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die kompakten Dynamischen, eine Bestandsaufnahme

  • guma
  • 14. Februar 2010 um 20:29
  • Sound-Klinik
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    • 27. Juni 2010 um 23:47
    • #41
    Zitat von "guma"

    Es ging um snare top, nicht um Overhead.

    Welch Aufwand für einen Trommler ... :)

  • wora
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    • 28. Juni 2010 um 09:47
    • #42

    na ja, manche snare lebt mit einem bottom-mikro erst so richtig auf. damit kann man schon schöne ergebnisse erreichen, wenngleich es wirklich nicht immer nötig ist. das kommt auch ein bisschen auf die anwendung und die musik an.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Sound-Klinik
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    • 28. Juni 2010 um 11:00
    • #43

    Ich bin ja mehr ein Minimalist und Anhänger einer "natürlichen" Abnahme (d.h. Mikrofonierung, die dem "normalen Hören" des Instrumentes entspricht.* Dass sowas bei (nah besprochenen) Gesangsmikrofonen heikel ist, ist mir natürlich klar. Allerdings bei Drums und Bläsern kann man damit (geeignete Mikros vorausgesetzt !) gute Ergebnisse erzielen.

    *Beispiel Sax: Niemand hört in einem (akustischen !) Konzert die Tröte axial aus dem Trichter, weil der Musiker üblicherweise schräg nach oben - d.h. über die Zuhörer hinweg bläst. Und GENAU SO hört sich das Instrument dann klanglich "richtig" an. Eine achsnahe Mikrononierung erfordert daher immer eine Nachbearbeitung/Anpassung an den "natürlichen" Klang. "By the way": Auch Beim Schlagzeug liegt der Zuhörer üblicherweise nicht unter der Snaredrum (wobei ich "klanggestalterische Maßnahmen" durch zusätzliche Mikrofonierung nicht verteufeln will). :D

  • wora
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    • 28. Juni 2010 um 12:06
    • #44

    hast du es denn jemals probiert?

    es kommt erstens sehr auf die snare an, ob man mit dem oberen-mikrofon noch etwas vom teppich hört. die meisten sind diesbezüglich eher einfach zu handhaben, es gibt aber auch "mufflige" snares.
    das gösste problem des abnehmens von oben ist aber, das wenn man mehr teppich haben möchte auch gleichzeitig die übersprechende hihat mit verstärkt. dies kann man mit einem bottom-mikro recht effizient umgehen.

    in kleineren beschallungssituationen spielt das natürlich meist keine grosse rolle, aber je grösser die bühne wird, desto interessanter wird auch das bottom-mikrofon.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
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    • 28. Juni 2010 um 12:27
    • #45
    Zitat von "Sound-Klinik"

    ......... "By the way": Auch Beim Schlagzeug liegt der Zuhörer üblicherweise nicht unter der Snaredrum .....

    Darauf liegt der Zuhörer allerdings auch nicht. :D Dein Ansatz ist sicher richtig und man macht es ja z.B. auch so für bestimmte Stile, allerdings ist die Konsequenz dann natürlich die, überhaupt kein Snare-mikro zu benutzen und somit haben wir die klassische "richtiger Beitrag - falscher Thread - Situation" :wink:, denn für eine Nicht-Nahmikrofonie am Schlagzeug braucht man üblicherweise keine 'kompakten Dynamischen'.

  • Sound-Klinik
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    • 28. Juni 2010 um 13:11
    • #46
    Zitat von "wora"

    hast du es denn jemals probiert?

    Nur bei Studioaufnahmen (da probier ich schon 'rum) ... bei Live bin ich aber Minimalist (schnell aufgebaut ... schnell "soundgecheckt" ... spielen ... schnell Gage kassieren ... schnell abgebaut ... schnell weg ...). :D

    Zitat von "wora"

    ... das gösste problem des abnehmens von oben ist aber, das wenn man mehr teppich haben möchte auch gleichzeitig die übersprechende hihat mit verstärkt. dies kann man mit einem bottom-mikro recht effizient umgehen.

