund ist, den Pegel am FOH zurück zu rechnen, der 1m vor einem Lautsprecher war.
Bei einer Liveband, alle Pan`s auf Mitte, Bühnenpegel deutlich leiser als PA.Gibt es eine einfache Rechensoftware mit Graphischer Oberfäche? Die folgendermaßen funktioniert:
Draufsicht
Ich zeichne ein Rechteck ein (entsprechend des Geländes), positioniere die Schallquelle rechts und links,
alles mit Bemaßung und gebe den Pegel jeder Quelle an.Wenn ich bei google earth den Cursor bewege, zeigts mir unten Lat. und Lon. Das müsste in cm oder m sein.
Am Cursor z. B. müsste dann immer der resultierende Pegel angezeigt werden, je nachdem wohin ich ihn bewege. -
Mapp Online
EASE
Ulysses -
Für den Zweck -> schreibs dir selber

Das ist doch jetzt wirklich keine anspruchsvolle Mathe dahinter.
Ich habe da letztens im Tutorium mit Studenten lustige Aufgaben zu dem Thema durchgerechnet und die haben es auch alle verstanden (oder zumindest vorgetäuscht).... -
Danke für deine Hilfe, Volker. Bis auf mapp online sind mir die genannten Programme in der Demoversion bekannt.
EASE ist nur für Linearrays und Ulysses Demo zeigt mir nur den Pegel einer Box an. Beide Programme sind nicht gerade Preiswert und bei Meyer müsste ich mich länger einarbeiten. Weiterhin ists mir zu ungenau den Pegel anhand von Farbvergleichen der Isobaren zu bestimmen. Damit fällt auch selbst schreiben weg, da auch das, für eine schnelle und einfache Pegelberechnung ohne berücksichtigung der Frequenzen, zu lange dauert. (Gemessen am FOH hatte ich mit
einem 100€ Pegelmesser und den interessieren die Frequenzen nicht.)Meine Betonung lag auf "einfache" Software, wie z.B. div. Pegel - Online Rechner. Die, die ich kenne machens auch nur mit einer Quelle.
Vielleicht weiß ja noch jemand was, oder kann mir wenigsten das Beantworten:
Außer der normalen Abstands - Rückrechnung, wieviel db sind noch zu berücksichtigen, 3 oder 6 ?
Bei:
2 Quellen, eine Links und eine Rechts der Bühne, Abstand 14m.
Gemessen hab ich 87 dbA am FOH. genau mittig und frei Feld, Abstand je 18m zu einer Quelle
Bei einer Liveband, alle Pan`s auf Mitte. = kohärentes Signal?, Bühnenpegel deutlich leiser als PA.
Wieviel db waren es 1m vor einer Quelle ? -
Hallo Jim,
die Frage ist ohne aufwändige Simulation praktsich nicht mehr zu beantworten, denn auch einen Meter vor einer Quelle hast Du noch den Lärm der zweiten Box aus 14 Meter Entfernung, abzüglich Richtwirkung... Dazu kommt noch der Bühnenpegel, wenn auch leise. Der Endpegel am Mischplatz resultiert übrigens nicht nur aus dem Abstand, sondern auch aus allen Reflexionen und damit verbundenen Auslöschungen am Mischplatz. Das kann man bei einem reinen Wiesen Open Air (aber wirklich nur wenn es nichts außer Wiese gibt, so weit das Auge blickt) vernachlässigen.
Wenn das alles nicht wäre (also eigentlich blanker Unsinn), würdest Du vom Mischplatzpegel 6 dB (von der zweiten Box) abziehen und dann mit dem Abstandsgesetz zurückrechnen.Viele Grüße
Tobias Kammerer -
Zitat von "Jim"
EASE ist nur für Linearrays
Ich meinnte "EASE-Original" und nicht EASE Focus.Zitat von "Jim"Ulysses Demo zeigt mir nur den Pegel einer Box an.
Nein, die Demo kann mit bis zu 8 Lautsprechern rechnen.Zitat von "Jim"Weiterhin ists mir zu ungenau den Pegel anhand von Farbvergleichen der Isobaren zu bestimmen.
Musst du ja auch nicht. Bei Ulysses z.B. kannst du mit der linken Maustaste in die Hörfläche reinklicken und es poppt ein kleines Fähnchen mit dem exakten Pegelwert auf - bis auf 0,01 dB genau. Oder brauchst du's noch genauer? :wink: -
Jim:
Auch wenn du die Firma vielleicht weniger magst, probier' mal die Crossmax Software:
http://www.dynacord.com/de/products/1/12/42_crossmax.htmlIm "Configuration" Menü auf "2-In-4" schalten, dann stellt das Programm idealisierte Punktquellen dar.
Im "Placement" Menü kann man sich dann die Addition von bis zu 4 Boxen in einer Raumebene ansehen.
Geht mit "Umdenken" sowohl horizontal als auch vertikal. Der Einzel- und Summenfrequenzgang wird breitbandig dargestellt, die räumliche Verteilung nur bis 150Hz, das reicht aber um sich beispielsweise einfache Subanordnungen von der Schallverteilung her anzuschauen.
wetbf
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Hi,
zum Pegelgewinn kommt noch ein, meist nicht berücksichtigter Effekt hinzu, werden mehrere Boxen/Lautstprecher aufgebaut, so "interagieren" diese miteinander. Die (mir bisher bekannten) Standardformeln zur Wirkungsgradberechnung haben nämlich einen Mangel, sie konvergieren nicht gegen 1 (sprich 100%).
Nimmt man sich mal die Formel zur Wirkungsgradberechung eines einzelnen Chassis (in unendlicher Schallwand) heran und "übersetzt" diese auf zwei Chassis, so haben diese beiden zusammen +3dB mehr Wirkungsgrad. Allerdings macht man dabei den Annahmefehler, daß weiterhin eine unendliche Schallwand existiert, was ja nicht der Fall ist, da für jedes Chassis in obigem Beispiel eins vorhanden ist, das selbst wieder Energie entzieht. Solang der Wirkungsgrad infolge weniger Chassis klein bleibt, machts kaum einen Fehler, geht man aber in den Bereich von PA, so würden ab ca. > 40 sehr ordentlicher Chassis Wirkungsgrade oberhalb 100% erreicht. Es muß also ab nennenswerten Gesamtwirkungsgraden (>10%) mit einer Korrektur gerrechnet werden. Vermutlich kommen auch daher die unterschiedlichen Erfahrungen im Pegelgewinn, bei größren PA-Anordnungen hat sich ja eher einer von ca. +3dB herauskristallisert (quasi mehr auf Leistungsinput bezogen).
Grüße
Mattias -
Habs mit Ulysses hinbekommen. Ja Volker, zeigt auf 0,01 genau an. Leider muss man sich die Meterabstände aus den einzelnen Rasterquadraten zusammen zählen. Da werden nur die Koordinaten angezeigt. Mittig vom FOH nach Quelle
links Aussen, also diagonal, geht garnicht. Das ist noch schlimmer, als den Pegel anhand von Farbvergleichen der Isobaren zu bestimmen. Man muß ständig zw. Diagramm und Boxenparameterleistungswattangabenänderung hin und herschalten, solange bis man irgendwann mal 100 dbA, 1m vor der Box hat und kann dann durch abzählen der Raster zuzüglich Pytagoras mit Kuli, wegen der Diagonalen, den Pegel am Pult anzeigen lassen.Oder bin ich schon wieder zu blöd. das Programm zu bedienen.