Also, ich bin inzwischen der Überzeugung, dass das funktioniert und rein technisch nichts schlimmes passieren kann. Ich hab mir das Szenario einfach mal aufgezeichnet und mittels Maschenstromverfahren analysiert. Ergo, es geht. Auch wenn ich immernoch ein komisches Gefühl bei der Sache habe. Von meiner Seite aus besteht kein weiterer Klärungsbedarf.
Mehrere Stromaggregate an einer Anlage
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Vor 1 Stunde hab ich einen anderen Thread "... demnächst gibs noch was dazu ..." gelesen.
In diesem Thema findet sich sodann die Lösung für das Problem.Lass die Sache vom ungemochten Dumper machen, indem Du dem Kunden klar sagst, daß die 2-Generatoren-Idee nicht über Deine Geräte laufen soll.
Nach meinen Erfahrungen wollen/werden solche Kunden das trotzdem ausprobieren - egal wie fachlich die Auskünfte/Warnungen sind.Der Kunde findet den Billigsten Anbieter von ganz alleine.
Selbiger wird aufgrund mangelnder Erfahrung vermutlich die DI-Boxen weglassen und sonstige Maßnahmen nicht mal kennen.Uneinsichtige Interessenten (auch diejenigen die fast nix zahlen wollen) werden bei mir nicht Kunde, sondern ich überlass die ihrem Schicksal.
Lieber lass ich mein Material im Lager, als daß ich es zu Selbstkosten und/oder mit Zerstörungs-Garantie verheiz! -
Hab da schon mal nen schönen Schlag gekriegt beim einstecken der Xlr-Leitung ins Mischpult. :?
Waren zwei Aggis. Eins für die Grundversorgung der Halle und eins für die von uns aufgebaute Halle. Und dann kam einer auf die Idee kurtz fristig die vorhandene Anlage als Monitoring zu nutzen. Hat leider nur niemand an den fehlenden Potenzial ausgleich gedacht und ich war der dumme beim Stecken. :roll:
Potenzialausgleich bei den Aggis und ne DI-Box gegen ne Brummschleife müssen schon sein. Wobei ich das mit zwei Aggis auch nicht machen würde. -
Hm, das ist ja teilweise schon fast haarsträubend was zu diesem Thema vermutet und (viel schlimmer) gepostet wird.
Also, wollen wir das mal aufschlüsseln:
1.) Die ganz zu Anfang erwähnte "Unsynchronität" ist unerheblich. Da nirgendwo (*) die zwei Netze der Aggregate zusammengeführt werden, müssen diese nicht synchron sein.
*Die Verbinung der NF-Leitungen stellt keine Verbindung der Netze dar. In einer Endstufe, oder sontigem Gerät mit NF ist immer ein Netzteil. Egal ob Schaltnetzteil oder Trafo, es gibt immer eine galvanische Trennung. Ein NF-Eingang oder ein Lautsprecherausgang hat also niemals eine Verbindung zum speisenden Netz.
Lediglich die NF-Signalmasse ist evtl. mit PE verbunden. Da aber jedes Aggregat an einen gemeisamen Potenzialausgleich angeschlossen sein muss gibt es auch hier keine Potenzialunterschiede.
2.) Unterschiedliche Netzfrequenz. Diese ist aufgrund von 1.) ebenfalls unerheblich.
3.) Verbindung über Rackschienen. Dort muss nichts isoliert werden oder sonst irgendwie geändert. TomyN hat also vollkommen Recht. Die Geräte haben sowieso alle das gleiche PE-Potenzial, egal von welchem Aggregat(-netz) sie gespeist werden. Daher ist auch eine weitere Verbindung der Gehäuse kein Problem.
Oliver: Das mit dem Schlag beim XLR-Stecker ist natürlich dumm, da einfach nur der PE vergessen wurde, dennoch geht es.
4.) Ausgleichstrom über NF-Leitung. Nein. Potenzialausgleich bedeutet auch gleiches Potenzial der Massen. Das kann man nun beliebig weit herunterbrechen um doch noch was zu finden: Unterschiedliche Rpe und so kleine Potenzialunterschiede wenn ein Strom über den PE fließen würde, Potenziale durch Ströme aus Kapazitäten in Netzfiltern, Kapazitäten zwischen Masse und Signalleitungen, usw. Das sind aber alles Effekte die ein paar mV, allenfalls wenige Volt bzw. µA und mA ausmachen.
Gruß,
Johannes -