    Ich geh manchmal sogar soweit, daß ich mit einer Kugel Snare und HiHat zusammen abnehme. Bei dynamischen Mikros kommt die Snare ganz gut rüber (besser als mit dynamischen Nieren !) ... HiHat klingt manchmal etwas bollerig. :wink:

    Zitat von "wora"

    in kleineren beschallungssituationen spielt das natürlich meist keine grosse rolle, aber je grösser die bühne wird, desto interessanter wird auch das bottom-mikrofon.

    ... sofern das Publikum den klanglichen Unterschied wirklich bemerkt ... in Zeiten von MP3 und "mit dem Handy-LS musikhören" kommen mir da schon Zweifel. :?

  • wora
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    • 3. Juli 2010 um 18:44
    • #47
    Zitat von "Sound-Klinik"

    Nur bei Studioaufnahmen (da probier ich schon 'rum) ... bei Live bin ich aber Minimalist (schnell aufgebaut ... schnell "soundgecheckt" ... spielen ... schnell Gage kassieren ... schnell abgebaut ... schnell weg ...). :D


    für top40- und strassenfest-anwendungen hast du da sicher recht.

    eine snare mit einer kugel abzunehmen, würde ich live niemals probieren wollen. das hat jetzt nichts mit ignoranz zu tun, sondern mit allgemeinen erfahrungswerten. da gibt es nämlich zwei probleme:
    1. die zeit für aufbau und souncheck reicht in der regel nicht aus, die beste position für die kugel zu ermitteln.
    2. wenn der drummer während des gigs mal ans mikro kommt, hat man selten eine chance es wieder korrekt zu positionieren.
    deshalb halte ich nieren bei liveabnahme für einen guten kompromiss

    Zitat von "Sound-Klinik"

    ... sofern das Publikum den klanglichen Unterschied wirklich bemerkt ... in Zeiten von MP3 und "mit dem Handy-LS musikhören" kommen mir da schon Zweifel. :?


    ich denke, man sollte nicht immer alle zuhörer über einen kamm scheren.
    wenn du nur diese erfahrungen gemacht hast, dann ist das sehr traurig. ich für meinen teil erlebe es sehr häufig, das sich leute aus dem publikum für den sound bedanken. dann hat sich die mühe doch gelohnt.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tufkaklto
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    • 3. Juli 2010 um 19:25
    • #48
    Zitat von "wora"

    Sound-Klinik hat geschrieben:
    wora hat geschrieben:
    in kleineren beschallungssituationen spielt das natürlich meist keine grosse rolle, aber je grösser die bühne wird, desto interessanter wird auch das bottom-mikrofon.
    ... sofern das Publikum den klanglichen Unterschied wirklich bemerkt ... in Zeiten von MP3 und "mit dem Handy-LS musikhören" kommen mir da schon Zweifel.

    ich denke, man sollte nicht immer alle zuhörer über einen kamm scheren.
    wenn du nur diese erfahrungen gemacht hast, dann ist das sehr traurig. ich für meinen teil erlebe es sehr häufig, das sich leute aus dem publikum für den sound bedanken. dann hat sich die mühe doch gelohnt.

    Sehe ich auch so.

    Etwas OT:
    Was ich ernsthaft nicht verstehe:
    Wieso spielt man eigentlich Musik und baut Boxen, wenn man der Meinung ist, das es das Publikum eh nicht verdient oder es diesem egal ist bzw. es eh keinen Hörgenus mehr hat auf Grund von MP3?????????

    So, zurück:
    Kugel verwende ich auf Bühnen eher in Ausnahmefällen, zb Headsets oder Anstecker.
    Sonst aber kaum.....

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  • Sound-Klinik
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    • 4. Juli 2010 um 22:19
    • #49
    Zitat von "klauston"

    Wieso spielt man eigentlich Musik und baut Boxen, wenn man der Meinung ist, das es das Publikum eh nicht verdient oder es diesem egal ist bzw. es eh keinen Hörgenus mehr hat auf Grund von MP3?????????

    Wenn ich selbst mit einer Band spiele, bemühe ich mich, eine optimalen Sound abzuliefern. Zuhörer, die sich halbwegs interessieren, sprechen uns an und sind begeistert von dem authentischen, natürlichen Klang (minimal FXs, sehr gute Mikrofonierung etc.).
    Für die meisten sind solche Veranstaltungen jedoch nur ein Event von vielen (Hauptsache es "kracht").

