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Soundcraft GB-Pultausgänge

  • Fränkie
  • 18. Dezember 2009 um 15:31
  • Fränkie
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    • 18. Dezember 2009 um 15:31
    • #1

    Hallo zusammen,

    habe gerade mal in den Blockschaltbildern herumgestöbert.

    Kann es sein, dass die XLR und Klinken-Ausgänge des GB8 unsymmetrisch sind?

    Dort sind zwar XLR-Buchsen drann, aber der Pin3 ist dort über einen Widerstand auf Masse gelegt.
    :o
    Das beträfe die Main-Outs sowie die Gruppen-Out...
    aux und Direkt-Out ebenso

    Gerade bei Main-Out hielte ich das für einen kleinen Skandal.

    Weis das jemand genauer??

    Ich hab so 'n Ding für nen Verein angeschafft und dachte darüber nach die EQ grundsätzlich zu inserten.
    Ich wollte sehen ob der Insert punkt vor der Symmetrierung liegt.

    ...ja...
    welche Symmetrierung?....

    Danke
    FA

    Nicht laut, lieber schön.

    Fränkie

  • Volker Holtmeyer
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    • 21. Dezember 2009 um 13:40
    • #2
    Zitat von "Fränkie"

    Dort sind zwar XLR-Buchsen drann, aber der Pin3 ist dort über einen Widerstand auf Masse gelegt.


    Hast du dir mal den Wert angeschaut?

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Fränkie
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    • 21. Dezember 2009 um 14:54
    • #3

    Stand nich dabei. Hab aber per PN ne intressante mail bekommen.


    Zitat

    Das scheint wohl zu sein was man "impedance balanced" nennt
    (im englischen ist die Unterscheidung zwischen "balanced" und "differential" anhand der genutzten wörter deutlich, aber leider nicht im allgemeinen Bewusstsein.
    Der Widerstand müsste den gleichen Wert wie die Ausgangsimpedanz haben, der Eingangswiderstand ist sowieso gleich. Also wird auf der zweiten Ader nur das Störsignal aufgefangen, unter gleichen Bedingungen wie bei der signalführenden Ader. in der Eingangstufe des Nachfolgenden Gerätes werden Störgeräusche dann ganz normaler ausgelöscht.

    ein weiteres Indiz dafür ist der maximale Ausgangspegel des GB8.
    Er beträgt +20dBu, genau 6dB weniger als die sonst üblichen +26dBu, die man bei differentiellen Ausgangstreibern hätte.


    mfg
    hias.h

    _________________
    Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg

    Alles anzeigen

    da hat er wohl recht... habe mich gerade mal darüber belesen.
    ich halte das zwar für Käse aber nu ists wohl zu spät, ich hätt im Traum nich drann gedacht das man nu auch noch gucken muss ob die XLR-Ausgänge wirklich symetrisch sind...
    Es gibt kleinere Mackie und Behringer-Pulte die so'n Quatsch nicht machen.

    Ich stell mir mal vor jemand schliesst so ein Pult an einen nicht Phasen gedrehten Klark an, da gibts bestimmt erst mal lange Gesichter, :lol:

    wobei sich mir nicht erschliessen will warum man so'n zirkus macht, das signal symmetrisch auszukoppeln kann doch nich soooo viel mehr kosten, 100€ vielleicht??.
    ich meine statt eines Wiederstandes für 2 cent lötet man ein OPV für 10 cent ein, noch ein paar leiterbahnen mehr (wobei das ja am ende spart, man braucht nich so viel ätzmittel) die Spannungsversorgung hingebracht....
    und das mal 51 bei ner GB 32 (32 direkt outs, 8x aux 8xgruppe 3x main)

    Auf die fehlenden 6 dB pfeif ich erst mal, +20 dBu sollten ausreichen, ich bin ja kein Technot und die Kinderchen im Verein auch nicht bzw, werden freundlich ermahnt.


    Nun ja bevor ich mich weiter in Unsachlichkeit verliere...

    Wunderbare Geiz ist Geil-Welt.....

    Danke für den Hinweis hias.h

    Nicht laut, lieber schön.

    Fränkie

  • djvomght
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    • 21. Dezember 2009 um 15:40
    • #4

    Hallo Fränkie,

    keine Panik wegen der Ausgänge, diese machen im täglichen Betrieb genausowenig Probleme wie "richtige" symmetrische (und wenn du nicht ins Schaltbild geschaut hättest, wäre es dir sicher auch gar nicht aufgefallen stimmts :) ?). Beschalte sie einfach genauso, als wären sie symmetrisch, und alles wird gut. Solltest du einen unsymmetrischen Eingang damit ansteuern, so wird empfohlen, die Leitung trotzdem mit 2 Adern plus Schirm auszuführen und die Brücke zwischen Pin 3 und 1 beim XLR am eingangsseitigen Ende der Leitung zu löten (falls nicht im Gerät!) bzw. die kalte Leitung mit dem Schirm zu verbinden, im Falle eines Klinkensteckers. dadurch werden Störanteile, die die Leitung auffängt, mit kompensiert. Den Schirm darf man zur Vermeidung von Erdschleifen unterbrechen (Groundlift), da er nicht als Signalrückleitung dient.

