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10" Chassi hats zerlegt

  • Userkiller
  • 21. September 2009 um 00:47
  • Mechwerkandi
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    • 30. September 2009 um 08:33
    • #61
    Zitat von "ukw"


    Mir hätte eine nette Bemerkung Deinerseits gereicht, daß ich mich - als Überlebender - an diese Höllen Maschine erinnere (H2)


    Das war eine nette Bemerkung. Es geht auch anders, aber das ist hier nicht der Platz dafür.
    Ansonsten war/ist die H2 sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem im Vergleich mit heutigen Motorrädern, aber sicher keine Höllenmaschine.
    Ich hatte über etwa 20 Jahre hin eine S2 350, eine H1 500, eine RD 400 und eine Ossa Yankee. Da war genug meinungsbildendes Material dabei... :wink:

    btt:
    Imho macht es wenig Sinn, über Ideologien zu diskutieren. Auch die vor Dir gelisteten Alt-Treads schaffen an formaler Substanz nur wenig.

  • Mechwerkandi
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    7.712
    • 30. September 2009 um 09:13
    • #62
    Zitat von "Sound-Klinik"


    Wirbel können unter gewissen Rahmenbedingungen auftreten ... sollten aber bei BR-Vents wenig bis keine Bedeutung haben.


    Können...
    Müsste...
    Sollte... Kein guter Ansatz.
    Auch der gebetsmühlenartig wiederholte Hinweis auf ideologisch anders Gestricke schafft keine technische Basis.
    Auch wenn dein Nachbar 3x in der Woche seine Frau verdrischt, ist das kein Grund, das Gleiche zu tun.
    Ausserdem bin ich Techniker, und keine Klagemauer.

    Ich habe eine nachvollziehbare Begründung für ein weitläufig beschriebenes Phänomen geliefert, die, zumindest bis jetzt, nicht widerlegt wurde.
    (Summenfehler, asymetrische Strömungswiderstände, Strömungsgeschwindigkeit, s.o.)
    In der Diskussion wird oft Ursache und Wirkung verwechselt.

    Der oft zitierte Klippel hat zwar a.a.O. die Wirkung eindeutig beschrieben, bleibt aber bei der Forschung nach der Ursache eher diffus. Er schreibt zwar etwas über Turbulenzen und Asymetrien, lässt sich aber nicht weiter dazu aus.

    Übrigens schreibt er auch etwas zu CB Konstrukten:
    "Die durch ein in CB eingebautes Chassis generierte DC Komponente wird durch die Rückstellkraft ("stiffness", Steifigkeit) der eingeschlossenen Luft nicht reduziert, weil kleine Undichtigkeiten immer vorhanden und benötigt (required) werden."
    Faktisch hält also auch er ein CB für frommes Wunschdenken.

    Ansonsten komme ich persönlich zu der Ansicht, das er dem beschriebenen Umstand eine durchaus angemessene Bewertung zukommen lässt, er beschreibt ihn lediglich als Randerscheinung in einer grösser gefassten Abhandlung. So etwas pauschal für alle Ausfälle verantwortlich machen zu wollen, halte ich für nicht nachvollziehbar. Es braucht einiges an recht rigiden Rahmenbedingungen, die in vielen Anwendungen kommerzieller Tonübertragung überhaupt nicht vorstellbar sind.

  • Jonnytrance
    Gast
    • 30. September 2009 um 17:37
    • #63
    Zitat von "bernd häusler"

    Moin,


    Man tuned hin, man tuned her...


    naja, schade... war eben PA


    Auf was willst du hinaus?

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 30. September 2009 um 17:51
    • #64

    Moin,

    Das Problem mit Summenfehlern ist, daß man Summanden in der entsprechenden Wertigkeit berücksichtigen muß, um Den Fehler treffend vorherzusagen. Im Namen dieses Forums findet sich der entscheidende Hinweis: "PA". Unter diesem Aspekt sollte man die Abhandlungen von Wolfgang Klippel lesen, der sich mit dynamischen Wandlern in der kompletten Breite der Anwendungen befasst, da sind auch Handy-Hörkapseln und Türsprechanlagen dabei.

