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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

JBL Vintage System ergänzen??

  • subkontrabob
  • 8. Juli 2010 um 12:20
  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 15. Juli 2010 um 20:37
    • #41

    Moin,

    ich vermute auch, daß die hörphysiologische Erklärung dahinter Parallelen zur Erklärung des Haas-Effekts hat. Ich denke es ist unverfänglicher unter dem Stichwort "(erste) Wellenfront" einzuordnen. Ich fand es jedenfalls beachtlich wie leicht sich das Gehör (mein Gehör?, probiert selbst ;) ) mit einer sauberen Wellenfront betören lässt, und wie sehr später eintreffende Schallinformationen in der Aufmerksamkeit zurücktreten... und daß selbst leiser Trash sehr auffällig wird, wenn er auch nur ein bisschen zu früh kommt. Dieses "zu früh" setzt sich womöglich auch noch störend in der Raumantwort fort.

    Die nach meinem subjektiven Empfinden bisher beste Anlage unter meinen Regelfingern bestand aus 3 Martinbins (115) und 2 twisted übereinander gestellten 402-Tops, je Seite. Eine unglaublich mächtige Bassdrum - deutlich hörbare Anschlagdynamik, krasse Toms, drängende Snare, scharfer E- Bass, klarer Grundton, volle drückende Gitarre, klarer Gesang... geil, ohne Bassloch, weder dynamisch noch statisch. Wenn ich die Wahl habe verzichte ich auf 40-0Hz und wähle Bass, aber PAs die Bass können sind selten, und PAs die ohne Dynamiklücke in die Mitten übergehen sind ausgestorben. (CB18/SD12 kanns natürlich ;) ). Konzeptionell ähnelte diese Anlage etwas einer kompletten Martin Modular, auch 12" auf kurzem kleinem Horn...
    Der heute übliche Bassdrumsound hat live nichts mit der Trommel an sich zu tun, es ist immer die Bassbox die man hört, ohne Anschlagdynamik, Impuls zerfetzt - tot...

    Diese Vintageanlagen haben den Nachteil immer größer zu sein als eine HK-Lukas, sobald man aber in die Größenordnung einer vollständigen Martin-Modular kommt (2*4 Bins) relativiert sich der Truckspace im vergleich zu modernem Material.

    Viele Grüße, Bernd

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • billbo
    Profi
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    Beiträge
    3.671
    • 21. Juli 2010 um 20:43
    • #42

    Schöne und interessante Beobachtungen. Vielleicht wirklich (neben nostalgischer Verbrämung) ein Grund dafür, warum die ‚Alten‘ schwärmerisch die Augen verdrehen, wenn sie vom Eindruck überwältigender Direktheit und Kraft der alten Hornanlagen zu berichten wissen, obwohl (oder weil?) diese gänzlich ohne Laufzeitkorrektur auskommen mussten.
    Speziell bei Martin Modular wird die ‚Vorverlagerung‘ des Schallentstehungsortes von unten nach oben ja sehr konsequent durchgehalten – vom Falthorn zum Rasierer zur Negerlippe zur Zitrone geht’s kontinuierlich jeweils immer einige Dezimeter/ Zentimeter weiter nach vorn Richtung Zuhörerohren.

    Und ja, sicherlich ist auch die Renaissance der Breitbänder irgendwo dort im Bereich der Impulstreue (im Sinne von 'nicht auseinandergerissen') zu suchen. Diesbezüglich mein derzeitiger Liebling: Philips AD 3700M an Telefunken Single End EL84. Klassik, Jazz, Weltmusik, Beatles, und auch AC/DC kann und darf man eigentlich mit nichts anderem hören :D; mit den Raumreflexionen kann ich leben (weil viel später und viel leiser). Im Media Markt allerdings leider schon seit längerem vergriffen.
    Dummerweise müssen wir lautstarke Großsignalübertragung machen; und dort kommen wir mit diesem Ansatz nicht weiter.

