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  5. Strom

an die strom-meister: probleme mit starkstrom-verteiler

  • ddt
  • 5. März 2010 um 17:44
  • ddt
    Beiträge
    2.570
    • 5. März 2010 um 17:44
    • #1

    hallo,
    wurde vom party-pa-forum an euch verwiesen :)

    hab vor kurzem etwas seltsames erlebt:

    wir sollten über ein langes 63A starkstromkabel (ca 40m) und
    einem verteiler mit strom versorgt werden. der verteiler hatte
    einzeln mit 16a träge und fi abgesicherte schuko-dosen. unser
    anschluß sah folgendermaßen aus:

    phase1 fürs dj-pult, monitoring, controller & top-amp (ta-1400)
    phase2 die beiden bass-amps (ta-2400)
    phase drei licht

    eigentlich alles wie immer, hat so nie probleme gemacht.

    soweit, sogut, nun gabs aber das folgende problem: wenn wir
    versucht haben, einen bass-amp einzuschalten, flog sofort die
    sicherung an phase2. umgesteckt auf phase drei, genau dasselbe
    problem. nur an phase1 ließen sich die bass-amps einschalten.
    hab das zunächst auf alte automaten im verteiler geschoben und
    an den verteiler an einen 16a cee ausgang unseren kleinen 16er
    unterverteiler angeschlossen. da wars aber komischerweise genauso,
    nur phase1 lief ordentlich, auf phase2&3 flog beim einschalten eines
    amps sofort die sicherung. also die automaten warens definitiv nicht.

    laut haustechniker sollte der große verteiler aber soweit in ordnung sein
    und wurde auch erst von einer fachkraft überprüft.

    hat jemand von euch ne idee, woher das kommt?
    fehler in der zuleitung?

    wir haben dann aus zwei unterschiedlichen und einzeln abgesicherten
    schuko-dosen aus dem gebäude mit verlängerungskabeln strom
    bereitgestellt und nur phase1 am verteiler benutzt. ging gott sei dank
    den abend ohne probleme.

    _________________
    mfg

    andreas


    bisherige antworten zum thema:

    #1:
    So etwas hatten wir auch schon... das kann daher kommen das entweder auf diesen beiden Phasen noch etwas anderes hing oder der Anschluss falsch angeschlossen wurde...

    Bei uns wurde zb. Phase 1 auf Phase 2 gebrückt und auf Phase 3 lag der N-Leiter.
    Wenn wir L1 eingschaltet haben, am Verteiler...alles gut
    Wenn wir L2 dazu geschalltet haben...alles gut
    Wenn Phase 3 dazu kam fielen L1 und L2 aus...

    Beim Messen kamen dann halt auch ganz komische Werte raus.

    Also bei Strom IMMER Messen bevor man einsteckt!!!

    mfg
    Tobias


    #2:
    Wir haben bei größeren Sachen selbst einen Verteiler, der von 63A auf 32A, 16A und Schuko herunterteilt. Da drück ich dann mal das FI Knöpfchen und wenn der fliegt kanns nicht mehr weit fehlen.
    Dann stecke ich auf eine Phase was an, wenn das dann auch noch läuft kanns noch weniger weit fehlen...

    #3:
    Ton gehört an eine Phase. Mit Licht kann man sowas machen, aber bitte niemals mit Tonequipment, da meist die Künstler Hautkontakt zu Instrumenten/Mikrofonen herstellen können. Läufts dumm liegen da mal 400Volt zwischen Mikro und Gitarre z.B.

    #4:
    Der Musiker zappelt und stirbt u.U. auch schon bei 230V, bevor er zwischen zwei Außenleitern hängt.
    Es gibt diverse Schutzmaßnahmen, um das zu verhindern. Auch die Backline bekommt einen RCD.

    Der eine kauft für seine 3kW-Anlage mit den 3 Chinaverstärker dicke, große Drehstromverteiler, der andere wiederum hängt Ton immer nur an eine Phase.
    Wie realisierst du Beschallungen der 10kW + Backline-Klasse bei magerer Stromversorgung? Einen Außenleiter vom 32er CEE für den Ton und der Lichti bekommt die restlichen 2 Außenleiter?
    Ach ja....


    Bitte weiter im Strombrett des PA-Forums.


    ------

    half mir bisher noch nicht wirklich weiter
    (nachtrag: war ein dj-setup, und bei der anzahl an amps
    und der art der musik (dubstep/breakz/dnb) gehts halt
    nicht auf einer phase mit dem ton...)

    mfg

    andreas

  • timotimo
    Profi
    Beiträge
    2.252
    • 5. März 2010 um 18:36
    • #2

    Antwort 4 ist richtig. Antwort 2 und 3 sind Unfug. Antwort 1 versteh ich nicht. Wie soll auf Phase 3 der Neutralleiter liegen? Ist da Aussenleiter und Neutralleiter vertauscht? Und wenn L1 und L2 sowieso von L1 versorgt werden habe ich doch gar kein Drehstromsystem, sondern nur ein Wechselstromsystem!? Versteh ich nicht ganz, wer da was und wie verkabelt ist.