    Seine Anmerkung zu CB und der Rückstellkraft des eingeschlossenen Luftvolumens ist - eine Anmerkung. Welche Schlüsse daraus zu ziehen sind bleibt offen, und dem Lautsprecherentwickler genauso überlassen, wie alle seine weiteren Anmerkungen auch. Richtig gelesen schreibt er: "geschlossene Volumen schließen DC-Displacement nicht aus, die Wirkung auf das DC-Displacement ist mit der Undichtheit verknüpft, probiert es aus."

    Das habe ich gemacht, ein zylinderförmiges kleines Loch in der CB-Gehäusewand, in Helmholtz ausgedrückt am unteren Ende des einstelligen Tunings. Die Reaktionszeit des DC-Displacement auf Bursts oberhalb der Einbaureso verkürzt sich auf "sofortige" Einstellung eines verschobenen Schwingungsmittelpunktes. Das Loch verschlossen, und schon wandert die Membrane deutlich erkennbar langsamer aus. Mit Musik "betrachtet" entscheidet das Loch über noch brauchbar (bei dichtem Gehäuse), oder hörbar klirrend und sichtbar einseitig die Enspannung traktierend (bei offenem Loch). Das war mit einer Standard DC-Schleuder.

    Mit einem Chassis aktuellsten Entwicklungsstandes ist das DC-Displacement mit geöffnetem Loch bei Bursts oberhalb der Reso sichtbar aber gering, und bei Musik erahnbar. Bei geschlossenem Loch muß man mit Bursts schon extrem nahe an die thermische Grenze der Spule gehen, um was zu sehen, bei Musik sieht man nichts, und es klirrt auch nicht.

    Unterhalb der Einbaureso ist logischerweise alles in Butter.

    Bei BR ist dort das Tuning. Untersucht das, probiert es aus ;)

    Wir sind hier im "PA-Forum" "Selbstbau", ich erwarte zumindest, daß Ihr hier über PA diskutiert. von mir aus auch am Beispiel bereits fertiggestellter oder gekaufter Lautsprecher. Wer an einer BR (BP/Hybrid) mit Bursts im Nutzbereich kein DC-Displacement sieht sollte zu Homeaudio wechseln, bei PA ist es immer sichtbar.

    Gruß

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 30. September 2009 um 18:21
    • #65

    Moin,

    Zitat von "Jonnytrance"


    Auf was willst du hinaus?

    naja, daß BRs einen Sack voll Entwicklungsaufgaben mit sich bringen und einer geduldigen Kompromissfindung beim Klang bedürfen, um am Ende mit begrenzter Lebensdauer in PA-Anwendung zu enttäuschen.

    Natürlich wird BR nicht wegen Finn Hoffmann oder Wolfgang Klippel (oder gar mir) aussterben, schließlich halten die endlosen Diskussionen über BR dieses Prinzip am Leben... Auf dem Trampelpfad hinterhertrampeln...

    nimms nicht persönlich, Wir sind nicht allein ;)

    Gruß

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

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    Der Bass CB18S ist der Beste

  • Jonnytrance
    Gast
    • 30. September 2009 um 18:30
    • #66

    Du schmeist hier aber verschidene Sachen übereinander.
    Im erste Zitat ging es um "HiEnd" BR Subs (bekommen übrigens schon länge seine 1,5kW und leben noch). Im zweite um das, was ich beim Kunde erlebt habe, wegen Fehlbedienung (ganz andere Bässe). :wink:

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    • 30. September 2009 um 18:55
    • #67
    Zitat von "Mechwerkandi"


    Können...
    ...
    Sollte... Kein guter Ansatz.