    HTH Jörg

  • Fränkie
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    1.137
    • 21. Dezember 2009 um 16:01
    • #5

    Natürlich nicht...
    Wenn der Rest vernünftig ist sollte sowas ja auch nciht auffallen zumal übersprechen bei den Pegeln die aus dem Pult raus gehen eher nicht die Geige spielt, aber ich finds trtzdem irgendwie panne...
    Was bleibt mir auch weiter als mir keine Waffel zu machen???

    Ich behalts im Hinerkopf und werde es bei unsymmetrieen im Hinterkopf haben, das Pult wegschmeissen oder Symmetriertrafos nachrüsten halte ich alles für noch größeren Quatsch als solchem Mist erst zu bauen...

    FA

    Nicht laut, lieber schön.

    Fränkie

  • billbo
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    • 21. Dezember 2009 um 19:36
    • #6

    Da hat der Hias recht. Das gab’s in den 80ern schon mal, sogar bei ‘richtigen‘, voll modularen Pulten der Größenordnung 30.000,- DM und mehr (z.B. bei TAC/ Amek). Funktioniert in der Praxis problemlos, auch wenn es ganz sicher nicht ganz die feine englische :D Art ist. Ein wenig an den Haaren herbeigezogen könnte man sogar argumentieren: ein mal weniger überflüssiger Weise symmetriert = ein mal weniger Übernahmeverzerrungen im Nulldurchgang...
    Andererseits: bei einem Passat oder gar einer S – Klasse wär’s ein Aufreger. Bei einem Trabbi nimmt man’s achselzuckend zur Kenntnis - falls man es denn überhaupt bemerkt.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • tufkaklto
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    • 22. Dezember 2009 um 09:36
    • #7
    Zitat


    Ich stell mir mal vor jemand schliesst so ein Pult an einen nicht Phasen gedrehten Klark an, da gibts bestimmt erst mal lange Gesichter, :lol:

    Nur der Richtigkeit halberer: In der Polarität gedreht!!!
    Ist ein großer Unterschied :D:D:D

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • guma
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    • 22. Dezember 2009 um 11:54
    • #8

    Jawoll, wegen dem "impedance balanced" würde ich mir keine grauen Haare wachsen lassen. Natürlich ist die CMRR etwas schlechter als bei einer Schaltung mit Differenzverstärker oder Übertrager, was allerdings in 98,5 % der Fälle bei line Pegel keine praktische Rolle spielt. Allerdings fällt dafür ( wie billbo schon sagte ) die Verzerrung durch den Übertrager oder den Differenzverstärker weg, ( die ebenfalls kaum eine Rolle spielt :wink: ).

    Auf jeden Fall war der Stereo Master Out meines ersten Soundcraft 1S vor ( im Januar sind es genau ) 32 Jahren ebenfalls 'impedance matched' und ich kann mich nicht entsinnen, das es bei Anschluß an einen symmetrischen Eingang einer Weiche mit 50m Core dazwischen je ein Brummproblem auf dem Output gegeben hätte. :wink:

  • Volker Holtmeyer
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    • 3. August 2010 um 13:36
    • #9

    Der Thread ist zwar schon etwas älter, aber dieses Statement von Graham Blyth (der das Pult entwickelt hat) kam mir gerade wieder in die Finger:

    Zitat von "Graham Blyth"

    The world is a very dangerous place today if you are an innocent
    piece of clean audio trying to get from A to B.
    The air is full of electromagnetic radiation that exists over a massive range of
    frequencies all the way from A.C. mains up to mobile phones and even beyond
    into radar, and we have to find ways of keeping this interference out of our
    pristine audio. We are mostly concerned with the audio engineer’s old enemy,
    buzz from lighting and mains cables, but we also cannot ignore the effect of
    frequencies beyond the audio spectrum.
    Old science to the rescue.

    Most of our audio cables are screened, and this does a decent job in keeping
    the Radio Frequencies at bay, but doesn’t do anything much to keep out the
    signals that we can hear, because these attack our audio largely by long wave
    length electromagnetic fields which go straight through the expensive foil
    wrap and braided screen protection around our cables. Our telephone lines,
    however, run over vast distances but are unscreened, yet work just fine, and
    the BBC used to run hundreds of meters of unscreened cable all around its
    Langham Place complex with no problems. How? Very early in the history of
    telecommunications it was realised that if you drive audio across a pair of
    wires and twist these wires together, either wire has the same statistical
    chance of picking up some unwanted mush as its twisted partner. The
    resulting signal appearing equally on both wires is known as a Common Mode
    Signal, and how well it is rejected by the audio circuitry is known as the
    Common Mode Rejection Ratio or CMRR.
    What do we mean by balanced?

