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Gedanken zur Audio Festinstallationen

  • Sven M
  • 24. Oktober 2010 um 16:20
  • Sven M
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    2.530
    • 24. Oktober 2010 um 16:20
    • #1

    Hallo Forum,

    nach längerer Abstinenz würde ich gerne mit eueh ein paar Gedanken austauschen zum Aufbau einer Beschallungsanlage.
    Konkret geht es mir um ein Projekt, welches zwar momentan noch in der Zukunft liegt, aber gerade das ermöglicht es ja mit etwas Abstand die Sache zu Betrachten.
    In dem Beispiel handelt es sich um einen Club wo von Funk bis House alles läuft. Die Beschallung sollte schon recht weit vorn sein, druckvoll, klar, präsent.
    Die Unterteilung kann man in vier Zonen vornehmen:
    Bar, Tanzfläche, Chill Out, WC und Flur

    Das Signalrouting und Controlling würde ich gerne mit einem zentralen Gerät vornehmen, z.B. einer DME 24N oder einem BSS BLU 16.
    Ausgänge:
    2x Bar (mit unterschiedlichen Zeiten)
    2x Chill Out (Stereo)
    1x WC
    2x Hi/Mid (Stereo)
    3x Subwoofer (Mono Cluster aus 6 Subs, will mir das spreizen per Delay offen halten)

    Mir geht es jetzt noch um die Fragestellung, wie ich die Tanzfläche so schützen kann, dass die Lautsprecher auch die DJs überleben.
    Bis jetzt hatte ich hier Crown Itech 4000 eingeplant, brauche aber von dem inneren DSP nur die Limiter Funktion.
    Nehme ich hier eine preiswerte Endstufe habe ich das Problem, dass keiner der Signalprozessoren (DME oder BLU) einen Peak UND RMS Limiter bietet, welche aber meiner Meinung nach notwendig sind.
    Für das Umfeld reicht meiner Meinung nach ein einfacher Limiter.

    Oder würdet ihr das anders lösen und speziell für die Tanzfläche einen eigenen Controller einsetzen, mit dem Nachteil, dass nicht auf wirklich alle Parameter zentral zugegriffen werden kann.
    Sind die Filterfunktionen der genannten DSPs gut genug um die Hauptbeschallung damit anzufahren?

    Einen Herstellercontroller brauche ich nicht unbedingt, hab ja genug Zeit zum Einmessen etc.

    Ich suche hier wirklich eine hochwertige, aber bezahlbare Lösung, einen hohen Invest muss ich natürlich auch dementsprechend argumentieren können.

    Und, ja, auch wenn ich hier so grundsätzliche Fragen stelle, ich habe so etwas schon mal gemacht, würde mir gerne nur nochmal Input von anderen holen..

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • yamaha4711
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    • 24. Oktober 2010 um 17:48
    • #2

    Tacho!

    Ich denke, dass die DSP Einheiten in den entsprechenden Geräten so ziemlich alle gleich sind. Lediglich die Software bzw. Firmware ist entsprechend angepasst. Die Filterfunktionen sollten auch ähnlich bis sogar gleich sein. Ist aber nur eine Vermutung.

    Bei Geräten wie BSS Soundweb BLU oder ähnlichen Multicontrollern sollte das was du suchst in jedem Fall implementiert sein. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die Filter (X-Over) schlechter sein sollten als bei einer reinen doofen X-Over. Ebenso sollten die Limiter entsprechend reagieren und damit die LS-Systeme schützen.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • simonstpauli
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    • 24. Oktober 2010 um 18:21
    • #3
    Zitat von "yamaha4711"

    Tacho!

    Ich denke, dass die DSP Einheiten in den entsprechenden Geräten so ziemlich alle gleich sind. Lediglich die Software bzw. Firmware ist entsprechend angepasst. Die Filterfunktionen sollten auch ähnlich bis sogar gleich sein. Ist aber nur eine Vermutung.

    Bei Geräten wie BSS Soundweb BLU oder ähnlichen Multicontrollern sollte das was du suchst in jedem Fall implementiert sein. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die Filter (X-Over) schlechter sein sollten als bei einer reinen doofen X-Over. Ebenso sollten die Limiter entsprechend reagieren und damit die LS-Systeme schützen.

    Grüßle,
    michael


    +1

    Ich habe auch schon mal das komplette Processing für Lautsprecher mit in einer DME realisiert.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • toadie
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    1
    • 24. Oktober 2010 um 18:23
    • #4

    Hallo,

    was spricht dagegen den/die Controller so zu installieren das ein Zentraler Zugriff möglich ist, alternativ eine Lösung mit Netzwerk...

    Gruß
    toadie

    Physik kann man nicht überlisten

  • Sven M
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    • 24. Oktober 2010 um 20:32
    • #5

    Hallo,
    toadie: Vielleicht hab ich mich schlecht ausgedrückt, ich hätte gerne alle Funktionen die den Sound beeinflussen mit einer Software zu bedienen. Schutzfunktionen können gerne ausgelagert sein...

    Danke schonmal für den Input, aus meiner Sicht und Erfahrung (hab bis jetzt ein paar Installationen mit DMEs gemacht) klappt das gesamte Soundprocessing sehr gut.

