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EV TOUR-X TX2181

  • Fatfreddy83
  • 8. Juli 2009 um 13:00
  • billbo
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    • 8. Juni 2010 um 23:32
    • #41

    Jetzt kommt schon wieder einer mit ‚schnellem Bass‘ daher :roll:
    Entschuldigung.

    Jens, wir sind uns ziemlich einig was die Einschätzung der Problematik von Resonatorgehäusen – egal welcher Bauart - angeht. Impulstreue und deren Bedeutung für präzise Abbildung des zu wandelnden Signals sind auch mir ein Begriff. Und ja, Basshörner sind daher tonal allen anderen Versuchen vorzuziehen.
    Mich stört die Behauptung, dass elektronisch erzeugte Signale/ Tonfolgen/ Frequenzgemische eine höherwertige Anforderung an die Impulstreue des Wandlers stellten als die naturgetreue Wiedergabe von Geräuschen aus der realen Welt.
    Dein angeführtes Schwingungspaketsignal ist ohne Frage ein gutes Beispiel, wenngleich auch das nicht alleinige Sache des Tieftöners ist – das Überschwingen (die rechteckigen Knicke zu Anfang und Ende der Pause) übernimmt der Hochtöner. Aber Interferenzprodukte aus sich überlagernden, dabei sowohl ihre Frequenz als auch ihre Amplitude stetig (oder auch weniger stetig) ändernden Wellen ‚natürlicher‘ Herkunft stellen jeden Wandler vor genau das gleiche Problem: abrupte, sehr kurze und völlig unvermittelte Pegelsprünge, denen er folgen soll und es je nach Konstruktion allenfalls näherungsweise kann. Vergleiche mal ‚Überlagerung monochromatischer Wellen‘. Und stell Dir dabei nicht nur 2, sondern beliebig viele vor. Oder schaue Dir Rosa Rauschen, das natürlichste und zufälligste aller Signale, auf dem Scope an. Ohne dass überhaupt irgendetwas an – und abschwillt oder ein – und ausgeschaltet wird passieren da spektakuläre Dinge.
    Der Unterschied: beim Naturklang gibt es einen Konsens darüber, wie der klingen muss – denn man kennt den Klang des Originals und bewertet danach die Qualität der Reproduktion.
    Der Elektroklang darf als Kunstprodukt dagegen klingen wie er will – erlaubt ist, was gefällt, Vergleich mit Original nicht möglich. Der eine findet „Pffuuummppp“ toll, der andere „Fupp“. Was der Erzeuger toll fand ist nicht bekannt. Wer weiß, vielleicht dachte der ja an die Anregung von Resonatoren?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • unknown_artist
    Beiträge
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    • 9. Juni 2010 um 12:45
    • #42
    Zitat von "Jens Droessler"

    Was macht ein Resonator daraus? Dieses Signal bringt er nichtmal irgendwann mit der angedachten Amplitude, da er einschwingt, dabei ein Teil der Energie verbrät und dann schon wieder zum Ausschwingen übergehen muss, da das Signal schon wieder "weg" ist. Sind es nun vier Perioden, hat der Resonator vllt. nach der ersten Periode die eigentliche Signalamplitude erreicht und NACH der vierten schwingt er aus.


    Der von dir beschriebene Effekt ist das Groupdelay.

    Zitat von "Handbuch der Audiotechnik - Anselm Goertz"

    Abhängig von der Filterordnung fallen diese
    jedoch mit Zeiten von 6,8 ms (geschlossenes Gehäuse) bis 36,8 ms (Bassreflex-Gehäuse mit zusätzlichem elektrischem Hochpassfilter 4. Ordnung) sehr unterschiedlich aus. Dieses Verhalten könnte eine Erklärung für die in Hörversuchen ermittelten, relativ deutlichen Unterschiede im Höreindruck der verschiedenen Gehäusetypen sein (Leckschat 1992, Müller 1999)


    4 Perioden z.B bei 40 Hz (willkürklich als typische Abstimmfrequenz eingesetzt) entsprechen allerdings schon 100ms -> ganz so schlimm ist es auch nicht.
    Problematischer ist imho der Ausschwingvorgang des Resonators der nicht direkt durch den Verstärker bedämpft werden kann.