    Wer einen Vent - sei es für BR oder andere Kisten - konstruiert, sollte schon wissen, was er tut. Eine Debatte, bei der Strömungswirbel für ein DC-Displacement mit anschließenden Chassis-Zerstörungen in BR-Kisten verantwortlich gemacht werden, sehe ich auf dem Niveau populär- (manchmal gar pseudo-) wissenschaftlicher Sendungen wie "Galileo" (wo manchmal recht reißerisch berichtet/"aufgedeckt" wird).

    Zitat von "Mechwerkandi"

    Der oft zitierte Klippel hat zwar a.a.O. die Wirkung eindeutig beschrieben, bleibt aber bei der Forschung nach der Ursache eher diffus. Er schreibt zwar etwas über Turbulenzen und Asymetrien, lässt sich aber nicht weiter dazu aus.


    Die ganze Diskussion ist diffus und ist m.E. längst in ideologische Sphären abgedriftet.

    Zitat von "bernd häusler"

    Wer an einer BR (BP/Hybrid) mit Bursts im Nutzbereich kein DC-Displacement sieht sollte zu Homeaudio wechseln, bei PA ist es immer sichtbar.


    Du schmeißt alles, was nicht einer möglichst dichten Kiste (CB) entspricht, in einen gemeinsamen Topf. Die Unterschiede bei verschiedenen hybriden Konstruktionen sind weitaus größer, als du es dir möglicherweise vorstellen kannst. Schon simple Hörvergleiche zwischen ähnlich aufgebauten Basshybriden (oder zwischen mehreren Bandpass-Kisten) zeigen gravierende Unterschiede bezüglich Übertragungsbandbreiten und Pegelfestigkeit. :wink:

    Zitat von "bernd häusler"

    Natürlich wird BR nicht wegen Finn Hoffmann oder Wolfgang Klippel (oder gar mir) aussterben, schließlich halten die endlosen Diskussionen über BR dieses Prinzip am Leben ...


    Die wirklichen Gründe liegen da wohl eher anders (Wirtschaftlichkeit, Verfügbarkeit geeigneter/optimierter Chassis ...). Und da du "Hybrid" ja auch zu "BR" zählst: Es gibt da sehr aufgefuchste Konstruktionen, die in der Praxis sehr gut (über Jahre ohne Ausfälle !!) ihren Job machen.

  • Mechwerkandi
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    • 1. Oktober 2009 um 09:25
    • #68
    Zitat von "Sound-Klinik"


    Eine Debatte, bei der Strömungswirbel für ein DC-Displacement mit anschließenden Chassis-Zerstörungen in BR-Kisten verantwortlich gemacht werden, sehe ich auf dem Niveau populär- (manchmal gar pseudo-) wissenschaftlicher Sendungen wie "Galileo" (wo manchmal recht reißerisch berichtet/"aufgedeckt" wird).


    Kein Wirbel, und keine Debatte. :D
    Ich schrieb von Widerständen. Strömungswirbel können einen Widerstand bilden, müssen es aber nicht. :wink:

    Ich fasse das auch gerne noch mal zusammen:
    DC-Displacement ist ein a.a.O. weitläufig beschriebenes Phänomen, das sich im Versuch unter bestimmten Rahmenbedingungen verifizierbar nachbilden lässt.
    Zwingend notwendig dazu sind 1) eine Kopplung zwischen Vorder- und Rückseite des Chassis, 2) sich in der Kopplung befindliche asymetrische Strömungswiderstände (können Konstruktionsfehler sein), sowie 3) die Überschreitung einer fallweise zu ermittelnden kritischen Strömungsgeschwindigkeit in der Kopplung (Widerstand wächst im Quadrat mit der Geschwindigkeit) über einen fallweise zu ermittelnden kritischen Zeitraum.
    Fällt einer dieser drei Punkte aus, gibt es kein DC Displacement.

    Ich stelle fest, das diese Aussage nach wie vor technisch-formal nicht widerlegt worden ist.
    Ich stelle weiterhin fest, das es offensichtlich temporär selbsternannte Fachleute gibt, die nicht in der Lage sind, sich einer Problemstellung ideologisch wertfrei/neutral zu nähern.

