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Chassiseinbau : Normal oder andersrum ?

  • tufkawila
  • 26. Februar 2010 um 13:23
  • audiobo
    Profi
    Reaktionen
    2.311
    Beiträge
    5.439
    Einträge
    7
    • 12. März 2010 um 08:43
    • #21
    Zitat von "karl-alfred_roemer"

    Das Volumenproblem könnte man entschärfen, indem man den Magnet nicht hinten am
    Korb befestigt, sondern vorne im Korb, da wo normalerweise die Kalotte ist. Schnell
    patentieren lassen. :lol:

    Es muss noch nicht mal der ganze Magnet sein: http://www.voltloudspeakers.co.uk/

    funktioniert scheinbar ganz gut, bei den doppel-15ern die wir hier haben, ist noch kein Speaker gestorben in all den Jahren (gut, sind auch Aktivkisten mit passendem Limiter). Ich kenne allerdings auch Kisten mit Volt-18ern die verkehrt rum (also mit dem Gerippe wieder innen) montiert sind und regelmässig bei irgendwelchen Technopartys durchschmoren.

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 13. März 2010 um 09:04
    • #22

    Moin,

    Zitat von "matthias falke"

    Danke für das Schadensbild.

    Das ist ein durchaus seltenes "Schmorbild", ich tippe auf einen ungleichmäßigen Kleberauftrag, oder ein Schadensereigniss wie z.B. einen Lagendurchschlag. In welcher Betriebsweise lief diese Spule? (Bass/Mittelton/BR/CB/Horn/DC-Displacement ausgeschlossen?...?)


    es gibt meiner Einschätzung nach viele Faktoren, die thermische Probleme heraufbeschwören. In vielen Fällen ist es DC-Displacement, manchmal auch der Betrieb mit hoher Leistung im Bereich guter akustischer Last, also mit wenig Hub, oft Beides. z.B. bei CB käme ich nie auf die Idee das Chassis mit dem Magnet nach außen einzubauen. Das erhöht das Transportvolumen, welches sinnvoller konstruktiv verwendet werden kann. Eine sinnvolle Konstruktion reduziert thermische Probleme an der Wurzel. Anderswo wird gerade mal wieder Leichtbau diskutiert, und auch Sandwichplatten (MPX,Schaum,MPX) werden vorgeschlagen. Das ist natürlich sehr ungünstig, so bekommt man dann auch mit 30Watt in Bereiche berücksichtigungswürdiger Temperaturerhöhungen. Ebenso solle man überdenken welche akustischen Dämpfungsvarianten gut wirken ohne die Wärmeabfuhr zu verschlechtern. Die Kiste mit Noppenschaum auszukleben ist in geschlossenen Gehäusen ganz sicher nicht sinnvoll, nichtmal vom Nutzeffekt.

    Pi-Speakers mit seinem Alu-Kühler... nun, es ist völliger Unsinn bei einem einen Lautsprecher, der zwingend gestackt werden muß, ausgerechnet an den Flächen, die sich später berühren, eine Kühlung einzubauen. Die Kühlplatten strahlen sich gegenseitig an, echt toll. Ich respektiere den Entwickler dennoch, für seine Messungen zum Problem und den Lösungsweg, blöd ist halt das Stackhorn als Entwicklungsträger. Wobei auch klar sein sollte, daß hier die Hornkonstruktion ansich thermische Probleme heraufbeschwört, die zum Beispiel eine Earthquake Schnecke garnicht hat.

    Wobei, im LAB-Horn sterben die Treiber nur vermeintlich an Überhitzung, es ist in der Regel DC-Displacement, begünstigt durch den altmodischen Teiber und undichte Rückkammern. Das führt schon mal zu einer einseitig verkokelten Schwingspule, zumeist aber gleich zu Fetzen.

    Viele Grüße, Bernd

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • matthias falke
    Beiträge
    1.844
    • 13. März 2010 um 11:30
    • #23

    Der Lautsprecher ist der BGS 40, und steckte in einen Horn, das wiederum in einer Festinstallation diverse DJs ertragen musste. Irgendwelches Material zum Lautsprecherschutz ist dort nicht verbaut. Also vom Mischpult, zu einem Behringen EQ
    welcher gleichzeitig als Frequenzweiche fungiert und dann zu einer betagten aber kräftigen Endstufe. Am EQ werden von den DJs natürlich sehr interessante Einstellungen vorgenommen. Es ist dort sicher die Regel das die Lautsprecher eher mit Rechtecksignalen gefüttert werden.
    http://www.visaton.de/de/chassis_zub…on/bgs40_8.html
    PS:Was ich bei diesem Lautsprecher noch nie hatte, ist eine total verbrannte Schwingspule. Manchmal habe ich den Verdacht das Visaton dort eine Art Sollbruchstelle eingebaut hat. Die Unterbrechung ist immer an der gleichen Stelle, dort wo der Draht
    der Schingspule durch das Gewebe geführt wird.

