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Theaterexperten gefragt - Monochromes Licht

  • andi.bt
  • 2. Februar 2011 um 20:52
  • andi.bt
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    • 2. Februar 2011 um 20:52
    • #1

    Servus zusammen!

    Ich stehe grad vor einem kleinem großem Problem. Die Regie hat mal wieder Wünsche die auf dem ersten Blick unmöglich erscheinen.

    Das Stück: Die Tür mit den sieben Schlössern von Edgar Wallace.

    Die Aufgabe: Wie ein guter Edgar Wallace eben ist soll das Stück in "schwarz/weiß" aufgeführt werden. Was aber logischerweise aufgrund Physikalischer Gesetze nicht möglich ist. Nun sind wir aber zu dem Gedanken übergesprungen das ganze im "sepia Effekt" zu gestalten.

    Auf die Idee sind wir gekommen als wir mit einem unserer LED Strahler die Bühne komplett Blau ausgeleuchtet haben und somit ja alles Blau war. Nur welche Farben muss ich zusammenmischen um diesen Effekt zu erzeugen? Kann ich das eventuell auch mit Farbfolien erzeugen? Welche Randbedingungen müssten ansonsten noch vorhanden sein?

    Ich nehme alle Infos die mir irgendwie helfen könnten das Problem zu lösen ;) Auch wenn es nur Vermutungen sind die ausprobiert werden müssen..

  • chw
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    • 2. Februar 2011 um 21:16
    • #2

    "Sepia" Filtern wird wohl nicht funktionieren, das ist wie Gold oder grau - das lässt sich auch nicht nur gefiltertes Licht erzeugen.
    Du brauchst was mit einem möglichst schmalbandigen Spektrum im gelblichen. Spontan fallen mir da Natrium Entladungslampen ("Strassenbeleuchtung") ein.
    Du könntest die Darsteller passend "monochrom" anziehen (Dunkle Töne, hellere grau, ocker, braun töne) etc. und versuchen das dann durch entsprechend in Szene zu setzen
    Probiert habe ich sowas aber noch nie.

  • erik
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    • 2. Februar 2011 um 21:21
    • #3

    LED ist schonmal ein guter Ansatz, nur in den üblichen Lampen versucht man eben wegzukommen von dem Monochromatischen Licht, von daher funktioniert das nicht so richtig, und sobald mehrere Farben gemischt werden ists eh vorbei. Schau dir mal die Absorptionsspektren von Farbfiltern an, mir wäre keiner bekannt, der schmal und steilflankig genug filtert bzw. durchlässt.

    Natriumdampflampe könnte funktionieren.

  • skyper
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    • 2. Februar 2011 um 21:29
    • #4

    Da waren schon zwei Leute schneller... trotzdem mein Senf:

    monochromatisch bekommst Du technisch eigentlich nur auf zwei Wege hin:

    LED - dann aber nur mit Rot, grün oder blau,
    alternativ mit Niederdruck-Natriumdampflampen - dann alles in gelb.

    Versuchen würde ich es in jedem Fall mit RGB-LED (keine weißen!), da mischt Du zumindest aus drei schmalbandigen Spektren.

    Bin leider ein Kulturbanause und habe keine Ahnung über Handlung und Spielorte des Stücks,
    aber alternativ tatsächlich die Kulissen in komplett S/W basteln und die Darsteller entsprechend schminken. Klamotten sind ja nicht unbedingt das Problem,
    Möbel werden da schon eher zur Herausforderung. Allerdings gibt z.B. auch grauen Molton, mit dem man z.B. ein Sofa unkompliziert verkleiden kann.
    Dem Rest dann mit einem Eimer Wandfarbe und verschiedenen Abtönstufen zu Leibe rücken.
    Ganz ohne ist das natürlich nicht zu realisieren, aber bestimmt ein verdammt geiler Effekt.

    Alternativ mal im Lee-Katalog schauen, da gibt es diverse Rosa-Tönungen (sowie "Chocolate"), evtl. bekommst Du damit schon ein wenig Farbechtheit weggeleuchtet - perfekt aber eher nicht.
    Habe leider gerade keinen Katalog bzw. Booklet oder gut bestücktes Farbfolienlager zur Hand um mal zu probieren.

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    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

  • neonwave
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    65
    • 6. Februar 2011 um 19:17
    • #5

    Natriumdampf

    Es ist dann nicht alles gelb, sondern es gibt schlichtweg keine Farbkontraste.

    Grund, sehr geringes Farbspektrum der Lampe, daher niedriger Farbwiedergabeindex also Farbwiedergabe.

    Effekt des Gelben dürfte sich verlieren wenn du keine Kontrastlampen einsetzt und die Lichtquelle nicht sichtbar ist.