    Gruß, Sven

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • HaPe
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    • 26. Oktober 2010 um 03:24
    • #6

    Eine mehr oder minder schöne GUI kann man ja mit DMEDesigner und nem TouchscreenPC machen.

    Das mit den Limitern mag ein ernster Aspekt sein, wo mir leider auch die Ahnung von fehlt, aber erfahrungsgemäss hilft es mehr, als Chef die DJs mit Hilfe der Sicherheits- und/oder Tresenkräfte zu sensibilisieren, als die Anlage zu Lasten von Sound und/oder Headroom zu kastrieren.

    Und wenn ein Behringer DCX oder ein DSP260 filtermässig bei richtiger Bedienung den meisten Menschen inklusive mir als Weiche/Prozessor ausreicht, warum soll das bei einem Gerät in der mehrfachen Preis- und Funktionsklasse von namhaften Herstellern nicht so sein? Von allen "unter 1K€ Controllern" schätze ich übrigens den DSP260 am meisten bisher.

  • tobias kammerer
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    • 8. November 2010 um 20:40
    • #7

    Hallo,

    erfahrungsgemäß ist bei heutigen Chassis das echte RMS Limiting nicht mehr notwendig, da die Dinger einfach wirklich viel wegstecken. Somit reicht in der Praxis ein Peaklimiter (wo auch immer der sitzt). Hier gibt es lustigerweise massive Unterschiede im Klang und Verhalten bei massivem Überfahren (was ein DJ ja auch gerne mal macht). Auch ich möchte hier den DSP-260 / DC-One als extrem gelungen hervorheben (was die limiter betrifft). Der behringer DCX ist noch günstiger, schneidet aber im Gesamtklang und eben beim Limiter nicht so gut ab wie der EV/Dynacord.

    Somit könntest Du, um Dein Budget drastisch zu senken:
    - Irgendwelche Chinaböller Analogendstufen nehmen (siehe diverse Threads , Tests, Langzeiterfahrungen... das Zeug ist ausgereift und läuft stabil)
    - 2 DSP-260 für Dein Signalprozessing benutzen (wären dann 12 Outputs)

    Ein kleines Schmankerl: Der DSP-260 oder DC-One kann auch per Relais oder Taster verschiedene Presets abrufen (z.B. Die Lautstärkeverteilung oder der "Wir hören jetzt auf" Limiter).
    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • Volker Holtmeyer
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    • 9. November 2010 um 16:49
    • #8
    Zitat von "tobias kammerer"

    Hallo,

    erfahrungsgemäß ist bei heutigen Chassis das echte RMS Limiting nicht mehr notwendig, da die Dinger einfach wirklich viel wegstecken.

    Das kann ich jetzt nicht ganz nachvollziehen. Zwar richtig, dass moderne Chassis wesentlich belastbarer sind als ältere, warum man diese dann aber weniger schützen sollte, erschließt sich mir nicht ganz.

    Ich halte gerade bei aktuellen Chassis einen RMS-Limiter für wichtiger als einen Peak-Limiter.

    Im Soundweb kann man sich so viele Limiter hintereinander schalten, wie man möchte. Mit längeren Regelzeiten ist es dann eben ein RMS-Limiter und mit kürzeren ein Peak-Limiter. Für eine maximale Sicherheit kann man sich sogar einen vorausschauenden Limiter bauen (mit einem Stereo-Compressor - der eine Weg bekommt das direkte Signal und wird nur zum Regeln benutzt, der andere "richtige" Kanal bekommt das Signal etwas verzögert).

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • tobias kammerer
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    • 9. November 2010 um 20:33
    • #9

    Hallo Volker,

    meine Ansicht begründet sich darauf, daß heutige Chassis kühloptimierter sind und schneller Hitze abbauen und somit bereits kürzere Regenerationszeiten reichen, damit der Speaker nicht kaputt geht. Der Crestfaktor darf also höher sein als bei älteren Chassis. Tatsächlich würde man aber dann mit einem ungünstigen Test- oder Störsignal den Speaker zerstören können trotz Peak Limiter. Mit Musik ist das praktisch unmöglich.

    Hier noch ein Denkanstoß: Ein Limiter mit längerer Attackzeit ist kein RMS Limiter. Der Nachteil: Sofort nach überschreiten des Thresholds beginnt die Kompression, diese blendet zwar nur langsam ein und je nachdem, wie lange der Zustand anhält, ist die Gain Reduction nicht voll erreicht, jedoch anteilig immer. Somit ist ab überschreiten des Thresholds ein Kompressor hörbar, obwohl eventuell völlig unnötig. Da dieser Threshold erheblich niedriger als der Peak angesetzt werden muß (minimum 3 dB), habe ich deutlich vor Erreichen des Ende des Nutzbereiches bereits klangliche Eingriffe.

    Ein echter RMS Limiter hat eine einstellbare Bewertungszeit (= Integrationszeit). Solange der gemittelte Pegel über dieses Zeitfenster nicht den Threshold übersteigt, passiert garnichts. Das entspricht einer Energiedosis Messung. Leider bietet praktisch kein Controller am Markt diese Möglichkeit (was ich sehr ärgerlich finde).

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

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