Hallo, bin neu hier und habe eine Frage an alle die sich mit den vorgeschriebenen Wiederholungsprüfungen an elektrischen Betriebsmittel bschäftigen. Alle mir bekannten Prüfeinrichtungen arbeiten entweder mit Schuko, oder über Adapter (die unglaublich teuer sind, ist eigentlich aus dem Eigenbauprojet aus dem Forum jemals was geworden ??) welche auf 5 polige Kraftstromverbraucher ausgelegt sind. Was aber ist mit den 4 poligen (also eigentlich den meisten Motoren, Kettenzügen)? Ein großer Kettenzughersteller hat mir eine recht abenteuerliche Adapterversion vorgeschlagen, welche zwar misst aber na ja..... Wie handhabt ihr das? Welche Adapter verwendet ihr dafür?
VDE 702 an 4-poligen Verbrauchern (Kettenzügen)
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Du benötigst das naheliegende, nämlich einen Adapter Schuko -> CEE 4pol.
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Wie schon oben beschrieben wurde mir das vom Kettenzughersteller auch so beantwortet. Immerhin fehlt das Neutral (Mittenleiter) in der ganzen Geschichte, abgesehen davon das du das Gerät nicht wie vorgeschrieben in Funktion testen kannst (was übrigens bei vielen Geräten nicht geht, wie willst du einen Scheinwerfer mit Entladungslampe im Betrieb Testen oder einen PC, abgesehen von den Problemen mit Iso, wo du ja Differentialstrom nehmen könntest, wenn alle 3-5 Sekunden die Stromzufuhr unterbrochen ist????) Wollte eigentlich eure Einschätzung wie konform das ist, habe mich bei der Innung erkundigt und die haben etwas von künstlichem Sternpunkt erklärt, konnten aber nicht ausführen wie man soetwas macht, bzw. wo man so einen Adapter kaufen kann. Die komplette 701/702 geht auf diese Thema 4polige CEE nicht ein und alle Adapterhersteller haben nur 5polige zu unverschämten Preisen, daher Eigenbau angedacht..... Eigentlich habe ich das Gefühl das die ganze Norm nicht für unsere Branche durchdacht/gedacht ist und wir nun neinmal mit den Auswirkungen kämpfen müssen, ist aber nur meine persönliche Meinung und keinesfalls generelle Kritik an der Idee elektrische Betriebsmittel sicherer zu machen (finde bei den Prüfungen regelmässig elektrische Defekte, meist am Schutzleiter oder am Zusatnd der Steckvorrichtungen/Oxidation), der Weg ist nur etwas eigenwillig.
Hary aus Wien -
hallo,
ich würde Vorschlagen die Isolationsmessung L-N weg zu lassen (falls die überhaupt gefordert wird). Ansonsten sehe ich da (bis auf den ggf nochwendigen Adapter) keinen großen Unterschied zur Messung bei 5pol. Betriebsmitteln.
mfg. Markus
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Die 0702-Messung zielt in erster Linie auf eine funktionsfähige Erdung hin, die kannst Du mit Meßgerät und Adapter problemlos durchführen (lassen). Eine Funktionsprüfung geht i.d.R. nicht über das Testgerät, da keine drei Phasen zur Verfügung stehen. Da würde ich ganz einfach den Motorcontroller nehmen und den Motor dranstöpseln.
Oder mach es Dir einfach und lass' die Prüfungen von einem Kollegen durchführen, Du bist ja nicht der einzige mit diesem 'Problem', Motoren zu prüfen.
Frank
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... Die Messung des Isolationswiderstandes erfolgt zwischen dem gesamten Stromkreis, d.h. den parallel geschalteten Netzpolen und dem Schutzleiter..
Da kann man sich den Adapter leicht selber bauen.
Tomy
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@ Frank: Florianiprinzip? Dann hat der nächste das Problem, so will ich es nicht lösen!
@ Tomy: OK Das klingt für 5 polig ja recht gut, wenn du das analog bei 4 Polig machst fliegt leider die Sicherung im Messgerät, schon versucht, der Adapter ist intern anders verschalten als einfach L mit N und gut.Fakt ist, das das Messgerät (und die Norm) von einer L/N/PE Situation ausgeht, bei Kettenzügen liegt aber eine L/PE Situation vor. Nach meinem Verständniß hat die Funktionsprüfung aber durch die Prüfung zu erfolgen. Wie schon Eingangs gesagt, ich habe ja diesen Adapter und messe so schon seit einigen Jahren, werde nur den Gedanken nicht los das es so nicht richtig ist. Die Ergebnisse sind ja auch immer Plausibel und die hier besonders hervorgehobene Funktion des PE wird ja auch richtig durchgeführt.