    Wer sich ernsthaft interessiert, was ich damit meine: Buchtipp "Generation Doof" (sehr interessant sind Kapitel 6 und 7).

  • oton
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    • 4. Juli 2010 um 23:10
    • #50
    Zitat

    Vielmehr ist "Generation Doof" eine oft unterhaltsame, noch viel öfter aber allzu oberflächliche Bestandsaufnahme, die zudem in weiten Teilen überflüssig ist. Über weite Strecken ist "Generation Doof" lediglich eine Zusammenschau dessen, was längst bekannt ist. Stoff für einen pointierten Artikel hätte das sicher noch allemal geboten - aber es musste ja gleich ein ganzes Buch werden. Was dabei herausgekommen ist, ist eine Mischung aus verspäteter Abrechnung mit der so genannten Spaßgesellschaft, Fin-de-siècle-hafter Dekadenz-Klage und voyeuristischer Nabelschau.
    Spätestens ab der 150. Seite stößt zudem der manierierte Schreibstil auf. Ich vermute, dass die beiden Autoren eifrige Leser der Kolumnen von Oliver Kalkofe und große Bewunderer der "SPIEGEL"-eigenen Headline-Kultur sind: Kein noch so flaues Wortspiel wird ausgelassen, und im ganzen Buch gibt es kaum einen Abschnitt, der ganz frei von flapsigen Kalauern ist. Auf Dauer hemmt das den Lesefluss, und letztlich entsteht der Eindruck eines Buches, das gern schlauer und witziger wäre, als es ist.

    Wer will kann auf Amazon.de noch ca. 200 weiter Rezensionen lesen, die genauso klingen ... ich habe mal ein paar Seiten reingelesen, und bin ähnlich entzückt ....

    Wie kann man eigentlich als Beschaller/Musiker arbeiten, und so weit weg von den Leuten sein, für sie man arbeitet? Oder machst du nur Ü50 Konzerte für audiophile Nörgelbrüder mit extremen Spaßdefizit???

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • oton
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    • 5. Juli 2010 um 01:07
    • #51

    und wie kann man soviel Müll auf EINER Seite schreiben ...

    Zitat

    bei Live bin ich aber Minimalist (schnell aufgebaut ... schnell "soundgecheckt" ... spielen ... schnell Gage kassieren ... schnell abgebaut ... schnell weg ...).

    Zitat

    Wenn ich selbst mit einer Band spiele, bemühe ich mich, eine optimalen Sound abzuliefern. Zuhörer, die sich halbwegs interessieren, sprechen uns an und sind begeistert von dem authentischen, natürlichen Klang (minimal FXs, sehr gute Mikrofonierung etc.).

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

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  • Sound-Klinik
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    • 5. Juli 2010 um 09:55
    • #52
    Zitat von "oton"

    Wer will kann auf Amazon.de noch ca. 200 weiter Rezensionen lesen, die genauso klingen ... ich habe mal ein paar Seiten reingelesen, und bin ähnlich entzückt ....

    Ich habe es KOMPLETT (wie auch viele andere Veröffentlichungen z.B. über die Entwicklung in Schulen) gelesen und finde - gerade die letzten beiden Kapitel - sehr gut recherchiert. Sicher hätte das Buch insgesamt etwas kürzer ausfallen können.
    Und ich kann auch gut verstehen, daß viele Leser das darin beschriebene als unangenehm (da selbst betroffen !) empfinden. :D

    Zitat von "oton"

    Wie kann man eigentlich als Beschaller/Musiker arbeiten, und so weit weg von den Leuten sein, für sie man arbeitet?

    Bin ich gar nicht. Ich stehe sogar heute noch recht häufig als Musiker auf der Bühne (z.B. fast immer am letzten Samstag im Monat im Orange in HB-Findorff).
    Nur bin ich kein glühender Anhänger von Veranstaltungen, wo nur stumpfsinnige Dosenmucke - kollektive Massenalkoholisierung inklusive - geboten wird.
    Übrigens: Unsere "Spaßgesellschaft" hat uns allen schon jetzt viele Probleme (u.a. mehr Gewalt unter Kindern/Jugendlichen, "Kein Bock auf Lernen" bzw. Schule, einer wachsenden Zahl von Studienabbrechern in mathematisch/naturwissenschaftlichen Fächern etc.) beschert - d.h. die "Spaßgesellschaft" ist gerade dabei, sich den Ast abzusägen, auf dem sie sitzt ...