    Grüße

  • tufkaleho
    Verifiziert
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    1.548
    • 6. Februar 2011 um 21:44
    • #6
    Zitat von "neonwave"

    Effekt des Gelben dürfte sich verlieren wenn du keine Kontrastlampen einsetzt und die Lichtquelle nicht sichtbar ist.


    Kannst du das näher erläutern ? Hab grad keinen Schimmer was du damit meinst.

    Eine bessere Lichtquelle als Natriumdampflampe kann man doch fast garnicht nehmen, da wie gesagt das Farbspektrum sehr eng ist. Ergo kommt nur "gelb" aus der Lampe raus und "nur" Gelb wird reflektiert.
    Einziges Problem entsteht mangels Dimmen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Natriumda…dung_im_Theater

  • mathias burger
    Profi
    Beiträge
    33
    • 7. Februar 2011 um 10:00
    • #7

    Gemeint ist der Effekt, dass das Auge nach einer Weile einen "Weißabgleich" vornimmt.
    Daher nehmen wir sowohl 3.200K als auch 5.600K als "Reinweiß" war, wenn wir eine Weile nur dieser Farbtemperatur ausgesetzt sind.
    Interessant sind zu dem Thema verschiedene Artikel von Mike Wood:
    When White Light Isn't White
    When White Light Isn't White 2
    Color Rendering - Narrow Band Emitters
    MacAdam Ellipses

    Ich weiß, viel Lesestoff. Aber viel wertvolles Wissen, das man selten so lesbar und verständlich präsentiert bekommt, aber das wirklich durchaus relevant für unsere Arbeit ist.

    Mit freundlichen Grüßen

    Martin Professional GmbH
    Mathias Burger
    Produktmanager, Dipl.-Kfm.

    Einmal editiert, zuletzt von mathias burger (16. Februar 2011 um 17:25)

  • Dark
    Beiträge
    240
    • 9. Februar 2011 um 18:47
    • #8

    Eventuell wäre ja auch eine andere "künstlerische" Herangehensweise möglich...

    Nämlich schwarz mit Schatten und weiss mit HMI Licht und das ganze sehr genau räumlich getrennt.

    Ähnlich wie Franck Evin das in Berlin an der Komischen Oper handhabt. Wäre quasi schwarz weiss aber in anderer künstlerischer Sicht....

  • tufkaleho
    Verifiziert
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.548
    • 9. Februar 2011 um 21:02
    • #9

    Dann muss du aber auf der Bühne einen ziemlichen Aufwand betreiben, damit es bei Schwarz/Weiss bleibt.
    Die Schauspieler müssen alle geschminkt werden, die Stoffe alle Kleidungsstücke müssen angepasst werden da es ja auch unterschiedliche "schwarz" gibt und es sonst schlecht aussieht.

    Mit monochromatischem Licht hat man es da einfacher. Die Bühne kann so bleiben wie sie ist.

  • korschi
    Beiträge
    229
    • 13. Februar 2011 um 22:44
    • #10

    Wie soll denn das Ergebnis aussehen? Natriumdampf-Niederdruckleuchten sollten den gewünschten Effekt bringen, müssen dann aber als einzige Lichtquelle eingesetzt werden. Sofern der ganze Abend so gestaltet ist, stelle ich mir das recht öde vor.

  • andi.bt
    Beiträge
    709
    • 13. Februar 2011 um 22:48
    • #11

    Es gab heute noch einmal eine Produktionsbesprechung und wir haben uns darauf geeinigt das Stück selber normal auszuleuchten und als Special eine extra Applausordnung zu schreiben die dann in diesem Monochromen Licht abläuft.

    Ich denke dazu werde ich einfach zwei Fluter mit Natriumdampf-Leuchtmittel einsetzen die die ganze Bühne ausleuchten.

    Weiß jemand wie schnell die Lampen zünden? bzw. was ich dazu am besten verwende? Einfache HQI-Strahler (70 od. 150W) nehmen und andere Birnen rein schrauben? Würde mir für die Applausordnung reichen..

  • Jan Boehm
    Beiträge
    261
    • 16. Februar 2011 um 11:11
    • #12

    Die wohl einfachste Methode ist ein Folien Filter Namens "Chocolate".

    Erzielt den Effekt welchen Du Dir wünschst und Du brauchst nicht mit diesen albernen Natriumdampf Lampen rummachen die dann ja auch eine Jalousie benötgen um diese "Dimmen" zu können.

    Grüße

    Jan

    Fernsehen schafft vergessen,
    Theater Erinnerung
    http://www.renitenztheater.de
    http://www.mann-hinter-pult.de

  • andi.bt
    Beiträge
    709
    • 16. Februar 2011 um 21:47
    • #13

    wäre dann somit wohl LEE 156.. Muss ich morgen mal mit der Master Edition ausprobieren.. Mit dem kleinem LEE Designer Fächer wird des heut nix mehr *g*

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