  • Sound-Klinik
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    • 1. Oktober 2009 um 16:07
    • #69
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Zwingend notwendig dazu sind 1) eine Kopplung zwischen Vorder- und Rückseite des Chassis, ...


    Wurde DC-Displacement nicht auch bei Hörnern (mit geschlossener Rückkammer !) schon mal ins Gespräch gebracht ?

    Zitat von "Mechwerkandi"

    2) sich in der Kopplung befindliche asymetrische Strömungswiderstände (können Konstruktionsfehler sein), sowie 3) die Überschreitung einer fallweise zu ermittelnden kritischen Strömungsgeschwindigkeit in der Kopplung (Widerstand wächst im Quadrat mit der Geschwindigkeit) über einen fallweise zu ermittelnden kritischen Zeitraum.
    Fällt einer dieser drei Punkte aus, gibt es kein DC Displacement.


    Klingt plausibel.

    Zitat von "Mechwerkandi"

    ... das es offensichtlich temporär selbsternannte Fachleute gibt, die nicht in der Lage sind, sich einer Problemstellung ideologisch wertfrei/neutral zu nähern.


    Vermutlich ist der Aufwand, alle möglichen konstruktiven Einflüsse unter allen erdenklichen Signalformen abzuklopfen immens groß. So bleibt auch zukünftig viel Raum für Spekulationen. :wink:

  • Mechwerkandi
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    • 1. Oktober 2009 um 17:12
    • #70
    Zitat von "Sound-Klinik"


    Wurde DC-Displacement nicht auch bei Hörnern (mit geschlossener Rückkammer !) schon mal ins Gespräch gebracht ?


    Geschlossene Rückkammer = CB = Wunschdenken, s.o.
    Irgendwas ist immer undicht. Verschraubungen, Anschlüsse etc. Die alten Celestion-Chassis z.B. hatten ein dustcap aus einer Art grob gewirktem Gewebe, da konnte man durchkucken...

    Ob sich die Undichtigkeit, und wenn ja, in welchem Umfang, auswirkt, müsste fallweise ermittelt werden. Ist die Undichtigkeit klein im Verhältnis zum bewegten Luftvolumen, ist auch die Wirkung entsprechend klein.
    Es gibt ja auch kein "bisschen undicht", genausowenig wie ein "bisschen schwanger". :wink:
    Der fertigungstechnische Aufwand, eine Box wirklich "dicht" zu kriegen, wäre IMHO unwirtschaftlich hoch. Übrigens sind auch grössere Schiffe wirklich selten richtig "dicht". Irgendwo sickert da immer was 'rein. Aber ab und an die Bilsch auspumpen ist einfach wirtschaftlicher. :wink:

  • Sound-Klinik
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    • 1. Oktober 2009 um 17:53
    • #71
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Ob sich die Undichtigkeit, und wenn ja, in welchem Umfang, auswirkt, müsste fallweise ermittelt werden. Ist die Undichtigkeit klein im Verhältnis zum bewegten Luftvolumen, ist auch die Wirkung entsprechend klein.
    Es gibt ja auch kein "bisschen undicht", genausowenig wie ein "bisschen schwanger". :wink:


    Wobei bei "kleinen Undichtigkeiten" mit asymmetrischem Strömungswiderstand (sofern vorhanden) die Membran eher aus der Null-Lage wandern würde, als bei "größeren Undichtigkeiten" (z.B. bei BR), wo Druckunterschiede zwischen Vorder- und Rückseite sich schnell wieder ausgleichen können (womit die Membran praktisch sofort - abhängig von Güte und Abstimmfrequenz - in die Null-Lage zurückkehrt).

    Bei leicht undichten CBs dagegen würde eine Verschiebung der Null-Lage sich langsamer (und ggf. dauerhafter ...) etablieren, weil der Druckunterschied - auch bei einer Signalpause ! - länger (bis zu mehreren* Sekunden sind möglich !) bestehen bleiben würde. :wink:

    * wer es nicht glauben will: Lenkt mal in einer ziemlich dichten CB den Bass in eine Richtung aus. Man kann dann beobachten, wie die Membran in die Null-Lage sichtbar "zurückkriecht".