    Zum Problem:

    Die Bassamps ziehen beim Einschalten große Ströme. Entweder man benutzt trägere Automaten (welche Charakteristik hatten denn die im Verteiler verbauten Automaten?), oder man drückt die Sicherung bei eingeschaltetem Amp mehrmals rein. Da sollte man aber schon sicher sein, was man tut, und dass kein Kurzschluss besteht, sonst wirft es die Vorsicherung.

    Warum ist das Problem jetzt aber bei 2 verschiedenen Verteilern aufgetreten? Das deutet ja darauf hin, dass es nicht die Automaten sind. Ich tippe jetzt mal, dass die Schleifenimpedanz (komplexer Widerstand von dem Aussenleiteranschluss der Steckdose über die Sekundärseite des Erzeugertrafos zum Neutralleiteranschluss der Steckdose im TN-S-Netz) für die Phase 1 höher war als für die Phasen 2 und 3. Ob das jetzt an unterschiedlichen Querschnitten oder der Beschaffenheit des Erzeugertrafos liegt kann man nur mutmaßen.

    Das Protokoll der letzten Überprüfung der CEE-Steckdosen sollte das eigentlich zeigen.

  • ddt
    Beiträge
    2.570
    • 5. März 2010 um 19:09
    • #3

    hi,

    also einschalten mit "sicherungshebel-festhalten" hat auch nix
    gebracht, auf die idee bin ich auch schon gekommen.
    sofort nach loslassen löste die sicherung wieder aus.
    und normalerweise sind 16er automaten nie ein problem,
    wenn man nicht gerade zwei oder drei t-amps gleichzeitig
    einschaltet. wie schon gesagt, genau dasselbe problem
    trat auch an unserem verteiler auf. phase1 ok, phase2&3
    immer mit fliegender sicherung (16a träge)


    ich kanns mir nicht erklären, worans liegt. muß schon irgendwas
    besonders seltsam sein an dieser stromzuleitung... ;)

    mfg

    andreas

  • madmax
    Reaktionen
    494
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    5.382
    • 5. März 2010 um 20:16
    • #4

    Vermutlich war auf 2 und 3 die Spannung niedriger (zu niedrig).
    Ursache können vielfältig sein, dem sollte man nachgehen.
    Der Amp saugt beim Einschalten erstmal die Elkos voll, da fließt kurzzeitig schon ein erheblicher Strom. Und wenn bloß 200V anliegen, isser natürlich noch'n Stück höher.
    Festhalten kann man den Automat auch nicht, das funktionerte nur früher bei den alten Schraubautomaten.
    Aber so 3 mal kurz aus- und ein pumpt das Netzteil quasi schubweise voll.

    Never stop a running System

  • hell&dunkel
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    • 5. März 2010 um 22:34
    • #5

    Bei zu niedriger Spannung zieht nur ein Schaltnetzteilamp der nachregelt mehr Strom, nicht die einfache Trafoblechkiste.

    Zitat von "timotimo"

    Antwort 4 ist richtig. Antwort 2 und 3 sind Unfug....


    Wobei sich Antwort 4 auf Antwort 3 bezog. :wink:

    Timotimos Vermutung (unterschiedliche Schleifenimpedanz) leuchtet mir am ehesten ein.
    Einfachste Möglichkeit: Die Spannung der einzelnen Außenleiter unter Last messen.

    Hier befindet sich i.d.R. die Signatur

  • fabio hermann
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    2
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    1.084
    • 5. März 2010 um 23:28
    • #6

    Ohne vernünftige Messwerte kann man aus der Ferne leider nur viel spekulieren, wird aber zu keiner sinnvollen Antwort kommen. Lasst doch das nächste Mal vom Haustechniker die Spannungen messe, falls ihr das selbst nicht macht. Falls ihr keine Erfahrung damit habt lasst das Messen jemand machen der sich auskennt, Strom macht leider nunmal klein schwarz und hässlich.

    Und beim Messen dran denken, dass ne gewisse Grundlast vorhanden ist, z.B. 1kW Par. Ohne Last können die Messwerte ordentlich aussehen, mit lasst brechen sie dann auf einmal ein.

    http://www.sound-light-bonn.net/

  • ddt
    Beiträge
    2.570
    • 6. März 2010 um 10:46
    • #7

    ok,

    danke, ich werd das mal so an den haustechniker weitergeben.

    mfg

    andreas

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