  • Mechwerkandi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.712
    • 13. März 2010 um 12:14
    • #24
    Zitat von "bernd häusler"


    (die Spulenenden sind immer deutlich heißer)


    Wie konntest Du das nachweisen?

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 13. März 2010 um 17:38
    • #25

    Moin,

    @ matthias falke: danke. Durchführung, durch welchen Stoff? Ich stehe auf dem Schlauch.

    Ließ sich die verbleibene Einbauposition feststellen, sprich: gab es Anzeichen einer verschobenen Nullage? Ich kenne tatsächlich nur Schmorbilder die eine (immer einseitige) totale Verbrennung der Schwingspule zeigen. Die letzte Windung ist jedoch durch die größere Oberfläche und auch durch die Luftsituation, sie taucht in die "frische Luft", besser gekühlt, als die weiteren Windungen des Überhangs. Natürlich tippe ich auf eine durch DC-Displacement, in diesem Fall "nach innen" verschobene Nullage. Bei einem Chassis mit längerer Betriebsdauer würde sich als zusätzlicher Nachweis eine permanente Verschiebung der Nullage durch einseitiges Ausleiern zeigen.

    Zitat von "Mechwerkandi"


    Wie konntest Du das nachweisen?


    siehe oben, das Bild hier ist tatsächlich das erste, welches nicht eine vollständige Verbrennung bis zum Spulenende zeigt.

    @ all: Bitte schneidet bei der Schadenaufnahme immer zuerst die Kalotte raus, und markiert die Position des Polendes mit Edding innen auf der Spule.

    Viele Grüße, Bernd

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • karl-alfred_roemer
    Reaktionen
    2
    Beiträge
    175
    • 13. März 2010 um 22:46
    • #26
    Zitat

    Eine sinnvolle Konstruktion reduziert thermische Probleme an der Wurzel.

    Und wie?

    Was spricht eigentlich gegen meine Idee, den Magnete anstatt auf der Rückseite des
    Lautsprechers auf die Frontseite zu montieren, so dass sie im Konus der Membran
    eingebettet sind? So könnte man die Lautsprecher ganz normal montieren und könnte
    die Gehäuse sogar noch ein zwei Liter kleiner machen.

  • matthias falke
    Beiträge
    1.844
    • 13. März 2010 um 23:04
    • #27
    Zitat von "bernd häusler"

    Durchführung, durch welchen Stoff? I



    An der Klebestelle zwischen Spider und Membran (Pfeil) gehen die Kabel vom LP Anschluss zur Schwingspule durch. Und genau an dieser Stelle ist die Unterbrechung. Ist schon der dritte BGS wo dies zu beobachten war. Ansonsten war bei diesen und den beiden anderen von außen nichts zu erkennen. Nulllage war OK und auch keine Geräusche der Schwingspule wenn man die
    Membran mechanisch bewegte.

  • Mechwerkandi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.712
    • 15. März 2010 um 08:34
    • #28
    Zitat von "bernd häusler"


    Die letzte Windung ist jedoch durch die größere Oberfläche und auch durch die Luftsituation, sie taucht in die "frische Luft", besser gekühlt, als die weiteren Windungen des Überhangs.


    Ich hatte um einen Nachweis gefragt, keine weitere Spekulation.
    Die Schwingspule ist als Komponente gut wärmeleitend (üblicherweise Cu oder Al), von geringer Masse, und rotationssymetrisch durch einen Luftspalt isoliert, korrekte Montage vorausgesetzt. In diesem Umfeld eine lokale Überhitzung durch Dauerbetrieb konstruieren zu wollen, scheint wohl nicht nur mir etwas ambitioniert. Rein physikalisch betrachtet wären die Übergangswiderstände Litze/Wicklung der kritische Punkt...

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 15. März 2010 um 22:34
    • #29

    Moin Mechwerkandi,

    irgendwie erwarte ich auch von Dir, sinnvoll zu zitieren, das ist garnicht schwer.

    Zitat von "bernd häusler"

    Ich kenne tatsächlich nur Schmorbilder die eine (immer einseitige) totale Verbrennung der Schwingspule zeigen.

    Einseitig meint: nie in der Mitte.

    Der Tipp mit einer nicht völlig konzentrischen Schwingspule fehlte noch zur plausiblen Erklärung dieses Schmorbildes, danke.