  • Mechwerkandi
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    • 2. Oktober 2009 um 09:06
    • #72
    Zitat von "Sound-Klinik"


    Wobei bei "kleinen Undichtigkeiten" mit asymmetrischem Strömungswiderstand (sofern vorhanden) die Membran eher aus der Null-Lage wandern würde, als bei "größeren Undichtigkeiten" (z.B. bei BR), wo Druckunterschiede zwischen Vorder- und Rückseite sich schnell wieder ausgleichen können (womit die Membran praktisch sofort - abhängig von Güte und Abstimmfrequenz - in die Null-Lage zurückkehrt).


    Das ist in dem Kontext IMHO völlig richtig erkannt.
    Zur Erzeugung des beschriebenen Effektes braucht es neben dem relevanten Signal (Frequenz/Pegel) auch noch eine Zeitschiene, s.o.:

    Zitat von "Mechwerkandi"


    ... über einen fallweise zu ermittelnden kritischen Zeitraum.


    Unterbricht man das relevante Signal nur für eine halbe Sekunde, ist der Effekt fort, weil das Chassis quasi verzögerungslos in die Ausgangslage zurückkehrt.
    Das ist zwar auch nur Theorie, weil ich mir gut vorstellen kann, das es über einen längeren Zeitraum zu dauerhaften Verformungen durch Materialermüdung kommt, was aber bei dem Denkmodell unberücksichtig bleiben sollte.

  • mattias bost
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    • 2. Oktober 2009 um 11:21
    • #73

    Hi,

    Zitat

    DC-Displacement ist ein a.a.O. weitläufig beschriebenes Phänomen, das sich im Versuch unter bestimmten Rahmenbedingungen verifizierbar nachbilden lässt.
    Zwingend notwendig dazu sind 1) eine Kopplung zwischen Vorder- und Rückseite des Chassis, 2) sich in der Kopplung befindliche asymetrische Strömungswiderstände (können Konstruktionsfehler sein), sowie 3) die Überschreitung einer fallweise zu ermittelnden kritischen Strömungsgeschwindigkeit in der Kopplung (Widerstand wächst im Quadrat mit der Geschwindigkeit) über einen fallweise zu ermittelnden kritischen Zeitraum.
    Fällt einer dieser drei Punkte aus, gibt es kein DC Displacement.

    Insoweit falsch, als daß hier nur das DC-Disp gesehen wird, welches durch "mechanische Unzulänglichkeiten" entsteht. Dessen Größenordnung ist bie Klippel nur im Mittelfeld aller verschiedener DC-Disp eingereiht.

    Das viel fatalere DC-Disp, und das kann auch CB, Horn mit CB erwischen, resultiert aus einem Phasenversatz zwischen Strom und Auslenkung >90°. Da entsteht eine motorische Kraftkomponente die erheblich größer ist, als die o.g. "Leckkräfte". Ebenfalls an anderer Stelle im forum (und natürlich bei Klippel) beschrieben. Leider sind mir keine Simulationen bekannt, die eine Grafik des Phasenlage "Strom zu Auslenkung" liefern. Mittels dieser wäre eine Auslegung einer wie auch immer gearteten Box zumindest ansatzweise auf Probleme abklopfbar, statt, letzen Endes wegen mangelnder Kenntnisse, auf CB setzen zu müssen. Schließlich bastelt man Systeme auch nicht (mehr) nach dem Motto "CB => Boxenvolumen=VAS", oder "BR nach Kamelhöcker abstimmen".

    Einzig der Betrieb eines Chassis unter seiner Reso ist "sicher" gegen motorische Instabilität. Nur kommt da leider nicht so viel raus.

