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Praxis, Reichweite Sennheiser ew Serie

  • MRspeaker
  • 18. Juni 2010 um 09:30
  • MRspeaker
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    • 18. Juni 2010 um 09:30
    • #1

    Wir habenende August zwei Funkstrecken bei einer Aussenveranstaltung im Einsatz, Sennheiser ew100.

    Die erste Funkstrecke muss 50-70m im Freifeld schaffen, das ganze draussen, mit Leuten da zwischen.
    Hierfür habe ich Aktive Paddel vorgesehen, aufgrund der Reichweite.
    Die normalen Antennen bereiten mir etwas Bauschmerzen, oder?


    Die zweite Funkstrecke ist in einem Zelt, muss sich dort einen ca. 40m langen Weg durch die Menschenmasse bahnen.
    Das Funkmikro ist nicht umbedingt immer auf der Bühne, der Empfänger wiederum muss auf einer kleinen Nebenbühne am Anfang des Zeltes plaziert werden....Höhe der Antennen vielleicht 1,5m
    Sollte das so grob funktionieren? - ohne Paddel?

    http://www.audio2.eu
    Sommercable Gewerbe-Händler, Kabelkonfektion

  • simonstpauli
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    • 18. Juni 2010 um 10:02
    • #2

    Ein Wasserbeutel dämpft ca. 25dB.

    Das bedeutet - durch eine Menschenmenge kann man nicht mal 10m Reichweite erzielen.

    Grundregel: Sichtverbindung, wir reden bei UHF von Wellenlängen im Bereich eines 2"-Lautsprechers (auf Schallwellen übertragen, um es plausibel zu machen)

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Volker Holtmeyer
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    • 18. Juni 2010 um 13:13
    • #3

    +1

    Die Entfernung ist kein Problem - das A und O ist Sichtverbindung.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Online
    niggles
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    • 18. Juni 2010 um 13:40
    • #4
    Zitat von "MRspeaker"

    Die zweite Funkstrecke ist in einem Zelt, muss sich dort einen ca. 40m langen Weg durch die Menschenmasse bahnen.
    Das Funkmikro ist nicht umbedingt immer auf der Bühne, der Empfänger wiederum muss auf einer kleinen Nebenbühne am Anfang des Zeltes plaziert werden....Höhe der Antennen vielleicht 1,5m
    Sollte das so grob funktionieren? - ohne Paddel?


    Das funktioniert ziemlich sicher nicht. Wenn du da eine Chance haben willst brauchst du 2 möglichst hoch angebrachte (Fronttruss oder direkt über dem Publikum abgehängt) aktive Richtantennen.
    Auf der Bühne selbst würde ich einfach einen zweiten Empfänger platzieren.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • MRspeaker
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    • 18. Juni 2010 um 16:28
    • #5

    Ich denke auch,
    das ich den Kunden eher überreden werde, direkt an der Bühne den Empfänger zu plazieren, also so wie ich es seid eh und je mache.
    Sollte der Redner von der Bühne runter, zum Puplikum rennen, habe ich die besseren Karten wenn der Empfänger auf der Bühne steht, das ist erprobt und funktioniert.

    Der andere Empfänger wird defintiv mit Richtantennen ausgestattet, dann sollte das auch funktionieren.

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  • tobias kammerer
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    • 24. Juni 2010 um 14:47
    • #6

    Hallo,

    ich würde zumindest noch downsteppen und behaupten, daß es bereits mit den passiv Rundstrahlern von Sennheiser funktioniert. Bei Handmikrofonen übrigens eher als bei Bodypacks.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • MRspeaker
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    • 24. Juni 2010 um 16:20
    • #7

    Bodypacks sind meist auch unter der Kleidung, oder hängen tiefer, auf der Gürtellinie daher könnte das gut sein.

    Ich habe im Zelt selber eigentlich auch keine Bauschmerzen.
    Eher halt im Freifeld.
    Aber dafür habe ich nun Paddels zugemietet.

    Lieber auf Nummer sicher gehen.

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  • tobias kammerer
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    • 24. Juni 2010 um 20:00
    • #8

    Hallo nochmal,

    ein Zelt stellt für UHF keine Reflexionsflächen dar und ist deswegen mit Freiluft gleichzusetzen. Da wird es sicher auch eng bis unmöglich ohne extra Antennen auf diese Distanz.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • simonstpauli
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    • 25. Juni 2010 um 01:12
    • #9

    Ich halte nach wie vor die direkte Sichtlinie für entscheidender als die Distanz. Ein Mensch dämpft das HF-Signal bereits deutlich, eine Menschenmenge ist ein HF-Massaker. Da kommt nichts mehr an. Eine LPDA-Richtantenne bringt typischerweise 6dB Gain auf Achse und Dämpfung ausserhalb der Achse und ist dadurch das Mittel der Wahl, wenn die Empfangsrichtung relativ gleichbleibend ist und man unerwünschte Einstreuungen dämpfen möchte. Diese 6dB habe ich aber schon mehrfach verloren, wenn sich der Sprecher mit seinem Handmikrofon umdreht und damit die Sichtlinie stört, weil er jetzt zwischen Sender und Empfangsantenne steht.