  • tufkaklto
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    • 5. Juli 2010 um 10:25
    • #53
    Zitat von "Sound-Klinik"

    Für die meisten sind solche Veranstaltungen jedoch nur ein Event von vielen (Hauptsache es "kracht").

    Wer sich ernsthaft interessiert, was ich damit meine: Buchtipp "Generation Doof" (sehr interessant sind Kapitel 6 und 7).

    Ich kann Deine Aussagen einfach nicht verstehen.

    Du verallgemeinerst ers mal immer, unterstellst einfach mal, das es eh alle nur krachen lassen wollen oder sie keinen Musikgeschmack hast, weil sie MP3 hören, und tust so, als wärest Du der Weisheit letzter Sch(l)uss

    hast Du dir schon mal ernsthaft überlegt, das es möglicherweise Menschen gibt, die anders denken als Du ????

    Abgesehen davon kann auch laute Musik gut klingen, und nichts mit MP3 zu tun haben.

    Ich kann bei Dir immer nur Frust zwischen den Zeilen rauslesen, aber bitte, das ist ein Tread über Mikrofone, der wieder mal mit sinnlosen Philosophien über die Hörgewohnheit der Generation doof zugemüllt wird.

    Das muß jetzt nicht sein.

    Eigentlich müßte ich mich jetzt persönlich beleidigt fühlen, wenn Du deinen Mitmenschen solche Dinge unterstellst, wenn Sie nicht so denken wie Du !!!!!!!!!!

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  • mringhoff
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    • 5. Juli 2010 um 12:19
    • #54
    Zitat von "Sound-Klinik"

    ... bei Live bin ich aber Minimalist (schnell aufgebaut ... schnell "soundgecheckt" ... spielen ... schnell Gage kassieren ... schnell abgebaut ... schnell weg ...).


    ...bevor sich jemand beschwert...? :)

    Ich kann beide Seiten verstehen. Man darf nicht vergessen, daß die Veranstaltungstechnik vom Hinterhofsommerfest des Dorfwirts bis zu den großen internationalen Bühnen geht...
    Bei einigen Festen ist der Genuss flüssiger Kulinaritäten wesentlich wichtiger für Gast und Gastwirt als die Musik. Da wäre es wirklich Perlen vor die Säue, wenn man sich mit aufwändiger Mikrofonierung beschäftigen würde. Und zahlen tut das auf solchen Festivitäten auch keiner.

    Aber nun ist dieser Thread eben dafür da, Mikrofone zu diskutieren und nicht über Sinn und Unsinn von gastronomischen Partykonzepten. Dieser Thread ist also nichts für Minimalisten....

    Schade, wenn die fachliche Seite nicht mehr weitergeführt wird. Über "Generation Doof" kann man sich auch im offenen Brett unterhalten. Ich bin sicher, da finden wir auch die ein oder andere Gemeinsamkeit :)

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  • guma
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    • 5. Juli 2010 um 15:05
    • #55

    Ja, das reicht jetzt. Keine weiteren veranstaltungs-philosophischen Betrachtungen ( dazu gerne eigenen Thread im offenen Brett eröffnen ) und keine weiteren Kugelmikrofonapplikationen ( dazu gerne einen passenden neuen Thread in diesem Board ). Schlimm genug, dass sich, mangels allseitiger Disziplin, jemand, der sich einfach nur über den angesprochenen Mikrofon-Typ informieren will, durch diese ganzen Ergüsse durchquälen muß.

  • guma
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    • 13. Mai 2012 um 10:47
    • #56

    Um nochmals mit aktuelleren Mikrofonen des in diesem Thread angesprochenen Typs fortzufahren:

    Benutzt jemand im Forum das

    EV PL35
    AKG P4

    und kann dazu Erfahrungsberichte/Vergleiche zu anderen hier angesprochenen Typen geben ?