    Mir scheinen aber BR-Auslegungen, die sich stark an Wirkungsgrad orientieren (eben PA), schon kritischer zu sein. Meine verschiedenen Home-Infras hab ich bis dato nie an "Anschläge" gefahren, jedenfalls nicht mehr, seid Endstufenclipping garantiert ausgeschlossen ist. Davor "knackte" es wohl mal und sah nicht gut aus, mit nen Skope war aber schnell zu sehen, daß der Amp clippte und somit die Dämpfung flöten ging. Wer "BR-Pappen" niedrig getunter Boxen mal mit und ohne "Kurzschluß" angestoßen hat, der wird sich bestimmt schon erschrocken haben, wie das "schwabbeln" kann. Und nach was ist anders, ich nutze die BR-Abstimmung immer um sehr tief zu kommen, die Vents sind im Vergleich zu PA-Boxen recht groß und die AMPS haben keine Mehrleistung gegenüber den Chassis. Aber vielleicht erwischts mich eines Tages trotzdem, das Risiko ist da (zumal platte "Chinasuppenschüsseln").

    Grüße
    Mattias

  • Sound-Klinik
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    • 2. Oktober 2009 um 13:38
    • #74
    Zitat von "mattias bost"

    Das viel fatalere DC-Disp, und das kann auch CB, Horn mit CB erwischen, resultiert aus einem Phasenversatz zwischen Strom und Auslenkung >90°. Da entsteht eine motorische Kraftkomponente die erheblich größer ist, als die o.g. "Leckkräfte".


    Also hat diese ganze Debatte zunächst mal eigentlich nix mit BR zu tun. :wink:

    Zitat von "mattias bost"

    Leider sind mir keine Simulationen bekannt, die eine Grafik des Phasenlage "Strom zu Auslenkung" liefern. Mittels dieser wäre eine Auslegung einer wie auch immer gearteten Box zumindest ansatzweise auf Probleme abklopfbar, statt, letzen Endes wegen mangelnder Kenntnisse, auf CB setzen zu müssen.


    Sowas könnte man doch ausrechnen. :wink:
    Parameter sind die zu bewegende Masse, Kraft/Beschleunigung, Membranfläche und die Kopplung der bewegten Teile vom Chassis über (irgendwie nachgiebige) Luft mit einem oder mehreren mechanischen Teilsystemen (im einfachsten Fall eine geschlossene Kammer ...). Der nächste Schritt wäre ggf. dann, Chassisverformungen (die auf Zug und "Schieb" nicht gleich sind !) mit ins Modell zu integrieren. :D

    Zitat von "mattias bost"

    Mir scheinen aber BR-Auslegungen, die sich stark an Wirkungsgrad orientieren (eben PA), schon kritischer zu sein.


    Auf Effizienz in einem schmalen Übertragungsbereich optimierte Systeme sind da sicher problematischer.

    Zitat von "mattias bost"

    Wer "BR-Pappen" niedrig getunter Boxen mal mit und ohne "Kurzschluß" angestoßen hat, der wird sich bestimmt schon erschrocken haben, wie das "schwabbeln" kann.


    Die Gesamtgüte Qts hängt ja auch nicht nur vom Qms, sondern auch vom Qes ab. Gesamtgüten, die mehr vom Qes "leben" sind bei zu dünnen (bzw. zu langen) LS-Leitungen klar im Nachteil - und erst recht, wenn keine Endstufe die Dinger ausbremst.

  • bernd häusler
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    • 2. Oktober 2009 um 17:55
    • #75

    Moin,

    Zitat von "Sound-Klinik"

    bei BR), wo Druckunterschiede zwischen Vorder- und Rückseite sich schnell wieder ausgleichen können (womit die Membran praktisch sofort - abhängig von Güte und Abstimmfrequenz - in die Null-Lage zurückkehrt).


    "praktisch sofort" ist also auch die Reaktion auf die DC-Kraft. Nach erfolgtem Anprall an die Polplatte, oder umgeknickter Membrankante ist die sofortige Rückkehr zur vorteilhaften Ruhelage unwahrscheinlich.