Im Übrigen habe ich im Forum einige Beiträge gefunden bei denen es um Gerätekombinationen geht (Netzteil/Effektgerät....) hier werden Empfehlungen abgegeben wie "Sind ja 2 Geräte, miss doch einfach das Netzteil", kann so doch auch nicht ganz richtig sein, da es sich hier ja eigentlich um 2 Geräte mit unterschiedlichen Schutzklassen (SKII für das Netzteil und eigentlich SKIII für das Effektgerät) handelt, oder verstehe ich das falsch? Jedenfalls fordert die Norm auch Geräte mit SKIII zu prüfen.
Leider hat ja auch noch niemand seine eigenen Erfahrungen mit dem Thema dargeboten, hoffe aber das da noch jemand kommt.
Hary aus Wien
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Hi Harry,
warum sollte die Sicherung fliegen?
Der Tester verbindet beide Pole der Schukodose, und legt zwischen diesem Punkt und der Erde die Messspannung an.
Wenn man ganz sicher gehen will, dann legt man N nicht in der 4 Pol Dose auf, sondern nur L und brückt die drei Phasenpins.Bei einer Messung nach VDE 0100 (Installation) hast du recht, da ist auch die Isolation zwischen N und L zu messen, was aber, wie die vielleicht nachvollziehen kannst, bei einem Verbraucher keinen Sinn macht.
Tomy
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Hi Tomy!
Im Zuge des Prüfablaufes (automitischer Ablauf) fällt die Sicherung wenn du einfach L und N verbindest, wie gesagt schon probiert, klar das sie nicht fällt wenn der Tester die Verbindung vornimmt, da er dann Messungen über den PE durchführt bei allen anderen Messungen wird ein Stromkreis mit L und N vorausgesetzt, sind die dann aber im Adapter verbunden, dann knallt es. Funktioniert nur wenn du z.B. L1 und L2 mit L vom Messgerät verbindest und N vom Messgerät mit L3 (somit simmulierst du einen normale Stromkreis mit L und N ist aber meiner Meinung nach eher nicht nach dem Ansinnen der Norm). Wenn du N nicht anlegst wirst du mit Differenzstrommessung Probleme bekommen.
Kurz noch zum von mir verwendeten Messgerät und Ablauf: Amprobe Autotest 701/702, Messablauf für SKI nach VDE702, Messverfahren: Differenzstrommessung
Wie schon gesagt, die Norm sieht keinen Geräte ohne N vor, oder ich habs noch nicht gefunden.Hary aus Wien
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Hi,
okay, kann ich nachvollziehen das da die modernen Geräte versagen. Ich hab hier einen König-Tester mit drei Tasten (Riso, Rsl und IAbl), damit gibts keine Probleme.
Eine Differenzstrommessung ist ja nicht nötig, wenn die anderen Werte passen. Und um den Kettenzug zu betreiben (was ja Voraussetzung für die Differenzstrommessung ist) muss er ja mit einem Steuergerät verbunden sein (und das Steuergerät muss an 'echtem' Drehstom hängen).Aber, wie gesagt, wenn man den Motor nach VDE0702 testen will, dann reichen imho die folgenden Schritte:
- Besichtigung (Unbeschädigt, alle nötigen Aufkleber vorhanden + lesbar)
- Durchganswiederstand Schutzleiter (Rsl) < 0.3 Ohm
- Isolationswiderstand (alle aktiven Leiter gegen Schutzleiter) > 500kOhm, falls nicht erreicht ersatzweise Ableitstrom < 7mA
- Funktionsprüfung (an Steuerung)
- Es sind wahrscheinlich auch noch mechanische Prüfungen nötig (Zustand der Kette) etc.Tomy
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Hoffe die Bilder sind nicht zu groß..... Laut 1. Bild ist die Differenzstrommessung anzuwenden wenn gegen die Isolationsmessung bedenken bestehen bzw. nicht alle Teile durch die Messung erfasst werden, in den Motoren gibt es zum einen Bremsgleichrichter, zum Anderen wie wir uns ja einig sind kann ich das Teil nicht in Betrieb setzen, also würde ich Differenzstrom annehmen, da ich hier wenigstens das Einschalten des Verbrauchers simulieren kann mit dem Adapter (ist auch ganz deutlich zu hören das der Schütz schaltet und der Motor versucht zu fahren). In Bild 2 ist der geforderte Ablauf dargestellt, ohne Isolation ist auch hier Differenzstrom oder Schutzleiterstrom/Berührungsstrom gefordert, das geht aber nur wenn ich am Messgerät hänge und nicht wie vorgeschlagen an der Steuerung. Abgesehen davon das ich dann keine Dokumentation erstellen kann, da gewisse Werte dann ja nicht im Messgerät aufgeführt sind und bei ca. 200 Motoren im Jahr ist eine manuelle Dokumentationserstellung eher fad...... Es würde natürlich auch die Möglichkeit bestehen mit einer Leckstrommesszange zu arbeiten, aber da sind wir wieder bei der manuellen Erstellung der Protokolle.