  • guma
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    • 26. Mai 2012 um 11:37
    • #57

    Da diese Mikros hier entweder völlig unbekannt oder ihre Benutzer Kommunikationsmuffel sind, hier mein kurzer Test:

    PL35

    macht einen sehr robusten Eindruck. Das Gelenk funktioniert ordentlich, die Idee mit dem Knick im Gehäuse für den Kabelauslaß ist klever. Die EV-Rim-Klemme habe ich schon länger für verschiedene Snare-Rims im Gebrauch. Man hat zwar einen erheblichen Kraftaufwand beim Anklemmen, was nicht jedermanns Sache ist, danach sitzt das Ding aber bombenfest.
    Im Anwedungstest habe ich mir angewöhnt, die Mikros erst mal an der Halterung zu beklopfen, um die Körperschallentkopplung und eventuelle Resonanzphänomene zu testen. Hier das Minus. Es gibt eine ausgeprägte hörbare Gehäuseresonanz, die sich auch deutlich beim Beklopfen der Halterung auslösen lässt. Das solte bei solchen Mikros nicht sein ( ist z.B. bei der AUDIX D Reihe schon im Mikro perfekt bedämpft und funzt akustisch daher mit jeder Halterung ) und wird natürlich relativ unbemerkt auch zum Bestandteil des Snare/Tomsounds. Für sich genommen gibt es dieses Phänomen gerade bei teuren Stäbchen- oder Großmembrankondensatormikros zwar auch, diese werden aber dann nicht in der Hand gehalten oder gar irgenwo an die Quelle angeklemmt und für ihre üblichen Einsatzgebiete mit perfekt entkoppelnden Spinnen betrieben.
    Das Mikro klingt an der Snare unspektakulär, lässt sich aber mit EQ prima zurecht machen, so dass es für den Zweck durchaus zu gebrauchen ist. Die Gehäuseresonanz konnte ich bei einem Vergleich mit dem D3 hören. Ich nehme aber an, dass man die ohne direkten AB Vergleich nicht so wahrnimmt.

    P4

    Ebenfalls robuster Ersteindruck. Dann aber eine herbe Entäuschung: Das Stativgelenk ist funktionsuntüchtig :shock: . Beim Versuch, es mit der Knebelschraube festzuziehen, bleibt das Ding zunächst zu lose, dann dreht der kleine Kunststoffgriff der Schraube durch, das Mikro lässt sich im Gelenk nicht fest einstellen. Bei genauerer Analyse offenbart sich noch eine "Konstruktionsmerkwürdigkeit". Der Mikroseitige innere Teil des Gelenks besitzt zwar eine Art "Zahnkranz" aus winzigen bolzenartigen Fortsätzen, die "Gelenkgabel" ist aber auf der Gegenfläche spiegelglatt, sodass hier keinerlei bremsende Wirkung entsteht. Daher muß die Schraube so kräftig angezogen werden, also ein Doppelfehler. Liebe AKGs: Das haben die Chinesen einfach nicht drauf. Das ist nicht der erste feinmechanische Gau, den ich 'made in PCR' entdeckt habe. Im Laden fanden wir das gleiche Phänomen bei vier weiteren Mikros, bei einem weiteren aus einem Drumsatz ließ sich die Schraube mit Kraft ohne Durchdrehen zuziehen, sodaß von einem Chargenproblem augegangen werden kann, die Konstruktion behält trotzdem ein Gschmäckle. An dieser Stelle möchte ich die Geduld und den Einsatz des Mitarbeiters eines großen Musikhauses in meiner Region lobend erwähnen. :wink:
    Die Rimklemme ist mir bereits vom AKG D40 bekannt. Bei breiten Rims muß man hier auch ganz ordentlich Kraft aufwenden, die Klemme ist recht kompakt, was für dem Mikrokoffer ein Vorteil ist, sie hält bombenfest. Ich hoffe, dass das Ding, da man das je nach Rim ganz ordentlich auseinander biegt, auch im Langzeitverhalten gutartig und funktionstüchtig bleibt.
    Klanglich bin ich im Verhältnis zum aktuellen Kurs des Mikros recht zufrieden. Resonanzphänomene wie beim EV Model gibt es nicht. Die Kapsel nimmt keinerlei Gehäuseresonanz auf, es gibt keine störende Körperschallübertragung via Halterung. Es produziert ohne viel EQ einen präsenten, knackigen Snaresound mit im Vergleich zum D3, meiner "Referenz" deutlicher Höhenbetonung ähnlich den nicht mehr neu erhältlichen beyerdynamic-Modellen M420/422. Daher bietet sich das Mikro auch als preiswertes Bottom Mikro an. Natürlich sind das keine Höhen wie aus einem Kondensator-Modell und wenn ich das mit meiner Stimme anhöre, geht das auch mit dynamischen Kapseln der gehobenen Klasse noch etwas feiner aber für den Preis und den Zweck ist das wirklich in Ordnung. :wink:

  • guma
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    • 19. Oktober 2015 um 23:17
    • #58

    Uiuiuiui ... Schon wieder drei Jahre und fünf Monate her ...
    Mir sind neben all den Chinakrachern inzwischen noch diese zwei neuen Mikros seriöser Hersteller des im Titel genannten Mikrofontyps aufgefallen:

    Beyerdynamic TG D35d, seit diesem Sommer im Handel, sieht für mich so ein bisschen aus wie das gute alte M420 überarbeitet im neuen Drummergewand mit integriertem Stativgelenk was sicher eine gute Idee ist

    und

    Miktek PM10 habe ich gerade beim Drummer von Elliot Moss gehört und gesehen und hat mir als Snaremikro gut gefallen. Das gibt es schon ne Weile allerdings sind die Mikros bei uns nicht sehr verbreitet und auch Dank des Dollarkurses bei uns nicht ganz billig.( Das PM10 ist jedoch deutlich billiger als mein geliebtes Audix D3, welches inzwischen über 200€ kostet :roll: ) Ich weiß nicht so recht, was ich von diesem Hersteller halten soll, der auch recht teure Kondensatormikros im Sortiment hat und sich bemüht in der gehobenen Mittelklasse mit zu mischen. Ist da zu viel Marketing oder kann das wirklich was?

    Hat jemand diese Mikros schon eingesetzt und kann was an Eigenerfahrung darüber berichten?

  • wora
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    • 20. Oktober 2015 um 00:06
    • #59

    nein, diese mirofone habe ich noch nicht getestet.
    früher hab ich aber auch öfter mal mit M420 und M422 gearbeitet. ich habe die letzten beiden seiten mal schnell überflogen, die weiter oben beschriebenen eigenschaften kann ich bestätigen. wenn das neue TG D35d in diese richtung geht, sollte man es sich sicher mal anhören.

    vom hersteller Miktek hab ich noch nie etwas gehört oder gesehen.


    mittlerweile habe ich aber doch am drumset ein paar neue, dynamische lieblingsmikrofone.
    in der bassdrum kommt bei mir seit etwa zwei jahren vermehrt das alte ATM25 zum einsatz. ich finde es immer wieder verblüffend, wie flexibel einsetzbar dieses mikrofon ist.

    und an der snare setzte ich fast nur noch das aktuelle ATM650 ein. das klingt ein bisschen ähnlich wie das SM57, hat aber eine deutlich besser funktionierende richtcharakteristik. will heissen: das übersprechen der hihat, welches man an vielen schlagzeugen einfach akzeptieren muss, klingt dort einfach nicht schlimm wie beim SM57. man kann hier bei bedarf auch beherzter die präsenzen anheben, ohne dass es irgendwie komisch klingt.
    snare-bottom mikrofoniere ich seither nur noch seltenst, nur noch auf grösseren bühnen und für recordingzwecke.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
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    • 20. Oktober 2015 um 00:12
    • #60
    Zitat von "wora"


    vom hersteller Miktek hab ich noch nie etwas gehört ...


    http://www.miktekaudio.com/products
    Wie gesagt ... ob's diese neuere "assembled in USA Edelmarke" wirklich braucht weiß ich noch nicht das o.g. PM10 hat sich jedenfalls ganz vernünftig angehört ... :wink:

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