    When buzzy interference is heard, most people blame the input stage, but it
    doesn’t matter how good the CMRR of your input stage is if the unwanted
    signal on your audio cable isn’t Common Mode, so how can we make sure that
    it is? These airborn signals neither know nor care how the audio signal got on
    the two wires, what level it is or what colour the wires are, because they
    cannot see these things. All they know is how easily they can impress
    themselves onto these wires and this is entirely controlled by the Impedance
    that each wire presents to the unwanted signal. It is therefore essential that
    these two impedances are ‘balanced’ and if they are, then you have a truly
    Balanced Line. It is very easy to make the source impedance of the hot and
    cold signals equal by connecting a 75ohm resistor between the opamp output
    pin and the hot wire, and a matching resistor between the audio ground
    nearest to this opamp output and the cold wire. This is known in common
    parlance as Impedance Balancing, and is tremendously effective, takes no
    additional circuitry and is therefore the most cost effective solution.
    You might be surprised to know that the vast majority of condensor
    microphones, including some of the most expensive on the planet, use this
    method. Now if this is acceptable at mic level then, Q.E.D, it must be brilliant
    at line level, so why use any other method?

    Going a step beyond

    Apart from using a transformer, which does a marvellous job in input and
    output stages but is large, heavy and expensive, the “other” method is
    Differential Balancing.
    In this method, two opamps drive the audio signal to both hot and cold wires,
    the signal to the cold wire being an inverted copy of the hot. Let’s be clear
    from the start here: if the source impedance of each of these signals was not
    identical i.e. balanced, the method would fail completely, the matching of the
    differential audio signals being irrelevant, though desirable for headroom
    considerations. However, there is an interesting technical reason that
    supports the differential solution, particularly over long distances. At
    frequencies above the audio range, the output impedance of the opamp
    driving the hot wire in our simple classic Impedance Balanced circuit begins
    to rise, whereas its balancing resistor in the cold wire stays substantially the
    same, thus creating a very small inbalance. However, in the differential
    solution the cold wire is driven from an opamp that is identical to that driving
    the hot wire, thus preserving the balance over a wider frequency range. Over
    long distances this can make a difference in difficult environments, hence you
    will find Differential Balancing on the main outputs in more expensive
    consoles that might be used in bigger installations and touring situations
    where cable runs can be considerable.

    Two other features make the differential method attractive. Firstly, you can
    drive 6dB more level down the cable before dropping it 6dB at the other end,
    thus gaining 6dB of common mode rejection, but this is almost never done for
    standardisation reasons. Secondly, most implementations of differential
    balancing can be unbalanced by shorting out either cold or hot to ground, with
    no change in signal level. This can save the day if someone has picked up a
    wrongly wired or faulty cable, though it can hardly be said to encourage good
    practice on the road.

    Ignore the hype

    It is rare to find unanimity amongst audio gurus, but without exception they
    will all say that the only true Balanced Line is an Impedance Balanced Line.
    Unfortunately there is a lot of marketing hype and uninformed peer pressure
    that will try to tell you that the only true balanced line is one that has opposite
    phase audio signals on each wire. This is NOT the reason that makes
    Differential Balancing worth paying more for over the simple elegance of
    Impedance Balancing. If your cable runs are going to be really long (more
    than 100m), then you might benefit from the balance in hot and cold
    impedances across a wider bandwidth that differential balancing offers, but
    for line level signals it’s very much a marginal call.

    Alles anzeigen


    http://www.soundcraft.com/support/white_papers.aspx#

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Fränkie
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    • 4. August 2011 um 11:04
    • #10

    Danke, Volker für den interessanten Artikel.

    ...interessant, dass sich der Herr Graham Blyth explizit mit der Frage so genau auseinander gesetzt hat.
    Offenbar verfolgt er sehr genau das PA-Forum, oder anderen ist das auch schon in die NAse gefahren, weshalb die Marketing-Abteilung den, Kraft seines Namens schon mit unanzweifelbarer Kompetenz gesegneten, Herrn um ein Statement gebeten hat.
    Marketingtechnisch zweifellos makellos.
    Aber zwischen den Zeilen gelesen ist es eine preiswertere Methode die auch funktioniert.
    nicht mehr und nicht weniger.
    Der Hinweis darauf, dass es auch teure Mikrofone gibt deren Impedanzen so symmetriert werden, trägt nicht gerade zu meiner Beruhigung bei...

    Nicht laut, lieber schön.

    Fränkie

  • DJheini 13. Februar 2021 um 13:53

    Hat das Thema aus dem Forum FOH nach Mischwerkzeuge verschoben.

Anstehende Termine

  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Donnerstag, 8. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • Competent Person for Event Rigging according to IGVW SQQ 2 | Level 1 | Munich (English)

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    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Donnerstag, 15. Oktober 2026

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