    Eine kurze Erklärung findet sich hier:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Line-of-sight_propagation

    Auf Deutsch heisst das "quasioptische Ausbreitung".

    Und noch einmal: die Distanz ist nicht das Problem, hier gilt das quadratische Abstandsgesetz. Oft kann man mit Optimierungen auf der Sendestrecke die Reichweite noch mal eben verdoppeln.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • tobias kammerer
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    • 25. Juni 2010 um 07:57
    • #10

    Hallo Simonstpauli,

    vollkommen richtig. Nur im Bierzelt steigt mit der Distanz die Wahrscheinlichkeit der Hindernisse. Deswegen sagt man dann pauschal, auf die und die Entfernung wird es knapp, ohne weiter auf die Ursache einzugehen. In geschlossenen Räumen helfen einem Wellenreflexionen über z.B. die Decke, daß die Hindernisse umgangen werden. Deswegen gibt es da weniger Ärger als im Freien oder im zelt.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • MRspeaker
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    • 25. Juni 2010 um 09:25
    • #11

    Wie gesagt,
    so rein aus der Praxis kann ich sagen, das es im Zelt funktioniert.
    Wir haben oft den Empfänger auf einem Tisch stehen, der wiederum ist auf einer Bühne, sprich die Antennen sind auf einer Höhe von ca. 1,6m vielleicht etwas weniger.
    Das klappt....

    Ich habe auch oft die Empfänger (meist 4stk) am FOH auf einem normalen Tisch stehen gehabt, bei einer Bühnenentferndung von ca. 15-20m geht das auch ohne Probleme, jedoch sieht man deutlich, das der Empfänger häufiger zwischen den Bändern hin und herschaltet.
    Klappt aber.

    Nur bei über 50m und der geringen Höhe sehe ich halt die normalen Antenne als etwas kritisch.

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  • simonstpauli
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    • 25. Juni 2010 um 09:50
    • #12
    Zitat von "MRspeaker"

    Wie gesagt,
    so rein aus der Praxis kann ich sagen, das es im Zelt funktioniert.
    Wir haben oft den Empfänger auf einem Tisch stehen, der wiederum ist auf einer Bühne, sprich die Antennen sind auf einer Höhe von ca. 1,6m vielleicht etwas weniger.
    Das klappt....

    Ich habe auch oft die Empfänger (meist 4stk) am FOH auf einem normalen Tisch stehen gehabt, bei einer Bühnenentferndung von ca. 15-20m geht das auch ohne Probleme, jedoch sieht man deutlich, das der Empfänger häufiger zwischen den Bändern hin und herschaltet.
    Klappt aber.

    Nur bei über 50m und der geringen Höhe sehe ich halt die normalen Antenne als etwas kritisch.


    Es bringt mehr, die normalen Antennen auf 3,5m Höhe zu bringen als die Dipole durch LPDAs zu ersetzen. Beides ist natürlich noch besser.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • DJheini
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    • 27. Juni 2010 um 22:50
    • #13

    Gestern auf dem Sportplatz bei einem Schützenfest mit Sennheiser Funkstrecke erlebt:

    Empfänger in einem zu den Zuschauern offenen Holzhäuschen, Höhe über dem Rasen ca 1,25 m.
    Entfernung zum Sender/Redner ca 40 m. Halbe Drehung des Redners, Funkkontakt unterbrochen.
    Zwischen Redner und Empfänger ca. 3-4 Reihen Menschen.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • Jueof
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    • 27. Juni 2010 um 23:17
    • #14

    Hi,
    die frage ist ja auch wie der squelch eingestellt wurde. Vorher checken denn meistens geht es mit low ohne störung. Grundsätzlich aber gilt hoch mit den antennen eben wegen der wasserbeutel (mit handy) Lg

  • MRspeaker
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    • 10. September 2010 um 09:25
    • #15

    So nu hab ich Ergebnisse g*....

    Also im Zelt muss man sich keine Sorgen machen....
    30m ohne Probleme mit den normalen Antennen, allerdings sollten die Antennen hoch.

    Draussen mussten defintiv Paddel her.
    Eine Strecke über 50m bis 100m geht nur damit.
    Selbst mit den Paddeln müssen selbige noch sehr genau ausgerichtet werden und es dürfen keine Bäume oder Äste im Weg sein, aber dann gehts bestens.

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  • tufkaklto
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    • 10. September 2010 um 13:49
    • #16

    Ich hab mal wo gelernt, das eine Dämpfung durch Personen durchaus mal bis zu 25 db betragen kann.

    Dann kann man ganz schnell mal ausrechnen, was da an Dämpfung passiert, wenn da ein paar Menschen dazwischenstehen.

    Und wenn man dann noch lange und billige Antennenkabel benutzt wird es noch schlimmer mit der Dämpfung.

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