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Bässe umgekehrt auf die Bühne stellen

  • montesuma
  • 4. Juni 2009 um 14:52
  • montesuma
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    • 4. Juni 2009 um 14:52
    • #1

    Ich habe auf einer Veranstaltung gesehen, dass 3 Subwoofer übereinander auf der Bühne standen (pro Seite), und der mittelere Subwoofer umgekehrt, also zu den Artisten gerichtet, aufgestellt war. Dadurch soll der interne Bühnensound nicht so wummerig werden, nach vorne hin aber dennoch genug raus kommen.
    Da kommt doch vorne auch kaum noch was raus, oder nicht?

    3 Subwoofer wären 12dB gewinn zum einzelnen Subwoofer
    1 Subwoofer umgedreht - fällt also weg, wären 6dB weniger
    Dieser eine würde mit seinem Rücken auch noch einen Gewissen Wind erzeugen, ich schätze einfach mal mit -3dB
    Wären wir bei restlichen 3dB Gewinn im Vergleich zu einem Single Subwoofer insgesamt nach vorne weg...

    Nach hinten hin würden die zwei Rücken der nach vorne gedrehten Subwoofers mit jeweils -3dB den Druck des mitteleren Subwoofers (der zu den Artisten zeigt) komplett auslöschen, also 0dB Bass auf der Bühne, die Artisten freuen sich und können ein bisschen sauberer abgenommen werden...

    Kann / darf man das so rechnen?

    Feuer frei...zerreist meine Theorie ;o)

  • 4Art
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    • 4. Juni 2009 um 14:55
    • #2

    Das ist ein CSA-Setup. Nachzulesen dazu ist praktisch alles hier:

    http://www.dbaudio.com/pub/live/TI330_D.PDF

  • tufkaklto
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    • 4. Juni 2009 um 17:06
    • #3

    Falsch:

    Das wird gemacht, damit man sich die Bässe für die Sidefills sparen kann.
    So fängt man 2 Fliegen mit einer Klappe.
    Und die Musiker haben so auch den Bass, den sie wollen :wink: :wink: :lol: :lol: :lol: :lol:

    Ne, Spaß beiseite, das von 4art stimmt schon.


    Kann man auch mit anderen Herstellern basteln, aber muß man aufpassen, nur einfach die Polarität drehen ist zu wenig.

    Es geht in erster Linie darum, eine Bassdämpfung auf der Bühne zu erzeugen ( also eine Nierencharakteristik / Cardoid )

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • Volker Holtmeyer
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    • 4. Juni 2009 um 17:34
    • #4

    Prinzipiell kann man den Gedankenansatz von montesuma so stehen lassen - er hat jedoch einen kleinen Fehler: Der (theoretische) Pegelgewinn bei einer Verdreifachung ist nicht 12 dB sondern 20 log 3 = 9,5 dB (+6 dB gibt es nicht pro Sub mehr sondern pro Verdoppelung der Subs).

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • niggles
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    • 4. Juni 2009 um 19:59
    • #5

    Die Idee (CSA) ist gut; allerdings funktioniert sie bei Körperschall nicht wirklich, daher ist ein CSA *auf* der Bühne heute genau so sinnwidrig wie ein 3er-Bassstack ebendort vor 20 Jahren...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • simonstpauli
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    • 4. Juni 2009 um 20:17
    • #6

    die Dämpfung wird durch zusätzliche Verzögerung einer Linie erreicht und sie ist frequenz-abhängig.
    Ich probiere im Moment viel mit Sub-Anordnungen herum, CSA ist gut wenn man wenig Platz vor der Buhne hat.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • montesuma
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    • 5. Juni 2009 um 17:11
    • #7
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    sondern 20 log 3 = 9,5 dB (+6 dB gibt es nicht pro Sub mehr sondern pro Verdoppelung der Subs).


    ach ja, klar, logisch, ich depp...

    Wenn ich mir Eure Antworten so durchlese, komme ich auf eine Erkenntnis: Man muss "viel" Holz hinstellen, um es "ein bisschen" brummfreiher auf der Bühne zu haben...

  • Campfire
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    • 5. Juni 2009 um 17:23
    • #8

    naja, soviel auch nicht.....
    3 Q-Subs im CSA-Mode sind lauter als 2 "normale" und etwas leiser als wenn man alle 3 normal fahren würde, die Bassabschwächung ist aber auf der Bühne schon deutlich bemerkbar.

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • montesuma
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    • 5. Juni 2009 um 17:54
    • #9

    Könnte man das mit anderen Lautsprechern auch hinbekommen? Wären Hörner besser oder schlechter als Direktangetriebene oder Bass Reflex Bässe?

  • Campfire
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    • 5. Juni 2009 um 20:26
    • #10

    der trick dabei ist das erstellen des richtigen Setups.
    TW audio bietet meines Wissens auch entsprechende Setups an, bei anderen Anbietern (und auch bei D+B) gibts das ja schon in einer Box....