    Zitat von "Mechwerkandi"

    Das ist zwar auch nur Theorie, weil ich mir gut vorstellen kann, das es über einen längeren Zeitraum zu dauerhaften Verformungen durch Materialermüdung kommt, was aber bei dem Denkmodell unberücksichtig bleiben sollte.

    Denkmodelle finde ich nicht verkehrt, wobei mir das in Anbetracht von 16 zerstörten Chassis etwas zynisch erscheint. Im vorgestellten Fall hat es nichteinmal 12 Monate Clubbetrieb gedauert, bis die ermüdungsbedingte Verschiebung der Ruhelage DC-Kräfte entstehen ließ, die mit Membranknick und Polplattenanschlag endeten.

    Ein eingeschlossenes Luftvolumen verzögert die Auswanderung erheblich, und verhindert so die einseitige Extremauslenkung, die , wenn sie nicht schon im Augenblick zur Zerstörung führt, zumindest einen raschen Verschleiß zur Folge hat. Selbst wenn sich im Luftvolumen ab und an eine leichte temporäre Verschiebung einprägen würde wäre der Verschleiß weit geringer.

    Zitat von "Jonnytrance"

    was ich beim Kunden erlebt habe, wegen Fehlbedienung

    Worin bestand denn die Fehlbedienung?

    Viele Grüße, Bernd

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

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  • Userkiller
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    • 3. Oktober 2009 um 00:03
    • #76

    .. also hinten sind die pappen nicht angeschlagen .., spule ist dort intakt..,

    was mir noch einfällt weil ich das auhc bei meinen letzten urpsversuchen erlebt habe.., das ab einem gewissen punkt es peitschenartig knallt.., insbesonder auf den urps bezogen hörte es sich an alswenn die spulen anschlagen..bei weiteren versuchn aber mitbekommen das sich die pappe verbiegt .., einknickt..,

    das ist mir bei den hk 10nern ..aber erst einmal aufgefallen..kollege meinte neulich das er das am anfang auch schonmal erlebt hatte weil da schonmal 2..3 chassis gewechselt werden mussten

    https://www.facebook.com/userkiller | Verleih u.a. Föön F3 & F2, CO3, E920HL, E460HL, Martin Audio F2

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    • 3. Oktober 2009 um 08:48
    • #77
    Zitat von "bernd häusler"

    Nach erfolgtem Anprall an die Polplatte, oder umgeknickter Membrankante ist die sofortige Rückkehr zur vorteilhaften Ruhelage unwahrscheinlich.


    Dieser Fall tritt gehäuft auf, wenn ein LS-System nicht in seinem von der Konstruktion her vorgesehenen Übertragungs- und Leistungsbereich betrieben wird.
    Nicht wenige User versuchen auf Veranstaltungen, aus ihren Kisten (ggf. durch EQ-"boosten" oder diese digitalen "Octaver") tiefere Frequenzen bzw. insgesamt höhere Pegel herauszukitzeln ("mach mal mehr Bässe 'rein ..." :D ), verkürzen die Lebenserwartungen ihrer "Schnäppchen"-Box und sind hinterher am jammern. :?

    Die meisten Ausfälle werden nicht durch "Löcher in den Boxen", sondern einfach durch Fehlbedienung und Überlastung (d.h. Betrieb außerhalb der vorgegebenen Specs ... und sofern vom Hersteller seriöse Angaben gemacht wurden !) verursacht ... UND natürlich auch bei Kisten, die fehlerhaft abgestimmt sind.

    Es ist also letztendlich die gleiche "Problematik" wie bei Preiswert-Hochtönern in LowBudget-Kisten, die trotz Sofitten ständig am Leistungslimit nach und nach durchgegart werden und ihrem Ende entgegenschwitzen. Und sowas passiert nicht nur auf "richtigen" Veranstaltungen, sondern auch (oder gerade ...) auf "Kindergeburtstagen". :D

  • Mechwerkandi
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    • 3. Oktober 2009 um 12:09
    • #78
    Zitat von "mattias bost"


    Das viel fatalere DC-Disp, und das kann auch CB, Horn mit CB erwischen, resultiert aus einem Phasenversatz zwischen Strom und Auslenkung >90°. Da entsteht eine motorische Kraftkomponente die erheblich größer ist, als die o.g. "Leckkräfte". Ebenfalls an anderer Stelle im forum (und natürlich bei Klippel) beschrieben.