    Viele Grüße, Bernd

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • siedfleisch
    Beiträge
    379
    • 16. März 2010 um 22:53
    • #30
    Zitat von "matthias falke"

    An der Klebestelle zwischen Spider und Membran (Pfeil) gehen die Kabel vom LP Anschluss zur Schwingspule durch. Und genau an dieser Stelle ist die Unterbrechung. Ist schon der dritte BGS wo dies zu beobachten war.


    Das deutet auf einen systematischen Fehler in der Konstruktion oder Verarbeitung hin. Evtl. ist der Bereich nicht genügend steif, ein starrer Kupferdraht verträgt keine dauerhafte Biegebeanspruchung. Mit einer Klebstoffraupe könnte man vielleicht nacharbeiten, die Prüfung auf Erfolg wäre aber möglicherweise eine Zerstörende...

    -sf-

  • matthias falke
    Beiträge
    1.844
    • 16. März 2010 um 23:10
    • #31

    Na ja, Visaton hat diesen Lautsprecher schon sehr lange im Programm, und eigentlich haben die Lautsprecher von denen eine ziemliche hohe Qualität. Die def. Lautsprecher waren alle aus einem Horn. Vielleicht treten durch die höhere Luftlast bei dieser Art von Gehäuse gerade an dieser Stelle erhöhte mechanische Belastungen auf. Kann sein das dadurch der Draht an dieser Stelle reißt.
    Aber eigentlich Blödsinn, gerade diese Stelle scheint mechanisch sehr stabil zu sein.

  • Mechwerkandi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.712
    • 17. März 2010 um 08:52
    • #32
    Zitat von "bernd häusler"


    irgendwie erwarte ich auch von Dir, sinnvoll zu zitieren, das ist garnicht schwer.


    Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt.
    (Goethe, „Torquato Tasso“)

    Ich hatte mir eigendlich einen Hinweis auf eine entsprechend technisch fundierte Abhandlung gewünscht.
    Die gibt's wohl nicht...
    Verifizierbare Fallbeispiele gibt es auch nicht, da ein entsprechender Defekt durchaus unterschiedliche Ursachen haben kann, bis hin zu einem Summenfehler.
    Technisch nachvollziehbar sind lediglich Zusammenhänge wie die Temperaturverteilung in einer kleinen Masse aus gut leitemdem Werkstoff.
    Es gibt m.W. nach nicht mal verbindliche Betrachtungen über die Einbautoleranzen von Schwingspulen. Der Rest bleibt spekulativ.

    Und, ach ja:
    Vollinhaltlich (also auch mittschiffs...) verschmorte Schwingspulen gibt es zur Genüge... :wink:
    Obwohl ich zugeben muss, das der so gekennzeichnete Defekt in den letzten Jahren immer seltener geworden ist. Mechanische Fehler durch Materialermüdung, wie bei dem o.g. Visaton, sind weitaus in der Mehrzahl.

  • matthias falke
    Beiträge
    1.844
    • 17. März 2010 um 21:03
    • #33

    Mechanisch kann ich mir an dieser Stelle eigentlich nicht vorstellen. Wie gesagt die Unterbrechung ist in der dicken Klebewulst wo Spider und Membran verklebt wurden.

  • siedfleisch
    Beiträge
    379
    • 17. März 2010 um 21:47
    • #34

    Wohl eher in der Klebung von Spulenträger mit Membran, oder läuft der Draht auf der Rückseite der Membran zur Lötstelle mit der Litze? Der ganze Breich erscheint wegen der Klebestellen in der Tat sehr steif, je nach Detailauslegung können dennoch Schwachstellen existieren.

    Die Verwendung im Horn spielt sicher eine Rolle.

    -sf-

  • matthias falke
    Beiträge
    1.844
    • 17. März 2010 um 22:00
    • #35

    Hast schon recht, an der Stelle sind Spulenträger, Spider und Membran verklebt.

  • matthias falke
    Beiträge
    1.844
    • 12. April 2010 um 09:18
    • #36

    Noch mal ein Bild der Zerstörung. Vielleicht interessiert es den einen oder anderen.

  • ralle14
    Reaktionen
    117
    Beiträge
    2.512
    • 12. April 2010 um 15:21
    • #37

    Spule einseitig verbrannt? Riecht nach DC Problemen...

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 13. April 2010 um 01:35
    • #38

    Moin,

    danke Matthias, ich hoffe der Verlust ist nicht zu schmerzlich.

    Viele Grüße, Bernd

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

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  • matthias falke
    Beiträge
    1.844
    • 13. April 2010 um 06:49
    • #39

    Na ja, schmerzlich ist jeder Verlust, aber zum Glück brauche ich diesen nicht bezahlen. :wink:
    Erwischt hat es folgenden:
    http://www.monacor.de/de/JPG/400/G/G1/G104240A.jpg

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