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • Sound-Klinik
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    • 6. Juni 2009 um 12:56
    • #11
    Zitat von "montesuma"

    Ich habe auf einer Veranstaltung gesehen, dass 3 Subwoofer übereinander auf der Bühne standen (pro Seite), und der mittelere Subwoofer umgekehrt, also zu den Artisten gerichtet, aufgestellt war. Dadurch soll der interne Bühnensound nicht so wummerig werden ...


    Bei tiefen Frequenzen ist es sinnvoller, die Kisten NICHT direkt übereinander zu stellen, sondern einen Bass (natürlich separat mit eigenen Settings angesteuert !!) in einer gewissen Entferung hinter den Frontbässen aufzustellen, da die Richtwirkung (bei entsprechend geeigneten Controllersettings :wink: ) deutlich verbessert werden kann.

  • K-Ulrich
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    614
    • 8. Juni 2009 um 13:09
    • #12
    Zitat von "Sound-Klinik"


    Bei tiefen Frequenzen ist es sinnvoller, die Kisten NICHT direkt übereinander zu stellen, sondern einen Bass (natürlich separat mit eigenen Settings angesteuert !!) in einer gewissen Entferung hinter den Frontbässen aufzustellen, da die Richtwirkung (bei entsprechend geeigneten Controllersettings :wink: ) deutlich verbessert werden kann.

    Wenn man den Platz hat. End-oder auf Frontfired Arrays kann man in der Regel naturgemäss nur neben und nicht vor einer Bühne aufbauen (vielleicht noch unter, aber das funktioniert wegen der Reflexionseffekte auch nicht sehr schön).

    Wenn die Bässe also neben der Bühne stehen, findet die optimal Auslöschung auf einer Achse hinter den Bässen statt... wo keine Bühne mehr ist, während man auf der Bühne schon wieder -wenn man Pech hat- mit Sidewaves zu kämpfen hat.

    da ist die Stapelversion oft schon beherrschbarer, die ist zwar theoretisch nicht so effektiv (auf der Beschallungsachse), aber auch nicht so zickig.

    mfg

    Kai

    Für mich zerrts, aber Sie sind ja der Künstler.

  • Volker Holtmeyer
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    • 8. Juni 2009 um 13:13
    • #13
    Zitat von "Sound-Klinik"

    Bei tiefen Frequenzen ist es sinnvoller, die Kisten NICHT direkt übereinander zu stellen, sondern einen Bass (natürlich separat mit eigenen Settings angesteuert !!) in einer gewissen Entferung hinter den Frontbässen aufzustellen, da die Richtwirkung (bei entsprechend geeigneten Controllersettings :wink: ) deutlich verbessert werden kann.


    Das kann ich jetzt so nicht nachvollziehen. Die Directivity der einzelnen Pappen verbessert sich ja durch den Stack, was dem Funktionieren des Ganzen wiederum gut tut. Außerdem liegst du doch in aller Regel schon über Lambda/4, wenn die Kisten hintereinander stehen. (Bei End Fire ist das natürlich was Anderes.)

    Zitat von "montesuma"

    Könnte man das mit anderen Lautsprechern auch hinbekommen? Wären Hörner besser oder schlechter als Direktangetriebene oder Bass Reflex Bässe?


    Nein, das funktioniert natürlich nur mit d&b Q-Subs.

    Spaß beiseite. Hörner verhalten sich im Stack etwas anders als Bassreflexe. Hörner arbeiten am besten, wenn man viele davon eng nebeneinander betreibt. Schon mal ungünstig für den alleine nach hinten abstrahlenden Sub. Zudem verschiebt sich die untere Grenzfrequenz mit steigender Anzahl der Hörner nach unten. Das heißt, wir haben nach vorne raus andere Bedingungen wie nach hinten. Ergo, Hörner sind für sowas nicht so gut geeignet.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Sound-Klinik
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    • 8. Juni 2009 um 17:38
    • #14
    Zitat von "Volker Holtmeyer"


    Das kann ich jetzt so nicht nachvollziehen. Die Directivity der einzelnen Pappen verbessert sich ja durch den Stack, was dem Funktionieren des Ganzen wiederum gut tut. Außerdem liegst du doch in aller Regel schon über Lambda/4, wenn die Kisten hintereinander stehen.


    Ich finde die Variante mit "abgesetzter" Kiste "weiter hinten" und einigen passenden Controllersettings recht wirksam. Wenn die Kisten zu dicht zusammen sind, ist die tiefste noch nutzbare Frequenz dann nicht mehr ganz so tief. :wink:

    Aber sicher setzt das verfügbare Platzangebot (zum Hinstellen) manchmal Grenzen. :?

  • jens rauchfuss
    Verifiziert
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    • 10. Juni 2009 um 11:59
    • #15

    Hallo!
    Vielleicht hilft das hier:
    http://www.voidaudio.com//pdf/bass%20guide.pdf
    Ab Seite 16.

    Gruß Jens R.

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