    Wenn ich mir allerdings diese

    Zitat

    http://speakerplans.com/index.php?id=myplay_0

    schöne Fotostrecke betrachte fällt mir dazu nur so viel ein:
    „Leute – erfindet, berechnet, konstruiert, baut, verkauft, vermietet, betreibt schwarze Kisten mit Lautsprechern drin! DIE Marktlücke, es gibt viel zu wenige davon! Wir werden alle reich!“

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • madmax
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    494
    Beiträge
    5.382
    • 21. Juli 2010 um 22:44
    • #43

    Was is das auf der Speakerplan-Fotostrecke eigentlich für 'ne Veranstaltung?
    Loveparade ohne Trucks?
    PA-Garagenverkauf?

    Never stop a running System

  • subkontrabob
    Beiträge
    508
    • 22. Juli 2010 um 11:17
    • #44

    Notting Hill Carnival glaub ich......

    Gruss,

    Robert

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 22. Juli 2010 um 13:03
    • #45

    ja,
    http://de.wikipedia.org/wiki/Notting_Hill_Carnival

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • mike severloh
    Beiträge
    893
    • 23. Juli 2010 um 22:42
    • #46

    Also, AJHorn 5 spuckt da interessante Dinge aus mit Rutschen unter Last:

    Alle Simulationen mit B&C 15nw100 low-Qts / High B*L-Speakers neuer Bauart, 1400 W jeweils, am Ende des grünen Bereiches:

    4x 4520 am Stück ergeben ca. 45 .. 120 Hz leicht ansteigender challdruck F-Gang bei 103 .. 106 dB/w/m, 143 .. 146 dB max linear gerechnet, bei 3x 4520 Boxen sinds im max ca. 1.5 dB weniger Endschalldruck, F-Gang nicht sichtbar anders.

    Dieser Haufen Hörner strahlt bei 30 Hz immer noch ca. 120 dB laut ab, auf der abfallenden Flanke. Der Einbruch oberhalb 120 Hz ist drastisch, da täten die kickbas-Hörner einfach gut. Tja, 2 Wege mehr werden es wohl sein müssen ...

    Wenn Ihr Euch jetzt dumme Sprüche erspart simulier ich mal 4 Rog Mogale 18" und 21" SuperScooper, das wird sicher interessant. Es wird immer betont dass Rutschen nur im Rudel gut seien. Nun ja, zwischen 3 und 4 Doppelrutschen sehe ich nicht so den Schalldruck/F-Gang-Unterschied.
    Mit vielen einzelnen Rutschen könnte man denn auch Zahnlückeranordnungen unter der Büchne realisieren, machen namhafte Tekkies heute mit Bässen für Line Arrays genauso.

    Mike Severloh.

  • subkontrabob
    Beiträge
    508
    • 24. Juli 2010 um 14:13
    • #47

    Hey Mike, Danke für den Beitrag! Ich habe das Gefühl da wäre sogar ein eigener Doppelrutschen- Thread berechtigt :D

    WIe schon weiter oben erwähnt, sind in meinen Rutschen noch die Originaltreiber drin. Bin noch nicht dazugekommen die DInger aufzuschrauben.
    Es handelt sich übrigens um C55, nicht um 4520.

    Zitat von "F.A.Bi.A.N."

    ein konkreter referenzrahmen für die überprüfung der relativ alten chassis bzw. eine handlungsanweisung für den fall eines verfehlens der parameter

    Ich würde mich gerne über diesen Aspekt des Projekts unterhalten....

    Gruss,

    Robert

  • F.A.Bi.A.N.
    Verifiziert
    Reaktionen
    130
    Beiträge
    5.286
    • 24. Juli 2010 um 14:18
    • #48
    Zitat von "subkontrabob"

    Ich würde mich gerne über diesen Aspekt des Projekts unterhalten....

    als ersten schritt würde ich empfehlen, die elektrische impedanz aller chassis zu messen und sowohl untereinander als auch mit den herstellerdaten zu vergleichen. eventuelle ausreißer guckt man sich dann genauer an. alte pappen mit durchgehangenen zentrierspinnen können beispielsweise nur reconed werden... alten treibern hingegen kann man mit einer luftspaltreinigung mitunter nochmals auf die sprünge helfen.

    siehe auch:
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=35&t=78810&start=0

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