    Auch dieser Zusammenhang wurde in meiner These berücksichtigt, wenn auch nicht sofort erkennbar.
    Die von Dir beschriebene Phasenschiebung generiert sich aus Form der Anregung des schwingenden Systems. Den Zusammenhang habe ich ganz bewusst aus dem Denkmodell zunächst herausgelassen, weil es jede Menge von Anwendungen in der PA Technik gibt, die solche Signalformen in sich ausschliessen.
    Ich schrieb über die Grösse (Pegel) und Dauer (Zeitschiene) der Anregung, die Form braucht es ebenfalls, ist dann aber nur ein Kriterium mehr.

    Trotzdem, rein technisch natürlich ein absolut berechtigter Einwand.

  • Mechwerkandi
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    • 3. Oktober 2009 um 12:30
    • #79
    Zitat von "bernd häusler"


    Denkmodelle finde ich nicht verkehrt, wobei mir das in Anbetracht von 16 zerstörten Chassis etwas zynisch erscheint. Im vorgestellten Fall hat es nichteinmal 12 Monate Clubbetrieb gedauert, bis die ermüdungsbedingte Verschiebung der Ruhelage DC-Kräfte entstehen ließ, die mit Membranknick und Polplattenanschlag endeten.


    Zynismus ist die logische Fortsetzung objektiver Betrachtungsweisen.
    Und ob der Exitus eines nach 12 Monaten in einer Dub-Disco ausgenudelten Chassis letztlich postmortal auf eine DC Komponente zurückzuführen ist, halte ich in dem Zusammenhang für unbedeutend, zumal der Umstand nach wie vor nicht beweisbar bleibt.

    Ursache und Wirkung sind immer noch zwei verschiedene Sachen.

    Zitat von "SK-Manni"


    Die meisten Ausfälle werden nicht durch "Löcher in den Boxen", sondern einfach durch Fehlbedienung und Überlastung (d.h. Betrieb außerhalb der vorgegebenen Specs ... und sofern vom Hersteller seriöse Angaben gemacht wurden !) verursacht ... UND natürlich auch bei Kisten, die fehlerhaft abgestimmt sind.


    Das ist genau der Punkt.
    Niemand bestreitet, das durch DC Komponenten ein Pappenkollaps beschleunigt wird.
    Aber die Wichtung dieser Komponente muss einer verifizierbaren technischen Grundlage folgen, und nicht Ergebnis blanker Spekulation sein.

    Es gibt kein DC-festes Chassis. Es gibt auch keine DC-freie Gehäuseform.
    Es gibt nur technische Möglichkeiten, die Einflüsse fallweise zu reduzieren, um den Preis von Verlusten an anderer Stelle.

  • bernd häusler
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    833
    • 3. Oktober 2009 um 13:10
    • #80

    Moin,

    die gute Frage ist doch: Was lebt bei vergleichbarer Chassisqualität und gleichem Pegel länger, CB oder BR/Hybrid?
    Oder: Wieviel Pegel darf ich jeweils fahren um eine vorgegebene Betriebsstundenzahl noch zu erreichen?

    Nach meiner nicht ganz blanken Spekulation... ...ist CB mehr als nur gleichauf ;)


    @ Userkiller: ich habe schon länger den Verdacht, daß unvermeidbare Pegelreste der Trennung oberhalb der Reso auch einem URPS DC-Collapse bescheren können. Zumindest Finn Hoffmann hat nicht sonderlich steil getrennt, und hatte seinen Spitznamen Frogger von diesen Knallfroscheffekt.
    Könntest Du bitte die Form der Verbiegung der Pappe beschreiben? und die Menbranbewegung bei der Entstehung des Geräuschs?


    Grüße, Bernd

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

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