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • 4Art
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    Beiträge
    6.135
    • 9. Juni 2010 um 14:22
    • #43

    Nur mal so am Rande und ohne böse zu sein :D :

    Eigentlich eine interessante Diskussion das hier - aber habt ihr den Eindruck, dass der Threatstarter auch nur ansatzweise versteht, was ihr hier diskutiert :D:D

  • fschleif
    Beiträge
    950
    • 9. Juni 2010 um 14:50
    • #44

    Brauch er ja nicht - wenn wir uns einig sind, bekommt er die perfekte Empfehlung für seine Subs :D:D:D:D:D:D:D:D:D:D

  • Jens Droessler
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    2
    Beiträge
    9.074
    • 9. Juni 2010 um 14:55
    • #45

    @ uknown_artist: Ich habe nicht gesagt, dass er vier Perioden zum Einschwingen braucht. Auch da wird er gut eine oder knapp mehr brauchen. Das Groupdelay umfasst meiner Auffassung nach nur den Einschwingvorgang, und mag das Zeitfenster gut beschreiben, allerdings gibt es dort keinen Wert für das Verhalten innerhalb dieses Zeitfensters. Ist es eine Zeit, bis der Wandler einfach nichts tut, um dann mit voller Amplitude das Signal verzögert zu reproduzieren (Wegverzögerung durch langen Schallpfad im Gehäuse z.B.)? Ist es eine Zeit, in der der Wandler langsam den Signalpegel erreicht? Eine Mischung aus beidem? Das wird ja bei der Angabe des Groupdelays nirgends festgehalten.

    @ Billbo: Auch beim Naturklang gibt es keinen rechten Konsens darüber, wie es klingen sollte, gerade im Bass nicht. Du hast natürlich Recht, dass jeder Künstler im Bereich elektronischer Musik den Sound auf seine Abhören, so gut oder schlecht sie auch sein mögen, ausrichtet, was unter Umständen die Klangformung durch die Resonatoren der verwendeten Boxen einschließt... Aber da müsste man zur idealen Reproduktion schon wissen, wie die Resonatoren getunt sind und welche Güte sie aufweisen, und das genau nachbauen, für jeden einzelnen Track. Das ist völlig unrealistisch, daher bleibe ich dabei: Die Zeitdomäne sollte so sauber wie möglich sein, zumindest hinter der Endstufe. Verschlechtern, durch elektronische Mittel, lässt sie sich sicherlich, verbessern, gerade im Bassbereich, eher nicht.

    Um wieder zur elektronische Musik und deren Anforderungen zu kommen: Es geht um das Gesamtpaket! Sounds bis unter 30Hz, schnelle Beats, saubere, laute Lowmids, Signalanteile, die keiner für Naturinstrumente üblichen Physik folgen müssen... Ja, man KANN mit schlechter Stimmwiedergabe wegkommen, aber eine gute schadet auch nicht! Ich strebe nach der "Alles-PA", nicht nach den "die für Rock, die für Techno, die für HipHop"-PAs.
    Deine Beispiele sind alle gut, aber du darfst nicht vergessen, dass jedes einzelne davon in elektronischer Musik vorkommen kann, evtl. sogar verschärft und/oder in Kombinationen, die auf natürlichem Weg unmöglich wären...
    Ich meinte natürlich jeweils volle Schwingungen bei meinem Sinusbeispiel, im Nulldurchgang startend und endend. Da ich E-Technik studiert habe ist mir wie schon angemerkt bekannt, dass nach dem tief angesiedelten Tiefpass vom vorher bebeispieltem Rechteck im Ernstfall sogar nur noch ein reiner Sinus übrigbleiben könnte.

  • lambda-halbe
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    365
    • 9. Juni 2010 um 15:00
    • #46
    Zitat

    aber habt ihr den Eindruck, dass der Threatstarter auch nur ansatzweise versteht, was ihr hier diskutiert

    ...
    das kann und will ich nicht beurteilen, finde die Diskussion aber auch sehr interessant. Leider gibt es das hier seit langen viel zu selten. Und auch wenn er - oder sonst jemand - es nicht verstehen sollte, so kann man hieran schön sehen, dass viel dazu gehört, dass am Ende "Pappe wackelt" :D - und das sowohl auf Seiten der Hersteller, als auch beim Anwender.
    Wenn man verstanden hat was, warum, wie vor sich geht, kommt man eher zu guten und reproduzierbaren Ergebnissen.
    Wenn man sich mal theoretisch mit der Beschallungstechnik auseinader gesetzt hat, und über den Punkt " ich stell da mal zwei LS hin, das hat immer getan" hinaus ist, kommt man ganz plötzlich zu "besseren" Ergebnissen.
    Ich denke, das ist auch mit ein Grund für den Erfolg einiger "Weltmarktführer" Wissenstransfer macht eben vielfach den Unterschied.


    Gruß

    Stephan

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